Hyundai Kona im Test

Ihr nächstes Auto soll ein Hyundai Kona werden? Erfahren Sie alles Wichtige zu diesem Modell in unserem ausführlichen Testbericht!

Benziner, Diesel, Hybrid und Elektro: Der Hyundai Kona hat für jeden Geschmack etwas im Angebot. Im Test zeigt das SUV, warum es als günstiger Geheimtipp in der Kompaktklasse gilt, der sich nicht vor der deutschen Konkurrenz verstecken muss.

  • Gute Ausstattung schon im Basismodell
  • Fairer Preis, fünf Jahre Garantie
  • Komfortables Platzangebot auf allen Sitzen
  • Kein Plug-in Hybrid im Angebot

Das Segment der kompakten SUVs boomt. Im Jahr 2012 wurden in Europa im sogenannten B-SUV-Segment noch 35.800 Fahrzeuge abgesetzt. Im Jahr 2016 waren es 158.000 Fahrzeuge und im Jahr 2022 sollen es 326.000 Kompakt-SUVs sein. Da kommt einer wie der Kona dem koreanischen Hersteller Hyundai gerade recht. Der kompakte Kona rundet das SUV-Portfolio, das noch den Santa Fe, Santa Fe SEVEN und Tucson umschließt, nach unten ab. Dessen Konkurrenten heißen VW T-Roc, Skoda Karoq, Seat Arona, Nissan Juke, Opel Crossland X und Mazda CX-3.

Obwohl die Konzerntochter Kia mit dem Stonic einen ähnlich großen SUV zur gleichen Zeit auf den Markt gebracht hat, bauen der Kona und der Stonic nicht auf derselben Plattform auf. Der Kona steht auf einer komplett neuen Basis und ist mit 4,21 Meter Länge und 1,80 Meter Breite etwas größer als der Stonic (4,14 m Länge / 1,76 m Breite), der auf dem Kleinwagen Rio aufbaut. Dem Stonic hat der Kona den Allradantrieb und die stärkeren Motoren voraus. Zudem kam schon 2018 eine elektrifizierte Version des Hyundai auf den Markt.

Ausstattung: mehr als bei anderen

Was die Komfort-, Infotainment- und Sicherheitsausstattung angeht, lässt sich der Kona, der wie der Audi Q2 und Opel Crossland X mit smarter Zweifarblackierung angeboten wird, zeitgemäß ausstatten. Da geht mehr als bei anderen Kompakt-SUVs, die nur selten mit Features wie einem beheizten Lenkrad und einer Fahrzeugfrontüberwachung mit Fußgängererkennung zu bestellen sind.

Auch beim Handling gibt es eine angenehme Überraschung. Nicht nur mit dem 198 PS starken Topmotor unter der Haube ist man gut unterwegs, sondern mit dem pfiffigen Handling des neuen Kona geht es grundsätzlich flott ums Eck. Und das, typisch Hyundai, zum fairen Preis und samt ausgezeichneter Garantieleistungen.

Der Innenraum: verspielt und praktisch

Von dem extrovertierten Auftritt bleiben im Innenraum nur noch ein paar knallige Farbtupfer über. Der Kona präsentiert sich im Interieur aufgeräumt und bedienerfreundlich. Die meisten Fahrenden empfinden es als Vorteil, sich nicht zu vielen Schaltern gegenüberzusehen. Im schwarz gehaltenen Cockpit (die Zierleisten in Rot, Gelb oder Orange ausgenommen) sucht man nicht, man findet. Die Schalter befinden sich am rechten Ort.

Das Lederlenkrad liegt gut in der Hand und dahinter blickt man auf Instrumente in vertrauter Konstellation (Tempo, Drehzahl, Bordcomputer, Tankanzeige) und einen 8,0 bis 10,25 Zoll messenden Bildschirm. Den hat man so gut im Blick wie die gescheit platzierten Anschlüsse und Ablagen in Griffweite.

Auf dem Fahrsitz kommt man bequem unter. Im Vergleich mit dem Schwestermodell Kia Stonic meint es der Kona besser mit Beifahrenden: Die im Stonic nicht lieferbare Höhenverstellung für den Nebensitz befindet sich beim Kona im Angebot. Und noch mehr.

Die Sitze lassen sich mit Leder beziehen, beheizen und belüften. Auch im Fond reisen Erwachsene bequem mit. Erst, wenn man mehr als 1,90 Meter misst oder alle drei Sitze belegt sind, geht es enger zu.

Der Kofferraum: etwas gewachsen

Im Kofferraum geht es nicht eng zu, sondern geräumig. Nach dem Facelift ist er minimal gewachsen. Nutzt man den Hyundai Kona als Fünfsitzer, passen 374 Liter ins Gepäckabteil. Klappt man die zweigeteilte Rückbanklehne um, kommt ein Volumen von 1.156 Liter auf der Ladefläche unter.

Das Fahrverhalten: auch mit Allradantrieb

Der Hyundai Kona fährt trotz des in der 198-PS-Variante serienmäßigen Allradantriebs und der 17 Zentimeter Bodenfreiheit zumeist nicht im Gelände, sondern auf festem Untergrund. Und das tut er so, dass man daran schnell Gefallen findet und sich in der Version mit Frontantrieb genauso wohlfühlt wie in der mit Vierradantrieb.

Agil und handlich fühlt sich der kompakte SUV aus Korea an. Man spürt die zielgenaue Servolenkung und die straffe Abstimmung. Die meuchelt selbst mit den das Abrollen etwas rauer gestaltenden 18-Zoll-Rädern nicht den Komfort. Diese Fahrwerksauslegung passt gut zum jungen Charakter des Kona.

Die geringe Seitenneigung und die sicheren Fahreigenschaften spielen Gerne-schnell-Fahrenden ebenfalls in die Karten. Nur eines vermisst man beim sportlichen Fahren: Die Vordersitze sind bequem, aber sie könnten getrost noch etwas mehr Seitenhalt bieten.

Motoren: als Verbrenner oder Elektro-SUV

Die Kraft des bis zu 198 PS starken Verbrennungsmotors kommt mit dem manuellen Sechsganggetriebe oder dem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe auf die Straße. Seit 2018 gibt es den Hyundai Kona auch als Elektro-SUV. Zwei Versionen sind erhältlich. Der Einstiegsmotor leistet 136 PS, die stärkere Version 204 PS. Die Reichweite liegt bei 305 Kilometer, beziehungsweise 484 Kilometer.

Ausreichender Dreizylinder

Nur drei Zylinder? Kein Problem, schon der 1,0-Liter-T-GDI ist in Hyundais Kompakt-SUV eine gute Wahl. Der Turbomotor produziert zwischen 1.500 und 4.000 Touren 172 Newtonmeter Drehmoment und dreht quirlig und mit dem typischen Sound eines Dreizylinders hoch.

Da der Kona 1.0 T-GDI mit Frontantrieb und Schaltgetriebe über drei Zentner leichter ist als der mindestens 1,5 Tonnen wiegende 198-PS-Benziner mit Allradantrieb und Doppelkupplungsgetriebe, fühlt man sich gut motorisiert. Der Verbrauch pendelt sich dann laut Werk auf 6,1 Liter pro 100 Kilometer ein.

In der Praxis sind es – die Angabe im Bordcomputerdisplay deutet es schon an – rund zwei Liter mehr. Besonders dann, wenn man die 120 PS, die ab 6.000 Touren produziert sind, oft abruft und den Kona hoch bis 6.500 Touren ausdreht.

Mit dem 198-PS-Benziner geht es – schade, dass es hinter dem Lederlenkrad keine Schaltwippen gibt – nochmals deutlich agiler voran. Der 1.6 T-GDI-Vierzylinder beschleunigt statt in 11,5 in fürs Format rasanten 7,7 Sekunden (Frontantrieb), beziehungsweise 8,1 Sekunden (Allrad) von 0 auf 100 km/h.

Die Höchstgeschwindigkeit ist mit dem 1,6-Liter-Turbobenziner, der seine 265 Nm Drehmoment auch zwischen 1.500 und 4.500 U/min parat hält, nicht bei 180, sondern erst bei 210 km/h erreicht. Der Verbrauch liegt in der Werksangabe bei 6,7 l/100 km (Frontantrieb, Allrad 7,4 Liter). Eine Spritspar-Variante ist der Hybrid mit 141 PS und Frontantrieb. Er drückt den Verbrauch auf 5,4 Liter auf 100 Kilometer. Rein elektrisch fahren kann er allerdings nicht.

Diesel mit Manieren

Ein SUV mit Dieselmotor verbraucht, gerade wenn er als Kona mit 4,21 Meter kompakt ausfällt, wenig. Der 1,6-Liter-Vierzylinder ist mit 136 PS Leistung in drei Ausführungen erhältlich: Den Frontantrieb gibt es wahlweise mit Sechsgang-Handschaltgetrieber oder 7-Gang-Automatikgetriebe, den Allrad nur mit dem Doppelkupplungsgetriebe.

Der 1,6-Liter-Vierzylinder-Diesel bietet mit 260 Nm reichlich Drehmoment. Dabei erweist sich der Selbstzünder mit etwa fünf bis fünfeinhalb Liter Verbrauch in der Praxis als sparsam und mit ganz guten Manieren sowie überzeugendem Kraftaufbau im oft genutzten unteren und mittleren Drehzahlbereich. Schade, dass der Diesel gerade nicht so populär ist.

Der Elektroantrieb: Reichweitenwunder

Als Alternative bietet Hyundai den Kona als Elektromotor an. Er gilt nicht ohne Grund als Geheimtipp unter den Stromern. Die größere Version mit 204 PS kommt auf eine Reichweite von bis zu 484 Kilometer. Beim Laden merkt man aber, dass der Hyundai Kona Elektro nicht mehr zur aktuellsten Generation der Stromer gehört. An der Schnellladesäule benötigt er fast eine Stunde, um die Batterien auf bis zu 80 Prozent zu füllen.

Fünf-Sterne-Sicherheit

Bereits das Einstiegsmodell Pure umfasst die Sicherheitsausstattung mit dem Bergabfahr- und Berganfahrassistenten, dem Lichtsensor, dem aktiven Spurhalteassistenten und dem Aufmerksamkeitsassistenten.

Ab der Ausstattungslinie Select gehört ein autonomer Notbremsassistent inklusive Frontkollisionswarner und Fußgängererkennung, der optional auch für das Einstiegsmodell lieferbar ist, zur Serienausstattung. Als Extras werden der Toter-Winkel-Assistent und der Querverkehrswarner hinten angeboten.

Einen weiteren Beitrag zur Sicherheit leisten die Voll-LED-Scheinwerfer, die in Verbindung mit Abbiegelicht und Fernlichtassistent angeboten werden.

Ab dem Ausstattungslevel Trend ist die Rückfahrkamera serienmäßig mit an Bord und im Toplevel Premium zusätzlich die Einparkhilfe vorne und das auf einer kleinen Glasscheibe verschiedene Verkehrsinfos aufspielende Head-up-Display. Das Crashverhalten der Karosserie und die Sicherung durch die elektronischen Helfer wurden im Euro NCAP-Crashtest mit der maximalen Wertung von fünf Sternen bewertet.

Ausstattung: solide Basis, reichlich Auswahl

Schon das Einstiegsmodell kommt, trotz des Namens Pure, nicht puristisch daher. Die Ausstattung umfasst hier ein Audiosystem, verstell- und beheizbare Außenspiegel, die Zentralverriegelung, ein Multifunktionslenkrad, elektrische Fensterheber rundum, einen Tempomat und eine Klimaanlage.

In der Ausstattungsvariante Select gesellen sich die Dachreling sowie das Lederlenkrad und der Schalthebel mit Lederbezug hinzu.

Im Kona Trend kommen 16-Zoll-Leichtmetallfelgen anstelle von 16-Zoll-Stahlrädern zum Einsatz und mit der Einparkhilfe hinten und der Rückfahrkamera parkt es sich leichter. Für mehr Komfort sorgen die Sitzheizung vorne, das Audiosystem mit Display und das beheizbare Lenkrad.

Wird der Style geordert, steht der Kona auf 18 Zoll großen Rädern und erhält Sitze mit Stoff-Leder-Bezug und die Klimaautomatik. Von außen erkennt man diese Version am Kühlergrill mit Chromschmuck, den Nebelscheinwerfern, den hinten dunkel getönten Scheiben und dem Unterfahrschutz.

Der Kona Premium bietet auch Premiumausstattung mit den Ledersitzen, dem automatisch abblendenden Innenspiegel, den Parksensoren vorne, dem Smart-Key-System und dem Head-up-Display.

Das Smartphone wird im Kona per Apple CarPlay und Android Auto eingebunden und lässt sich optional induktiv auf der Ladeschale laden.

Beim Infotainment bietet das mittlere System das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Der Einstieg beginnt mit dem Acht-Zoll-Display samt Bluetooth. Mit dem System lässt sich die Smartphone-Oberfläche auf dem Touchscreen spiegeln – günstiger lässt es sich nicht navigieren.

Wem das trotzdem nicht ausreicht, der bestellt das große 10,25-Zoll-Infotainment mit Navigationssystem und 3D-Karten-Darstellung.

Fazit: gute Ausstattung, lange Garantie

Hyundai kommt mit dem Kona erst recht spät ins B-Segment der SUVs, kann aber herausstechen. Mit seinem smarten Karosseriedesign, dem leichtfüßigen Handling und der guten Ausstattung liegt der Hyundai Kona voll im Trend. Dazu gibt es fünf Jahre Garantie. Noch attraktiver wird Hyundais vierter SUV mit dem starken und ausdauernden Elektroantrieb, der den Kona im boomenden Segment der Kompakt-SUVs zum einmaligen Angebot macht.

7/10 Wow-Wertung

Unsere Fachleute vergeben diese Bewertung nach ausführlicher Prüfung des Fahrzeugs.

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