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Ford Mustang Mach-E

Mustang steht für Sportlichkeit und Kraft eines amerikanischen Muscle Cars. Der Ford Mustang Mach-E soll diese Werte in die Elektromobilität übertragen und mit praktischen Eigenschaften eines SUV-Crossover verknüpfen.

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Was gut ist

  • Starker Antrieb
  • Modernes Infotainment
  • Attraktiver Endpreis

Was nicht so gut ist

  • Hohes Gewicht
  • Lediglich zwei Jahre Garantie
  • Kein Head-up Display

Ford Mustang Mach-E: Was würden Sie gerne als Nächstes lesen?

Ford Mustang Mach-E Überblick

Der Ford Mustang Mach-E ist der erste Mustang seit dem Jahr 1964 und sechs Generationen, in dem eine vierköpfige Familie bequem sitzen kann und Fords erstes ernst zu nehmendes Elektroauto.

Damit steht der 4,71 Meter lange Mustang Mach-E von seinem Antriebskonzept ähnlich dimensionierten Elektro-SUVs wie dem Tesla Model Y, BMW iX3, Jaguar I-Pace oder Mercedes EQC näher als dem Mustang Coupé mit seinem trinkfreudigen 5,0-Liter-V8-Motor.

Kraft wie ein V8

Doch auch mit Elektroantrieb steckt im Mustang Mach-E viel Mustang. Von der Kraftentfaltung weckt der verstromte Mustang die Erinnerungen. Die 269 bis 487 PS, die mit einem oder zwei Elektromotoren produziert werden, sorgen für katapultartiges Beschleunigen und setzen, begleitet von einem Soundgenerator mit V8-Anklängen, die zwei oder vier angetriebenen Räder stark bis brutal unter Druck.

Mit der hecklastigen Fahrwerksabstimmung kommt Fahrfreude auf, die von der Reichweite nicht getrübt wird. Der Akku mit 68 oder 88 kWh nutzbarer Kapazität genügt nach Angaben von Ford für eine Strecke von 400 bis 610 Kilometern nach einer Ladung. Steht man mit dem Mustang Mach-E an einer 150-kW-Schnellladesäule, ist der Akku in knapp vierzig Minuten wieder zu 80 Prozent aufgeladen.

Ein Mustang für vier

Die Formensprache des Fünfsitzers mit der langen, vorne nach unten gebogenen Fronthaube, den kraftvoll ausgestellten hinteren Kotflügeln und den drei breiten Stegen der Rückleuchten links und rechts erinnert an das Mustang Coupé.

Die fehlenden Türgriffe, die Ford durch Sensoren ersetzte, sind ein Ausflug in die Moderne. Die heute angesagte Zweifarblackierung kaschiert die Höhe von 1,62 Meter, die dafür sorgt, dass es drinnen luftiger und geräumiger zugeht, als man es dem Mustang Mach-E auf den ersten Blick zutraut.

SUV-typisch bietet der Mustang Mach-E großzügige Platzverhältnisse. Auch wenn die Raumnutzung nicht ganz optimal erscheint, geht das Raumangebot mit vier gut nutzbaren Sitzplätzen und zwei Stauräumen mit 402 und 100 Liter Volumen gut auf.

Die Bedienung im puristisch, kargen Cockpit gelingt gut und in modern. Mit dem kompakten Instrumentendisplay und dem riesigen Hochkant-Zentralbildschirm zog die Digitalisierung im Ford Mustang ein. Das SYNC-Infotainment ist das der vierten Generation und state of the art. Die Navi lernt mit. Das System, das permanent online ist und Updates drahtlos erhält, lässt sich eng mit dem Smartphone vernetzen.

Im Ford Mustang ist das alles eine kleine Revolution. Zum fairen Preis. Unter seinen Konkurrenten aus Süddeutschland, Schweden und England glänzt der Amerikaner mit einem properen Preis-Leistungs-Verhältnis. Nach Abzug der Umweltprämie kann der Einstiegspreis unter 40.000 Euro landen, abhängig davon, für welche Mach-E Variante man sich entscheidet.

Ford Mustang Mach-E Fahrzeugtyp

Den Ford Mustang der sechsten Generation erhält man in drei Karosserieaufbauten: als klassisches Coupé, reizvolles Cabrio und als SUV mit Familiensinn.

Coupé

Auch wenn der Mustang Fastback mit der ewig langen Motorhaube viel Platz verschenkt, bietet er als klassischer 2+2 ordentliche Raumverhältnisse im Innen- und Kofferraum. Das 2018er Facelift des Mustang VI brachte zudem viele Neuerungen mit sich, die das Infotainment, das Instrumentarium, die Sicherheitsausstattung und die Schaltung betrafen (neue 10-Gang-Automatik).

Der bewährte 5,0-Liter-V8 erstarkte von 421 PS auf 449 und 460 PS. So viel Power macht auch heute noch mächtig Laune vom Klang und Antritt. Das Mustang Coupé beschleunigt die 1,9 Tonnen Gewicht in rund viereinhalb Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100, was ein archaisches Erlebnis ist, das viel zu viel Sprit kostet.

Cabrio 

Im viersitzigen Mustang Cabrio macht der lässige, tiefen entspannte Sound des 5,0-Liter-V8 bei geöffnetem Stoffverdeck, das sich halbelektrisch und smooth öffnet, noch mehr an. Der Mustang ist derzeit das einzige Ford Cabrio.

Elektroauto

Der Ford Mustang für die Familie ist ganz klar der Mach-E. Der jüngste Spross der Mustang Familie bietet für Mustang-Verhältnisse luftige Platzverhältnisse und mit dem Elektroantrieb eine Antriebsform, die zukunftssicherer als ein V8-Verbrenner. Ein gelungenes Debüt für Elektroautos von Ford.

Kofferraum (Sitze aufgestellt)
502 Liter
Kofferraum (Sitze runter)
1.420 - 1.520 Liter

Ford Mustang Mach-E Test

Der Ford Mustang, einer der letzten Dinosaurier mit V8-Motor, ist ein Auto, das politisch unkorrekt ist und nicht mehr in die Zeit zu passen scheint, seine Wiedergeburt, der fünfsitzige Mach-E mit dem Elektroantrieb, ein echtes Kind unserer Zeit. Aber trägt er das Mustang-Gen in sich?

  • Der Elektromotor: antrittsstärker als ein V8 
  • Der Klang: künstlich erzeugt
  • Der Tankwart: nicht mehr Dein Freund 
  • Das Platzangebot: familientauglich
  • Der Preis: attraktiv wie eh und je

Vergesst den V8? Vergesst das sonore V8-Pochen? Vergesst die absolute Lässigkeit des V8? Dem Ford Mustang haben sie seit 1964 noch nichts Schlimmeres angetan als das: einen Elektromotor.

Wie wirkt ein flüsternder Elektromotor im Traditionsschlitten Mustang? Wie ein Dieselmotor im Ferrari 812 Superfast, wie ein 911er Porsche mit Frontantrieb, wie ein Jaguar F-Type mit Kindersitz … Geht gar nicht! Geht doch! Und zwar auf. Das Design ist stimmig. Vorne wölbt sich die lange Haube wie am Mustang Fastback nach unten. Hinten zitieren die drei Leuchtstege links und rechts das Mustang Urmodell von 1964.

Der Mustang galoppiert im Trend

Elektro ist Trend, SUV ist Trend – Also liefert Ford jetzt endlich. Man ist zwar spät dran mit dem ersten echten Elektroauto (der Focus Electric war nur ein umgebauter Verbrenner), aber liefert nun mit dem komplett als E-Auto entwickelten Mach-E.

Es pocht und grollt nicht mehr im langen Motorraum, aber drei Fahrmodi machen Stimmung. Im “Whisper”-Modus (zahm) geht es flüsternd-leise voran. Der “Active”-Modus (aktiv) soll mitreißen. Im “Untamed”-Modus (ungezähmt) lenkt der Mach-E direkt ein und beißt bissig an.

Der sich durch den sehr schweren Akkupack ergebende niedrige Schwerpunkt tut der Straßenlage, die sehr fahrsicher, aber auch sportlich-hecklastig ausfallen kann, spürbar gut.

Die Motorversionen mit 269 bis 351 PS erhalten das straff abgestimmte, aber ausgewogene Standardfahrwerk mit Stahlfedern. Im Topmodell Mach-E GT mit 487 PS, das man auch an den roten Bremssätteln der Sportbremsanlage vom italienischen Bremsenprofi Brembo erkennt, kommen dagegen die variablen, vom Mustang Benziner bekannten variablen Magnetic-Ride-Dämpfer zum Einsatz.

Das Bremsen mit dem Gaspedal, das viele Elektroautofahrende schätzen, fällt im Mustang Mach-E wie die Rekuperation („Bremsenergierückgewinnung“) nicht sehr stark aus. Ein-Pedal-Fahren, bei dem der Fuß selten auf dem Bremspedal steht und beinahe nur durch vom Gas gehen verzögert wird, gelingt im Mach-E nicht so klasse wie etwa in einem Volvo XC40 Pure Electric.

So wendig wie andere Elektroautos ist der E-Mustang ebenso nicht, weil die Räder nicht so stark einschlagen. Der Wendekreis ist mit 11,6 Meter daher nur Durchschnitt, die Platzverhältnisse dagegen üppig.

Von innen größer als von außen

Durch die zwei zusätzlichen Türen wird aus dem Mustang 2+2 ein Mustang 2+Kinder, der es mit seinem Familienauftrag ernst nimmt und damit mit Elektro-SUVs vom Format eines Tesla Model Y, BMW iX3, Jaguar I-Pace und Mercedes EQC konkurriert.

2,98 Meter Radstand und 500 Liter Stauvolumen bieten gute Vorraussetzungen, im Ford Mustang Mach-E bequem zu sitzen und viel Gepäck mitzunehmen. Der Kofferraum bietet 402 Liter Stauvolumen und das Fach unter der Fronthaube eine Kapazität von 100 Liter.

Das kompakte Fach, das der Mustang Mach-E von Fords Kompakt-SUV Puma geerbt hat, eignet sich für das Verstauen der Ladekabel oder der schmutzigen Gummistiefel nach dem Gassi gehen, da sich das Fach, weil es einen eigenen Abfluss besitzt, ganz einfach mit dem Gartenschlauch reinigen lässt.

Das praktische Fach ist im Mustang Mach-E Serie, das Panoramaglasdach, das den Innenraum mit Helligkeit flutet, ist dagegen ein empfehlenswertes Extra, das auch das Head-up-Display im modernen Mach-E Cockpit wäre, wenn es Ford nicht eingespart hätte.

Mit Intuition kommt man weiter

Die Flut an kleinen Schaltern, die bei manchem alten Ford Modelle herrscht, wurde im Mach-E trocken gelegt. Manuelle Schalter und Drehregler finden sich im Cockpit des Mustang Mach-E kaum noch. Deren Funktionen bündelt nun der riesige, vor der Armaturentafel schwebende Bildschirm.

Der Touchscreen, der durch sein Hochkantformat an das Zentraldisplay eines Tesla erinnert, misst gigantische 15,5 Zoll in der Diagonale und bildet den Bedienmittelpunkt des Infotainments. Das 10,2 Zoll messende Display hinter dem Lenkrad zeigt einem digital die Geschwindigkeit, den Ladezustand und noch einiges mehr an.

Die Bedienphilosophie wirkt im Mustang, dessen Cockpit im Coupé und Cabrio noch wie ein beseelter Ausflug in die 1960er-Jahre wirkt, angenehm erfrischend, ohne den Begriff „Intuition“ falsch in die Moderne zu interpretieren.

Über den Drehregler an der Unterseite des Touchscreens wird, wie früher (manches ist nicht zu verbessern), die Lautstärke eingestellt. Die paar anderen Schalter für Licht und Fensterheber verstehen sich von selbst und die Spracherkennung ziemlich viel.

Das SYNC 4A-Infotainment ist das der neusten Generation. Das System lernt bei der Berechnung der Reichweite, die im Elektroauto zu den wichtigsten Infos gehört, permanent mit, indem es den Fahrstil, die Straßentopographie und die Wetterbedingungen in die Berechnung der noch möglichen Kilometer mit einbezieht.

Das Infotainment des Mach-E ist permanent online, was kabellose, werkstattferne Updates über das Netz ermöglicht, und über den WLAN-Hotspot mit dem Smartphone vernetzt. Von dem lässt sich ein Naviziel ins System schicken oder es dient zum Öffnen des Fahrzeugs.

Moderne herrscht auch bei den Türgriffen. Es gibt keine. Man hat sie im Mustang Mach-E durch Sensoren ersetzt. Warum? Weil es den Luftwiderstand reduziert, sagt Ford. Weil es Effekt macht, der gesunde Menschenverstand, denn rein praktische Vorteile haben die Sensoren bis auf das Aerodynamikargument nicht.

Das hat Wucht

Die Argumente für die Vollelektrifizierung liefert der Mustang Mach-E in Fahrt. Die bis zu 2,3 Tonnen Gewicht erscheinen vom Umweltaspekt zwar ziemlich daneben. Masse kostet immer Energie. Kleine, leichte Elektroautos machen mehr Sinn. Aber dann gibt man Vollgas und die Masse verflüchtigt sich mit einem Mal.

Der Antritt eines starken E-Autos ist durch nichts zu toppen. Auf den ersten Metern lässt ein Mach-E, der noch 2021 als GT kommt, fast jeden Verbrenner stehen. Ein Saugbenziner muss erst auf Drehzahl gebracht werden, ein Turbolader muss erst in Schwung kommen. Der Elektromotor ist jedoch schon ab der ersten Umdrehung mit dem vollen Schub da. In 3,7 Sekunden soll der GT sein Übergewicht aus der Statik auf Tempo 100 wuchten – Das hat Wucht.

Der Einstiegsmotor: auch eine gute Idee

Fünf Motor-Antriebsvarianten des in Mexiko gebauten Fords stehen im Angebot, wenn schließlich der GT hinzu kommt. Entweder mit einem Elektromotor und Heckantrieb oder mit zwei Elektromotoren und Allradantrieb.

Alle Motoren machen auf den ersten Metern gut Druck. Die einmotorige Variante mit Heckantrieb und 269 PS kann einem aber schon reichen. Die anderen Varianten mit 269, 294, 351 und 487 PS bauen zwar noch massiver Tempo auf, jedoch auch für sie gilt die Elektroautoregel: Wer rast, spart nicht, wer sparen will, rast nicht.

Nicht ohne Grund trifft man Tesla-Fahrer häufig auf der rechten Spur auf der Autobahn an. Wer da behauptet, Elektroauto fahren erziehe zum bewussten und ökonomischen Autofahren, der hat wohl recht.

Deshalb ist die Entscheidung für das Einstiegsmodell zum Preis von 46.900 Euro sicherlich eine vernünftige Entscheidung, denn dann liegt der Endpreis des Mustang Mach-E nach dem Abzug der vom Staat und Hersteller spendierten Umweltprämie von 9.000 Euro unter 40.000 Euro.

Und dann spart man noch bei der Steuer, den Wartungskosten und im Verbrauch. Ford verspricht einen Stromkonsum von 16,5 bis 19,5 kWh, die alle 100 km aus dem 68 oder 88 kWh großen Akku, auf den es acht Jahre Garantie gibt, abfließen. Mit einem realen Verbrauch zwischen 22 und 30 kWh/100 km sollte man rechnen und mit einer realen Reichweite, die im normalen Fahralltag bei 350 Kilometer, aber mit schwerem Gasfuß auch bei 250 Kilometer enden kann.

Am Ende hängen Verbrauch und Reichweite immer von verschiedenen Faktoren ab: von der Beschleunigung, der Geschwindigkeit, der Straßensteigung, der Temperatur, dem Fahrtemperament, dem Verkehrsaufkommen, den eingeschalteten Verbrauchern … Und steht man dann, steht man beim Laden etwas länger als beim Tanken.

Die Ladezeit des 68-kWh-Akkus liegt, um von 10 % Akkustand auf 80 % zu kommen, an der 11-kW-Wallbox bei 5:40h und mit dem Akku mit 88 kWh Kapazität bei 7:10h. An einer öffentlichen Ladesäule mit 150 kW Gleichstrom, z.B. einer von IONITY, sind knapp 120 Kilometer Reichweite in 10 Minuten nachgeladen. Eine 80-Prozent-Ladung dauert 38 und 45 Minuten – eine lange Kaffeepause.

Mustang in politisch korrekt

Der Ford Mustang Mach-E ist der Mustang in anders und modern. Mit mehr Platz und Kofferraum als der Mustang mit Benzin im Tank, genauso modern wie andere E-SUVs, aber emotionaler als viele von denen. Und mit seinem unerbittlichen Antritt hat der Mach-E das Mustang-Gen, das einen genauso glücklich wie im Mustang V8 machen kann.

‪Ford Mustang Mach-E‬ Farben

Das Ford Mustang Mach-E Modell ist in verschiedenen Farben erhältlich. Einige Farben sind im Preis des Autos enthalten, für andere kommt ein Aufpreis dazu.

Ford Mustang Mach-E Farben

Absolute Black Uni
kostenlos
Iced Blue Silver Metallic
Ab 1.000 €
Space White Metallic
Ab 1.000 €
Cyber Orange Metallic
Ab 1.200 €
Dark-Matter Grey Metallic
Ab 1.200 €
Grabber Blue Metallic
Ab 1.200 €
Rapid Red Metallic
Ab 1.200 €
Star-White Platinium Metallic
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