Volkswagen ID.4 im Test

Ihr nächstes Auto soll ein VW ID.4 werden? Erfahren Sie alles Wichtige zu diesem Modell in unserem ausführlichen Testbericht!

Kurz nach dem ID.3 kommt nun mit dem VW ID.4 ein Elektro-Crossover mit viel Reichweite, ordentlich Platz und ausgereifter Technik auf den Markt. Der ID.4 soll das elektrische Pendant zum Tiguan werden. Die Welt steht ihm offen, denn SUVs sind nicht nur in Europa beliebt. Wie schlägt sich der zweite Spross der VW ID.-Familie?

  • Sehr geräumig, auch im Kofferraum
  • Dank großer Reichweite reisetauglich
  • Basisversion erst 2021 verfügbar
  • Gute Fahrleistungen und hohe Wertigkeit

Der ID.3 wurde stark gehypt und enttäuschte beim Marktstart dann mit anhaltenden Software-Problemen und Qualitätsmängeln. Das soll dem ID.4 nicht so gehen, deshalb hat man sich bei VW eine höhere Wertigkeit zum Ziel gesetzt. Ein Kompaktwagen wie der ID.3 wird zwar in Europa verkauft, einem SUV stehen allerdings die Türen zur ganzen Welt offen, denn schließlich sind Produktionsstandorte in den USA und China vorgesehen.

Hochwertig und modern

Böse Zungen sagen, VW hat beim ID.3 in Sachen Materialauswahl geknausert und es wirke, als sitze man nicht in einem Volkswagen, sondern in einem billigen Twingo. Wie auch immer Ihre Meinung dazu ist, VW hat sich die Kritik zu Herzen genommen. Der ID.4 kommt mit viel weniger Plastik, man hat sich für Softtouch-Oberflächen entschieden und verwendet viele Zierelemente. Vor allem im Fond kann man sich jetzt ebenfalls wohl fühlen und muss sich nicht vorkommen, wie auf die Ersatzbank geschickt.

Das Cockpit im ID.4 ist modern, wenn auch zurückhaltender, als es sein könnte. Der Grund dafür ist aber nicht, dass man es bei VW nicht besser kann, sondern die Kundschaft. Wer ein Auto für die Masse anbieten möchte, muss sich ein wenig zurückhaltender zeigen und darf es sich nicht mit der Stammkundschaft verscherzen.

Immerhin ist alles digitalisiert, es gibt einen Bildschirm hinter dem Lenkrad, auch ein Touchscreen daneben ist vorhanden. Statt einer normalen Gangschaltung befindet sich mittig der Gangknubbel, an den man sich erstmal gewöhnen muss. Wer also aus einem klassischen VW aus- und in den ID.4 einsteigt, wird sich stark umgewöhnen müssen - auch, wenn VW den ID.4 zwar modern, aber immer noch recht zurückhaltend designt hat.

Ein wenig übertrieben hat man es in Sachen Modernität allerdings beim Multimedia. Ein Touchpad mit kaum Knöpfen steht hier zur Verfügung, doch die Bedienung ist nicht gerade einfach, eigentlich sogar ziemlich unlogisch und umständlich. Hier wären einfache Drehregler oder ein paar mehr Knöpfe sogar wünschenswert gewesen.

Bis zu 520 Kilometer Reichweite

Der ID.4 kommt zum Marktstart nur mit einer Batterie, die aber eine Kapazität von 77 kWh hat. Kleinere Akkuversionen werden 2021 folgen. Mit der größten Version, die schon Ende 2020 verfügbar sein wird, soll man bis zu 520 Kilometer weit mit einer Ladung kommen. Damit wären auch längere Strecken kein Problem. Das sind schon fast Tesla-Werte, was auch im Vergleich mit der Elektro-SUV Konkurrenz sehr stark ist.

Die kleinste Batterie für den ID.4 wird auch schon vergleichsweise groß sein, denn mindestens 52 kWh leistet der Akku. Damit soll eine Reichweite von 350 Kilometern möglich sein. Im baugleichen Skoda Enyaq wird noch ein mittel großes Batteriemodell mit 62 kWh angeboten, es ist davon auszugehen, dass man auch den ID.4 langfristig mit dieser Version anbieten wird.

Auch das Laden dauert nicht lang, denn je nach Batterie kann der ID.4 mit bis zu 100 oder 125 kW an einer Schnellladesäule aufgetankt werden. Dieser Vorgang dauert im besten Fall nur 45 Minuten, dann ist der Akku wieder zu 80 Prozent geladen.

Schweres Auto mit starkem Antrieb

Knapp 2,2 Tonnen wiegt der ID.4, er ist also bei Leibe kein Leichtgewicht. Dennoch kommt man zügig und sehr leichtfüßig voran. Egal welcher Untergrund auf den ID.4 wartet, er hat keine Probleme und auch auf kurvigen Straßen liegt der Stromer gut auf dem Asphalt und bietet einen sicheren Halt. Vom hohen Gewicht spürt man während der Fahrt nichts, denn der Antrieb mit 310 Nm Drehmoment kommt mit dem Gewicht problemlos klar.

Doch das Gewicht muss nicht unbedingt ein Nachteil sein, gerade bei Elektroautos, die aufgrund der Batterie einen sehr tiefen Schwerpunkt haben, wird die Dynamik verbessert.

Der Motor wird in verschiedenen Leistungsstufen angeboten werden und die stärkste Version schafft den Sprint von 0 auf 100 km/h in 8,5 Sekunden, allerdings sind alle Versionen bei einer Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h abgeregelt. Gerüchten zufolge soll es schon 2021 ein Top-Modell geben, das eventuell sogar ein R-Modell wird. Die Leistung könnte 306 PS betragen und auch die Höchstgeschwindigkeit wird dann wohl ein wenig höher sein.

Bequem platziert

Der ID.4 hat mit 2,77 Metern den gleichen Radstand wie der ID.3, doch in den Crossover passt einiges mehr hinein. Da hat VW gute Arbeit geleistet, denn im Vergleich mit dem Tiguan und auch dem Tiguan Allspace, der deutlich länger ist, schneidet der ID.4 beim Platzangebot im Innenraum besser ab.

Gerade Mitfahrende auf der Rückbank wird das freuen, denn hier sitzt man bequem, hat genug Arm- und Beinfreiheit und auch der Einstieg ist dank der fünf Türen kein Problem. Der Kofferraum fasst bei aufgestellter Rücksitzbank sehr gute 543 Liter und klappt man die Rücksitze um, kann man bis zu 1.575 Liter Gepäck oder Einkäufe transportieren. Da kann allerdings der Tiguan mit ein paar Litern mehr Volumen ein wenig Boden gutmachen.

Bereit für die Welt?

Die Augen aller Elektrointeressierten werden sich definitiv mehr auf den ID.4 als auf den kleineren Bruder ID.3 richten, denn für einen SUV ist der weltweite Markt deutlich größer. In Wolfsburg hat man alles daran gesetzt, damit der ID.4 auch im internationalen Vergleich keine Federn lassen muss. Der ID.4 hat durchaus gute Chancen, weltweit beliebt zu werden - wenn keine Probleme alla ID.3 auftreten. Das bleibt abzuwarten, bis der ID.4 die Straße erobert hat.

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