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Volkswagen T-Roc R im Test

Ihr nächstes Auto soll ein VW T-Roc R werden? Erfahren Sie alles Wichtige zu diesem Modell in unserem ausführlichen Testbericht!

Schon der VW T-Roc ist kein VW Tiguan in vernünftig, sondern eine fahraktivere und jugendlichere Partie. Mit dem 300 PS starken Turbomotor, kernigem Sound und direkter Abstimmung von Federung und Lenkung hat er erfolgreich sein Sportabzeichen gemacht.

  • So konsequent sportlich 
  • So direkt 
  • So laut
  • So vernünftig unvernünftig

Glaube nicht jedem Marketing. Diese ehrlichen und charakterstarken Fahrzeuge, die wirklich für das stehen, was sie vorgeben zu sein, sind selten geworden. „Selten“ heißt aber auch: Es gibt sie noch.

Kennzeichen „R“

Der VW T-Roc kam 2017 als braves Kompakt-SUV auf die Welt. Sein Fahrwerk bereitete aber mehr Fahrfreude als das des VW Tiguan. Der Heckabschluss mit der schräg abfallenden Heckpartie wirkte beinahe unvernünftig.

Aber am Ende war der T-Roc trotzdem ein Kompakt-SUV von VWs Gnaden: Etwas cool, nüchtern, sachlich und zu schwach, um sportlich Fahrende wirklich zu euphorisieren.

Das war einmal. 2020 kam der T-Roc R auf die Welt: laut, rotzig, hart, direkt, politisch unkorrekt. Im Race-Modus fährt sich ein T-Roc R so antrittsgierig, agil und dynamisch wie ein Golf GTI. 300 PS braucht kein Mensch, aber wenn man sie mit der Vernunft von Platz und Kofferraum begründen kann, kommt man vielleicht auf den Geschmack.

Racer mit Anhängerkupplung

Der T-Roc R ist so vernünftig-unvernünftig, dass man ihn sogar mit Anhängerkupplung bestellen kann und er dann einen bis zu 1,7 Tonnen schweren Wohnwagen zieht. Auf das Dach darf man, wie bei fast jeder Familienkutsche, 75 Kilogramm packen. Das genügt für Fahrradtouren mit den Bikes auf dem Dach.

Klar, das Schrägheck liefert vom Gepäckraumvolumen nicht das Optimum, aber 392 Liter Volumen sind für 4,24 Meter Kürze ein sehr ordentliches Kofferraumvolumen. Fünf können sitzen, vier sitzen gut. Vorne besser auf den bequemen Sportsitzen als hinten auf der Sitzbank. Der begrenzende Faktor im Kompakt-SUV heißt Kniefreiheit.

Der T-Roc bietet hier hinten auf der Rückbank nicht nur etwas weniger Platz als der VW Golf, sondern im Gesamteindruck im Interieur auch nicht ganz dessen Materialqualität, wenn man manches Hartplastikteil genauer unter die Lupe nimmt.

In diesem Punkt überzeugen die direkten Konkurrenten, der Audi SQ2 TFSI und der Mercedes-AMG GLA 35 4MATIC, mehr. Das gilt auch fürs Infotainment. Das Digitalcockpit, der Touchscreen und die schnelle Einbindung des Smartphone über Android Auto oder Apple CarPlay ins System passen zwar in die Zeit, repräsentieren aber nicht den neuesten Stand der Technik. An das schnelle MBUX-System von Mercedes mit seiner verständigen Sprachsteuerung und dem Touchpad reicht die Infotainmentqualität nicht ganz heran.

Die Serienausstattung ist mit den Sportsitzen, der 2-Zonen-Klimaautomatik, dem Digitalcockpit, der Einparkhilfe vorne und hinten und dem Soundsystem, das für die Navifunktion, Internet und Streaming freigeschaltet werden kann, schon gut, aber noch nicht komplett.

Sicherer gegen Aufpreis

An Assistenzsystemen bietet der VW einiges, vom adaptiven Tempomat mit Stop&Go-Funktion, dem Toter-Winkel- und Spurhalteassistenten bis zum Notbremsassistenten. Einiges davon allerdings gegen Aufpreis.

Aber schon die Grundsicherheit ist in VWs Kompakt-SUV hoch. Das Crashverhalten der Karosserie und die Sicherung durch die Fahrassistenz wurden im Euro NCAP-Crashtest mit der maximalen Wertung von fünf Sternen bewertet.

Ein ganz großer Teil der Fahrsicherheit geht aber vom nachgeschärften Fahrwerk der Sportversion aus. Ein gut abgestimmtes Fahrwerk ist immer noch der beste Schutz, einer gefährlichen Situation zu entgehen, indem man sie einfach sicher umfährt.

Sicherheitsposten R Fahrwerk

Schon der T-Roc von der Stange liegt sicher und knackig auf der Straße. Er wirkt nicht nur jugendlicher als ein VW Tiguan, sondern er fährt sich auch so. Agiler, frecher, spritziger, leichtfüßiger, handlicher. Im T-Roc R wird das perfektioniert.

Nicht der Komfort, der im Race-Modus die Beschreibung „Restkomfort“ verdient, sondern das Handling. Beim Fahren verlässt den T-Roc R die Vernunft. Genau das impft ihm den außergewöhnlichen Charakter ein.

Mit dem kurzen Radstand von 2,59 Meter und dem erdigen Kontakt zur Straße bereitet es ungemein Freude, kurvenreiche Straßen unter die Räder zu nehmen. Das Sport-SUV liegt trotz 1,56 Meter Höhe souverän auf der Straße und lenkt freudig und willig ein.

Ab in den Race-Modus

Fährt man in „Race“, packt der Turbomotor schneller an. Die präzise, gute Rückmeldung vom Straßenbelag liefernde Progressiv-Lenkung reagiert noch direkter auf Lenkbefehle und das Heck lenkt, gut dosierbar mit dem Gasfuß, fein mit.

In der Regel sorgen die Vorderräder für den Vortrieb. Bei Schlupf der Vorderräder schalten sich die Hinterräder des Allradantriebs 4MOTION zu. Und auch wenn es vor der nächsten Kurve wieder ans Verzögern geht, fühlt sich das verbindlich und sicher an. Wen wundert es? Im ADAC-Bremstest stand schon der bravere T-Roc 1.5 TSI Sport nach einer Vollbremsung aus 100 km/h nach ordentlichen 35,2 Metern und der R bremst noch besser.

Fahrdynamisch wie die Konkurrenz

Diese Aktivqualitäten machen den T-Roc R nicht nur in VWs Modellprogramm zu einem reizvollen Sportangebot, sondern auch im Vergleich zu einem Audi SQ2 TFSI, AMG-Mercedes GLA 35 4MATIC, Mini John Cooper Works Countryman und Cupra Formentor VZ 2.0 TSI 4Drive.

Mit diesen Sport-SUVs hat der T-Roc R den starken Motor (Leistung: 300 bis 310 PS) und den serienmäßigen Vierradantrieb gemein. Bei allen liegen die Fahrleistungen auf einem für die Kompakt-SUV-Klasse sehr hohen Niveau.

Der Audi SQ2 beschleunigt mit seinem früh und lange 400 Nm Drehmoment lieferndem und 300 PS leistendem 2,0-Liter-Turbo so flott wie der T-Roc R mit dem gleichen Motor. In 4,8 Sekunden zeigt der Tacho auf die 100.

Das 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe des T-Roc R schaltet schnell oder man selbst an den Schaltwippen hinter dem Lederlenkrad. Die Launch Control regelt das Beschleunigen auf Wunsch. Mancher Porsche kann da nicht folgen. Einziger Nachteil: Die Automatik behält auch beim Handschalten das letzte Wort, indem sie bei zu viel Drehzahl in Eigenregie hoch schaltet.

Der 310 PS mobilisierende Cupra Formentor VZ lässt sich 0,1 Sekunden mehr Zeit für den Standardsprint bis 100 und die 306 PS starken Mini John Cooper Works Countryman und Mercedes-AMG GLA 35 4MATIC benötigen 0,3 und 0,6 Sekunden mehr.

Und der Verbrauch? 7,5 bis 7,7 Liter gibt VW an. Bei flotter Fahrt steigt der Verbrauch jedoch. Mit rund 10 Liter Treibstoff alle 100 Kilometer sollte man im Power-SUV T-Roc R rechnen. Das ist nicht wenig, aber für so viel Temperament nicht zu viel.

Und was steigert den Fahrspaß – Stichwort: Extras – weiter? Nicht nur die das unübersichtliche Heck entschärfende Rückfahrkamera (Kostenpunkt: rund 290 Euro). Gute Einkaufstipps sind auch das adaptive DCC-Fahrwerk (Kostenpunkt: etwas über 1.000 Euro), 19-Zoll-Räder statt der serienmäßigen 18-Zoll-Zöller (Aufpreis: 800 Euro) und der „R Performance“-Sportauspuff aus Titan von Akrapovič.

Viel Geld fürs Abgas

„Akrapovič“ bedeutet Wohlklang im Ohr. Abarth installiert seit Jahren im 595 die auf herben Klang komponierten Sportauspuffanlagen des slowenischen Herstellers. Der Sound an den vier Auspuffendrohren des T-Roc R ist ähnlich eindrucksvoll. Allerdings auch eindrucksvoll teuer: 3.700 Euro – ganz schön viel Geld für Abgas.

Überhaupt der Preis. Der T-Roc R steht mit 44.200 Euro in der Preisliste. Das ist ein doppelt so hoher Preis wie der des T-Roc Basismodells mit der Grundausstattung und dem 110 PS starken 1,0-Liter-Turbobenziner mit 6-Gang-Schaltgetriebe.

Und damit ist der R zwar gut, aber noch nicht mal komplett ausgestattet. Manchmal knausert VW. Ein Beispiel gefällig? Allein die Farben Weiß und Rot erhält man ohne Aufpreis. Ein abgehobener Endpreis von über 55.000 Euro ist damit möglich. Das ist ganz schön viel für ein Kompakt-SUV der 4,20-Meter-Klasse und einen Hersteller mit dem Wort „Volk“ im Namen.

Viel Leistung und Performance lassen sich allerdings auch die anderen Hersteller gut bezahlen. Ein Cupra Formentor 2.0 TSI 4Drive VZ steht zu einem Preis von 45.100 Euro beim Händler. Für ein Audi SQ2 TFSI werden 46.300 Euro und für ein Mini John Cooper Works Countryman 47.300 Euro aufgerufen. Der Mercedes-AMG GLA 35 4MATIC ist mit 55.400 Euro eine noch kostspieligere Sportpartie

Alltagsrenner

R wie Racing. Trotzdem steht der T-Roc R mit den Platzverhältnissen und dem großen Kofferraum seinen Alltag. Wenn man sich den Fahrspaß nicht vom hohen Preis verderben lässt, dann hat man ihn in diesem kompakten Sport-SUV mit agilem Handling und starkem Motor. So intensiv, ehrlich und pur, wie selten in diesem Fahrzeugsegment.

8/10 Wow-Wertung

Unsere Fachleute vergeben diese Bewertung nach ausführlicher Prüfung des Fahrzeugs.

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