Mazda CX-5 Testbericht

Durch das gute Preis-Leistungs-Verhältnis des CX-5 zählt er bei Mazda zu den beliebtesten und meistverkauften Modellen überhaupt. Schon die erste Generation des CX-5 war ein voller Erfolg für Mazda.

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Wow-Wertung
8/10
Bewertet von Timon Werner nach ausführlicher Prüfung des Fahrzeugs.

Was gut ist

  • Agiles Handling
  • Kultivierte Motoren
  • Guter Komfort

Was nicht so gut ist

  • Etwas träge Automatik
  • Recht hohe Abgaswerte
  • Kein Hybrid
Die wichtigsten Daten
Modell
CX-5
Fahrzeugtyp
SUV
Kraftstoffart
Benzin, Diesel
Beschleunigung (0-100 km/h)
9.0 - 11.1 s
Anzahl der Sitze
5
Kofferraumvolumen, Rücksitzbank aufrecht
510 - 522 Liter - 5 Koffers
Außenabmessungen (Länge/Breite/Höhe)
4.575mm x 1.845mm x 1.710mm
CO₂-Ausstoß (WLTP, kombiniert)
Gibt an, wie viel Kohlendioxid (CO2) das Fahrzeug pro gefahrenem Kilometer im WLTP-Zyklus (kombiniert) ausstößt. Je niedriger der Wert, desto umweltfreundlicher ist das Auto.
146 - 173 g/km
Verbrauch (WLTP, kombiniert)
Gibt an, wie viel Kraftstoff das Auto im genormten WLTP-Zyklus (kombiniert) pro 100 Kilometer verbraucht. Je niedriger der Wert, desto sparsamer ist das Auto.
5.6 - 7.6 l/100km

Mazda CX-5: Was würden Sie gerne als Nächstes lesen?

Bewertung des Mazda CX-5

Mit dem Mazda CX-5 hat die japanische Marke einen mittelgroßen SUV im Programm, der vor allem durch seinen günstigen Einstiegspreis interessant wird. Der CX-5 war das erste Fahrzeug von Mazda in dem ansprechenden Kodo-Design, das heute zahlreichen Mazda-Modellen ihre typische Optik verleiht.

Im zweiten Anlauf zum Verkaufsschlager

Die Anfänge des Mazda CX-5 reichen ins Jahr 2011 zurück, als das SUV-Modell auf der IAA in Frankfurt vorgestellt und schließlich im April 2012 in Deutschland eingeführt wurde.

Nach einer Modellpflege 2014, bei der die Innenausstattung geringfügig verändert wurde, folgte schon 2015 eine weitere Überarbeitung. Diese beinhaltete einen neuen Kühlergrill, einen aufgewerteten Innenraum und je nach Ausstattung auch LED-Scheinwerfer oder zusätzliche Fahrassistenzsysteme.

Mit der zweiten Modellgeneration, die gegen Ende 2016 vorgestellt wurde, avancierte der neue Mazda CX-5 im ersten Jahr zum meistverkauften Fahrzeug der Marke Mazda.

In den darauffolgenden Jahren komplettierte Mazda die Motorenpalette um einen 2.5 Liter Benziner mit Zylinderabschaltung und stellte seine Dieselvarianten auf AdBlue-Einspritzung zur Erfüllung der Abgasnorm Euro-6d-TEMP um.

Und 2021 bringt dem Mazda CX-5 schließlich ein Facelift, das sich vor allem um die inneren Werte des SUVs kümmert. So etwa die Bildschirmdiagonale, die auf 10,25 Zoll wächst.

Die Produktphilosophie der zwei Generationen ähnelt sich so sehr wie deren Design. Auch der neue Mazda CX-5 setzt auf sparsame Motoren, den Verbrauch senkenden Leichtbau und eben jene elegante Formgebung, die Mazda KODO nennt. Das sichert dem attraktiven Mazda, der sich Erfolgstypen wie dem Nissan Qashqai und Hyundai Tucson gegenüber sieht, wohl auch in Zukunft eine gute Position auf dem Markt der immer beliebter werdenden Kompakt-SUVs.

Viel Auto für kleines Geld

Der Mazda CX-5 setzt sich von vielen seiner Konkurrenten durch seine Agilität ab. Zudem ist der japanische Kompakt-SUV in seiner zweiten Auflage komfortabler geworden. Edler und reifer im Innenraum und in den Details obendrein. Den Umfang der Sicherheitsausstattung hat Mazda erheblich ausgebaut.

Bei den Motoren hat sich nicht so viel getan, aber die bewährten Verbrenner, die mit Front- oder Allradantrieb bestellt werden können, machen den CX-5 auch so zu einer guten Partie mit leichten Abstrichen bei der Automatik. Alternative Antriebe, die es bei der Konkurrenz im SUV schon gibt, befinden sich aber noch nicht im Angebot.

Wie viel kostet der Mazda CX-5?

Das Mazda CX-5 Modell hat eine UVP von 32.190 € bis 51.700 €. Mit Carwow können Sie jedoch im Durchschnitt 8.600 € sparen. Die Preise beginnen bei 26.624 € für Barzahlung. Die monatlichen Raten beginnen bei 260 €.

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Bei der Versicherung macht sich dann doch die Größe des CX-5 ein wenig bemerkbar. Mit den Typklassen 16 bis 19 steigt das SUV in der Haftpflichtversicherung schon über den meisten Kompaktwagen ein. Das setzt sich für die Teilkasko bei der Typklasse 28 und die Vollkasko mit Typklasse 25 fort.

Leistung und Fahrkomfort

Eine drei Zentimeter tiefere Karosserie und ein straffer abgestimmtes Fahrwerk zeigen große Wirkung. Die steifere Karosserie und das G Vectoring-System, das situativ und stabilisierend Kraft an den Reifen wegregelt, steigern die Agilität. Die Lenkung arbeitet präzise. Manchmal vergisst man bei flotter Fahrt deshalb, dass man im CX-5 höher sitzt und 1,5 Tonnen an der Backe hat. Trotzdem verbesserte sich der Komfort in der zweiten Generation. Am Ende ergibt das einen guten Kompromiss.

Keinen Kompromiss macht der CX-5 bei der Stille. Für eine eindrucksvoll verschwiegene Geräuschkulisse sorgen die dickeren Scheiben und Dämmmatten, die präziseren Karosseriepassungen und die hinter der Motorhaube versenkten Scheibenwischer. Damit arbeiten selbst die naturgemäß rauer laufenden Dieselmotoren akustisch im Hintergrund.

Ausgewogene Motoren

Im Motorraum des CX-5 arbeiten die von der ersten Generation bekannten, leise und kultiviert laufenden Vierzylinderbenziner und -diesel sowie der neue 2.5-Liter-Benziner. Um die Gänge zu verwalten, sind das Sechsgang-Schaltgetriebe oder die Sechsstufen-Automatik an Bord.

Der Zweiliter-Benziner hat als Einstiegsmodell keinen leichten Job, denn trotz des Leichtbaus müssen im CX-5 mit diesem Motor 1.512 kg in Bewegung gehalten werden. 165 PS Leistung und 210 Newtonmeter Drehmoment, die eine Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h mit Automatikgetriebe ermöglichen, sind dafür zwar nicht zu wenig, aber auch nicht zu viel.

Besser geht das mit dem neuen 2.5 Liter Benziner mit Zylinderabschaltung, der den CX-5 in bloß 8,9 oder 9,2 Sekunden, wenn der Allradantrieb mit an Bord ist, auf 100 km/h beschleunigt.

Wer in Deutschland SUV fährt, setzt auch heute zumeist auf einen Dieselmotor. Weil der Dieselmotor mehr Kraft und Durchzug bietet und dabei auch noch weniger verbraucht. Im CX-5 kommt ein 2.2-Liter-Turbodiesel mit 150 oder 184 PS zum Zuge.

Insgesamt bietet Mazda dabei ein vernünftiges und ausgewogen dimensioniertes Motorenangebot, wobei der CX-5 nie unvernünftig sportlich wird und eher zum gemütlichen Cruisen einlädt.

Platz und Praxistauglichkeit

Bei einem SUV stehen ein gutes Raumangebot und eine hohe Variabilität ganz oben auf der Wunschliste. Da dürfen sie auch ruhig stehen, denn er bietet genug Platz und Kofferraum.

Vorne gibt es beim Sitzen und bei der Bein- und Kopffreiheit keinen Anlass zur Kritik. Dahinter ebenso wenig, da es sich auf der Rückbank mit der jetzt besseren Beinauflage bequemer als im alten CX-5 sitzen lässt. Solange man zu viert unterwegs ist, denn für die fünfte Person wird es - ganz normal im Kompakt-SUV - hinten eng. Außerdem wird es auf dem Mittelplatz im Winter nicht so schnell warm. Die Sitzheizung erwärmt auf der Rückbank nur die äußeren Plätze und nicht den Platz in der Bankmitte.

Erstmals lässt sich die Lehne der Rückbank in der Neigung verstellen. Das ermöglicht entweder eine relaxte Sitzposition oder ein wenig mehr Platz im Gepäckraum. Allerdings ist die Bank nicht stufenlos verstellbar, sondern nur in zwei Positionen.

Werden die Rückbanklehnen ganz flach gelegt, geizt der CX-5 nicht mit Platz. Dann darf im Heckbereich bei einem Volumen von 1.620 Liter gut eingepackt werden. Ist man fünfsitzig unterwegs, reicht der Platz unter der im Sports-Line serienmäßigen, etwas langsam arbeitenden elektrischen Heckklappe für 506 Liter Gepäck.

Innenraum, Infotainment und Ausstattung

Die Bedienung glückt intuitiv. Das Cockpit neigt sich leicht zum Lenkrad hin. Der Schalthebel liegt, da die Mittelkonsole um einige Zentimeter höher baut als beim vorangegangenen Modell, besser in der Hand. Das neue Head-up-Display projiziert während der Fahrt alle wichtigen Infos direkt auf die Windschutzscheibe und die USB-Anschlüsse in den vorderen und hinteren Mittelarmlehnen sitzen auch am rechten Platz.

Kraftstoffverbrauch, CO2-Ausstoß und Abgasnorm

Etwas träge fällt das 6-Gang-Automatikgetriebe im Mazda CX-5 aus, was nicht allen Interessierten gefallen wird. Im Alltag kann es mit unauffälligen und ausreichend flotten Schaltvorgängen punkten. Unter Last gestaltet sich der Handschalter hingegen deutlich dynamischer. Das drückt sich unter anderem in den langsameren Beschleunigungswerten der Automatikvarianten aus.

Ähnliches gilt für den Allradantrieb, zu dem man nur greifen sollte, wenn man tatsächlich Offroad-Fahrten plant oder sich in Regionen mit viel Schneefall zusätzlichen Grip wünscht. Auf trockener Straße führt der Allradantrieb mit seinem zusätzlichen Gewicht lediglich zu höheren Verbrauchswerten und weniger starkem Durchzug.

Der Verbrauch geht dafür in Ordnung, auch wenn Mazda hier mit alternativen Antrieben wie einem Plug-in Hybriden nachbessern könnte. Fünf, sechs Liter im 100-km-Takt machen die Diesel bis dahin zu den attraktivsten Motoren im Mazda CX-5.

Sicherheit und Schutz

Die Assistenzsysteme sorgen dafür, dass man im neuen CX-5 sicherer durch die Welt fährt als im alten CX-5. Die City-Notbremsassistenz ist jetzt nicht mehr nur stadtaktiv, sondern überwacht den Raum vor dem Fahrzeug bis zu einer Geschwindigkeit von 80 km/h.

Der Radartempomat sorgt im Stau dafür, dass der rechte Fuß Pause machen kann, indem das System selbstständig abbremst und wieder beschleunigt. Außerdem sorgen die aktiv in die Lenkung eingreifende Spurhalteassistenz und die Toter-Winkel-Assistenz für eine verbesserte Überwachung, was die Fahrt im Mazda noch ein gutes Stück sicherer macht.

Da gibt sich der CX-5 aber noch lange nicht zufrieden. Wer mit den neuen LED-Scheinwerfern mit blendfreiem Fernlicht abends besser sieht und wer sich an die Verkehrszeichenerkennung hält, fährt sicherer. Der Allradantrieb, der die Kraft variabel zwischen den Achsen und Antriebsrädern verteilt, sichert bei Nässe und Schnee die Traktion, denn mit vier Antriebsrädern steht in glatten Momenten mehr davon zur Verfügung als mit nur zwei Antriebsrädern.

Auch ganz profane Dinge sorgen für ein Plus an Sicherheit: Beispielsweise die Schulterlinie des Fahrzeugs, die im Vergleich zum Vorgänger etwas abgesenkt wurde oder die A-Säulen, die jetzt den Blick nicht mehr so stark durchkreuzen und dadurch die Übersicht des neuen Modells verbessern.

Zuverlässigkeit und Probleme

Der CX-5 ist nicht mehr ganz neu am Markt, was sich bei der Ausgereiftheit des Modelles positiv bemerkbar macht. So gehört der Mazda zu den zuverlässigen SUVs. Probleme gibt es nur selten. Daher stehen auch nur drei Rückrufe in der Historie der aktuellen Generation, wovon der letzte für Fahrzeug im Bauzeitraum bis 2020 durchgeführt wurde.

Ein weiteres Argument ist zudem, dass Mazda mit einer sechsjährigen Garantie das vorgeschriebene Minimum deutlich übersteigt.

Mazda CX-5 FAQs

Die Produktionsstätte des Mazda CX-5 liegt im japanischen Hiroshima. Das Mazda-Werk liegt im südlichen Stadtteil Ujina.

Die Abkürzung AWD steht bei Mazda für "All Wheel Drive" und kennzeichnet damit alle Modelle mit Allradantrieb. Im Gegensatz dazu verwendet die japanische Marke außerdem die Abkürzung FWD ("Front Wheel Drive") für Fahrzeuge mit Frontantrieb.

Mit Skyactiv bezeichnet Mazda Motoren, die mit Hinblick auf neu geltende Normen dazu optimiert wurden, weniger Abgase auszustoßen. Mazda erfüllt dabei bei zahlreichen Dieselmotoren die derzeit gültigen Richtlinien auch ohne SCR-System.

Das wird vor allem durch ein geringeres Verdichtunsverhältnis erreicht, welches zu einer geringeren Verbrennungstemperatur führt. Folglich braucht das Kraftstoff-Gemisch länger, um sich zu entzünden und erreicht mit der längeren Zeit ein homogeneres Mischungsverhältnis. Daraus entstehen weniger Schadstoffe bei der Verbrennung.

Um trotz geringerer Temperatur ein gutes Startverhalten zu gewährleisten, setzt Mazda auf Keramikglühkerzen, die eine höhere Temperatur erreichen, als herkömmliche Systeme.

Der Mazda CX-5 startet bei einem Listenpreis von 29.990 Euro.

Der Mazda CX-5 darf je nach Motorvariante zwischen 1.800 und 2.100 Kilogramm ziehen, sofern es sich um einen gebremsten Anhänger handelt. Ungebremst liegt die maximale Anhängelast bei 750 Kilogramm.

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