BMW i3 im Test

Ihr nächstes Auto soll ein BMW i3 werden? Erfahren Sie alles Wichtige zu diesem Modell in unserem ausführlichen Testbericht!

Der BMW i3 kann sich zu Recht als ein Pionier der Elektromobilität bezeichnen, denn er kam in einer Zeit auf den Markt, in der von einer Elektrorevolution noch keine Rede sein konnte. Er war von Anfang an als Elektroauto konstruiert und wurde nicht auf Elektro umgebaut, wie es bei alternativen E-Autos wie dem e-Golf gemacht wurde.

  • Überzeugendes Platzangebot
  • Alltagstaugliche Reichweite
  • Serienmäßige Schnellladefunktion bis 50 kW
  • Garantierter Fahrspaß

Den i3 gibt es schon seit 2013 in fast unveränderter Form, doch BMW hat es nicht versäumt ihn weiterzuentwickeln. Von den leichten Werkstoffen der Plattform bis zum Antrieb. Das Chassis besteht aus Alu, die Karosse aus Karbon und das Interieur teils aus Recyclingmaterial.

Vorne Freiheit, hinten Engegefühl

Der i3 spielt in Sachen Platzangebot in der ersten Liga der Kleinwagen mit, zumindest wenn man den Kofferraum erstmal außen vor lässt. Im Inneren herrscht Freiheit, man fährt maximal zu viert und niemand kommt sich großartig in die Quere. Für einen Kleinwagen hat man im i3 beeindruckend viel Platz. Das wird vor allem groß gewachsene Menschen freuen, denn der Fahrersitz lässt sich weit zurückstellen, sodass genug Raum für lange Beine vorhanden ist. Aber wie sieht es dann mit den Mitfahrenden im Fond aus? Ebenfalls gut! Selbst wenn vorne große Leute sitzen, haben dahinter immer noch normal gewachsene Erwachsene Platz.

Das gute Raumgefühl kommt deshalb zustande, weil die Mittelkonsole im i3 fehlt und man das Armaturenbrett sehr flach baut. Befördern kann man im i3 zwar nur vier und keine fünf Leute, doch auch wenn andere Kleinwagen als 5-Sitzer deklariert sind, macht das Fahren zu dritt auf der Rückbank meist wenig Sinn oder funktioniert nur mit Kindern. Deshalb ist ein Viersitzer kein Nachteil in diesem Segment.

Was im Fahrgastraum positiv ist, zieht sich leider nicht bis in den Kofferraum, denn dieser ist vergleichsweise klein. Lediglich 260 Liter bei aufgestellter Rücksitzbank bringt man im Gepäckabteil des i3 unter. Zum Vergleich: Im Zoe sind es ganze 338 Liter, im Corsa-e wenigstens 267 Liter. Allerdings geht es auch schlechter, denn der MINI Cooper SE stellt nur 211 Liter zur Verfügung und im Honda e sieht es ähnlich sparsam aus.

Bis heute modern

Was vor sieben Jahren völlig futuristisch anmutete, ist zwar heute nicht mehr ganz so speziell, aber immer noch modern. Die Rede ist vom ungewöhnlichen Türkonzept des i3 und seinem Innenraum. Gegenläufig öffnende, hintere Türen kannte man im Jahr 2013 von Tuningfirmen oder limitierten Sportwagen, aber sicher nicht von einem Serienfahrzeug.

Das Türkonzept hat durchaus Charme und etwas Einladendes. In der Praxis erweist sich der BMW i3 jedoch eher als unpraktischer Viertürer. Die hintere Tür lässt sich, wenn man hinten zusteigen möchte, erst nach der vorderen öffnen. So wird in engen Parkbuchten in der Stadt oder vor Supermärkten das Türöffnen unnötig kompliziert.

Unkompliziert gestaltet sich, auch wenn der i3 ein innovatives Fahrzeug ist, die Bedienung. Das iDrive Bediensystem wurde im Laufe des Facelifts weiterentwickelt und BMWs i ConnectedDrive wartet mit speziell für die Elektromobilität entwickelten Navigationsfunktionen auf.

Nachhaltig und vernetzt

Die nächste Stromtankstelle findet man mit der fest im Auto installierten SIM-Karte. Die dynamische Reichweitenkarte zeigt, wie weit es geht. Ein Sternchen deutet darauf hin, dass mit der „Charge Now“-Ladekarte geladen werden kann. Ein grüner Punkt markiert eine freie Ladesäule und ein roter eine besetzte. Fernladen funktioniert mit der i3-App für Android-Geräte und iPhones.

Das Smartphone informiert dabei nicht nur über den Ladestatus, sondern auch über günstige Stromfenster. Die Klimaanlage kann ebenfalls aus der Ferne aktiviert werden.

Auch was die Materialauswahl angeht, hat BMW sich für den i3 etwas Spezielles überlegt, das zum Gesamtkonzept eines umweltfreundlichen Fahrzeugs passt. Die BMW i3 Standardausstattung bildet die Grundlage und wer sich dann für eine der optional verfügbaren Interieurlinien Atelier, Loft, Lodge oder Suite entscheidet, der kann sich beispielsweise über naturbelassene Sitzoberflächen aus Leder, das mit einem Extrakt aus Olivenbaumöl gegerbt wurde, oder auf Textilstoff auf Schafwollbasis freuen.

Als weitere Materialien kommen Recycling-Kunststoffe, nachwachsende Rohstoffe und ein offenporiges, ungebleichtes Eukalyptusholz im Innenraum zum Einsatz.

Gewohnt gute Motoren und viel Fahrspaß

Bei der Performance von Motor und Fahrwerk bleibt der i3, der mit seinem 2017er Facelift mit dem i3s eine sportlichere Variante zur Seite gestellt bekommt, ein typischer BMW, der mit dem sofortigen Antritt des Elektromotors und dem direkten Handling richtig viel Freude am Fahren bereitet.

Der i3 fährt sich wendig und sehr agil, was aber bei einem Elektroauto-Leichtgewicht mit nur knapp 1,3 Tonnen kein Wunder ist. Der Stadtverkehr ist sein bevorzugtes Terrain, denn dort kann er seine Stärken ausspielen. Auf der Autobahn fühlt sich der i3 leider nicht so wohl, denn die Lenkung ist sehr direkt, was auf der Schnellstraße etwas anstrengend ist.

Auch beim Blick auf die Reichweite merkt man, dass der i3 kein Reisemobil, sondern ein Pendlerfahrzeug für die Stadt ist. Entscheidet man sich für den sportlicher ausgelegten i3s, dann sinkt die maximale Reichweite (nach WLTP) von 307 auf 283 Kilometer. Dafür bekommt man aber auch 184 PS. Beim Standard-i3 sind es nur 170 PS Leistung.

Schnellladung, Ladezeit & Ladeverlust

Wenn es mal ein wenig schneller gehen muss und man keine Zeit hat, an der hauseigenen Wallbox etwas über drei Stunden zu warten, bis der i3 wieder aufgeladen ist, kann man glücklicherweise eine 50 kW-Schnellladestation aufsuchen. Ein entsprechender CCS-Stecker ist serienmäßig verbaut und wer eine DC-Schnellladestation verwendet, kann innerhalb von 45 Minuten wieder 80 Prozent Akkuleistung nutzen.

Auf was man meist nicht achtet, wenn man auf den Verbrauch eines E-Autos schaut, ist der Ladeverlust. Dieser kommt bei jedem Elektroauto vor, bei manchen sind die Verluste allerdings höher als bei anderen Modellen. Für den i3s wird ein maximal kombinierter Stromverbrauch von 14,6 kWh angegeben, was im Vergleich ein sehr guter Verbrauchswert ist. Um die 42,2 kWh-Batterie des BMW zu laden, braucht man allerdings gut 6 kWh mehr - die man bezahlt, aber nicht nutzen kann.

Nutzen ist ein gutes Stichwort, denn auch wenn der Akku eine Kapazität von 42,2 kWh hat, heißt das nicht, dass man diese auch komplett ausschöpfen kann. Die wirklich nutzbare Kapazität liegt bei 38 kWh, das bedeutet, dass über 10 kWh bei jedem Tankvorgang umsonst getankt und gezahlt werden. Das sind bei einem aktuellen Preis pro Kilowattstunde von 0,30 Euro ca. drei Euro für Nichts.

Bereit für die Zukunft

BMW i3 Fans können aufatmen, denn der E-Kleinwagen wird sicher noch bis 2024 weiterproduziert. Mit einer Überarbeitung des aktuellen Modells ist also durchaus nochmal zu rechnen, doch das Konzept des i3 hat sich in einer fast Elektroauto freien Vergangenheit bewährt und wird es im aktuellen Zeitalter der Elektromobilität sicher weiterhin. Der i3 hat als Pionier der ersten Stunde bewiesen, dass ein mutiges Konzept der Schlüssel zum Erfolg ist, der dann weitere Türen öffnen kann. Auf die Zukunft - i3!

8/10 Wow-Wertung

Unsere Fachleute vergeben diese Bewertung nach ausführlicher Prüfung des Fahrzeugs.

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