Volkswagen ID.3 im Test

Ihr nächstes Auto soll ein VW ID.3 werden? Erfahren Sie alles Wichtige zu diesem Modell in unserem ausführlichen Testbericht!

Mit dem ID.3 möchte Volkswagen eine ähnliche Erfolgsgeschichte schreiben wie mit dem Bestseller e-Golf. Im Herbst starten die ersten Auslieferungen des Elektro-Kompaktwagens und das Interesse steigt weiter an.

  • 77 kWh Batterie für bis zu 550 Kilometer Reichweite
  • Große Auswahl an vorkonfigurierten ID.3-Varianten
  • Die Software macht noch Probleme
  • Modernität: Innen und außen?

Mittlerweile ist der ID.3 schon eine Weile bestellbar und die ersten Auslieferungen beginnen im September 2020. VW hat beschlossen trotz weiterhin bestehender Softwareprobleme mit dem neuen Stern am Wolfsburger Elektrohimmel zu starten. Wer dieses Jahr einen ID.3 ausgeliefert bekommt, erhält ein kostenloses Software-Update im ersten Quartal 2021 - dann sollten auch alle Digitalfunktionen einwandfrei funktionieren.

Aktuell kommt es wohl noch zu Problemen bei den Funktionen AppConnect und dem Fernbereich des Augmented-Reality Head-up-Displays.

Ausstattung: Für jeden das Passende dabei

Um es den Kunden und auch sich selbst ein wenig einfacher zu machen, kann man den ID.3 nicht vollkommen selbständig konfigurieren. Doch es gibt neun bereits vorkonfigurierte Modellversionen, die für den Großteil der Kunden passen dürften. Hier hat man sich bei VW wirklich Gedanken gemacht und die verschiedenen Kundentypen mit einbezogen. Eine von uns durchgeführte Umfrage unserer ID.3 Kunden zeigt, dass der Großteil der Kunden ebenfalls findet, dass einem durch die vorkonfigurierten Modelle der Konfigurationsprozess erleichtert wird, allerdings fühlt sich ein gutes Drittel auch in der individuellen Auswahl eingeschränkt - wie alles ist auch das eine Frage des Geschmacks.

Vom Einsteigermodell Pro, über die Ausstattung für Business-Personen, bis hin zum Tour, der über eine stärkere 77 kWh Batterie verfügt und damit Strecken von bis zu 550 Kilometer schaffen soll, gibt es alles was das Herz begehrt. Ein paar Designpakete, verschiedene Leichtmetallräder und die Polsterung der Sitze sind das Einzige, was man als Komfortausstattung zusätzlich wählen kann. Gegen Aufpreis ist außerdem noch eine Wärmepumpe zur Reichweitenoptimierung optional erhältlich.

Was das Infotainment und die eingebauten Features angeht, muss sich der ID.3 - auch wenn hier und da die bekannten Softwareprobleme noch auftreten - nicht verstecken. Sprachsteuerung gehört ja mittlerweile zum guten Ton, doch so richtig gut funktionieren tut sie noch nicht überall. Beim ID.3 wird man allerdings positiv überrascht, denn auch natürliche Sprachbefehle erkennt das System gut. Auch die Bedienoberfläche des Bildschirms reagiert flüssig und schnell. Ein weiterer Pluspunkt ist außerdem die Steuerung der Klimaanlage. Hier gibt es natürlich keine Drehregler, die Klimatisierung wird ebenfalls über den Touch-Display gesteuert ohne einen zweiten Bildschirm dafür zu brauchen.

Dank E-Prämie kann sich der ID.3 sehen lassen

In die Preisregionen eines e-Golf wird der ID.3 wohl eher nie kommen aber ehrlicherweise ist der technische Unterschied zwischen den beiden Modellen auch ein recht großer. Der ID.3 ist bereits auf der Liste der förderfähigen Fahrzeuge des BAFA gelistet und wird mit insgesamt 9.000 Euro gefördert. Damit rutscht der Preis für das Pro-Modell auf attraktive 26.575 Euro. VW hat ein günstiges Einstiegsmodell in Planung, welches eine 45 kWh Batterie haben wird und unter 30.000 Euro kosten soll. Zieht man hier den Umweltbonus ab, kommt man schnell in preisliche Gefilde, die massentauglich werden könnten.

Doch was hat der ID.3 eigentlich zu bieten? Der ID.3 ist auf der neuen MEB-Plattform (Modularer Elektrobaukasten) aufgebaut und hat einen Heckmotor. Das hat den Vorteil, dass vorne reichlich an Platz gewonnen wird. Die Gewichtsverteilung ist mit 50:50 ideal zwischen Vorder- und Hinterachse verteilt. Auch Allrad soll in Zukunft verfügbar sein.

Was das Laden angeht, kann man den ID.3 auch an einer 100 kW-Schnellladestation (DC) laden, an einer Wallbox (AC) sind bis zu 11 kW möglich. Die üblichen acht Jahre beziehungsweise bis 160.000 Kilometer geltende Garantie auf die Batterie, bis zu einer Kapazität von 70 %, gibt VW ebenfalls.

Man fährt zügig und hört dabei nichts

Eine Sache, an die sich die meisten sicher noch gewöhnen müssen ist, dass ein Elektroauto leise ist - auch wenn man in einem Sportwagen sitzt. Ein Sportwagen ist der ID.3 jetzt zwar nicht aber er fährt sich überraschend sportlich. Die 204 Elektro-PS sind sofort verfügbar, weshalb der ID.3 bei Ampelsprints im Vergleich zu Verbrennern wohl so gut wie immer der Gewinner sein wird.

Egal wie schnell man unterwegs ist, von außen dringt außer ein paar Abrollgeräuschen kein Lärm in die Fahrerkabine. Das mag für die einen ein Segen sein, für die anderen geht damit der ganze Fahrspaß verloren. Sicher ist auf jeden Fall, dass man noch stärker als sonst auf die Geschwindigkeit achten muss, denn auch wenn man schneller wird, bleibt der ID.3 leise und man merkt es erst, wenn das Blitzerlicht hinter der nächsten Kurve einen erfasst hat.

Eine weitere, leider eher negative Überraschung, ist das Bremsen im ID.3. Anders als bei anderen E-Autos fährt man hier nicht im One-Pedal-Betrieb. Der ID.3 verzögert nicht besonders stark, sondern rollt im Leerlauf vor sich hin, egal in welchen Modus man schaltet. Das Bremsen dauert und die Zeit hat man ja meist nicht. Deshalb muss man - sogar relativ stark - konventionell in die Eisen steigen, was leider nicht besonders modern gelöst wurde.

Viel Technik bringt viel Komfort

Dass der ID.3 so leise ist, wie aktuell in seiner Klasse kein anderes Fahrzeug, hatten wir schon erwähnt. Aber woran liegt das? Die Antwort liegt in der Aerodynamik, denn VW hat den ID.3 so designt, dass kaum Verwirbelungen im Unterboden entstehen und eine ganz glatte Verkleidung gewählt. Hiermit wollte man störenden Lärm verhindern und einzigartigen Geräuschkomfort schaffen - und das ist gelungen!

Ebenfalls sehr komfortabel, gerade wenn man längere Strecken fährt, ist der wirklich einwandfrei funktionierende adaptive Tempomat. Das System funktioniert vorausschauend und erkennt die aktuell geltenden Geschwindigkeiten problemlos. Fährt man in eine Baustelle, die der ID.3 vorher noch nicht kannte, wird die Geschwindigkeit erst beim Vorbeifahren am aufgestellten Verkehrsschild erkannt. Das können aber die Systeme der deutschen Premiumhersteller auch nicht besser.

Fährt man auf der Landstraße, kann man den Tempomaten ebenfalls so ziemlich alleine seine Arbeit machen lassen, denn die Geschwindigkeit wird je nach Schärfe der kommenden Kurven automatisch angepasst. Der ID.3 bremst dann schon ein gutes Stück vorher ab, sodass weder ein Ruckeln beim Bremsen noch beim sanften Gasgeben zu spüren ist. Da hat VW wirklich gute Arbeit geleistet.

Im Innenraum spalten sich die Gemüter

VW hat damit geworben, dass der ID.3 im Inneren so viel Platz wie ein Passat haben soll. Naja, ganz so viel ist es nicht geworden, aber meckern kann man dennoch nicht. Insgesamt überzeugt der ID.3 mit wirklich guten Platzverhältnissen für seine Fahrzeugklasse. Die Beinfreiheit ist sowohl vorne als auch hinten wunderbar und auch das moderne Design gefällt.

Was das Infotainment und die Assistenzsysteme angeht, ist der ID.3 ebenfalls so modern, wie man es auch erwarten würde. Was allerdings etwas enttäuscht, ist die Materialauswahl. Aus nicht nachvollziehbaren Gründen hat man sich bei VW dazu entschieden, billige Kunststoffe zu verwenden und nur da, wo man den Blick als erstes hinwendet, auf hochwertige Materialien zurückzugreifen. Das ist schade und trübt den Blick leider etwas.

Nichtsdestotrotz ist der ID.3 gerüstet für die Zukunft und macht in Sachen Digitalisierung und einer radikalen Absage zur analogen Bedienung noch einen guten Schritt mehr als es der aktuelle Golf 8 schon getan hat. Wer also einen Kompaktwagen der Zukunft fahren möchte, ist beim ID.3 an der richtigen Adresse, sollte sich aber auf jeden Fall ein wenig Eingewöhnungszeit nehmen.

Die Zukunft wird es zeigen

Alle warten nun schon länger als gedacht auf den ID.3 und die Erwartungen sind hoch. In ein paar Monaten werden wir sehen, ob VW mit dem ID.3 eine ähnliche Erfolgsgeschichte wie mit dem e-Golf schreiben kann. Der erste Blick auf den VW Stromer macht Hoffnung und wenn alle Probleme mit der Software gelöst sind, sollte eigentlich nichts mehr schief gehen.

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