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Volkswagen California im Test

Ihr nächstes Auto soll ein Volkswagen California werden? Erfahren Sie alles Wichtige zu diesem Modell in unserem ausführlichen Testbericht!

Der California von VW ist der Klassiker unter den kompakten Campern. In ihm verbinden sich eine mobile Schlaf- und Kochgelegenheit eines Wohnmobils, die Handlichkeit eines Kleintransporters und der Alltagsnutzen eines Busses in einem Fahrzeug.

  • Ein multifunktionaler Camper 
  • Vieles kostet extra
  • Der Nutzfaktor ist so hoch wie der Preis

Der Cali ist Cult. Seit dem Jahr 1990 ist der VW California, der damals auf der Basis des T3 präsentiert wurde, auf dem Markt. Schon Jahrzehnte zuvor begann die Geschichte des VW Campers. Heute ist Camping populär und der California einer der Protagonisten auf dem Markt in der Kompaktklasse.

Zu den populärsten Campern in der Kompaktklasse zählen neben denen von VW ein Pössl Campster/Vanster auf Citroen Basis, der Mercedes Marco Polo auf V-Klasse Basis oder der Ford Transit Custom Nugget.

Der Camper ist mit 4,95 Meter etwas länger, variabler, leichter und weit günstiger als der California. Der fast zwanzig Zentimeter längere Mercedes tritt edler und mit dem stärksten Motor im 300 d mit 239 PS an. Der nochmals um zwanzig Zentimeter längere Ford besitzt einen anderen Fahrzeuggrundriss als die Kontrahenten – mehr Infos dazu in den technischen Daten.

Moderner denn je

Als T6.1 präsentiert sich der California nach der Überarbeitung moderner denn je mit den Digitalinstrumenten (ein Extra) und dem größeren Touchscreen. Beim Multimediasystem wählt man zwischen der günstigeren Infotainmentvariante Discover Media mit dem 8-Zoll-Bildschirm und der teureren Variante mit dem Namen Discover Pro mit dem 9,2-Zoll-Bildschirm.

Mit der Überarbeitung erhielt der California frische Möbeldekors, neue Bedienschalter und Bodenbeläge. Der Innenraum wirkt mit verstellbarem LED-Ambientelicht wohnlicher. Bei dem sachlichen Chic, der soliden Verarbeitung und dem einfachen Handling der Campingkomponenten wie Gas- und Wasserzufuhr, Kühlbox, Standheizung und Dachzelt blieb es.

Mit oder ohne Möbel, 4- oder 5-Sitzer?

Lieferbar ist VWs California 6.1 in den beiden möblierten Varianten Coast und Ocean. Die eine ist günstiger, die andere etwas komfortabler mit Features wie etwa dem elektrohydraulisch öffnenden Dachzelt statt dem mechanisch öffnenden. Der Coast und Ocean verfügen über Stauschränke und eine Küche samt Waschbecken. Das macht beide für Viel-und-oft-Camper zur ersten Wahl.

Die dritte California Variante Beach tritt ebenso mit einem Dachzelt an. Die Küche fällt kleiner aus, aber der Verzicht auf das Waschbecken und die Stauschränke verschafft dem California Beach einen fünften Sitzplatz auf der Sitzbank und eine breitere Laderampe. Damit ist er noch alltagstauglicher als der California Coast und Ocean.

Immer ohne Dusche

Die Vor- und Nachteile des Konzepts sind die in der 5-Meter-Camper-Klasse gewohnten. Dusche und Toilette hat ein California nicht mit an Bord, womit der Besuch auf dem Campingplatz mit seinen Sanitärfazilitäten für viele zum Pflichtprogramm wird. Auf dem Campingplatz muss man mit einem California aber nicht ausharren, weil sein Format auch für die Fahrt in die Innenstadt und die Parkplätze dort taugt. Das macht den größten Unterschied aus zwischen einem Camper und einem größeren Wohnmobil.

Zudem fährt sich der California handlicher als ein großes Wohnmobil. Nach etwas Gewöhnung fast wie ein Auto, aber in aufrechter Sitzposition und mit mehr Überblick nach vorne.

Das Gefühl von Handlichkeit stellt sich auch dank des geglückten Fahrwerks ein. Das Wanken des hohen Aufbaus hält sich in Grenzen. Das Steuern mit der elektromechanischen Lenkung und das Bremsen unterscheiden sich kaum von dem im PKW. Ganz so flink wie der leichtere Pössl Campster lässt sich der California dennoch nicht bewegen.

Auf nasser Fahrbahn neigen die Vorderräder, die 2,5 Tonnen Gewicht von der Stelle bekommen müssen, im Fronttriebler zum Durchdrehen. Das liegt auch daran, dass die Reifen zumindest mit den zwei stärkeren Motorvarianten ordentlich Drehmoment auf die Straße bringen.

Welchen Motor nehmen? 

Die 150 und 204 PS starken 2,0-Liter-Turbodiesel versenden 340 und 450 Newtonmeter an die Vorderräder oder mit dem Allradantrieb 4MOTION an die Vorder- und Hinterräder. Und auch der 110 PS starke Einstiegsdiesel mit Frontantrieb schaufelt noch 250 Nm an die Pneus.

Geschaltet wird mit dem Einstiegsmotor immer per Hand und mit dem Topmotor immer mit der Automatik. Nur im California mit 150 PS Leistung besteht die Wahlmöglichkeit zwischen dem 6-Gang-Schaltgetriebe und dem 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe (DSG).

Automatik fahren ist bequemer, aber auch das manuelle Schaltgetriebe lässt sich in optimaler Schaltposition präzise schalten und besitzt einen weiteren Reiz. Es spart rund 2.600 Euro beim Kauf.

Schneller am Ziel

Mit dem 204 PS starken TDI bewegt man den California trotz Anfahrschwäche am souveränsten. Mit dem Einstiegsmotor lässt es sich ähnlich gut gleiten, was zum Camper ja bestens passt. Die immer ans 5-Gang-Getriebe gekoppelte 110-PS-Variante lässt sich aber zum Beschleunigen deutlich mehr Zeit.

In beschaulichen 17,3 Sekunden fährt der California mit dem Basisdiesel von 0 auf 100 km/h und final 164 km/h. Mit der 150-PS-Maschine geht das Ganze etwa drei Sekunden flotter und maximal stehen 183 km/h auf dem Tacho.

Der stärkste VW California mit Frontantrieb erledigt das Gleiche in 10,9 Sekunden und mit maximal 203 km/h, was ähnlich flottes Reisen wie im normalen Auto ermöglicht. Dies ist auch ein Vorteil im Vergleich zu größeren Wohnmobilen. Die überholt ein California mit entspannten 150 km/h auf der Autobahn mal locker links. Damit ist man wegen seines Formats im California nicht nur mobiler, sondern auch schneller am Ziel.

Ein- oder Zweiflammenküche?

Aber reden wir nicht lange vom Motor, wo es hauptsächlich um Betten, Schlafkomfort, Küchennutzung - kurz gesagt - Camperkomfort geht. Der California Coast und Ocean sind gleich ausgebaut im Wohnraum, aber der Coast ist etwas zweckmäßiger und der Ocean etwas nobler ausstaffiert.

Im California Beach kommen dank Faltdach ebenso vier Personen nachts und zwei Drehsitze in der ersten Reihe unter, aber im Wohnraum nur eine klappbare Miniküche mit Einflammkocher, die es erlaubt den Beach als Wohnmobil zuzulassen, was Steuern und Versicherung spart.

Die in der Heckklappe untergebrachten, leichten Klappstühle, die die Klappe etwas schwerer machen und der an der Schiebetür angebrachte Tisch sind in jeder der drei Campervarianten des California Serie.

Viele Stärken, wenige Schwächen

Der 25 Liter große Frischwassertank, der 30 Liter große Abwassertank und der zweiflammige Gasherd mit einer Abdeckung aus Sicherheitsglas finden sich jedoch nur im Coast und Ocean. Viele Nachteile offenbart keine der drei Varianten bis auf die Unterschiede, die sich aus der Möblierung ergeben.

Ein paar Nachteile gibt es aber doch. Durch das nachts heruntergelassene Rollo wird die Schiebetür blockiert. Wer innen eine Notentriegelung der Heckklappe sucht, findet keine. Die Zuladungsmöglichkeiten (mehr Infos dazu in den technischen Daten) können bei einem längeren Campingurlaub bei voller Besatzung schnell an ihre Grenzen geraten.

Die maximale Zuladung ist wie in vielen anderen Campern und Wohnmobilen im VW California nicht sehr hoch, weil der Innenausbau des Kastenwagens das Gewicht des Fahrzeugs nach oben treibt.

Der Preis ist ebenso hoch. Die meisten Fahrassistenten, die in einem Auto dieser Preisklasse in der Regel mit zur Serienausstattung gehören, kosten extra. Etwa der Spurhalteassistent, das Notbremssystem und der Kollisionswarner. Dinge wie der Parkassistent für den Anhängerbetrieb oder die Rückfahrkamera leisten im Camper gute Dienste, kosten aber auch extra. Das treibt den Preis nach oben.

High Price Camping

Ein Pössl Campster, der von seiner Innenraumanmutung, seiner Dämmung, seinen Fahrassistenten und in manchem Detail etwas weniger überzeugt, dem VW aber von der Variabilität und vom Handling überlegen ist, kann die Hälfte eines VW California kosten – kein Wunder, warum er so beliebt ist.

Der Beach Camper steht mit dem Basismotor mit knapp über 52.000 Euro in der Preisliste. Der California Coast mit dem 110-PS-Motor, Frontantrieb und 5-Gang-Schaltgetriebe kostet stolze 60.000 Euro und der Ocean Edition mit 204 PS, Allradantrieb und 7-Gang-DSG noch stolzere 85.000 Euro.

Die Rechnung geht auf

Hohe Qualität und ein guter Ruf haben einen hohen Preis. Einen zu hohen mittlerweile für manchen Campingfan. Trotzdem kann sich der hohe Preis eines VW California im Vergleich zu einem großen Wohnmobil rechnen. Für Menschen, die einen Bus für den Alltag, die Kinder und die Sportgeräte suchen und zugleich einen Camper mit vier Betten und Küche. Damit kann dem California die Rolle des Erstwagens zufallen, was den Zweitwagen einspart.

8/10 Wow-Wertung

Unsere Fachleute vergeben diese Bewertung nach ausführlicher Prüfung des Fahrzeugs.

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