Volkswagen Golf GTI

Die Sportikone ist schnell und praktisch

8,9
Wow-Wertung
Das ist die mittlere Bewertung der führenden Autozeitungen.
  • Überzeugender Antrieb
  • Hervorragendes Fahrwerk
  • Sehr gute Sitze
  • Hoher Preis
  • Hohe Betriebskosten
  • Wenig Garantie

29.975 € - 35.375 € Preisklasse

5 Sitze

6,3 - 6,5 l/100km

Test

Eine kompakte Karosserie, ein niedriges Gewicht und ein starker Motor – der erste Volkswagen Golf GTI war der Traum vieler Jungen und Junggebliebenen. Er taugte zu so vielem. Zum kurzen Rennen an der Ampel, zur flotten Landstraßentour und zum ganz braven Familienausflug. Das war 1976. Im Prinzip hat sich daran, auch wenn ein Golf GTI mittlerweile viel mehr wiegt, bis heute nichts geändert.

Und die alten Tugenden haben Bestand. Der als Dreitürer oder Fünftürer lieferbare Golf GTI transportiert seine Insassen bequem und bietet dazu noch Platz für reichlich Gepäck. So perfekt wie im Wolfsburger klappt das selten in der Klasse der kompakten Sportler. Entweder leidet die Sportlichkeit unter der Familientauglichkeit oder die Familie unter dem Auto.

Seit dem Facelift sind unter anderem die LED-Scheinwerfer serienmäßig an Bord und Extras wie die Gestensteuerung oder auch das digitale Kombiinstrument bestellbar.

Vergleicht man den Volkswagen Golf GTI mit einem BMW 140i, Ford Focus ST, Mercedes A 250 oder Seat Leon Cupra macht der siebte GTI auch nach seinem Facelift eine richtig gute Figur. Mit frechem Handling, trotzdem gutem Komfort sowie kräftigem und durchzugsstarkem Motor.

Weil ein Golf GTI so viel bietet, wundert es nicht, dass er immer noch zu den beliebtesten Fahrzeugen der sportlichen Kompaktklasse gehört: Der Golf GTI ist ein GTI und bleibt trotzdem ein Golf.

Der Innenraum des Golf GTI präsentiert sich sportiver, aber genauso hochwertig und gut verarbeitet wie im Golf. Mit seinem Raumangebot und Kofferraumvolumen ist er voll alltagstauglich.

Das Interieur

Im Innenraum knüpft der Golf GTI am historischen Vorbild von 1976 an. Die Sitzbezüge tragen das typische Karomuster. Rote Ziernähte umgarnen das Lederlenkrad und den Schalthebel krönt wie damals ein Golfball. Das Cockpit passt.

Die Bedienung verläuft auf direkten Wegen. Die Instrumente liegen gut im Blick, wobei der Tacho im optionalen Active Info Display digital angezeigt und individuell positioniert werden kann. Mit dem Facelift erhielt die Gestensteuerung Einzug in den Innenraum. Sie ermöglicht das Wechseln von Radiosendern oder das Regeln der Lautstärke per Handbewegung. Darüber hinaus ist der Touchscreen des Top-Navis von 8,0 Zoll auf 9,2 Zoll angewachsen.

Die Sportsitze sind klasse und bieten reichlich Seitenhalt. Die Verstellwege fallen lang aus, was auch große Fahrer gut sitzen lässt. Das Platzangebot überzeugt. Sowohl vorne als auch auf der Rücksitzbank. Dort kommen zwei Personen bequem und drei Schulter an Schulter unter.

An Kopffreiheit mangelt es nicht und auch um die Übersicht ist es im Golf wegen dem aufrechten Dachaufbau gut gestellt. Der Ein- und Ausstieg gestalten sich bequem, aber im Dreitürer etwas verengter. Auch die Installation eines Kindersitzes gelingt im Fünftürer mit weniger Körpereinsatz.

Der Kofferraum

380 Liter Laderaum – das ist viel für einen Sportler mit Fünf-Tür-Tarnung. Nur Wenige bieten mehr (bestes Beispiel: der Honda Civic Type R mit 498 Litern). Wird noch mehr Platz benötigt, klappt man die asymmetrisch geteilte Rückbanklehne um und dann stehen auf der gut 1,50 Meter langen Ladefläche 1.270 Liter zur Verfügung.

Die Durchreiche im Rückbankoberteil ermöglicht es, die Ski einzupacken. Hinten können Anhänger mit bis zu 1,8 Tonnen Gewicht an den Haken genommen werden – auch das beweist, wie alltagstauglich ein Golf GTI ist.

Die gute alte Zeit? Im Jahr 1976 wog ein Golf GTI 810 Kilogramm und leistete 110 PS. Heute wiegt ein Golf GTI 1,4 Tonnen, ist mit 230 oder 245 PS aber auch mehr als doppelt so stark. Jedoch richtet vor allem das Fahrwerk darüber, wie schnell man vorne in die Kurve hineinfahren darf und wie schnell man hinten wieder herauskommt.

Die serienmäßige Progressivlenkung macht auf kurvigen Landstraßen Laune. In der 2.500 Euro kostspieligeren GTI Performance-Variante mit 245 PS noch mehr als im 230 PS-Basismodell, denn hier gehören die größeren Bremsen und die elektronisch geregelte Vorderachs-Differenzialsperre mit zum Ausstattungspaket.

Diese Differenzialsperre regelt mit einer Lamellenkupplung die Kraftverteilung zwischen den Vorderrädern, sodass dem Rad mit der besseren Haftung die größere Antriebskraft zugeteilt wird. Das drückt den GTI wie von Geisterhand in die Kurve und unterbindet das bei Fahrzeugen mit Frontantrieb übliche Untersteuern. Das macht einen großen Unterschied beim Fahren und ist deshalb eine sehr gute Investition in die Fahrdynamik.

Dass die Vorderräder bei Vollgas auf nasser Fahrbahn um Traktion ringen und auch Antriebseinflüsse in der Lenkung zu spüren sind, ist normal in einem starken Auto mit Frontantrieb. Und der Komfort? Auch der geht in Ordnung – was für ein fantastisches Fahrwerk.

Der 2,0-Liter-Turbomotor legt mächtig Feuer, hält die Glut aber über einen weiten Drehzahlbereich. Die volle Durchzugskraft von 350 Newtonmetern steht in einem extrem breiten Drehzahlbereich von 1.500 bis 4.600 Umdrehungen zur Verfügung. Danach schließen sich die 230 oder 245 PS bündig an.

Wie elastisch das Aggregat arbeitet, beweist der Zwischensprint von 80 auf 120 km/h. Der ist im fünften Gang schon in flotten 6,0 Sekunden erledigt. Der Sprint von 0 auf 100 km/h ist in 6,4 Sekunden bewältigt und die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 250 km/h. Nur der Klang enttäuscht ein wenig.

Geschaltet wird mit dem Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe oder am besten, weil das zum Golf GTI passt, mit dem serienmäßigen Sechsgang-Schaltgetriebe. Das schaltet sich zackig. Genau so bewegt man den GTI gerne. Daher sollte man davon ausgehen, dass ein Tank nie so lange hält wie von VW versprochen. Der Abgang aus dem 50-Liter-Tank kann schnell drei, vier Liter über den angegebenen 6,4 l/100 km liegen.

Das exzellent abgestimmte Fahrwerk ist der dominante Sicherheitsposten im Golf GTI. Die wohl austarierte Fahrwerksabstimmung und der Frontantrieb sorgen für ein sicheres Fahrverhalten.

Und die Sicherheitsausstattung hinterlässt in der Sportversion des Golf ebenfalls einen guten Eindruck. Mit an Bord sind immer die LED-Scheinwerfer, sieben Airbags, das ESP, die Müdigkeitserkennung und die Multikollisionsbremse, die das Fahrzeug nach einem Unfall automatisch bis zum Stillstand abbremst.

Weitere Sicherheitssysteme wie der Anhängerrangierassistent, der Parklenkassistent, der Spurhalteassistent, die Verkehrszeichenerkennung, der Totwinkelwarner, die Rückfahrkamera, die hinteren Seitenairbags oder der ACC-Tempomat kosten jedoch extra. Die automatische Distanzregelung arbeitet mittlerweile bis zu einer Geschwindigkeit von 210 km/h.

Im ADAC-Bremstest kam der VW Golf GTI Performance nach einer Vollbremsung aus 100 km/h nach hervorragenden 34,3 Metern zum Stehen. Das Crashverhalten der Karosserie und die Sicherung durch die elektronischen Helfer wurden im Euro NCAP-Crashtest mit der maximalen Wertung von fünf Sternen bewertet.

Typisch für den GTI sind drei Farben: Rot („Tornado Rot”), Schwarz und Weiß („Pure White”). Zu den weiteren Erkennungsmerkmalen zählen rot lackierte Bremssättel, GTI-Logos auf den vorderen Seitenteilen, die 15-Millimeter-Tieferlegung, dunkelrote LED-Rückleuchten, der Dachkantenspoiler und die verchromten Auspuffendrohre.

Zudem rollt der GTI auf 17-Zoll-Leichtmetallrädern. Optional lassen sich auch 18 oder 19 Zoll große Räder bestellen. Die Instrumente unterscheiden sich von den unsportlicheren Golf-Modellen. Die Ambientebeleuchtung schimmert in Rot und die Pedalerie und die Fußablage sind in gebürstetem Edelstahl ausgeführt.

Serie sind das unten abgeflachte Ledersportlenkrad, der GTI-Golfball am Schaltknauf und die bequemen Sportsitze. Die Letzteren lassen sich statt mit kariertem Stoff auch an den Seitenwangen und Kopfstützen mit Alcantara oder ganz mit Leder beziehen. Des Weiteren gehören immer die LED-Scheinwerfer, eine 2-Zonen-Klimaautomatik, das Radio Composition Colour sowie die Parksensoren vorne und hinten zur Serienausstattung.

Im Golf GTI Performance ergänzen eine Bremsanlage mit größeren Scheiben, die famose Vorderachs-Differenzialsperre und das Radio Composition Media die Ausstattung. Die lässt sich mit dem Adaptivfahrwerk, dem Panorama-Aufstelldach, der Navigationsfunktion Discover Media oder dem großen Navigationssystem aufwerten. Sogar für das Notrad zahlt man extra und auch auf den Golf GTI gibt VW nur zwei Jahre Garantie, mit der Option auf bis zu drei Jahre Anschlussgarantie.

Zusammenfassung

Der Golf GTI überzeugt emotional wie rational. Bewertet man den Sport-Golf rein mit dem Verstand, gefallen das großzügige Raumangebot, der gute Komfort und die hochwertige Verarbeitung. Bewertet man ihn als Sportler, begeistert er mit seinem elastischen Turbomotor, seinen Sicherheitsreserven und dem erstklassigen Handling. Das hat er mit seinem Urahn von 1976 gemein: Der Golf GTI ist ein GTI und bleibt doch ein Golf – langweilig? Dann fahren Sie ihn ein paar Runden und die Frage ist beantwortet.

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