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Unser englischer Kollege James Drujon hat sich nun nach 6 Monaten von seinem Langzeittestwagen, einem BYD Seal 6 DM-i Touring verabschiedet. Warum James zufrieden war, aber trotzdem keinen kaufen würde.
Der BYD Seal 6 DM-i Touring hat einiges im Angebot, die den chinesischen Kombi zu einer starken Option im Segment machen, allerdings hat er auch einige Schwächen die James gehörig auf die Nerven gingen. Hier sind seine Eindrücke und sein abschließendes Urteil nach rund sechs Monaten mit dem Plug-in-Kombi.

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Bevor James die Schlüssel für den BYD Seal 6 DM-i Touring in Empfang genommen hat, testete er einen BYD Seal U. Der SUV war vor allem in Sachen Fahrkomfort eher schwach auf der Brust und war auch nicht so praktisch wie man es von einem SUV erwarten könnte. Dementsprechend wollte er nun mit einem Kombi diese Kritikpunkte auf den Test stellen. Bei den Motoren sind bei beiden Modellen schließlich keine Unterschiede vorhanden.
Erster Eindruck des BYD Seal 6 DM-i Touring: Hochwertiger als erwartet
Der weiße Kombi konnte von Anfang an bereits einen guten Eindruck bei James hinterlassen. Vor allem da er trotz des günstigen Listenpreises von 42.990 € wirkt wie ein Premiumwagen, der deutlich teurer sein sollte.

So ist auch das Interieur zwar minimalistisch eingerichtet, aber die Materialien fühlen sich gut an und sehen auch hochwertig aus. Der 12,8 Zoll-Infotainment-Touchscreen ist reaktionsschnell und bietet einige Schnellwahltasten. die James etwas über die fehlenden physischen Tasten hinwegtrösten. Beim Design ist James aber nicht komplett überzeugt gewesen. Zwar ist er Kombi-Fan, aber der BYD Seal 6 DM-i Touring wirkt etwas fad, die weiße Allerweltsfarbe hilft natürlich auch nicht dabei.
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3 Stärken des BYD Seal 6 DM-i Touring
Wie hat sich der BYD Seal 6 DM-i Touring nun also geschlagen über sechs Monate? Was waren die Stärken und Schwächen und wie lautet James’ abschließendes Urteil? Bevor wir zum Fazit kommen, geht James erst einmal auf die drei größten Stärken des BYD Seal 6 DM-i Touring ein.
1. Der Plug-in-Hybrid ist äußerst effizient

Angetrieben wird der BYD Seal 6 DM-i Touring durch einen 1,5-Liter-Plug-in-Hybrid, der vor allem in Sachen Verbrauch überzeugen kann. Obwohl James keine heimische Lademöglichkeit hat, schaffte der BYD Verbräuche zwischen 5,6 und 5,1 l/100 km, auf längeren Strecken sogar manchmal 4,7 Liter.
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2. Das Infotainment funktioniert gut

Da der Testwagen das Einstiegsmodell ist, bietet der BYD Seal 6 DM-i Touring hier nur den kleineren 12,8-Zoll Bildschirm an, aber für James’ Zwecke hat das völlig ausgereicht. Der Touchscreen war einfach zu nutzen und störte auch nicht im Blickfeld durch Übergröße. Das System selber bietet einige clevere Favoritentasten und Abkürzungen, sodass selbst die Tatsache, dass die Klimakontrolle über den Bildschirm läuft ausgeglichen werden kann. Wenn man mit drei Fingern nach oben oder unten wischt, kann man die Temperatur einstellen und Wischen nach links oder rechts steuert die Stärke des Luftstroms. Das funktioniert sogar bei angeschlossenen Apple CarPlay. Idealerweise würde James immer noch physische Tasten oder Schalter haben, aber die Lösung im BYD gefällt ihm gut.
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3. Er ist einfach praktisch
Vor allem im Vergleich zum BYD Seal U, den James vorher getestet hat ist der Seal 6 DM-i Touring trotz kleinerer Dimensionen das deutlich praktischere Auto. Eine flache Ladekante, die rechteckige Form und die 75 Liter zusätzlich gegenüber dem SUV machen den Touring zum deutlich besseren Transportfahrzeug, das auch Trips zum Ikea problemlos meistern konnte.

Auch das Platzangebot im Fond war mehr als nur ausreichend für den sperrigen Kindersitz oder für Erwachsene auf längeren Fahrten. Zusätzlicher Pluspunkt ist die Möglichkeit der längere Gegenstände durchladen zu können dank der Ski-Durchreiche.

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3 Schwächen des BYD Seal 6 DM-i Touring
So gut der BYD bei diesen drei Punkten war, gab es leider auch einige Aspekte, die James sehr gestört haben.
1. Die Sitzposition
Der Plug-in-Hybrid beim BYD Seal 6 DM-i Touring hat seine Batterie unter dem Boden des Autos verbaut, sodass die Sitze im Touring sehr niedrig sind. Allerdings nicht wie man es sich bei einem sportlichen Auto wünscht, sondern so unpraktisch, dass die Knie nach oben gedrückt werden und es keine komfortable Sitzposition gibt, zumindest konnte James keine gute Einstellung für sich finden.

Obwohl er sechs Monate lang versuchte eine Einstellung zu finden, wurde es auf Langstrecken für James immer unangenehm. Auch auf der Rückbank gab es für ihn keine komfortable Sitzposition.
2. Nervige Technik
Zwar ist die Bedienung des Infotainments gut, aber das System hat leider doch einige Macken. Vor allem die Assistenzsysteme haben sich hier unrühmlich ausgezeichnet. Schildererkennung und Spurhalteassistent ließen sich zwar in zwei Bewegungen ausschalten, aber das schlimmste System war nur über unzählige Menüs erreichbar. Der Aufmerksamkeitswarner war für James viel zu sensibel eingestellt und hat ihn sogar angepiepst, wenn er in seine Spiegel geschaut hat.

In einem Update wurde leider nun auch der Sprachassistent überarbeitet, leider nicht gerade zum Positiven. Wenn James versucht hat Siri auf seinem Handy zu nutzen, schaltete sich plötzlich der Autoassistent wie ein ungebetener Gast.
3. Die Federung

Zwar ist der BYD Seal 6 DM-i Touring laut James komfortabler beim Fahrverhalten als der BYD Seal U, aber wirklich gut ist der Komfort nicht. Der Kombi ist rumpelt hart über Unebenheiten und die Steuerung ist auch schwammig. In Kurvenlagen wirkt diese Kombination nicht gerade vertrauenseinflößend und die lauten Windgeräusche auf der Autobahn machen den BYD Seal 6 DM-i Touring nicht besser.
Trotz all dieser Schwächen ist der BYD Seal 6 DM-i Touring immer noch ein starkes Angebot dank seines niedrigen Preises. Mit einem Listenpreis von 42.900 € ist er zwar nur minimal günstiger als ein VW Passat (42.930 €), aber dafür bietet er deutlich mehr Serienausstattung und für einen Plug-in-Hybrid musst du beim Passat auch schon 53.490 € in die Hand nehmen.
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Abschließendes Urteil zum BYD Seal 6 DM-i Touring
Für James hat der BYD Seal 6 DM-i Touring umstandslos seinen Job erledigt und bis zu einem gewissen Grad wird James den effizienten Plug-in-Hybrid vermissen. Vor allem im Familienalltag hat sich der BYD bezahlt gemacht, aber so zufriedenstellend das chinesische Auto auch war, gab es dann doch einige Dinge, die James so sehr gestört haben, dass er den Seal 6 DM-i Touring nicht kaufen würde.

Zuerst zu den positiven Punkten des BYD Seal 6 DM-i Touring: Da muss man zweifelsohne beim niedrigen Preis starten. Der BYD ist zu Listenpreisen ab 42.990 € verfügbar und ist damit deutlich günstiger als etwa ein Skoda Superb Combi mit Plug-in-Hybrid (51.650 €) und das trotz der umfassenden Serienausstattung im BYD.
Obwohl er so günstig ist, spürst du das kaum im Innenraum. Designpreise wird der BYD mit seinem unaufgeregten Interieur zwar nicht gewinnen, aber die Materialien fühlen sich hochwertig an und der zentrale Bildschirm reagiert nicht nur schnell, sondern ist auch noch einfach zu nutzen. Für James waren vor allem die Schnellwahltasten für die Klimakontrolle wichtig, so reicht eine Wischbewegung mit drei Fingern um Temperatur und Luftzug zu kontrollieren.

Auch auf der Rückbank hast du genügend Platz. Schließlich konnte James ohne Probleme den sperrigen Kindersitz seines Sohns unterbringen, aber das fehlende Sonnenrollo an den Seitenfenstern machte sich leider bemerkbar. Während eines Familienurlaubs in Frankreich hat sich der große Kofferraum ebenfalls bewährt. Vor dem Seal 6 DM-i Touring hatte James den BYD Seal U als Testwagen. Der SUV hatte einen 75 Liter kleineren Kofferraum als der Kombi und mit einer praktischeren Form ist der BYD Seal 6 DM-i Touring das deutlich praktischere Auto für James.

Was ist also der Grund warum James den BYD Seal 6 DM-i Touring nicht zum Kauf empfiehl? Hauptgrund ist tatsächlich die Sitzposition. Die Sitze sind ziemlich niedrig angebracht und drücken daher seine Knie nach oben. Egal wie sehr James sich an den Sitzeinstellungen abarbeitete, er fand einfach kein komfortable Position. Auch das Fahrverhalten des BYD Seal 6 DM-i Touring konnte James nicht wirklich überzeugen. Ein Skoda Superb fährt sich seiner Meinung nach besser, auch wenn der BYD Seal 6 eine Verbesserung gegenüber dem Seal U darstellt, aber vor allem die Federung lässt immer noch zu wünschen übrig. Auch das eher schwammige Lenkgefühl und die lauteren Windgeräusche auf der Autobahn trüben den Eindruck deutlich.

Auf der positiven Seite ist das Hybridsystem effizient und funktioniert im Alltag gut mit einem Verbrauch von rund 5,1 l/100 km in den vergangenen sechs Monaten. Und das ohne den Plug-in-Hybrid regelmäßig zu laden.

Wenn du also nach einem geräumigen aber sparsamen Preis-Leistungs-Tipp suchst ist der BYD Seal 6 DM-i Touring eine durchaus gute Option. Du solltest nur unbedingt eine Testfahrt vereinbaren, um zu schauen, ob du mit der Sitzposition zurecht kommst. Aber für ein besseres Fahrverhalten empfiehlt James eher einen Skoda Superb Combi oder einen BMW 3er Touring.
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Originalartikel von: James Drujon
Übersetzt und angepasst von: Patrik Chen