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Der BYD Atto 3 Evo bietet auf dem Papier Sportwagen-Leistung zum vergleichsweise kleinen Preis. Mit 449 PS tritt das chinesische E-SUV sogar gegen deutlich teurere Elektroautos wie das Tesla Model Y Performance an. Unser britischer Kollege und Social-Media-Content-Creator Cameron Kalare hat den Atto 3 Evo mehrere Monate im Alltag getestet und verrät, ob sich der Kauf lohnt.
Wer früher ein Auto mit mehr als 400 PS fahren wollte, musste tief in die Tasche greifen und sich für einen Sportwagen wie den Porsche 911 Turbo oder den BMW M3 entscheiden. Heute reicht dafür ein unscheinbares Elektro-SUV, das in weniger als vier Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigt.
Genau so ein Auto ist der BYD Atto 3 Evo, ein chinesisches Elektroauto, das Cameron seit einigen Monaten im Alltag begleitet. Optisch lässt ihm nichts anmerken, dass er es bei einem Beschleunigungsduell mit den Supersportwagen seiner Kindheit aufnehmen könnte. Allerdings stellt sich Cameron inzwischen eine andere Frage: Braucht ein kompaktes Elektro-SUV wirklich so viel Leistung?

Auf gerader Strecke ist der BYD Atto 3 Evo jedenfalls blitzschnell. In Kurven sieht die Sache allerdings anders aus. Die gefühllose Lenkung und das schwankende Fahrwerk vermitteln wenig Vertrauen, wenn es etwas enger wird. Insgesamt wirkt der BYD fast schon übermotorisiert.
BYD Atto 3 Evo Testbericht lesen!
Bei der Reichweite schlägt sich das Elektro-SUV im bisherigen Alltagstest dagegen ordentlich. Mit einer vollen Batterie kommt Cameron unter realen Bedingungen rund 400 Kilometer weit. Damit erreicht der Atto 3 Evo etwa 86 Prozent der offiziellen Reichweitenangabe.

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Auch die Sitze überzeugen: Sie sind bequem gepolstert und bieten an den richtigen Stellen guten Halt. Ganz ausgleichen können sie den eher mäßigen Federungskomfort allerdings nicht. Die Sitzbelüftung hat sich bei den ungewöhnlich warmen Temperaturen als besonders angenehm erwiesen. Dazu kommt das große Panoramadach, durch das Cameron die Sonne auch während der Fahrt genießen kann.
Viel Platz dank Frunk
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Auch bei der Alltagstauglichkeit gibt sich der BYD keine große Blöße. Mit der Evo-Version hat der Hersteller den Elektromotor von der Vorder- an die Hinterachse verlegt. Dadurch wird unter der Fronthaube zusätzlicher Stauraum frei, der sich als großer Frunk nutzen lässt. Hier finden beispielsweise die Ladekabel Platz, ohne im eigentlichen Kofferraum verstaut werden zu müssen.

Gute Ausstattung zum attraktiven Preis
Im Innenraum kann der BYD Atto 3 Evo zwar nicht ganz mit dem Premium-Eindruck eines Xpeng G6 oder eines Tesla Model Y mithalten. Dafür bietet er viel Auto fürs Geld. In Deutschland kostet das Topmodell Excellence regulär knapp 51.000 Euro, über Carwow ist es zum Testzeitpunkt allerdings für unter 40.000 Euro erhältlich.
Wer es etwas vernünftiger angehen möchte, kann zum einmotorigen Design-Modell für rund 36.000 Euro greifen. Das Excellence-Modell bietet allerdings nicht nur mehr Leistung durch seinen zweiten Motor. Es bringt zusätzlich ein Panoramadach, ein Head-up-Display sowie beheizbare Vorder- und Rücksitze mit. Auch der adaptive Tempomat und die 360-Grad-Kamera gehören zur Serienausstattung.

Für Cameron bietet deshalb weiterhin die zweimotorige Version das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Schließlich muss man die volle Leistung nicht ständig abrufen. Es ist aber schön zu wissen, dass sie jederzeit zur Verfügung steht, wenn man sie braucht.
Lohnt sich der BYD Atto 3 Evo?
Auf dem Papier ist der BYD Atto 3 Evo ein attraktives Angebot. Doch ob er auch im Alltag überzeugt, ist eine andere Frage. In seiner Preisklasse gibt es zahlreiche Elektro-SUVs, die sich angenehmer fahren lassen und ebenfalls eine umfangreiche Ausstattung bieten.
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Der Skoda Elroq federt beispielsweise deutlich komfortabler als der BYD. Der Xpeng G6 punktet dagegen mit einem hochwertigeren Innenraum. Beide Modelle würde Cameron dem Atto 3 Evo deshalb vorziehen.
Ganz abschreiben würde er den BYD aber nicht. Wer ein besonders gutes Angebot findet und großen Wert auf Leistung und Ausstattung fürs Geld legt, kann mit dem Atto 3 Evo durchaus glücklich werden. Die hohe Motorleistung macht zwar Spaß, kann die Schwächen bei Fahrwerk und Lenkung aber nicht vollständig ausgleichen. Am Ende gilt deshalb: Der BYD ist ein leistungsstarkes Elektro-SUV mit viel Ausstattung zum attraktiven Preis – aber nicht unbedingt die beste Wahl, wenn Komfort und Fahrgefühl ganz oben auf der Prioritätenliste stehen.
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Originalartikel von: Cameron Kalare
Übersetzt und angepasst von: Timon Werner-Pachmayr