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KIA Sportage im Test

Ihr nächstes Auto soll ein KIA Sportage werden? Erfahren Sie alles Wichtige zu diesem Modell in unserem ausführlichen Testbericht!

4,7/5 aus 13.359 Bewertungen

Konkurrenz für den VW Tiguan: KIA zeigt mit dem neuen Sportage ein SUV, das sich drastisch vom Vorgängermodell unterscheidet. Die Verarbeitung stimmt, das Design ist frisch und günstiger als der deutsche Konkurrent ist der Sportage auch.

  • Mutiges, neues Design
  • Hochwertige Materialien und gute Verarbeitung
  • Träge beschleunigender Eco-Modus
  • Verbrauch trotz Mildhybrid nur mäßig

Der KIA Sportage hatte in der Vergangenheit ein Problem, das viele asiatische Autos teilen: Er sah einfach zu unauffällig aus. In der Masse der kompakten SUVs ging das koreanische Modell unter. Zu wenig Ecken, keine Kanten, nichts, das beim Betrachten hängenbleibt. Die fünfte Generation muss sich diesen Vorwurf nicht mehr gefallen lassen. Der KIA Sportage hat sich neu erfunden. Das liegt vor allem an der charakteristischen Front, die dem bisher braven SUV einen ganz anderen Charakter verleiht.

Aggressiv und futuristisch zugleich wirkt der weit aufgerissene Kühlergrill mit den beiden Bumerang-förmigen Tagfahrlichter. Um die eigentlichen Scheinwerfer zu entdecken, muss die Kundschaft zweimal hinsehen. Sie befinden sich neben dem Tagfahrlicht, wirken aber wesentlich dezenter. Der Grund für den radikalen Design-Wandel liegt auf der Hand: KIA will nicht mehr nur noch das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bieten, die Autos sollen auch schick sein. Damit geht KIA einen ähnlichen Weg wie Hyundai beim Schwestermodell Tucson. Auch dieses SUV wurde runderneuert. Das Ergebnis spricht für sich. Gegen den KIA Sportage sehen die Konkurrenten wie VW Tiguan oder Ford Kuga ziemlich bieder aus. Hinzu kommt: Der neue KIA Sportage wurde konsequent auf den europäischen Markt hin zugeschnitten, gebaut wird er in der Slowakei. 

Hochwertiger Innenraum

Das zeigt sich sofort im Innenraum. Die Materialqualität ist mittlerweile auf Niveau der deutschen Konkurrenz. Die Kunststoffe sind hochwertig verarbeitet und fassen sich gut an. Blickfang ist die Displayeinheit, die sich von der Mittelkonsole bis zum Fahrsitz zieht. Analoge Instrumente gibt es keine mehr im KIA Sportage.

Diese durchgehenden Bildschirmeinheiten scheinen sich gerade bei allen Herstellern durchzusetzen. Zu finden sind sie mittlerweile bei BMW, Mercedes, VW und Opel. Wobei es sich genau genommen immer noch um zwei einzelne Displays handelt, die nur durch eine Glasscheibe verbunden sind und so aussehen, als wären sie ein großer Bildschirm. Wer sich nach einem analogen Tacho sehnt, kann das Display hinter dem Lenkrad des KIA Sportage aber auch so einstellen, dass es die klassischen Instrumente zeigt.

Schnelle Displays, selbsterklärende Bedienung

Nichtsdestotrotz ist die Lösung, die KIA für den Sportage gewählt hat, überzeugend. Die Displays reagieren schnell, die Menüs sind übersichtlich und selbsterklärend. Die Anzeigen lassen sich gut ablesen und verlieren sich nicht im Kleinklein. Die Bedienung der Touchflächen funktioniert gut, ist aber natürlich nicht so präzise wie die Bedienung mit analogen Knöpfen. Echte Tasten gibt es nur noch wenige. Statt einem Wahlhebel lässt sich das aufpreispflichtige Automatikgetriebe mit einem Drehknopf in der Mittelkonsole bedienen. Ein paar vereinzelte Tasten gewähren den direkten Zugriff auf wichtige Funktionen wie die Navigation oder das Radio.

Einen besonderen Clou leistet sich der KIA Sportage in der Bedienung. Die Leiste unter dem Display in der Mittelkonsole übernimmt zwei Funktionen. Per Knopfdruck wird aus der Bedieneinheit fürs Radio die Regelung für die Klimaanlage. Statt der Lautstärke übernimmt der Drehregler dann die Einstellung der Temperatur. Hinzu kommen einige gute Ideen für Geschäftsleute, bei denen der Sportage sicher beliebt sein dürfte. Im Innenraum hat KIA Haken für Taschen integriert und die Kopfstützen vorn dienen an der Rückseite als Kleiderbügel. Perfekt, um Hemden oder das Jackett aufzuhängen.

Zwei Benziner, ein Diesel, ein Plug-in Hybrid

Das Platzangebot im Sportage ist sehr gut. Kein Wunder, mit 4,52 Meter ist er wieder ein wenig größer als der Vorgänger. Vorne überzeugt der KIA Sportage mit viel Ellenbogenfreiheit, hinten sitzt es sich auch sehr bequem. Sogar die Lehne lässt sich in ihrer Neigung verstellen. Der Kofferraum ist geradezu üppig und kann mit den größten Kombis mithalten. 591 Liter gehen in den Basisbenziner, fällt die Rückbank, sind es bis zu 1.780 Liter. Um den Kofferraum optimal nutzen zu können, können die Sitze in Reihe zwei im Verhältnis 20 zu 40 zu 20 umgelegt werden. Störend sind nur die Radkästen, die in den Kofferraum hineinragen.

Aktuell bietet KIA den Sportage mit drei Motorisierungen an, zwei Benziner und einen Diesel. Los geht es mit einem 1,6 Liter starken Verbrenner, der 150 PS leistet (ab 27.790 Euro) und einem 1,6 Liter Selbstzünder mit 136 PS (ab 30.440 Euro). Die beiden Einstiegsmotoren sind die einzigen noch verbliebenen Modelle mit manueller Schaltung. Soll es doch lieber ein Automatikgetriebe sein, wird es teuer. Der Benziner kostet dann 7.000 Euro mehr, der Diesel 6.000 Euro. Das liegt vor allem daran, dass es die Automatik erst ab der höheren Ausstattungslinie “Vision” zu bestellen gibt. Top-Motor ist ein 1,6 Liter Benziner mit 180 PS (ab 39.990 Euro). Ab April 2022 ist auch ein Plug-in Hybrid mit 265 PS verfügbar, der den zwei Liter starken Benziner der Vorgängergeneration beerbt. Rein elektrisch soll er rund 50 Kilometer schaffen.

Eher ein Gleiter als ein Raser

Bis auf den Einstiegsbenziner gibt es die Motoren mit Front- oder Allradantrieb und einer 48 Volt Hybridisierung. Das soll ein wenig Sprit sparen, zum Beispiel, wenn der KIA Sportage segelt, also der Motor beim Gas wegnehmen automatisch abschaltet. Im Test fiel dieser Effekt nur gering aus. Dort lag der KIA Sportage zum Teil bei neun Liter Benzin im Schnitt, der Diesel bei sieben Liter. Mit behutsamem Gasfuß ist ein Liter weniger auf 100 Kilometer möglich, ein konsequenter Spritsparer ist der KIA Sportage aber nicht. 

Bereits der 150 PS starke Benziner bringt genug Kraft auf die Straße, um das SUV zum angenehmen Reisemobil zu machen. Etwas träge ist das Doppelkupplungsgetriebe mit sieben Gängen, das zwar makellos nach oben schaltet, sich aber im Eco-Modus viel Zeit lässt. Auch Kickdowns quittiert das Getriebe eher mit ordentlicher Verzögerung. Die Abstimmung des KIA Sportage ist entgegen des Modellnamens eher weich als hart, was ihn aber gerade auf der Autobahn angenehm gleiten lässt. Von Bodenwellen oder holprigen Untergründen ist auf der Fahrt nichts zu hören. Dafür ist die Lenkung für ein Auto dieser Größe sehr fein abgestimmt.

Assistenzsysteme über dem Klassendurchschnitt

KIA lässt sich typisch für asiatische Automobile bei der technischen Ausstattung nicht lumpen. Viele Assistenzsysteme sind mittlerweile Standard, der Sportage legt aber noch einen drauf. In dieser Fahrzeugklasse ungewöhnlich sind optionale Schmankerl wie zwei Kameras, die beim Blinken automatisch ein Bild des Toten Winkels im Tacho-Display einblenden, ein Querverkehrwarner bei Rückwärtsfahrt oder dass der Sportage per Fernbedienung in eine Parklücke fährt.

Doch selbst die Basisvariante “Editon 7”, die ab 27.790 Euro startet, ist schon umfangreich ausgestattet. Neben einem intelligenten Geschwindigkeitsassistenten bietet der Sportage noch LED-Scheinwerfer, Rückfahrkamera sowie einen Spurhalte- und Stauassistent. Hinzu kommen die bei KIA üblichen sieben Jahre Garantie, mehr als bei jedem anderen Hersteller. Besonders interessant in Deutschland dürfte auch der Plug-in Hybrid sein, der bereits bestellbar ist. Er kostet ab 44.390 Euro, wird aber mit 6.750 Euro gefördert. Damit ist er vom Preis nicht mehr weit entfernt von einem herkömmlichen KIA Sportage mit höherer Ausstattung.

Fazit: Preis und Qualität stimmen

Mit seinem neuen SUV ist KIA sein Meisterstück in dieser Klasse gelungen. Der Sportage sieht frisch aus, der Preis stimmt und die Verarbeitung ist auf dem Niveau der deutschen Konkurrenz. Mit einem Preis knapp unter 28.000 Euro ist er mehr als 2.000 Euro günstiger als der VW Tiguan, bietet aber das bessere Paket. Denn sieben Jahre Garantie gibt es bei Volkswagen nicht. Es muss eben nicht immer ein deutsches SUV sein.

8/10 Wow-Wertung

Unsere Fachleute vergeben diese Bewertung nach ausführlicher Prüfung des Fahrzeugs.

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