Peugeot Traveller Test

Günstiger Kleinbus mit Platz für die ganze Familie

5/10
Wow-Wertung
Unsere Auto-Experten vergeben diese Wertung nach ausführlicher Prüfung des Fahrzeugs.
  • Sehr viel Platz
  • Für das Format handlich
  • Extras wie im Pkw
  • Teils günstige Kunststoffe
  • Keine Benzinmotoren
  • Ganz schön hoch

34.830 € - 52.400 € Preisklasse

5 - 6 Sitze

4,8 - 6,3 l/100km

Test

Wird die Familie immer größer und soll das Familienauto nicht teuer werden, wie es eine Mercedes V-Klasse oder ein VW Bus schnell sein kann, ist der Peugeot Traveller der richtige. Der Peugeot Traveller teilt sich die Basis mit dem Citroen Spacetourer und dem Toyota Proace und bietet im Innenraum richtig viel Variabilität und Platz für bis zu acht Passagiere.

Bis zu 5,31 Meter lang und hoch und breit wie ein Kleiderschrank, nimmt es der geräumige Franzose mit bis zu 4.554 Liter Ladung auf. Trotz des hohen und lichten Innenraums, der ans Handwerk erinnert, ähnelt der Peugeot Traveller einem SUV oder Kombi, denn mit Peugeots modularer Plattform, auf der er steht, kommen dem Kleinbus ungewohnte Annehmlichkeiten aus der Familienkombi-SUV-Klasse zugute.

Man sitzt, wenn man dafür extra investiert, auf bequemen Ledersesseln und blickt wie in einem High-Tech-Fahrzeug auf ein Head-up-Display. Xenonscheinwerfer sorgen im Topmodell für gute Straßenausleuchtung und die 180-Grad-Kamera für optimale Sicherheit beim rückwärts einparken.

In vielem ähnelt das Traveller Cockpit, in dessen Betrieb ein Smartphone genauso problemlos eingebunden wird wie im Siebensitzer-SUV 5008, einem Pkw von Peugeot. Nur manches nicht so hochwertige Kunststoffteil im Innenraum offenbart, dass der Peugeot Traveller mit dem Expert auch einen Nutzfahrzeug-Kumpanen besitzt. Trotzdem heißt die ideale Nutzungsumgebung eines Traveller, der sich komfortabel und mit dem 177-PS-Diesel souverän fährt, ganz klar Großfamilienalltag.

Den steht der Peugeot Traveller mit guter Komfort- und Sicherheitsausstattung. Als großer Vorteil erweist sich nicht nur der für das Familienbudget im Vergleich zur deutschen Konkurrenz bekömmliche Preis, sondern auch die im Vergleich zu anderen Kleinbussen bessere Handlichkeit.

Der Peugeot Traveller ist das Familienauto für das dritte Kind oder das vierte oder das fünfte … Peugeot bietet den Traveller als 4,96 Meter langen Fünfsitzer L2 an oder auch im 5,31-Meter-Format des L3 in dem er sich besser als Siebensitzer oder Achtsitzer nutzen lässt.

Die Sitze sind verschieb-, umklapp- und ausbaubar. Dafür sollte man allerdings besser zu zweit antreten, denn die Sessel sind doch ziemlich schwer. Schwer darf auch das Gepäck sein, denn fast eine Tonne kann im Traveller zugeladen werden. Dafür stehen gleich zwei Handschuhfächer, ein paar Ablagen und der große bis riesige Gepäckraum zur Verfügung.

Sitzen acht Personen, passen immer noch 603 Liter ins Gepäckabteil – so viel wie in einen Kombi. Sind fünf Sitzplätze besetzt, kann im 5-Sitzer mit 2.381 Liter Volumen bis zum Dach auch über die Mitnahme der Kinderfahrräder in den Sommerurlaub nachgedacht werden. Und fährt man zu zweit in den Urlaub, passt mit 3.968 Liter Volumen hinten vielleicht noch das Boot hinein – na ja, fast.

Der 8-Sitzer schluckt sogar 4.554 Liter bei Beladung bis unters Dach. Bei der Konkurrenz bekommt man ähnlich viel geboten. 4.300 Liter kommen im VW T6 Multivan und über 4.600 Liter in der Mercedes V-Klasse unter. Der VW Multivan darf 2,5 Tonnen, die V-Klasse 2,0 Tonnen und der Traveller maximal 2,3 Tonnen ziehen – kein kaufentscheidender Unterschied.

Fünf Meter oder über 5,30 Meter sind aber nicht wenig, eher sperrig und mit bis zu 1,95 Meter ziemlich hoch, was man bei der Einfahrt in ein altes Parkhaus aus Liebe zum Blech beachten sollte. Und auch in modernen Parkhäusern, die manchmal nur zwei Meter hoch sind, kommt die Betondecke im Peugeot Traveller manchmal schon bedrohlich nah. Das Einparken lässt sich mit den Parksensoren und der 180-Grad-Heckkamera absichern.

Technische Daten

Länge 4,96 bis 5,31 Meter
Breite 1,92 Meter
Höhe 1,88 bis 1,95 Meter
Kofferraumvolumen 603 bis 4.554 Liter
Türen 5
Leergewicht 1.735 bis 2.218 Kilogramm
Zuladung 571 bis 960 Kilogramm
Zulässiges Gesamtgewicht 2.695 bis 2.800 Kilogramm
Zulässiges Anhängelast ungebremst / gebremst 750 Kilogramm/1.800 bis 2.300 Kilogramm

Das Antriebsprinzip heißt im Traveller Diesel. Die vier Dieselmotoren bringen eine Leistung von 120, 150 oder 177 PS über die Vorderräder auf die Straße. Die Motoren sind entweder mit einem manuellen 6-Gang-Schaltgetriebe oder im Topmodell mit der bequemen 8-Gang-Automatik kombiniert.

Die Diesel

Der 1,5-Liter-Vierzylinder mit 120 PS ist eine gute Wahl, denn der Turbodiesel schaufelt 300 Newtonmeter an die Vorderräder und wird im Verbrauch von Peugeot mit lediglich 4,8 Liter/100 km angegeben. Allerdings bekommt der Antrieb mit über 1,7 Tonnen Gewicht im Traveller auch viel zu arbeiten, womit der Verbrauch in der Praxis etwa eineinhalb bis zwei Liter höher liegt und sich vielleicht doch der nächst stärkere Motor aufdrängt?

Der vom Peugeot 5008 bekannte 150-PS-Diesel verfügt über mehr Souveränität, weil er mehr Hubraum und mehr Drehmoment zur Verfügung stellt. Die 370 Newtonmeter stehen früh zur Verfügung und der Verbrauch liegt nur etwa einen halben Liter höher als mit dem Basismotor.

Der geschmeidige und kräftige 2,0-Liter-Vierzylinder sorgt für deutlich flottere Fahrleistungen, die sich mit dem 177 PS und 400 Nm leistenden Vierzylinder nicht kaufentscheidend verbessern. Der Verbrauch des Topmotors, der immer mit der Automatik liiert ist, liegt mit 6,0 bis 6,1 Liter/100 km einen halben Liter höher als beim 150-PS-Diesel.

1.5 Blue HDi 120 L2 2.0 Blue HDi 150 L2/L3 2.0 Blue HDi 180 L2/L3
Hubraum [ccm] 1.499 1.997 1.997
Leistung [PS] 120 150 177
Getriebe 6-Gang-Schaltgetriebe 6-Gang-Schaltgetriebe 8-Gang-Automatik
0-100 km/h [s|
Höchstgeschwindigkeit [km/h
k. A. | 160 k. A.| 183 k. A. | 185
Kraftstoff Diesel Diesel  Diesel

Der Peugeot Traveller startet in der Preisliste mit dem 120-PS-Diesel bei 38.000 Euro. Dafür sitzt man im 4,96 Meter langen Traveller Active. Im zweiten Ausstattungslevel Allure und mit den Ausstattungspaketen geht es im Kleinbus nobler zu.

Traveller Active

Vieles, aber noch nicht alles, was die Sicherheit im Traveller erhöht, ist im Active mit an Bord mit dem ESP, den sechs Airbags, dem Reifendruckkontrollsystem, der Berganfahrhilfe, dem Müdigkeitswarner, den Nebelscheinwerfern mit Kurvenlicht und dem serienmäßigen Sicht-Paket mit Lichtsensor, Regensensor und automatisch abblendendem Innenspiegel.

Der höhenverstellbare Sitz vor dem höhen- und tiefenverstellbaren Lenkrad verfügt über eine Armlehne und eine Lendenwirbelstütze. Die im Verhältnis 1/3 zu 2/3 geteilte Rückbank ist verstell-, umklapp- und herausnehmbar. Davor gibt es einen Klapptisch, den besonders Kinder schnell schätzen lernen, und seitlich davon schützen die serienmäßigen Sonnenrollos in den Türen und die abgedunkelten Scheiben die Kids im Sommer vor der Strahlung und der Hitze.

Zudem ist neben dem Audiosystem mit Bluetooth-Freisprecheinrichtung und USB-Port, den beleuchteten Sonnenschutzblenden und dem Bordcomputer nicht nur das Nötigste mit dabei, sondern schon etwas mehr mit den elektrisch verstell- und beheizbaren Außenspiegeln, dem Tempomat, dem Geschwindigkeitsbegrenzer, der 2-Zonen-Klimaanlage und der hinteren Zusatzklimaanlage.

Traveller Allure

Im Traveller Allure verfügt die Audioanlage über einen 7-Zoll-Touchscreen, eine akustische Einparkhilfe hinten und das Head-up-Display, das durch die Frontscheibenprojektion dafür sorgt, dass sich der Blick des Fahrers immer auf die Fahrbahn richtet.

Die mit Leder bezogenen und elektrisch verstellbaren Vordersitze unter dem serienmäßigen Glasdach erhalten im Allure eine Sitzheizung und eine Massage-Funktion. Außerdem darf sich der Innenraumboden über Fußmatten in Reihe eins, zwei und drei freuen. Die linke und rechte Schiebetür öffnet sich elektrisch und an der Heckklappe lässt sich die Heckscheibe separat öffnen – praktisch beim schnellen Einladen in engen Parklücken.

Zur Serienausstattung des Traveller Topmodells gehören auch das schlüssellose Zugangs- und Startsystem, die Türgriffe in Chrom-Optik und eine 220-Volt-Steckdose im Innenraum.

Die Xenon-Scheinwerfer des Allure lassen sich mit dem Licht-Paket auch für den Active bestellen. Die anderen Pakete kosten für beide Ausstattungslinien extra.

Im Drive-Assist-Paket kommen der Spurhalteassistent, die Verkehrsschilderkennung, der Müdigkeitswarner mit Kameraüberwachung und der Fernlichtassistent hinzu. Das Sicherheits-Paket umfasst den automatischen Abstandsregeltempomat (ACC), den Frontkollisionswarner und auch im Active die Audioanlage mit 7-Zoll-Touchscreen.

Eine gute Sache ist auch das Easy-Paket mit der Einparkhilfe vorn, dem Toter-Winkel-Assistenten und den dann auch im Active mit dazu gehörenden elektrisch verstell-, beheiz- und anklappbaren Außenspiegeln. Mit dem Easy-Paket Plus kommt darüber hinaus noch die 180-Grad-Rückfahrkamera hinzu.

Und die Preise von Siebensitzer und Achtsitzer? Für 1.350 bis 1.500 Euro zusätzlich sind die Zusatzsitze mit dabei. Und das sehr sicher. Das Crashverhalten der Traveller Karosserie und die Sicherung durch die elektronischen Helfer wurden im Euro NCAP-Crashtest mit der Maximalwertung von fünf Sternen bewertet.

Zusammenfassung

Sicher, gut motorisiert, gut ausgestattet, wenig zu beklagen – alles Gründe, warum man sich gut für den Peugeot Traveller entscheiden kann. Bis zu acht Sitze und so viel Stauraum bietet kein Familienkombi oder SUV und so viel Ausstattung zu diesem Preis kein direkter, deutscher Konkurrent. Die für das Format gute Handlichkeit, die nicht jeder Kleinbus in der 5,0- bis 5,5-Meter-Klasse zu bieten hat, macht ebenso den Unterschied.

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