Mercedes EQS 2021: Preise & Verkaufsstart

Irene Wallner
07. Januar 2021

Im Frühjahr 2021 ist es soweit, Mercedes elektrisiert seine Luxuslimousine. Der EQS soll eine enorme Reichweite haben und will Teslas Model S die Kundschaft streitig machen. Wir haben neue Erlkönig-Bilder und aktuelle Infos für Sie – vor allem, was das neue Infotainment mit dem MBUX Hyperscreen zu bieten hat.

Der Name EQS lässt keinen Zweifel, Mercedes steht kurz davor eine S-Klasse mit Elektroantrieb auf die Straße zu schicken. Eine Luxuslimousine, die lokal emissionsfrei unterwegs ist, wird das Top-Modell der EQ-Familie werden. Da passt es nur zu gut, dass der EQS als erstes Modell der EQ-Familie den am 7. Januar 2021 auf der digitalen CES vorgestellten, MBUX Hyperscreen – ein digitales Armaturenbrett – erhalten wird.

Auf der IAA in Frankfurt 2019 feierte die Studie des Modells mit dem Namen “Vision EQS” Weltpremiere, nun müssen wir nicht mehr allzu lange auf das Serienmodell warten. Wenn Sie sich für weitere Elektroautos interessieren, können Sie dank der Innovationsprämie beim Neuwagenkauf sparen.

Preise und Verkaufsstart

Wann der EQS tatsächlich bestellbar sein wird, ist bisher unklar. Noch im Frühjahr 2021 soll die Elektro-Limousine aber Premiere feiern. Geplant war wohl eine Vorstellung auf dem Genfer Autosalon im März – dieser fällt Pandemie-bedingt aus, doch man wird die Vorstellung sicher ins Internet verlegen. Preise sind bisher noch nicht bekannt, aber günstig wird das Topmodell sicherlich nicht.

Motoren und Fahrverhalten

Der EQS nutzt die neue modulare Elektroarchitektur von Mercedes. Dank einer neu entwickelten Batterie und der aerodynamischen Form des EQS gibt Mercedes eine Reichweite von 700 Kilometern an.

Welche Leistung wir erwarten dürfen, ist noch nicht bekannt. Der EQC bekommt 408 PS und 765 Nm maximales Drehmoment. Der EQS dürfte auf jeden Fall darüber liegen, wir schätzen, dass er um die 500 PS erhalten wird. Auch ein intelligenter Allradantrieb sollte – wenn auch vielleicht nur optional – angeboten werden.

Außendesign

Die Bilder zeigen den EQS noch in starker Tarnung, doch was erkennbar ist, ist eine recht große Heckklappe. Das Heckfenster scheint eingeschlossen zu werden und sie reicht bis ins Dach hinein.

Insgesamt fällt die Dachlinie flach ab, die Fensterlinie ist leicht gebogen und ebenfalls auffällig sind die Fenster. Denn diese scheinen stark spitz nach vorne zuzulaufen, was die coupé-artige Form des EQS noch verstärkt. Die Scheiben sind rahmenlos und wir gehen davon aus, dass wie bei der aktuellen S-Klasse ausfahrbare aber auch normale Türgriffe möglich sind.

Auch die Scheinwerfer schauen ein wenig unter der Tarnfolie hervor und verraten uns, dass ihre Form wohl recht schmal sein wird und sie weit in die Kotflügel hineinreichen sollen. Alles in allem wird der EQS sehr flach und schon die Nase sitzt sehr tief, was sich über das gesamte Fahrzeug hinweg ebenfalls durchzieht.

Innenraum und Kofferraum

Wie der Innenraum des EQS aussehen wird, ist noch nicht ganz klar, doch viel interessanter ist wohl das auf der digitalen CES vorgestellte, digitale Armaturenbrett, der MBUX Hyperscreen. Wie man auf den Bildern sehen kann, wird es auf Wunsch im EQS kein klassisches Armaturenbrett mehr geben, sondern eine Glasfläche, die aus insgesamt drei Bildschirmen besteht, aber aussieht, als ob sie aus einem Guss wäre. Der Hyperscreen soll sich einfach und intuitiv bedienen lassen und neben jeder Menge Hightech auch die Emotionen nicht vergessen.

In die Glasfläche integriert wurden die Lüftungsdüsen, die ganz klassisch im Turbinendesign ausgeführt aber eben nicht mehr haptisch als Turbinen zur Verfügung stehen. Die Dreiteilung des Hyperscreens besteht aus dem Zentralbildschirm, der Tachoeinheit und einer eigenen Bedieneinheit für den Beifahrer. Um den Bildschirm auch individualisieren zu können, ist es möglich bis zu sieben Profile anzulegen. Legt man keines an, erscheint wie auf den Bildern zu sehen eine Animation aus sich bewegenden Mercedes-Sternen – sehr edel.

Das ein Mercedes elegant und edel ist, das ist kein Geheimnis. Doch was den Hyperscreen so geheimnisvoll anmuten lässt, ist die OLED-Technik. Hier gibt es keine Hintergrundbeleuchtung, sondern die einzelnen Pixel leuchten selbst. So werden Ränder vermieden und dem Bildschirm wird ein noch hochwertigerer Touch verliehen.

Um den neuen MBUX Hyperscreen vom aktuellen Infotainment auch farblich abzuheben, hat man sich für eine blau-orangene Farbgebung entschieden, was auch an den Elektroantrieb anlehnen soll. Schon die erste Bedienebene zeigt die wichtigsten Funktionen, ein Suchen in verstecken Untermenüs gehört also der Vergangenheit an. Das Highlight daran: Die wichtigsten Funktionen sind nicht starr festgelegt und für jeden gleich, sondern im EQS lernt eine künstliche Intelligenz das Verhalten und die Vorlieben des Fahrenden und passt je nach Kontext die Menüpunkte individuell an.