VW Golf im Test

Ihr nächstes Auto soll ein VW Golf werden? Erfahren Sie alles Wichtige zu diesem Modell in unserem ausführlichen Testbericht!

Der Golf bleibt der Golf. Der Fortschritt ist in der achten Generation allerdings enorm. Am meisten zeigt sich diese Veränderung bei den Motoren und im Cockpit, denn hier hat sich der Golf an die Bedürfnisse der aktuellen Zeit angepasst. Aber kann der Golf wirklich in allen Punkten überzeugen?

  • Plug-in Hybride, Erdgas- und Mildhybridmodelle
  • Solide und alltagstauglich
  • Guter Kompromiss zwischen modern und klassisch
  • Digital und vernetzt - vielleicht zu viel?

Dass der VW Golf ein Dauerbrenner ist, lässt sich nach fast 50 Jahren Bauzeit nicht mehr von der Hand weisen. Die Leute lieben den Golf für seine Qualitäten und wofür er steht: solide Ingenieurskunst, Bodenständigkeit und hohe Alltagstauglichkeit. Darauf hat man auch beim neuen Modell gesetzt, und dabei die Anforderungen der modernen Gesellschaft nicht vergessen.

Aha-Moment im Innenraum

Klar hat sich von außen im Vergleich mit dem Golf 7 auch was verändert, doch so gravierend wie die Änderungen im Inneren des Golf ist das Design nicht. Auf den ersten Blick ist man als Golf-Fan beruhigt, denn so viel kann sich ja gar nicht geändert haben - weit gefehlt!

Die brave Optik täuscht, denn wer erstmal im Golf Platz genommen hat, wird schnell merken, dass man sich in einer digitalen und vernetzten Fahrerbasis befindet. Da könnte man glatt vergessen, dass man immer noch in einem Golf sitzt. Knöpfe findet man kaum noch und die bis dato klassischen, analogen Instrumente wurden digitalisiert.

Die meisten Funktionen werden nun über einen 8,25 oder optional 10,25 Zoll großen Touchscreen gesteuert. Das serienmäßige Digitalcockpit lässt sich individuell einstellen. Erstmals projiziert ein Head-up-Display wichtige Infos hinter dem Lenkrad auf die Windschutzscheibe.

Das ist alles top modern, aber ist es auch gut zu bedienen? Ein klares Ja können wir hier nicht aussprechen, denn nur für die jüngere Generation, die VW mit dem neuen Golf als weitere Zielgruppe ansprechen möchte, fühlt sich die Bedienung vertraut an. Die Bedienmenüs sind klar und einfach strukturiert, doch fast alles wird über den Touchscreen eingestellt. Die Stammkundschaft, die den Golf aufgrund seiner Bodenständigkeit und Einfachheit lieben, wird sich hier erstmal nur schwer zurechtfinden, vielleicht sogar zurückgestoßen fühlen. Eine Mischung aus Touchbedienung und klassischen Knöpfen wäre hier der bessere Weg gewesen.

Assistent*innen für jede Lebenslage

Dass ein neuer Golf mit den modernsten Sicherheitssystemen und Fahrassistent*innen auf den Markt kommt, versteht sich bei VWs Bestseller beinahe von selbst. Ganz neu im Golf 8 ist die Car2X-Kommunikation. Damit warnt der Golf, der permanent online ist, nicht nur Fahrzeuge in seiner Nähe vor havarierten Autos, Unfällen und dem Stauende, sondern er empfängt auch Warnungen von anderen Fahrzeugen, die diese neue, genormte Technik schon an Bord haben.

Außerdem hat VW stark an der Sprachsteuerung gearbeitet und jetzt soll der Golf auch Alltagssprache mehr oder weniger problemlos erkennen können. Smarte Funktionen, die intuitiver sein sollen, wurden ebenfalls integriert. Will man beispielsweise die Lenkradheizung einschalten, wird man im Menü keinen solchen Befehl finden, sondern die Eingabe "Hände wärmen".

Als Fahrer*in kann man außerdem ein Benutzerprofil einrichten und dort seine bevorzugten Radiosender, Klimatisierung, Sitzposition und weitere Werte in eine Cloud speichern lassen. Fährt man mal einen anderen Golf, beispielsweise als Mietwagen, können die gespeicherten Profile aus der Cloud abgerufen und auf das Mietauto übertragen werden.

Breites Motorenangebot

Über die Digitalisierung als Zeichen der Modernität muss man nicht begeistert sein, vom breiten Motorenangebot sollte man es aber allemal. VW hat den Golf in allen erdenklichen Motorisierungen auf den Markt gebracht - mal abgesehen vom e-Golf, den es für das neue Modell nicht mehr gibt.

Zur Wahl stehen natürlich die klassischen Antriebe. Es gibt einen 1,0 und 1,5-Liter-Benziner mit einer Leistung zwischen 90 und 150 PS. Je nach Motorisierung kommt ein manuelles 5- oder 6-Gang-Schaltgetriebe zum Einsatz. Als Diesel wird der Golf nur mit einem Motor, dem 2,0-Liter-TDI, angeboten, den es mit 115 PS oder 150 PS Leistung gibt. Der Top-Diesel ist mit einem 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe gekoppelt.

Die beiden Benzinmodelle mit 110 PS und 150 PS gibt es beide auch als eTSI, also Mildhybrid-Versionen. Ein 48-Volt-System unterstützt den Benziner, beispielsweise wird der Motor an der Ampel abgeschalten und beim Verzögern wird Energie gespeichert. Rein elektrisch kann dieses System aber nicht fahren, denn dafür hat man sich bei VW für zwei Plug-in Hybride entschieden.

Der Golf eHybrid und der Golf GTE können ca. 70 Kilometer rein elektrisch fahren. Das ist ein wirklich guter Wert, denn die meisten Plug-in Hybride schaffen so um die 50 Kilometer rein elektrisch. Pendler*innen sollten deshalb kein Problem haben, lediglich mit Elektropower in die Arbeit und zurück zu gelangen. Neben den Hybridmodellen hat VW auch noch eine Erdgasversion des Golf im Angebot, den 1,5-TGI mit 130 PS Leistung.

Platz ist ausreichend vorhanden

Was der Golf immer schon gut konnte, war das Platzangebot bestmöglich zu nutzen. Daran hat sich auch in der neuen Generation nichts geändert, der Golf 8 kommt mit genauso viel Raum wie sein Vorgängermodell. Wer bis 1,95 Meter groß ist, kommt mit der Beinfreiheit noch gut klar und muss sich auch um seinen Kopf keine Sorgen machen.

Im Fond wird es etwas enger, doch auch hier kommen die meisten Menschen noch problemlos mit den Platzverhältnissen zurecht. Die Sitze sind bequem und komfortabel, sodass man auch längere Strecken gut überstehen kann.

Der Kofferraum fasst 381 Liter bei aufgestellter Rücksitzbank. Da passt schon einiges hinein. Die Rücksitze lassen sich umlegen, allerdings nicht geteilt. Tut man das, dann hat man ein Kofferraumvolumen von 1.237 Litern, was ein wirklich guter Wert ist.

Golf bleibt Golf

Auch, wenn man im ersten Moment das Gefühl hat, als ob der Golf von heute nicht mehr viel mit dem letzten Modell zu tun hat, lässt man sich ein wenig zu schnell täuschen. Die Fahrleistungen sind immer noch solide und überzeugend. Sportlich ist der Golf nicht, das war er aber noch nie - dafür gibt es ja schließlich auch den GTI. Doch als verlässlicher Begleiter im Alltag kann der Golf 8 immer noch angesehen werden.

Der Fahrkomfort ist top, Außengeräusche werden sehr gut zurückgehalten und die Federung ist angenehm und lässt nur wenige Unebenheiten in den Innenraum hindurch. Begeistert sind wir auch vom Getriebe - und damit ist sowohl das Schaltgetriebe als auch die Doppelkupplungsautomatik gemeint. Beide funktionieren ruckelfrei und arbeiten harmonisch.

In Sachen Sicherheit ist der Golf außerdem auch jetzt super ausgestattet. Je nach Wunsch sind Einparkhilfe, Spurhalteassistenz, Fußgänger- und Radfahrererkennung, Multifunktionskamera oder Parklenkassistent möglich. Wer also nicht so gut einparken kann, muss nicht mehr verzweifeln, sondern lässt das Auto die Arbeit machen.

Somit ist der Golf nicht neu, er ist aufgewertet worden und bleibt seinen alten Prinzipien dennoch treu. Neue Kund*innen werden nun angesprochen, die Stammkundschaft muss sich umgewöhnen, was aber nicht so schwer ist.

Der Alleskönner

Insgesamt leistet sich der VW Golf keine großen Patzer. Er schlängelt sich durch jede Kategorie hindurch, ohne dass man ihm schwerwiegende Versäumnisse vorwerfen könnte. Das einzige, dass er sich gefallen lassen muss, ist, dass er zwar bodenständig, aber nicht aufregend ist. Doch das wollte der Golf auch noch nie sein und wer ein aufregendes Auto sucht, wird sowieso nie zum Golf greifen.

9/10 Wow-Wertung

Unsere Fachleute vergeben diese Bewertung nach ausführlicher Prüfung des Fahrzeugs.

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