Dein Weg zum neuen Auto
Zwei neue Elektroautos, zwei völlig unterschiedliche Charaktere – und beide sind extrem starke Optionen in einem umkämpften Segment. Wir vergleichen Hyundai Ioniq 3 und Cupra Raval!
Der Hyundai Ioniq 3 setzt auf Vernunft, Reichweite und Geräumigkeit. Der Cupra Raval verspricht Fahrspaß, Style und Individualität. Welcher ist nun das bessere Auto?

Der erste Eindruck: Design als Statement
Wenn du dieser Tage auf Europas Straßen unterwegs bist, merkst du schnell: Das Elektroauto-Segment wächst und wächst. Doch während viele Hersteller noch brave, gefällige Formen anbieten, wagen Hyundai und Cupra mit ihren neuesten Modellen etwas deutlich Mutigeres.
Der Hyundai Ioniq 3 hat am 20. April seine Weltpremiere gefeiert und greift im Kleinwagensegment vor allem auch die neuen Konkurrenten von Cupra und den anstehenden Modellen VW ID.Polo und Skoda Epiq direkt an.

Schon beim ersten Anblick fällt der Hyundai auf. Die niedrige, schnittige Front geht in eine markante Dachlinie über, die direkt über den Köpfen der Passagiere verläuft und erst weit hinten abfällt. Das sorgt nicht nur für geringeren Luftwiderstand, sondern auch für überraschend viel Kopffreiheit im Fond. Hyundais „Art of Steel”-Designsprache schafft kraftvolle, präzise Oberflächen, ergänzt durch die charakteristischen Pixel-Leuchten und vier zentrale Punkte, die in Morsecode den Buchstaben „H” darstellen. Langweilig ist der Koreaner auf keinen Fall.

Der Cupra Raval wiederum macht von der ersten Sekunde klar: Hier geht es um Emotion. Mit seinem tiefer gelegten Sportfahrwerk (15 mm tiefer als beim VW ID. Polo), der breiteren Spur und dem unverkennbar kantig-iberischen Look ist er das emotionalste Modell der kleinen Elektrofamilie im VW-Konzern. Wer VW und Skoda zu langweilig findet, hat hier seine Antwort.
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Technik und Antrieb: Vernunft gegen Leidenschaft
Hier trennen sich die Welten der beiden Elektroautos am deutlichsten.
Hyundai Ioniq 3: Reichweite als oberstes Gebot
Der Ioniq 3 basiert auf der bewährten E-GMP-Plattform der Hyundai Motor Group mit einer 400-Volt-Architektur – eine solide, ausgereifte Basis auf denen zahlreiche Modelle wie etwa der Kia EV3 oder der Hyundai Ioniq 5 basiert. Du kannst zwischen zwei Batterieoptionen wählen: 42,2 und 61 kWh. Diese bieten jeweils 344 bzw. 496 Kilometer Reichweite nach WLTP.

Das Laden geht flott: Mit bis zu 119 kW DC-Ladeleistung ist der Akku in rund 29 Minuten von 10 auf 80 Prozent geladen. Dazu kommt optionales 22-kW-AC-Laden – ein echter Pluspunkt für alle, die zu Hause oder am Firmenparkplatz dreiphasig laden können. Die Motorleistung ist mit 147 PS oder 145 PS auf Effizienz und Alltagskomfort ausgelegt, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 170 km/h.
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Cupra Raval: Von zahm bis wild
Der Raval bietet eine breitere Motorenpalette mit vier Leistungsstufen von 116 PS bis hin zu 226 PS (VZ Extreme). Bei den Batterien hast du die Auswahl zwischen 37 kWh und 52 kWh. Die kleinere kommt damit auf knapp 300 Kilometer WLTP-Reichweite und eine maximale Ladeleistung von 90 kW, während die größere Variante rund 450 Kilometer schaffen soll und eine 130 kW Spitzenladeleistung aufweist.

Achtung: Die große Batterie gibt es zum Marktstart nur in Kombination mit den stärkeren Versionen (211–226 PS). Wer günstig einsteigen will, bekommt die kleine Batterie – und damit spürbar eingeschränkte Reichweite und Ladeleistung.
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Innenraum und Kofferraum: Wohnzimmer vs. Cockpit
Ioniq 3: Das fahrende Wohnzimmer
Hier liefert Hyundai einen echten Überraschungsmoment. Der IONIQ 3 folgt dem „Furnished Space”-Konzept: Der Innenraum ist wie ein gut eingerichtetes Zimmer gestaltet, du bekommst also warme Materialien, inspiriert vom Möbeldesign der 70er neben komfortabler Ausstattung wie der 2-Zonen-Klimaautomatik oder dem optionalen Premium-Soundsystem von Bose. Ein ebener Boden und der lange Radstand von 2.680 mm sorgen dafür, dass im Fond drei Erwachsene Platz finden, hier ist die Dachlinie aber eher schädlich für die Kopffreiheit.

Der Kofferraum überzeugt mit 441 Litern, ein starker Wert für ein Kompaktmodell. Aber auch beim Infotainment gibt es Positives zu berichten von Hyundai. Das neue Pleos Connect-System au Android-Basis kommt im Ioniq 3 zum Zug und läuft über einem 12,9 bzw. 14,6 Zoll-Bildschirm in der Mitte. Funktionen wie der schlüssellose Zugang oder Vehicle-to-Load (V2L) runden das Technologiepaket ab.

Etwas gewöhnungsbedürftig könnte aber das nah an der Windschutzscheibe liegende Display für die digitalen Instrumente sein.
Cupra Raval: Sport-Cockpit mit Show-Faktor
Der Raval setzt klar auf eine fahrerorientierte Atmosphäre um dem Image der Marke gerecht zu werden. Im Mittelpunkt stehen ein 12,9-Zoll-Touchscreen und ein 10,25-Zoll Virtual Cockpit. Das Besondere an der Technik ist das neue Android-basierte Betriebssystem, das native Apps wie Spotify einfacher integriert.

Lichtinszenierungen von Ambientebeleuchtung bis zu Türprojektionen sorgen für Show – das macht Spaß, wirkt aber mitunter etwas verspielt. Dafür kann sich das Kofferraumvolumen von 430 Litern wirklich sehen lassen. Obwohl er damit weniger Stauraum hat als der Ioniq 3, ist das trotzdem mehr als genug Platz.

Fahrdynamik: Entspannt cruisen oder Kurven jagen?

Beide Autos zeigen hier, dass sie einfach andere Kunden ansprechen wollen. Der Ioniq 3 ist auf Komfort und Alltagstauglichkeit ausgelegt. Mit maximal 147 PS, 250 Nm und einem Leergewicht von 1.550–1.580 kg bietet er genug Kraftreserve für entspanntes Autobahncruisen und flottes Fortkommen in der Stadt – aber keine sportlichen Ambitionen. Der Null-auf-100-Sprint dauert 9,0 Sekunden.

Der Cupra Raval spielt allein schon durch das Anbieten einer VZ Extreme-Version mit 226 PS, 290 Nm, adaptivem DCC-Fahrwerk und elektronischem Sperrdifferenzial in einer anderen Liga. Direkte Lenkung, präzise Kurvenlage, straffe Abstimmung und ein niedriger Schwerpunkt durch den tief platzierten Akku, all das ergibt ein kleines Elektroauto, das bewusst auf Fahrspaß setzt. Im Stadtverkehr bleibt er trotzdem angenehm handlich.
Preis und Verfügbarkeit: Was kostet der Spaß?
Hier liegt der entscheidende Haken – vor allem beim Ioniq 3. Der Cupra Raval startet mit seinen eigentlich bei rund 26.000 Euro. Allerdings gibt es momentan nur die Launch-Editionen mit 52-kWh-Akku und 211–226 PS, die dutlich darüber liegen und bei 37.250 € starten. Wer also so schnell wie möglich einen Cupra Raval fahren möchte, muss mehr investieren, bekommt dafür aber auch ordentlich mehr Leistung und Reichweite.

Den Hyundai Ioniq 3 hat Hyundai bislang noch nicht mit einem Preis versehen und momentan ist er auch noch gar nicht bestellbar. Die Homologation und Markteinführung sollen aber zeitnah folgen. Wir rechnen damit dass der Ioniq 3 sich zwischen 30.000 und 35.000 € einreihen dürfte, genaueres wissen wir aber noch nicht.
Technische Daten im Vergleich
| Merkmal | Hyundai Ioniq 3 | Cupra Raval |
|---|---|---|
| Batterie | 42,2 kWh / 61 kWh | 37 kWh / 52 kWh |
| Reichweite (WLTP) | 344 km / 496 km | ca. 300 km / 450 km |
| Ladeleistung DC | 119 / 110 kW | 90 / 130 kW |
| Ladezeit für 10–80 % | ~29 / ~30 Min. | ~27 / ~23 Min. |
| Leistung | 147 PS / 135 PS | 116 – 226 PS |
| Kofferraum | 441 l | 430 l |
Fazit: Wer sollte welches Elektroauto kaufen?
Zwar sind beide Fahrzeuge im selben Segment unterwegs, aber sie sind klar auf verschiedene Zielgruppen ausgerichtet.

Der Hyundai IONIQ 3 ist der bessere Kauf für dich, wenn…
…du Familie hast oder regelmäßig Langstrecken mit mehr als 2 Personen fährst. Die enormen Reichweitenwerte von bis zu 496 km WLTP machen ihn zum idealen Begleiter für Pendler und Vielfahrer, die keine Ladesäulen-Logistik in ihren Alltag integrieren wollen. Auch wer *angstrecken ohne Stress zurücklegen möchte und dabei Wert auf ein durchdachtes, wohnliches Interieur legt, ist hier genau richtig. Der breite Komfortfokus machen ihn zum rationalen, aber keineswegs langweiligen Allrounder für für alle, die pragmatisch denken, aber trotzdem mit modernem Design glänzen wollen.

Der Cupra Raval ist der bessere Kauf für dich, wenn…
…du urban unterwegs bist und das Elektroauto nicht hauptsächlich für Fernreisen nutzt. Wenn dir Design, Fahrspaß und Markenidentität wichtiger sind als maximale Reichweite, wirst du den Raval lieben. Er spricht besonders die an, die auf den Straßen auffallen wollen und gerne auch sportlicher unterwegs sind. Dafür musst du allerdings auch etwas mehr Geld in die Hand nehmen. Für Fahrspaß-Enthusiasten ist der Raval die wahrscheinlich bessere Wahl. Wer die VZ-Versionen wählt, bekommt zudem eine Reichweite von mehr als 400 Kilometern, was auch lockeer für die meisten Alltagsszenarien ausreicht.

Mein persönliches Fazit: Beide Autos zeigen, dass das Segment der kompakten Elektroautos endlich erwachsen wird. Der Ioniq 3 überzeugt durch Substanz, Ingenieurskunst und Weitblick. Der Raval besticht durch Charakter, Emotion und Fahrspaß. Das Schöne: Es gibt keinen falschen Gewinner – nur unterschiedliche Fahrer. Und mit der baldigen Vorstellung von weiteren Fahrzeugen in diesem Segment wie dem VW ID.Polo oder dem Skoda Epiq wird es bald noch mehr Auswahl geben.
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