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VW Polo GTI im Test

Ihr nächstes Auto soll ein VW Polo GTI werden? Erfahren Sie alles Wichtige zu diesem Modell in unserem ausführlichen Testbericht!

4,7/5 aus 13.366 Bewertungen

Der 207 PS starke VW Polo GTI ist kein kompromissloser Sportler, sondern ein Kompromisse eingehender. Mit fünf Türen, großem Kofferraum und einigen Neuerungen seit dem Facelift zum Modelljahr 2022.

  • Polo ist Sport
  • Polo ist Platz
  • Polo ist Solidität

Über 18 Millionen Polo ist es her, als der erste VW Polo 1975 präsentiert wurde. Das erste sportliche Polo Modell, der Polo GT, kam 1979 auf den Markt. 3,51 Meter lang und 60 PS stark. In sechster Generation misst ein Polo GTI, dessen direkte Konkurrenten Ford Fiesta ST und Hyundai i20N heißen, 4,07 Meter und lässt mehr als drei Mal so viel Leistung auf die Vorderräder los.

Mit dem 2021er Facelift erstarkte sein 2,0-Liter-Vierzylinder von 200 auf 207 PS. Die stehen ab 4.600 Umdrehungen zur Verfügung, was optimal ist, weil sich die maximale Leistung fast bündig ans maximale Drehmoment anschließt. Die 320 Newtonmeter stehen zwischen 1.500 und 4.500 Umdrehungen an den Vorderrädern an und sorgen für guten Druck aus dem Drehzahlkeller.

Automatisch schnell 

Heute ist ein Polo GTI automatisch schnell. Das Schalten übernimmt ein 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe (DSG). Manuell schalten geht an den Schaltwippen, aber die Handschaltung ist im Polo GTI Geschichte. Die Leichtheit ebenso. Ein Polo der ersten Serie wiegt 700 Kilo. Ein Polo GTI von heute weit mehr.

Von den 1.361 Kilogramm Gewicht spürt man aber wenig, wenn sich der stärkste Polo voll reinhängt. In 6,5 Sekunden ist der Sprint von 0 auf 100 km/h geschehen. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 240 km/h läuft der Kleinwagen heute so flott wie damals eine Oberklasselimousine.

Der Minigolf

Damit geht der Polo GTI so gut, wie es im Alltag mit ihm geht, denn der GTI wird wie der brave VW Polo nur noch als Fünftürer ausgeliefert. Das macht ihn nicht sportlicher, aber den Einstieg hinten bequemer. Das Unterbringen des Nachwuchses im Kindersitz gelingt viel leichter als im Dreitürer, der der Polo GTI einmal war.

Der Kofferraum des Polo GTI besitzt fast das Format des aktuellen VW Golf, in dessen Gepäckraum sich 380 Liter verstauen lassen. Im Gepäckabteil des Polo GTI verstaut man 351 Liter und werden die hinteren Sitzlehnen flachgelegt 1.079 Liter.

Die GTI Insignien

Von den anderen Polo Modellen setzt sich der Polo GTI sportlich-dezent ab. An der Front mit dem Wabengitter im Kühlergrill, den roten Streifen an Grill und Scheinwerfern und denen in den Lufteinlässen integrierten Nebelscheinwerfern. Die LED-Lichtleiste und die LED-Matrix-Scheinwerfer prägen die Frontansicht.

Aus der Seitenperspektive machen den Unterschied die GTI-Embleme an den Kotflügeln, die Tieferlegung um 15 Millimeter und die serienmäßigen 17-Zoll-Felgen oder optionalen 18-Zoll-Felgen, hinter denen rot lackierte Bremssättel den Sportler durchblicken lassen.

Wer den GTI von hinten sieht, was das Schicksal vieler sein wird, die ihm beim Beschleunigen folgen wollen, blickt im Modelljahr 2022 auf zweigeteilte Rückleuchten mit dynamischem Blinker und animiertem Bremslicht und im Tiefparterre des Fahrzeugs auf den verchromten Doppelauspuff.

Im Innenraum präsentiert sich der Polo mit den Insignien des GTI, die den Ur-GTI, den Golf GTI von 1976, zitieren. Unter dem sportlich schwarz gehaltenen Dachhimmel sind die Sportsitze mit Karomusterstoff bezogen. Das Sportlenkrad ziert eine GTI-Lenkradspange und sportliche Akzente werden von den roten Zierleisten und Ziernähten gesetzt, die seit jeher Stil prägend im GTI sind.

Digitale Moderne

Auch im Cockpit des Polo GTI fährt viel Golf mit. Die Digitalinstrumente lassen sich wie im Golf individualisieren und einwandfrei ablesen. Durch einen Druck auf die aus vielen anderen Audi, VW und Seat Modellen bekannte "View“-Taste am Lenkrad wählt man zwischen den drei Instrumentendesigns.

Die Bedienung klappt im Polo besser als im Golf. Zwar finden sich auch im Polo GTI, wenn man die Klimaautomatik bestellt hat, Touchflächen, aber nicht fürs Fahrlicht, das wie und je mit einem Drehschalter eingeschaltet wird.

Das Infotainment, das VW dem GTI zum Modelljahr 2022 verpasste, ist im Polo neu. Dem Digitalcockpit wurde ein neuer Zentralbildschirm zur Seite gestellt. Der Touchscreen misst in seiner „Ready 2 Discover"-Variante 8,0 Zoll und in den optionalen Varianten „Discover Media" und "Discover Pro" mit Navigationssystem 9,2 Zoll.

Serienmäßig tritt der GTI mit einem Radiosystem mit sechs Lautsprechern, digitalem Radioempfang (DAB+) sowie mit zwei USB-C-Schnittstellen vorn und zwei USB-C-Ladebuchsen hinten an. Das Smartphone wird über Apple CarPlay oder Android Auto ins Infotainment eingebunden.

Damit ist in Sachen Multimedia aber noch nicht Ende Gelände. Für die Onlineoptionen "We Connect" und "We Connect Plus" ist der Polo GTI lediglich vorbereitet. Die Telefonschnittstelle mit induktiver Ladefunktion kostet 120 Euro extra. Für die Navigationssysteme "Discover Media" und „Discover Pro“ und ihre Streaming- und Internetdienste zahlt man 630 und 1.670 Euro zu.

Mit dem 300-Watt-Soundsystem "Beats" (Kostenpunkt: 300 Euro) samt Subwoofer und digitalem 8-Kanal-Verstärker, der in der Reserveradmulde im Kofferraum untergebracht ist, lässt sich im Polo GTI auch musikalisch Vollgas geben.

Sport und Alltag

Zwischen Sport und Komfort lässt sich gut Balance halten. Per Fingertipp wählt man flott das bevorzugte Fahrprofil, in dem sich das Ansprechen des Motors, die Schaltpunkte und das Lenkgefühl verändern. „Eco“ und „Normal“ sind was für die Alltagsfahrten. In „Sport“ wird das Handling direkter und in „Individual“ lassen sich die Sport- mit den Alltagseinstellungen im Setup vereinen.

Mit der elektronischen Differenzialsperre „XDS“ hat der VW Polo GTI einen weiteren, das Kurvenfahren verbessernden Aktivposten mit an Bord. Die Sperre reduziert das lästige Untersteuern, das bei schnellem Einfahren in Kurven im Fronttriebler einsetzen kann.

Aber sicher

Und auch die Sicherheitsvorsorge weckt viel Vertrauen. Ein Spurhalteassistent, ein Müdigkeitswarner und ein Center-Airbag, der verhindert dass Fahrer- und Beifahrer bei einem Seitencrash aneinander stoßen, gehören ebenso zur Serienausstattung wie der Notbremsassistent, der Fußgänger und Fahrzeuge erkennt und Kollisionen verhindern hilft.

Dinge wie die Reifenluftdrucküberwachung und der Berganfahrassistent gehören heute zum Sicherheitsstandard. Der hatte schon vor dem Facelift ein hohes Niveau. Im ADAC-Bremstest kam der Polo GTI nach einer Vollbremsung aus 100 km/h nach sehr guten 33,7 Metern zum Stehen. Das Crashverhalten der Karosserie und die Sicherung durch die Fahrassistenten wurden im Euro NCAP-Crashtest mit der maximalen Wertung von fünf Sternen bewertet. Das freut jeden, der den Polo GTI als Familienauto nutzt.

Und auf Wunsch geht noch mehr an Sicherheit. Mit dem „Travel Assist", der das Spur-, Tempo- und Abstandhalten automatisch regelt, ist man bis Tempo 210 teilautonom unterwegs. Mit dem Spurwechsel- und Ausparkassistenten sowie der Rückfahrkamera gewinnt man noch etwas an Sicherheit hinzu.

Alles hat seinen Preis

Mit solchen sinnvollen Extras steigt der Preis. Aber auch ohne großartige Wünsche. Beispiel gefällig? Von den fünf Farben, die sich auch trendig mit einem schwarzen Dach kombinieren lassen, kostet nur eine einzige keinen Aufpreis: Weiß. Für die anderen Lacke zahlt man 540 bis 935 Euro Aufpreis.

Bestellt man darüber hinaus reizvolle Extras wie das „Sport Select"-Fahrwerk mit adaptiven Dämpfern, das Panorama-Aufstelldach, die Klimaautomatik, eines der Navigationssysteme oder das große Soundsystem, wird ein Polo GTI kostspieliger.

Der Preis wurde nach dem Facelift angehoben. 31.095 Euro werden von VW aufgerufen. Das ist relativ teuer. Erst einmal im internen Vergleich. Ein Polo Life kostet 19.345 Euro. Und dann auch im Konkurrenzvergleich. Ein Ford Fiesta ST mit seinem springlebendigen 200-PS-Dreizylinder, der auch jüngst überarbeitet wurde, startet bei 28.200 Euro. Im 204 PS starken Hyundai i20N steigt man bereits für 25.490 Euro ein.

Der Preis ist hoch

Der Preis ist hoch, das Qualitätsniveau und die Alltagstauglichkeit aber auch. Fünf Türen und ein großer Kofferraum lassen den Polo GTI im Alltag bestehen, aus dem man mit dem starken Motor und dem sportlichen Handling gelegentlich ausbrechen kann. Das ist der Kompromiss - ein auch nach dem Facelift guter.

8/10 Wow-Wertung

Unsere Fachleute vergeben diese Bewertung nach ausführlicher Prüfung des Fahrzeugs.

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