Volkswagen Touran

Van mit reichlich Platz und vielen Sicherheitsfeatures

8/10
Wow-Wertung
Das ist die mittlere Bewertung der führenden Autozeitungen.
  • Bis zu 7 Sitze
  • Sparsame Diesel
  • Sicheres Fahrverhalten
  • Biederer Auftritt
  • Unemotionales Fahren
  • Die Extras kosten viel

24.300 € - 38.925 € Preisklasse

5 Sitze

4,3 - 5,6 l/100km

Test

Wer VW Touran fährt, steht auf innere Werte – und hat ein Kind und noch ein Kind und vielleicht noch eines im Anmarsch. Manchmal kommt dann noch ein Berg an Gepäck hinzu, wenn man gerade den Baumarktbesuch am Wochenende in der Planung hat oder einen guten Freund kennt, der wieder beim Transport eines Schrankes Hilfe sucht.

Ja, für so ein Fahrzeug wie den Touran präsentiert der Alltag zahlreiche Einsatzmöglichkeiten. Der Van kommt mit bis zu sieben Sitzplätzen, einer Ladefläche, die auch für die langen Bretter aus der Holzabteilung taugt und einer einwandfreien Bedienung.

Die Motoren, 110 bis 190 PS stark, machen einen ebenso guten Job. Mit den Verbrennern will der Volkswagen Touran den Kontrahenten BMW 2er Active Tourer, Ford C-Max und Opel Meriva davonfahren.

Wenn eine Familie einen kompakten und trotzdem großen Van sucht, dann erscheint der VW Touran – geräumig, funktional, variabel – für diese wie gemacht. Das war schon bei der Erstauflage so und so ist es auch heute noch.

Die sieben Sitze liefern für Großfamilien ein Hauptargument im Touran einzusteigen. Das Konzept des maximalen Raums auf kompakter Fläche zieht auch bei kleineren Familien oder bei Freizeitsportlern, die auch mal die Bikes hinten einladen wollen.

Der Kofferraum des Touran schluckt mit reichlich Höhe nicht nur aufragende Gegenstände, sondern überbietet sogar den eines VW Passat Kombi, der über zwanzig Zentimeter länger baut, deutlich.

Das Interieur

4,53 Meter Länge und 2,79 Meter Radstand genügen, um große Raumgefühle aufkommen zu lassen. Im Touran geht es luftig zu. Und praktisch. In der zweiten Reihe passen drei Kindersitze nebeneinander. 47 Staufächer erfüllen beinahe jeden Verstauwunsch. Unter den Vordersitzen befinden sich Schubladen.

Das Fach unter der Mittelarmlehne lässt sich kühlen, das Deckenlicht herausnehmen und als Taschenlampe nutzen. Wem seine Kids hinten zu laut werden, der kann ihnen über die Freisprecheinrichtung und die hinteren Boxen gut zureden.

Und fast alle Touran-Insassen sitzen bequem. Vorne in leicht erhöhter Sitzposition und umgeben von großen Fensterflächen mit guter Rundumsicht. Die Polster bieten ordentlich Seitenhalt und taugen auch für die längere Reise.

In der zweiten Reihe, wo sich die äußeren Plätze gegen Aufpreis beheizen lassen, kommt man mit üppig Kopffreiheit, neigbaren Rücksitzlehnen und wegen der um 20 Zentimeter verschiebbaren Einzelsitze ebenfalls bequem unter. Die zu geringe Beinauflagefläche wird allerdings manchmal kritisiert.

Ordert man die dritte Sitzreihe, passt hinten auch nur noch wenig in den Kofferraum – für mehr Ladevolumen gibt es bei VW ohnehin den Sharan und den T6 Multivan.

Der Kofferraum

200 Liter Volumen machen schon einen Unterschied. In einem Passat Variant passen maximal 1.780 Liter auf die Ladefläche. Der fünfsitzige Touran pariert 843 Liter und eine Zuladung von bis zu 704 Kilogramm, und wenn die Rücksitze heruntergeklappt werden, um eine komplett ebene, 1,27 Meter breite Ladefläche zu erhalten, gehen bis zu 1.980 Liter hinein. Und das leicht, weil die Heckklappe groß und die Ladekante niedrig ausfällt.

Wird das volle Stauvolumen benötigt, verstaut man die Gepäckraumabdeckung unter dem variablen Ladeboden, der im Touran Comfortline genauso zur Serienausstattung gehört wie der umlegbare Beifahrersitz, mit dem sich die Ladelänge von 1,87 auf ca. 2,70 Meter erweitern lässt.

Mit Hilfe des Schienensystems lässt sich hinten noch mehr Ordnung auf der Ladefläche schaffen und mit den 220-Volt-Steckdosen werden auch herkömmliche Gerätschaften mit Strom versorgt. Die sieben Sitze kosten im Touran, abhängig von der Ausstattungsvariante, allerdings nicht nur zwischen 640 und 920 Euro Aufpreis, sondern auch den Platz im Kofferraum, denn dann reduziert sich das Volumen auf schmale 137 Liter.

Seine Universalität und wohl balancierte Ausgewogenheit stellt der VW Touran auch in den Kategorien Fahrwerk, Handling und Bremsverhalten unter Beweis. Den Touran will man zumeist gelassen bewegen.

Das Fahrwerk taugt aber für mehr. Die Lenkung spricht sensibel an und im Slalom geht der Touran in den Tests gut um die Pylonen. Das hebt ihn von seinen Konkurrenten ebenso ab wie die Option auf Adaptivdämpfer und die effektiv verzögernde Bremsanlage. Und im Stadtverkehr schlägt sich der Kompaktvan ähnlich wacker, was auch mit dem angenehmen Wendekreis von 11,5 Metern zu tun hat.

Einer von drei Dieselmotoren oder drei Benzinmotoren aus Volkswagens reichem Motorenbaukasten sorgt im Touran für den Vortrieb. Immer in Verbindung mit einem Start-Stopp-System. Der Einstiegsmotor leistet, egal ob mit Benzin oder Diesel im Tank, 110 PS.

Die Topmotoren mobilisieren 180 oder 190 PS. Verwaltet wird das Ganze entweder mit dem Sechsgang-Schaltgetriebe oder gegen Aufpreis mit VWs Sechs- oder Siebengang-Doppelkupplungsgetrieben.

Die Benziner

Der aufgeladene 1,2-Liter-Direkteinspritzer produziert mit seinen 110 PS bereits ab 1.400 Umdrehungen reichlich Kraft, bei einem Normverbrauch von 5,4 l/100 km. Die goldene Mitte gibt der 1.4 TSI mit 150 PS. Er geht im Touran kräftig genug und laufruhig zu Werke und macht den VW Van mit dem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe, für das rund 2.000 Euro extra anzulegen sind, zum interfamiliären Sorglosangebot. Noch aktiver geht es mit dem 1.8 TSI mit 180 PS voran.

Die Diesel

Die Dieselmotoren, die zumeist im Touran arbeiten, weil sie zu dessen Charakter ideal passen, gehen mit dem Kraftstoff am sparsamsten um. Die Pace in Sachen Effizienz macht der 110 PS starke 1,6-Liter-TDI mit einem Verbrauchsmix von 4,2l/100 km.

Der 150-PS-TDI, der den Van mit 340 Newtonmetern Drehmoment gut bei Laune hält im zumeist genutzten Drehzahlbereich, sprintet in 9,3 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 und läuft maximal 208 km/h. Der Verbrauch ist mit 4,4 l/100 km im Normmittel niedrig. Damit hält ein 58-Liter-Tank eine ganze Weile.

Der 190-PS-Diesel, der erst bei höherer Drehzahl einen raueren Ton anschlägt, beglückt mit der Power von 400 Newtonmetern Drehmoment und einem Werksverbrauch von 4,6 l/100 km. Der bildet die Realität jedoch wenig real ab, sodass im Alltag mit ein, zwei Litern mehr kalkuliert werden sollte.

Schwächen sind nicht sein Ding – auch nicht, wenn die Fahrsicherheit ausgetestet wird. Ganz wichtig sind hier die Bremsen. Mit denen spielt der Touran im Umfeld der Kontrahenten ganz vorne mit. Mit einem nicht nur für einen Van kurzen Bremsweg von knapp 34 Metern aus 100 km/h bei warmer Bremse und mit dem Bremsassistenten sowie der Multikollisionsbremse. Letztere erkennt eine Kollision und hilft einen Folgeunfall zu vermeiden oder zumindest die Unfallschwere zu verringern.

Vor einem drohenden Crash werden die Gurte zudem vorgestrafft und die Scheiben geschlossen. Im Euro NCAP-Crashtest erreichte der Touran die maximale Wertung von fünf Sternen. Für weitere Sicherheit sorgen gegen Zuzahlung der Spurhalte- und Spurwechselassistent, der Fernlichtassistent, die Verkehrszeichenerkennung, die Rückfahrkamera oder auch die Hängerfahrhilfe Trailer-Assist.

Das Angebot steht. Einen Touran kann man ab 23.625 Euro erwerben. Ein fairer Preis für viel Raum, aber mit viel Raum nach oben im Preis. Den treiben Bequemlichkeiten wie die elektrische Heckklappe, der Parkassistent zum Längs- und Querparken, das Panoramaglasdach, das beheizte Lenkrad oder das adaptive DDC-Fahrwerk nach oben.

Das Gleiche gilt für das pfiffige Multimediasystem im biederen Touran. Beispielsweise die elektronische Sprachverstärkung über die Freisprechanlage oder die GoPro-Kamera für die Überwachung der Kids im Fond. Via MirrorLink, Apple CarPlay und Android Auto lassen sich alle gängigen Smartphones im Fahrzeug integrieren.

Wer berücksichtigt, dass Extras Dinge sind, die man beim Wiederverkauf nicht mehr groß honoriert bekommt, sitzt im Touran Basismodell Trendline richtig. Hier gehören die Klimaanlage, elektrische Fensterheber vorne und hinten und das CD-Radio mit MP3-Funktion zur Serienausstattung.

Im Touran Comfortline gehören darüber hinaus Komfortsitze, Klapptische, der Licht- und Regensensor und der automatisch abblendende Innenspiegel mit zum Ausstattungspaket. In der Topausstattung Highline kommen noch die 3-Zonen-Klimaautomatik, mit Alcantara und Stoff bezogene Sportsitze, die LED-Scheinwerfer und die 17-Zoll-Leichtmetallräder hinzu.

Zusammenfassung

Große Kritik lässt sich am VW Touran, wenn man seine unglaubliche Biederkeit ausblendet, kaum üben. Die Preise sind im Vergleich zu den anderen Kompaktvans tendenziell hoch. Kleine Schwächen wie beispielsweise die zu komplizierte Touchscreen-Bedienung oder das eine oder andere günstige Hartplastikteil stören vielleicht etwas, aber das große Ganze überzeugt. Im Platzangebot, mit hoher Variabilität, gutem Komfort, einfacher Bedienung und großer Fahrsicherheit. Der VW Touran macht es eben fast allen recht.

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