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Nissan Qashqai im Test

Ihr nächstes Auto soll ein Nissan Qashqai werden? Erfahren Sie alles Wichtige zu diesem Modell in unserem ausführlichen Testbericht!

4,7/5 aus 13.784 Bewertungen

Qashqai die Dritte: Vieles, vom Digitalcockpit bis zu den Mild Hybrid-Motoren, ist im Nissan Qashqai der dritten Generation neu. Dabei bleibt sich das Crossover im Auftritt mit nur leicht gewachsenen Dimensionen und vom Handling treu.

  • Modern, aber einfach zu bedienen
  • Geräumig, aber kaum gewachsen
  • Praktisch, aber ohne verschiebbare Rückbank
  • Mild Hybrid, aber kein Diesel

Im Jahr 2007 kam der Nissan Qashqai in Deutschland auf den Markt. Mit den Jahren entwickelte sich das in Europa entwickelte und gebaute Crossover zu Nissans wichtigstem Modell. Unter den Kompakt-SUVs VW Tiguan, Ford Kuga, Kia Sportage, Peugeot 3008 & Co. gehörte er bald zu den Hauptdarstellern im boomenden SUV-Segment.

Never change a winning team

Revolutionärer Wandel und Experimente waren daher bei der 2021er Neuauflage nicht angesagt. Man befolgte eher den Marketinggrundsatz „Never change a winning team“. Anders formuliert: Das neue Modell ist leicht zu erkennen, wenn man das alte kennt.

Der neue Qashqai startet mit schmalen LED-Scheinwerfern und markanter Front. Die Karosserielinien wirken harmonisch und die Proportionen gefällig. Schnell vertraut ist man auch mit der Bedienung. Im Cockpit des weiterhin im britischen Werk Sunderland vom Band laufenden Qashqai zeigt sich exemplarisch, wie positiv sich Moderne und Vergangenheit in einem verbinden können.

Schalter sind nicht altmodisch

Im Cockpit offeriert das Crossover einen gelungenen Mix aus Digitalanzeigen und Schaltern. Das 12,3 Zoll große Digitaldisplay, das im Tekna und Tekna+, den zwei höchsten der fünf Ausstattungslinien, Serie ist und ab dem dritten Ausstattungslevel N-Connecta für zusätzliche 550 Euro zu bestellen ist, zeigt das Tempo, die Drehzahl und andere wichtige Daten digital an. Aber unterhalb des zentralen Bildschirms und am Lenkrad finden sich noch einige Schalter.

Schalter sind nicht altmodisch. Oder wer möchte wirklich die Außenspiegel über den Bildschirm verstellen wie im Tesla Model Y, die Radiolautstärke wie im Suzuki Vitara, oder die Heizung wie im Peugeot 3008 und VW Tiguan? Innenraumdesigner auf dem falschen Weg zur Innovation?

Die Regelung des Klimas oder die Einstellung der Lautstärke funktioniert im Nissan Qashqai 3 auf direktem Weg über die Schalter und Regler. Das gelingt einfach, schnell und intuitiv.

Infotainment up to date

Die Lenkradtasten hat man schnell gelernt. Der Infotainment-Bildschirm liegt griffgünstig in der Nähe von Fahrer und Beifahrer. Das Smartphone ist via Apple CarPlay oder Android Auto flott ins System eingebunden. Die Aktualisierungen des Navis, das im Ausstattungsgrad N-Connecta zur Serienausstattung gehört, erfolgt „over the air“.

Günstig hat im Nissan Qashqai nicht Vorfahrt. Das ab dem Ausstattungsgrad Tekna serienmäßige Head-up-Display projiziert wichtige Fahrdaten nicht etwa auf ein günstiges, aus der Armaturenbrettoberseite hervorsurrendes, billiges Plastikscheibchen, sondern als vollwertige Lösung im 10,8-Zoll-Format groß und klar auf die Frontscheibe direkt in den Blick.

Über den im N-Connecta serienmäßigen WLAN-Hotspot lassen sich Geräte im Fahrzeug mit dem Internet verbinden. Die Verkehrsdaten laufen in Echtzeit ein. Und auch bei der Sprachassistenz fährt der neue Qashqai mit dem schon im zweiten Ausstattungslevel Acenta serienmäßigen Amazon Alexa und Google Assistant voll auf Höhe der Zeit.

Zeitgemäße Dimensionen

Dem Trend der Zeit, SUVs nicht zu groß werden zu lassen, folgte auch Nissan mit der Neuauflage des Qashqai. Er wuchs, aber nur wenig, um einige Zentimeter in der Länge, im Radstand, in der Höhe und in der Breite – detaillierte Angaben: in den technischen Daten.

Das milde Wachstum führte zu mehr Platz. Das Plus an Länge und Radstand sorgen dafür, dass es im jetzt 4,43 Meter langen Nissan SUV geräumiger und luftiger zugeht.

Vornesitzer:innen dürfen im 1,63 Meter hohen Crossover knapp zwei Meter messen, wenn sie auf den gut konturierten Vordersitzen Platz nehmen, deren Polster im Topmodell Tekna+ mit edlem schwarzen Leder bezogen sind.

Zwar gibt's hier hinten im Tekna+ keine Massagefunktion und in der Sitzbankmitte nur einen – normal in der Kompakt-SUV-Klasse – schmalen fünften Sitzplatz, aber der Einstieg gestaltet sich bequem.

Danach rückt einem der Dachhimmel erst ab 1,90 Meter Körpergröße auf die Pelle. Als mehr als nur genug empfindet man im neuen Qashqai auch den Platz vor den Knien, da die Beinfreiheit im Fond um fast drei Zentimeter zugelegt hat.

Ablagen reichlich

Von den zahlreichen Ablagen im Qashqai sitzt die geräumigste hinten. Der Gepäckraum schluckt 436 bis 504 Liter Gepäck. Der herausnehmbare doppelte Ladeboden ebnet die Ladefläche, sorgt aber auch dafür, dass die Ladehöhe im Gepäckraum gering ist – Lösung: herausnehmen.

Eine verschiebbare Rücksitzbank, die mancher Konkurrent besitzt, hätte gut ins Konzept des Qashqai gepasst, aber er spart sie sich. So ist es nicht möglich, die Beinfreiheit auf der Sitzbank oder das Kofferraumvolumen zu variieren. Schade.

Eine Variationsmöglichkeit des Gepäckraums ergibt sich aus dem flachlegen der Sitzbanklehnen. Aus dieser Aktion resultiert ein geräumiger Laderaum von bis zu 1.447 Liter Volumen hinter den Vordersitzen.

Aber sicher

Dass die Sicherheit im Nissan Qashqai hoch ist, hat mit dem Karosserieaufbau, den Fahrassistenten und dem Antrieb zu tun.

Die Übersicht der Qashqai Karosse wurde mit der im Vergleich zum Vorgänger größeren Frontscheibe, den an der Tür befestigten Außenspiegeln und den schmaleren vorderen Dachsäulen verbessert.

Verbesserungen erfuhr auch die Fahrerassistenz, zu der zahlreiche Fahrassistenten wie der Spurhalteassistent, der Querverkehrwarner mit aktivem Bremseingriff oder der auf langer Fahrt bequeme automatische Abstandsregeltempomat zählen. Großer Pluspunkt: Schon im Einstiegsmodell Visia ist viel Sicherheit mit an Bord.

Vom Allradantrieb geht auf verschneiter Fahrbahn viel Fahrsicherheit aus. Wohnt man in einer bergigen Region, empfiehlt er sich. Leider ist der 4x4-Antrieb nicht mit jedem Motor zu kombinieren.

4x4 exklusiv

Den 4x4-Antrieb erhält man nur in Verbindung mit dem 158-PS-Benziner, der Automatik und erst ab dem Ausstattungslevel N-Connecta.

Der schon im Einstiegsmodell Visia serienmäßige Fahrprogrammwähler, über den sich neben der 4x4-Steuerung auch die Lenkung, das Gaspedalansprechen und die Schaltcharakteristik des Automatikgetriebes verändern lässt, ist in Nissans Crossover neu.

Die Lenkung und das Fahrwerk ebenso. Die präzise arbeitende Lenkung ist direkter abgestimmt als im Vorgänger und das Fahrwerk, das bei niedrigem Tempo auf schlechtem Straßenbelag etwas steifbeinig abrollt, komfortabler als im Vormodell. Und auch die niedrigeren Windgeräusche der Karosserie heben den Komforteindruck im neuen Nissan Qashqai.

Mit der 17, 18 oder 19 Zoll großen Serienbereifung geht es komfortabler voran als mit den optionalen 20-Zoll-Rädern, die ausschließlich für die Topausstattung Tekna+ im Angebot stehen (Aufpreis: 500 Euro).

Wenig Motorauswahl

Neue Motoren besorgen den Antrieb. Viel Auswahl gibt es zum Start aber nicht. Ein VW Tiguan oder ein Ford Kuga bieten mehr Auswahl bei den Motorisierungen.

Den Dieselmotor, der im SUV immer noch zu den effizientesten und sparsamsten Antriebsformen zählt, haben sie im Qashqai mit dem Generationswechsel ganz ausgemustert. Ein Vollhybrid steht ebenso wenig zur Wahl wie ein Plug-in-Hybrid oder ein vollelektrischer Antrieb. Das Motorenangebot beschränkt sich zum Marktstart auf einen Benziner in zwei Leistungsstufen.

Der 1,3-Liter-Vierzylinder arbeitet in beiden Leistungsstufen als Mild-Hybrid. Bei diesem Antriebsprinzip wird der Benziner beim Beschleunigen, wenn er noch nicht auf Drehzahl gekommen ist, von einem kleinen Elektromotor unterstützt. Das Mild-Hybrid-System sorgt zudem durch Rekuperation beim Verzögern und Bremsen für einen niedrigeren Verbrauch.

Die Xtronic, ein stufenloses CVT-Automatikgetriebe mit sieben künstlich erzeugten Schaltstufen, regelt das Schalten auf die angenehme Art. Ohne an hohen Drehzahlen zu kleben, ohne großes Motorgeheule und dezent. Nur bei sportlicher Fahrt agiert das CVT-Getriebe nervöser.

Der Einstiegsmotor genügt?

Der 158 PS starke 1.3 DIG-T Mild-Hybrid, der mit manuellem 6-Gang-Schaltgetriebe oder Automatik angeboten wird, bietet einen Hauch mehr Drehmoment und etwas agilere Fahrleistungen als der mit 140 PS Leistung, der ausschließlich mit dem Schaltgetriebe im Angebot steht. Einen Riesenunterschied macht es aber nicht, wenn 260 statt 240 Newtonmeter Drehmoment zur Verfügung stehen. Oder in der Allradvariante maximal 270 Nm.

Die nützen ihr nichts. Die Allradvariante verliert satte 0,7 Sekunden beim Sprint von 0 auf 100 km/h auf den nur an den Vorderrädern angetriebenen 1.3 DIG-T, der das Gleiche in 9,2 Sekunden erledigt.

Der 140 PS starke Einstiegsmotor lässt sich 10,2 Sekunden Zeit. Er läuft allerdings in der Höchstgeschwindigkeit mit 196 statt 199 km/h fast so flott wie der 158-PS-Motor mit der Automatik. Über den Einstiegsmotor kann man also ohne schlechtes Gewissen nachdenken.

Oder noch etwas warten bis Mitte 2022. Dann kommt der Qashqai e-Power, der wahrscheinlich weniger verbraucht als die sieben, acht Liter des 1.3 DIG-T Mild-Hybrid und trotzdem mehr Kraft bietet, da der Benziner von einem stärkeren Elektromotor unterstützt wird. Aber auch der wird kein Vollhybrid sein, weil der Benziner immer den Strom für den Elektromotor erzeugt.

Starker Auftritt

Populär war er und wird er bleiben, der Qashqai. Gut, sicher und überzeugend war Nissans Crossover schon zuvor. Besser, sicherer und noch überzeugender ist der Qashqai, für den es drei Jahre Garantie gibt, in seiner dritten Generation. Und das zum Einstiegspreis von 27.090 Euro mit wenigen Schwächen (keine verschiebbare Rückbank, kein Diesel mehr, wenig emotionaler Antrieb) und vielen Stärken – Qashqai, die Dritte, wieder ein starker Auftritt.

8/10 Wow-Wertung

Unsere Fachleute vergeben diese Bewertung nach ausführlicher Prüfung des Fahrzeugs.

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