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Mercedes-AMG EQS 53 4MATIC+ im Test

Ihr nächstes Auto soll ein Mercedes-AMG EQS 53 4MATIC+ werden? Erfahren Sie alles Wichtige zu diesem Modell in unserem ausführlichen Testbericht!

4,7/5 aus 13.385 Bewertungen

Konsequent ist man bei Mercedes auf jeden Fall, denn wenn Elektro, dann auch bei den AMG-Modellen. Wie maßgeschneidert sieht der Mercedes-AMG EQS 53 4MATIC+ aus. Die Kombination aus Elektromobilität und Luxusambiente zusammen mit Sportlichkeit und enormer Dynamik wird nicht nur das Stammpublikum ansprechen, sondern auch neues Klientel. Ist die AMG-Version nun ein Sportwagen oder noch Luxusliner?

  • Kombiniert Luxus mit Leistung
  • Enorme Leistung mit bis zu 761 PS
  • Kräftiger Sound
  • Reichweiten-Einbußen gegenüber Serien-EQS

AMG und Elektro: geht gut zusammen

Der Mercedes-AMG EQS 53 4MATIC+ unterscheidet sich wie auch der normale EQS durch die sogenannte One-Bow-Linienführung und dem speziellen Elektro-Design und das Fließheck gleich auf den ersten Blick von seinen Verbrenner-Geschwistern. Man erkennt großzügige Flächen, die Fugen sind reduziert und die Übergänge fließend. Dennoch greift das Design auch die typischen AMG-Elemente auf, die man bei so einem Auto auch erwartet.

So überführt man das Top-Modell der EQS-Reihe in ein elektrisches Zeitalter ohne die Tradition aus den Augen zu verlieren. Ein Blick auf die Front zeigt die Digital Light Scheinwerfer, die serienmäßig verbaut sind. Außerdem erkennt man den AMG-spezifischen Black Panel Grill mit vertikalen Streben in Chrom statt der kleinen Mini-Sterne, die das Serienmodell zieren. Der integrierte Mercedes-Stern und der AMG-Schriftzug sind ebenfalls vorhanden.

Optisch geringe Differenz zum EQS

Eigenständig ist die Formsprache des EQS 53, aber dennoch markenspezifisch. Das setzt sich beim vorderen Stoßfänger fort – er ist in Wagenfarbe lackiert und eine Frontschürze im AMG-typischen A-Wing-Design setzt sich in Hochglanzschwarz ab. Natürlich dürfen auch Chrom-Zierteile nicht fehlen.

Insgesamt halten sich die optischen Unterschiede der Sportversion aber in Grenzen und bestehen vor allem in der kantigeren Form der Schürzen und den präsenteren seitlichen Lufteinlässen. Beziehungsweise deren Andeutung, denn echte, funktionstüchtige Lufteinlässe benötigt der EQS nicht. Die Abmessungen innen und außen bleiben gleich. Eine Tieferlegung gibt es für das AMG-Modell auch nicht. Wie beim herkömmlichen EQS liegt die Bodenfreiheit bei 13,4 Zentimetern.

Ein AMG-Modell steht natürlich auch als Elektroauto für enorme Sportlichkeit. Kein Wunder also, dass man auch auf die Aerodynamik achtet. Der Luftwiderstandswert des EQS 53 liegt bei 0,23. Gleichzeitig sorgt das für eine höchstmögliche Effizienz, was unter anderem durch einen größeren Heckspoiler, eine Verbesserung der fahrdynamischen Eigenschaften, und den AMG-Leichtmetallrädern in speziellem Design erreicht wird. Doch wer sich auskennt, wird bemerken, dass der AMG schlechter abschneidet als der Serien-EQS, der einen cw-Wert von 0,20 erreicht.

Das Extra an Power

Das Antriebskonzept ist – wie zu erwarten – trotz Elektro voll auf Performance ausgelegt. Er verfügt über zwei Elektromotoren, die je an der Vorder- und Hinterachse untergebracht sind. Der AMG EQS kommt serienmäßig mit Allradantrieb, hier kann die Leistung optimal auf den Boden gebracht werden.

Und davon hat er Mercedes-AMG reichlich zu bieten. 658 PS liefert er ohne weitere Extras und beschleunigt mit 3,8 Sekunden eine halbe Sekunde schneller auf 100 km/h als die nächstschwächere Version, EQS 580 4MATIC. Doch zur Top-Motorisierung wird der EQS 53 4MATIC+ erst mit dem optionalen AMG DYNAMIC PLUS Paket, das sich Mercedes nochmals mit 4.760 Euro Aufpreis bezahlen lässt.

Dann stehen kurzzeitig 761 PS als Boost und 1.020 statt 950 Newtonmeter Drehmoment zur Verfügung. So gelingt der Sprint von 0 auf 100 km/h in 3,4 Sekunden und auch die Höchstgeschwindigkeit wird von 220 auf 250 km/h angehoben. Doch für Rennen taugt das kaum, weil die Mehrleistung nur bei einer Batterieladung über 80 Prozent abgerufen werden kann.

Gefällig ist dabei vor allem die akustische Untermalung, mit der der Silberpfeil loslegt. Der AMG-spezifische Sound klingt eindrucksvoll und sonorig.

Deutlich spürbar: das Übergewicht

Tesla-Fans werden entgegnen: Ein Model S ist trotzdem schneller. Das stimmt und liegt weniger an fehlender Leistung des AMG EQS 53 4MATIC+ als an seinem massiven Gewicht.

Schon die Basisvariante ist mit 2.480 Kilogramm nicht gerade leicht. Doch der AMG toppt auch in Sachen Gewicht alle anderen Versionen und stellt mit seinen 2.655 Kilogramm sogar noch 70 Kilo mehr auf die Waage als der EQS 580 4MATIC.

Schnell fahren, schnell bremsen

Gar nicht so einfach, den schweren Boliden wieder zum Stehen zu bringen. Doch insbesondere mit den optionalen Keramik-Bremsen (AMG Keramik Hochleistungs-Verbundbremsanlage: 4.998 Euro), die hinten in gleicher Größe und vorne größer als die Serie kommen, gelingt das souverän.

Umweltfreundlicher setzt man aber auf die effiziente Energierückgewinnung beim Bremsen. Bis zu 300 kW kann die Rekuperationsleistung erreichen – ein sehr guter Wert. Fahrende können in drei Stufen die Rekuperationsstärke am Lenkrad einstellen. Ein sogenannter Eco-Assistent ist als Unterstützung einsetzbar, damit die kombinierte Bremsung auch bis zum Stillstand erfolgt.

Wenn der optionale Drive Pilot zur Hilfe genommen wird, wird automatisch verzögert, wenn vorausfahrende Fahrzeuge erkannt werden und das Auto wird zum Stillstand gebracht. Dies geschieht beispielsweise bei der Bremsung an einer Ampel.

Akku und Reichweite: kein AMG-Vorteil

Im AMG EQS 53 ist eine 400 Volt Batterie verbaut, die auf dem neuesten Stand der Technologie ist. Auch beim Punkt Nachhaltigkeit hat man viel erreicht: Der Kobalt-Anteil konnte auf zehn Prozent reduziert werden.

Der nutzbare Energiegehalt der Batterie liegt bei 107,8 kWh, genau wie beim Serien-EQS. Das verleiht der AMG-Version eine maximale Reichweite von bis zu 586 Kilometer. Nicht schlecht, aber wer auf Reichweite setzt, greift lieber zum EQS 450, der nach WLTP bis zu 200 Kilometer mehr liefert.

Es gibt aber noch eine technische Besonderheit. Das Batterie-Managementsystem ist auf AMG-Performance abgestimmt. In zwei von fünf Fahrprogrammen, Sport und Sport+, liegt der Fokus auf Performance. Beim Programm Comfort ist die Reichweite wichtig. Die Energiedichte der neuen Batterie ist deutlich höher als bei alten Modellen, auch die Ladeleistung ist erhöht worden.

Deshalb konnten auch die Ladezeiten deutlich verkürzt werden. Die Batterie kann mit bis zu 200 kW an einer Schnellladestation geladen werden und ist nach 32 Minuten wieder von 10 auf 80 Prozent geladen. Allerdings kann das der normale EQS auch.

Interieur-Mix: sportlicher Luxus

Im Innenraum geht der Mix aus Luxus und Sportlichkeit auf: Natürlich findet man auch hier AMG-Elemente. Sportlich wird es mit den AMG-Sitzen, die in individueller Grafik gestaltet sind. Die speziellen Sitzbezüge bestehen aus Ledernachbildung mit Mikrofaser und haben rote Kontrastnähte. Damit könnte der EQS ein wunderbar veganes Interieur haben, wäre da nicht das Sportlenkrad in Nappaleder.

Das kann übrigens schnell für Verwirrung sorgen, weil auf den horizontalen Speichen zwei verschiedene Ebenen jeweils mit touchsensitiven Flächen angebracht sind. Ziemlich viele Bedienelemente für ein Sportlenkrad!

Außerdem wird der neue aber klassische Stil des Innenraums durch eine Instrumententafel in Ledernachbildung mit Ziernähten, einem AMG-Performance Lenkrad mit Aluminium-Paddels, AMG Sportpedale und Fußmatten und vielen weiteren Details greifbar.

Der Hyperscreen darf – hier ohne Aufpreis – natürlich auch nicht fehlen. Es gibt spezielle AMG-Funktionen für das MBUX- Infotainmentsystem, das serienmäßig mit an Bord ist. Der riesige Bildschirm reicht von A-Säule zu A-Säule und die lernfähige Software stellt sich auf die fahrende Person ein. Die zusätzlichen Funktionen für das AMG-Modell sind vor allem eigenständige Anzeigen im Kombiinstrument, das Multimediadisplay und das Head-up Display. Außerdem gibt es einen schnellen Zugriff auf die AMG Dynamic Select Fahrprogramme.

Fokus bleibt auf Komfort

Der Mercedes-AMG EQS 53 4MATIC+ ist enorm schnell und bietet reichlich Leistung, vor allem wenn man bereit ist, den Aufpreis für das AMG DYNAMIC PLUS Paket zu zahlen. Das ist preisintensiv, aber beim mindestens 152.546 Euro teuren AMG ein Tropfen auf den heißen Stein.

Trotzdem bleibt auch die AMG-Variante komfortabel, geräumig und in allen Belangen luxuriös. Da kann ihm keiner das Wasser reichen. Dafür bieten andere Elektroautos in diesem Segment wie das Tesla Model S oder der Porsche Taycan Turbo stärkere Fahrleistungen und entfachen mehr Emotionen.

Doch wenn Raumgefühl, Verarbeitung und Ausstattungskomfort höchste Priorität haben und in zweiter Linie viel Leistung bereitstehen soll, dann ist der EQS mit dem verschärften AMG-Upgrade eine sinnvolle Wahl.

8/10 Wow-Wertung

Unsere Fachleute vergeben diese Bewertung nach ausführlicher Prüfung des Fahrzeugs.

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