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Opel Astra Sports Tourer im Test

Ihr nächstes Auto soll ein Opel Astra Sports Tourer werden? Erfahren Sie alles Wichtige zu diesem Modell in unserem ausführlichen Testbericht!

4,7/5 aus 14.520 Bewertungen

Sieht der gut aus! Opel hat dem Astra Sports Tourer ein vollkommen neues Design verpasst, das viele neue Kund:innen ansprechen dürfte. Und innen wird es digital mit zwei serienmäßigen Displays. Aber reicht das, um dem VW Golf Variant zu trotzen?

  • Frisches, neues Design
  • Breite Motorenpalette
  • Nervöses Bremspedal
  • Begrenzter seitlicher Kopfraum hinten

Einfach hatte es der Opel Astra nie. Zwar ist er nach wie vor eines der meistverkauften Modelle des Herstellers aus Rüsselsheim, doch die Messlatte lag immer hoch: Im Segment der Kompaktwagen gibt es seit Jahrzehnten nur einen Maßstab: den VW Golf. Der hatte irgendwie immer die Nase vorn. In puncto Qualität, bezüglich des Designs und der Verarbeitung. Nicht weniger einfach hatte es die Kombi-Variante des Opel Astra, genannt Sports Tourer. Zwar gibt hier der VW Golf Variant nicht den alleinigen Ton an, doch die Konkurrenz in diesem Segment ist hart. Škoda Octavia Combi, Peugeot 308 SW, Kia Ceed SW, Ford Focus Turnier und Hyundai i30 Kombi sind nur einige der zahlreichen Optionen unter den kompakten Kombis.

Umso wichtiger ist es, hier ein Statement zu setzen. Opel scheint das bei der Entwicklung des neuen Opel Astra Sports Tourer besonders ernst genommen zu haben. Mit dem kompakten Kombi hat der Hersteller einen riesigen Schritt nach vorne gemacht. Kein Stück Blech ist auf dem anderen geblieben, der Astra ist tatsächlich ein vollkommen neues Auto, das gleich noch einen Imagewandel vollzogen hat. Weg vom Biedermann, hin zum Lifestyle-Auto.

Scheinwerfer hinter der Glaswand

Der Wandel beginnt mit dem neuen Design. Frisch, ein echter Hingucker. Dagegen sehen VW Golf und Škoda Octavia ziemlich alt aus. Die Front entspricht dem neuen Markenbild, das bereits vom Opel Mokka bekannt ist. Schmaler Kühlergrill, weit außen positionierte Scheinwerfer, das erinnert an klassische Opel aus den 60er- und 70er-Jahren - ebenso wie das unterschiedlich lackierte Dach. Bis zur B-Säule sind Opel Astra und Opel Astra Sport Tourer identisch, danach macht der Kombi sein eigenes Ding. Die dreieckigen Scheiben in den Türen hinten sind etwas kleiner, die D-Säule extra breit. Den Knick in der Heckklappe gibt es auch beim Opel Mokka. Auf dem Kofferraum prangt in großen Lettern der Modellname. Dass sich der Astra die Basis mit Modellen von Peugeot und Citroën teilt, ist nicht zu erkennen.

Die Größenverhältnisse haben sich im Vergleich zum Vorgänger Astra K kaum verändert. Der neue Opel Astra Sports Tourer ist sogar etwas kürzer und flacher als der Vorgänger - ungewöhnlich für heutige Automobile, die von Generation zu Generation immer größer werden. Mit einer Länge von 4,64 Meter, einer Breite von 1,86 Meter und einer Höhe von 1,48 Meter liegt er ziemlich genau in den Dimensionen des VW Golf Variant, allerdings ist der Astra acht Zentimeter breiter.

Analog war einmal

Innen hat Opel den Astra Sports Tourer völlig neu erfunden. Der Blick fällt sofort auf die großflächige Glasfront, die sich von der Fahrer:innentür bis zum Beifahrer:innensitz zieht. Die durchgehende Oberfläche beinhaltet zwei Bildschirme. Eine digitale Tachoeinheit, die analoge Anzeigen ersetzt und das zentrale Display in der Mittelkonsole, mit der sich die meisten Funktionen steuern lassen. Es folgt der Smartphone-Logik und ist kinderleicht zu bedienen. Optional ist ein Head-up-Display erhältlich.

Handys lassen sich kabellos per Android Auto und Apple Carplay in den Opel Astra Sports Tourer integrieren. Darunter sitzen einige direkt anwählbare Funktionen sowie die Bedieneinheit für die Klimaanlage. Auch ein klassischer Drehregler für die Lautstärke findet sich hier. Das hat der Astra dem aktuellen Golf mit seinen Touchflächen voraus. Im Mitteltunnel ist der Schieberegler für die Fahrstufen untergebracht.

Hochwertige Kunststoffe im Inneren

Die Verarbeitung im Innenraum des Opel Astra Sports Tourer ist hochwertig, das Design wurde mächtig entschlackt. Die kleinteilige Aufteilung des Vorgängers ist klaren Linien mit vielen Ablagen gewichen. Die Kunststoffe sind hochwertig und fassen sich gut an, oft ist das Material zur besseren Haptik aufgeschäumt. Trotz des aufgeräumten Inneren gibt es genug Ablageflächen im neuen Opel Astra Sports Tourer.

Die Sitze sind wie bei Opel üblich hervorragend. Hier sitzt es sich besser als bei den meisten anderen Konkurrenten im Kompakt-Segment. Und der Komfort lässt sich gegen Aufpreis noch durch Rücken schonende Sessel erhöhen. Das Platzangebot ist gut, von der niedrigeren Karosserie ist bezüglich der Kopffreiheit nichts zu merken. Opel kompensiert das, indem die Sitzposition tiefer ist als im Vorgängermodell. Auch hinten sitzt es sich angenehm, selbst wenn vorne große Menschen (bis 1,95 Meter) den Sitz einstellen.

Kürzerer Astra, größerer Kofferraum

Der Kofferraum ist im Vergleich zum Vorgänger ein wenig gewachsen. 598 Liter passen nun hinein, 1.634 Liter mit umgelegter Rückbank. Das ist auf Augenhöhe mit dem VW Golf Variant (611 bis 1.642 Liter). Die vorherige Baureihe des Opel Astra Sports Tourer schaffte nur 540 bis 1.630 Liter. Wer über den Plug-in Hybrid des Opel Astra Sports Tourer nachdenkt, sollte im Hinterkopf behalten, dass hier ein Teil der zusätzlichen Batterien untergebracht ist. Der Stauraum sinkt auf 548 bis 1.574 Liter. In allen Versionen gibt es aber auch bei umgelegten Rücksitzen einen ebenen Ladeboden. Mit einer Höhe von 60 Zentimeter ist die Ladekante erfreulich niedrig.

Zum Verkaufsstart gibt es den Opel Astra Sports Tourer mit einer breiten Auswahl an Motoren. Zwei Benziner mit 110 PS (ab 23.565 Euro) oder 130 PS (ab 26.560 Euro) und ein Diesel mit 130 PS (29.760 Euro). Die Kombis sind jeweils etwa 1.000 Euro teurer als das kompakte Modell. Eine achtstufige Automatik bietet Opel nur für die Modelle mit 130 PS und den Plug-in Hybrid mit 180 PS an (ab 37.810 Euro, förderfähig mit 6.750 Euro). Die Ladeleistung ist für diese Antriebsform typisch mit 3,7 kW eher mäßig, gegen Aufpreis erhöht sie sich auf 7,4 kW. Später soll ein 225 PS starker Plug-in Hybrid und eine Elektro-Version des Astra Sports Tourer kommen.

Mehr Fahrspaß als im Vorgänger

Nur wie fährt er sich denn nun, der neue Opel Astra Sports Tourer? Nach den ersten paar Metern ist auf jeden Fall zu sagen: Deutlich besser als der Vorgänger. Das liegt an der neuen Plattform, die nicht mehr von General Motors stammt, sondern vom neuen Eigentümer PSA, auf dem auch der Peugeot 308 und der DS4 gebaut werden. Die Innengeräusche sind leiser, der Wendekreis ist geschrumpft, die Federung ausgewogener.

Besonders Spaß macht der Plug-in Hybrid, der gekonnt zwischen E- und herkömmlichen Antrieb wechselt. In der Stadt geht er bei ausreichender Ladung automatisch in den elektrischen Betrieb, auch heftigere Stöße aufs Gaspedal bringen ihn nicht aus der Ruhe. Im Hybrid-Modus schaltet sich nach Bedarf der Benziner ein und aus, ohne das harmonische Gesamtbild zu stören. Das Fahrwerk ist eher straff ausgelegt, sorgt aber für ein präzises Handling. Rein elektrisch ist eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 135 km/h möglich.

Der Diesel erweist sich als sparsamstes Aggregat für den Opel Astra Sports Tourer und dürfte besonders Langstreckenfahrer überzeugen. Im Eco-Betrieb waren im Test Werte um vier Liter Diesel auf 100 Kilometer möglich. Die Benziner liegen bei realen sechs Liter im Schnitt.

Viel Sicherheit zum Basispreis

Wenn es um die Sicherheit geht, hat Opel den Astra Sports Tourer an die Gegenwart angepasst. Neben den Standards wie ESP, ABS und Airbags vorne und hinten, ist bereits in der Basisversion ein Frontkollisionswarner enthalten, der Fußgänger und Radfahrer erkennt und im Falle eines drohenden Zusammenstoßes eine Notbremsung einleitet. Komplettiert wird das Paket durch eine Verkehrszeichenerkennung, einen Müdigkeitswarner und eine intelligente Temporegelung.

Gegen Aufpreis stellt Opel ein Warnprogramm für den Toten Winkel, Parkassistenten mit Rückfahr- und 360-Grad-Vision zur Verfügung. Besonderes Highlight sind die Pixel-LED-Scheinwerfer für die Front. Mit 84 Elementen sollen sie ein besonders fein zu regulierendes Fernlicht bieten.

Fazit: der bessere VW Golf Variant

Gut gemacht, lässt sich da nur sagen. Die Neuerfindung des Opel Astra Sports Tourer überzeugt. Größe, Platz und Verarbeitung stimmen, das Design liegt vor vielen Konkurrenten. Besonderes Plus ist die komplette Motorisierung: Egal ob Benziner, Diesel, Plug-in Hybrid oder Elektroauto: Ab spätestens 2023 bietet Opel seinen Kund:innen alle Versionen des Kombis an. Und das Beste: Der Astra Sports Tourer ist noch immer 3.000 Euro günstiger als der Golf Variant.

8/10 Wow-Wertung

Unsere Fachleute vergeben diese Bewertung nach ausführlicher Prüfung des Fahrzeugs.

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