Kompakt und teilweise doch ganz groß – Erste Eindrücke vom neuen VW ID.Cross vor Ort

Patrik Chen
Online Redakteur
15. Juli 2026

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4,6/5 aus 23.797 Bewertungen

Der elektrische T-Cross-Nachfolger ist da. Volkswagen hat am 15.07. den neuen VW ID.Cross vorgestellt und der kleine SUV hat einiges mit an Bord, um den Markt zu erobern. Wir waren bereits vor Ort und konnten uns das Auto bereits genauer anschauen.

Der neue VW ID.Cross soll in Zukunft das aktuelle Verbrenner-Erfolgsmodell VW T-Cross ablösen. Dafür bedient sich der neue SUV bei zahlreichen Tugenden des neuen VW ID.Polo und bietet ein attraktives Angebot ab 28.000 Euro an. Wir waren vor Ort und haben uns den ID.Cross bereits genauer angeschaut.

  • Neuer kleiner Elektro-SUV auf der MEB+-Plattform
  • “Pure Positive”-Designsprache und “True Volkswagen”-Philosophie
  • 116 bis 211 PS Leistung
  • Zwei Akkuvarianten mit bis zu 436 Kilometer Reichweite
  • Ab Herbst 2026 zu Listenpreisen ab 28.000 €
  • Vorerst nur mit Top-Motorisierung, großem Akku und Ausstattungslinien “Life” und “Style” ab 36.523 € bestellbar

VW ID.Cross Erster Eindruck Patrik Chen 2

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Die neue Designsprache sitzt

Der neue VW ID.Cross ist nach ID.Polo und VW ID.3 Neo bereits das dritte Modell mit der neuen Designsprache “Pure Positive” und der neuen “True Volkswagen”-Philosophie. Als SUV-Gegenstück zum elektrischen Polo basiert der ID.Cross ebenfalls auf der neuen MEB+-Plattform und profitiert davon deutlich. Aber schauen wir uns zunächst das Design genauer an, manches ist schon vertraut aus der ID.Cross Concept-Studie, die auf der IAA 2025  vorgestellt wurde. Die Frontansicht grüßt mit den leicht nach oben gezogenen Scheinwerfern, die ein lächelndes Gesicht formen, und damit die Kundschaft freundlich stimmen soll.

VW ID.Cross Frontansicht

Der ID.Cross zeigt sich in der Karosserie auch kantiger als die älteren ID-Modelle und bietet damit eine klare und stabile Form, die Robustheit ausstrahlt. Bevor wir zum Heck gehen, fällt die Aufmerksamkeit natürlich auf die C-Säule mit den drei Zierelementen, die einen schicken Akzent setzen.

VW ID.Cross Seitenansicht Grau 2

Das Heck wird dominiert von dem Spoiler und dem neuen Rückleuchten-Design in Whiskeyglas-Optik, wie wir es auch schon vom VW ID.Polo kennen. Das beleuchtete Logo und die durchgehende Leuchtleiste verpassen dem Heck einen aufgeräumten Look mit klaren Unterteilungen.

Wie auch schon beim VW ID.Polo gefällt mir die neue Designsprache sehr gut. VW besinnt sich endlich auf die traditionelle Formsprache und wendet sich von den betont futuristischen und runden Formen der älteren ID-Modelle ab.

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Ein moderner und minimalistischer Innenraum mit Knöpfen

Steigen wir also in den ID.Cross ein und schauen wir uns den Innenraum genauer an. Die neue Designsprache macht sich auch im Interieur bemerkbar und der ID.Cross kommt mit einem minimalistisch gehaltenen und hellen Design, wie wir es auch schon vom ID.Polo kennen. Erfreulicherweise hat Volkswagen dabei aber nicht auf Knöpfe verzichtet, sodass ein deutlich bedienungsfreundlicheres Interieur am Start ist. Vor allem die Schalterleiste unter dem Infotainment und der Dreh-/Drückschalter in der Mittelkonsole beheben einen der größten Kritikpunkte am älteren Design der ID-Modelle. Auch der Griff ans Lenkrad fühlt sich gut an und die zahlreichen Knöpfe helfen bei der Bedienung ohne Touch-Firlefanz.

VW ID.Cross Erster Eindruck Cockpit Patrik Chen

Generell wirken die im ID.Cross verbauten Materialien hochwertiger als bei älteren ID-Modellen wie dem ID.3, denen man den Sparkurs leider angemerkt hat. Allerdings gibt es auch beim ID.Cross ein paar Orte an denen Wolfsburg gespart hat. Beispielsweise etwa bei den Griffen zur Einstellung der Luftströmer. Diese fühlten sich am Fahrzeug vor ort etwas billig an und wirkten wacklig.

Die digitalen Bedienelemente boten aber keinen Anlass für Kritik. Das neue 12,9 Zoll große Infotainment-System reagierte schnell und hatte eine übersichtliche Menüführung, die einfach und intuitiv war. Das Display für die digitalen Instrumente hinter dem Lenkrad erstreckt sich über 10,25 Zoll und bietet gestochen scharfe Auflösung und eine individualisierbare Anzeige. Praktisch und schick zugleich.

VW ID.Cross Erster Eindruck Infotainment Patrik Chen

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Platz trotz kompakter Maße und ganz viel Laderaum

Beim Wechsel auf die Rückbank fällt auf wie viel Platz der neue ID.Cross tatsächlich bietet. Trotz kompakter Maße von 4.153 Millimetern Länge, 1.794 Millimetern Breite und 1.581 Millimetern Höhe, hatte ich mit meinen 1,80 Meter Körpergröße keine Probleme mit Kopf- oder Beinfreiheit. Zwar kam ich mit den Knien etwas auf Tuchfühlung mit dem Vordersitz, aber das ist keine harte Fläche, sondern eine Bespannung mit etwas Platz, sodass es durch geräumig im Fond war.

VW ID.Cross Erster Eindruck Fond Patrik Chen

Die größte Überraschung des ID.Cross versteckt sich aber im Kofferraum. Dieser bietet bis zu 475 Liter Stauraum und damit 20 mehr als das Verbrenner-Pendant, der VW T-Cross. Vor allem durch den tiefen Boden, nutzt der E-SUV seinen Raum maximal aus und bietet deutlich mehr Platz als man erwarten würde. Der erweiterte Ladeboden ist schließlich tief genug, um problemlos auch einen Kasten Wasser hinein zu stellen.

VW ID.Cross Kofferraum doppelter Boden

Zusätzlich gibt es noch einen Frunk mit 25 Litern Stauraum unter der Motorhaube, der sich perfekt für Kleinigkeiten wie etwa Ladekabel eignet.

VW ID.Cross Frunk

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Alltagstaugliche Reichweite und Leistung

So stark der VW ID.Cross sich sowohl Außen wie auch Innen zeigt, kommt es bei einem Elektroauto natürlich auch auf die technischen Werte an. Hier setzt der ID.Cross auf die gleiche neue Generation der Antriebs- und Akkutechnik wie der VW ID.Polo und bietet daher gute alltagstaugliche Werte. Der ID.Cross kommt als Fronttriebler und wird zwei Batteriegrößen zur Auswahl haben: 37 und 52 kWh. Leistungstechnisch gibt es drei Varianten: 116, 135 und 211 PS. Die stärkeren Varianten sind aber auf die teureren Ausstattungslinien Life und Style beschränkt, das Einstiegsmodell kommt immer mit 116 PS und der kleinen 37 kWh-Batterie (LFP). Die Ladeleistung des VW ID.Cross Trend beträgt damit 90 kW und die Reichweite wahrscheinlich 316 Kilometer (WLTP, noch nicht endgültig homologierte Werte). Ladezeit für den kleinen Akku soll 32 Minuten für 10 auf 80 Prozent sein.

VW ID.Cross Ladevorgang

Den größeren 52 kWh-Akku aus Nickel-Mangan-Kobalt bekommst du erst ab den höheren Ausstattungsstufen, dafür bekommst du aber bis zu 105 kW Ladeleistung und 135 bzw. 211 PS. Die Reichweite beträgt damit bis zu 436 Kilometer (WLTP-Prognosewert). Die Ladung von 10 auf 80 Prozent erfolgt hier in 24 Minuten. Vehicle-to-Load für das Aufladen und Betreiben externer Geräte beherrscht der ID.Cross ebenfalls.

Das sind Werte, die zwar nicht überragend sind wie etwa bei dem neuen BMW i3 oder anderen Modellen der Premiummarken, aber alltagstauglich sind sie allemal. Da ich das Auto während der Veranstaltung leider noch nicht Probe fahren konnte, werden erst zukünftige Fahrten die Performance des VW ID.Cross auf der echten Straße beurteilen können. Von den nackten Zahlen her, sind das aber durchaus ansehnliche Werte, die die Elektromobilität auch in die Breite tragen können.

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Premium-Extras im Kompakt-SUV

Ein weiterer Grund warum sich der ID.Cross fast wie ein Auto aus einem höheren Segment anfühlt, sind die Ausstattungsoptionen, die für den kleinen SUV kommen. Ähnlich wie auch schon beim ID.Polo bietet Volkswagen Optionen an, die nicht selbstverständlich sind. Ob Premium-Soundsystem, Massagesitze oder Panoramadach mit Sonnenschutzrolle, der ID.Cross kann mit diesen Extras ausgestattet werden.

VW ID.Cross Vordersitze

Als Show-Fahrzeuge vor Ort waren die ID.Cross-Modelle natürlich fast voll ausgestattet, sodass ich natürlich keinen Eindruck von der Basis-Version hatte, die für 28.000 € sicherlich anders aussehen wird. Dennoch bietet der neue E-SUV auch außerhalb der Zusatzausstattungen viel für sein Geld. Wie teuer die einzelnen Varianten dann sein werden, ist noch nicht bekannt.

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Was bieten die drei Ausstattungsstufen?

Volkswagen wird den ID.Cross in drei Ausstattungsstufen anbieten: Trend, Life und Style. Die Basisversion Trend bietet nur den kleineren 37-kWh-Akku und die schwächere 116 PS-Motorisierung, soll dafür aber ab 28.000 € angeboten werden und ist damit unter der 30.000 €-Marke. Ab der Ausstattungslinie “Life” gibt es dann auch den stärkeren 135 PS-Motor, 18-Zoll-Leichtmetallräder, 2-Zonen-Klimaautomatik, Adaptive Cruice Control und Rückfahrkamera sowie die Option auf die größere 52 kWh-Batterie und die Topmotorisierung mit 211 PS Leistung. Das Top-Modell VW ID.Cross Style bietet dann auch Extras wie die LED-Matrix-Scheinwerfer, schlüsselloser Zugang und mehr. Die Ausgestaltung der Preise für Life und Style ist noch unbekannt.

VW ID.Cross Erster Eindruck Vordersitze Patrik Chen

Kann der VW ID.Cross überzeugen?

Insgesamt ist der Eindruck, den der ID.Cross bei mir hinterlassen hat sehr gut. In Sachen Design, Bedienung und Qualität macht Volkswagen mit dem ID.Cross einen merklichen Sprung nach vorne, den man auch schon beim VW ID.Polo beobachten konnte. So stark der neue Elektro-SUV auch wirkt, hat er trotzdem einige Schwächen, die seinen Erfolg beeinträchtigen könnten. Die Ladeleistung und geringe Reichweite beim Einstiegsmodell ist nicht unbedingt empfehlenswert, da Volkswagen preislich immer noch über einigen anderen Konkurrenten angesiedelt ist, die deutlich mehr Auto für ähnliche Summen anbieten.

VW ID.Cross Heckansicht

Das leitet auch direkt über zu der zweiten Schwäche des ID.Cross: Die günstige Variante ab 28.000 € hört sich zwar verlockend an, ist aber erst ab Herbst 2026 bestellbar. Mit den höheren Ausstattungslinien sowie der größeren Batterie und dem stärkeren Motor beginnt der ID.Cross leider stattdessen bei 36.525 €, fast 10.000 € mehr als der angepriesene Einstiegspreis. Damit ist VW immer noch deutlich teurer als Konkurrenzmodelle, vor allem bei den neuen Marken aus China.

Der VW ID.Cross ist ohne Zweifel ein gelungenes Elektroauto. Wie auch schon der ID.Polo ist diese neue Generation der ID-Modelle von Volkswagen ein großer Sprung nach vorne in Sachen Technik und Qualität, allerdings kostet VW deutlich mehr als vergleichbare Modelle und bietet zum Teil weniger Serienausstattung. Wer den Aufpreis stemmen kann und auch möchte, bekommt mit dem ID.Cross aber ein hochwertiges Elektro-SUV, das sich vor der Konkurrenz nicht verstecken muss.

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