Toyota RAV4 Testbericht

Der neue Toyota RAV4 ist gewohnt solide, mit sparsamem Spritverbrauch. Nur sein lauter Motor ist gewöhnungsbedürftig. 

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Wow-Wertung
7/10
Felix Reek
Freier Redakteur, Journalist, Texter
Zuletzt aktualisiert am:
13/01/2026

Was gut ist

  • Plug-in-Hybrid mit 100 Kilometer Reichweite
  • Großes Kofferraumvolumen
  • Lange Garantie

Was nicht so gut ist

  • Lauter Motor unter Last
  • Sehr langsame Heckklappe
  • Rustikaler Innenraum

Toyota RAV4: Was würden Sie gerne als Nächstes lesen?

Bewertung des Toyota RAV4

Der Toyota RAV4 ist ein echter SUV-Klassiker. Er rollte schon über die Straßen, als der Trend sich gerade erst formierte. Mittlerweile in der sechsten Generation kommt die Modellreihe jetzt komplett überarbeitet. Design, Technik und Motoren, alles ist neu.

Eine besondere Stärke in unserem Test war das großzügige Raumangebot des RAV4 auf allen Plätzen, kombiniert mit einem großen Kofferraum von bis zu 580 Liter. Diesel und reine Benzin-Motoren gibt es in der neuen Generation nicht mehr, stattdessen wird jetzt alles elektrisch kombiniert. Zur Auswahl stehen ein Vollhybrid und ein Plug-in-Hybrid mit bis zu 100 Kilometer elektrische Reichweite. Der Vollhybrid besitzt einen Normverbrauch von 4,8 Litern auf 100 Kilometer. Das Infotainment-System wurde ebenfalls modernisiert und bietet nun große Displays von bis zu 12,9 Zoll. Erfreulicherweise hält Toyota aber weiterhin an physischen Drehreglern für die Steuerung von Klima und Lautstärke fest, was die Bedienung während der Fahrt erleichterte.

Ein Highlight ist für uns die bis zu 15-jährige Relax Garantie, die nach der Herstellergarantie jedes Jahr umsonst verlängert werden kann. Für mehr Sicherheit sorgt das umfangreiche Paket Toyota Safety Sense 4.0, das serienmäßig zahlreiche Assistenzsysteme umfasst.

Schwachstellen sind das rustikale Design des Innenraums, bei dem in der unteren Hälfte Hartplastik dominiert. Auch der Benzin-Motor ist bei hohen Drehzahlen unnötig laut. Das fällt vor allem auf der Autobahn unangenehm auf. Hinzu kommt die Kritik an der elektrischen Heckklappe, die sehr langsam öffnet und dabei konstant piept.

Trotz allem ist der Toyota RAV4 eine solide Empfehlung für alle, die ein sparsames SUV mit viel Platz und hoher Zuverlässigkeit suchen. Wer mehr Fahrkomfort und eine bessere akustische Abstimmung bevorzugt, wird mit dem Hyundai Tucson, dem Kia Sportage Hybrid und dem Honda CR-V e:HEV fündig.

Wie viel kostet der Toyota RAV4?

Vermutlich wird der Einstiegspreis des Toyota RAV4 knapp über 40.000 € liegen. Derzeit sind allerdings noch keine exakten Listenpreise von Toyota kommuniziert worden.

Leistung und Fahrkomfort

In der sechsten Generation ist beim Toyota RAV4 alles neu. Zusätzlich zu einer komplett neuen technischen Plattform spendiert der japanische Hersteller seinem Erfolgsmodell auch modernere Antriebe. Das heißt, den Toyota RAV4 gibt es jetzt nur noch in Hybridvarianten. Vorerst sind das zwei Motoren, die entweder mit Vorderrad- oder Allradantrieb geordert werden können. Das Basismodell ist ein 2,5-Liter-Vierzylinder mit Vollhybrid. Rein elektrisches Fahren ist nicht möglich. Der Elektromotor dient vor allem als Boost oder um Sprit zu sparen. Wird der Toyota RAV4 an der Vorderachse angetrieben, leistet er 183 PS. An allen Rädern beträgt die Leistung 191 PS.

Zweite Möglichkeit ist der Plug-in-Hybrid des SUVs. Der RAV4 kommt dann auf eine Systemleistung von 304 PS (beim Allradler); beim Frontantrieb sind es 268 PS. Die rein elektrische Reichweite liegt bei bis zu 100 Kilometern. Aufgeladen werden kann der Akku in 30 Minuten von zehn auf 80 Prozent.

Beschleunigung und Fahrverhalten

Bei unserem Test fiel uns auf, dass vor allem der Plug-in-Hybrid eine beeindruckende Durchzugskraft an den Tag legt. Die Beschleunigung erfolgt nahtlos über das elektronisch geregelte stufenlose Getriebe (e-CVT). Das Fahrverhalten empfanden wir als komfortabel und ausgewogen, mit überraschend geringen Karosseriebewegungen. Die elektrische Servolenkung reagierte präzise auf unsere Lenkbefehle. Besonders fiel uns auf, dass der Toyota RAV4 eine verbesserte Straßenlage und Handlichkeit gegenüber dem Vormodell zeigt. Beim Plug-in-Hybrid war bei jeder Geschwindigkeit die Zusammenarbeit von Elektro- und Verbrennungsmotoren nahezu nahtlos.

Als negativ empfanden wir die Geräuschentwicklung des Motors. Besonders unter Last klingt der Vierzylinder laut und rau. Das typische Motordröhnen für CVT-Getriebe nervt auf Dauer und war im Innenraum deutlich zu hören. Im rein elektrischen Modus gleitet der RAV4 bis zu einer Geschwindigkeit von 80 km/h lautlos dahin. Fürs Gelände ist das SUV eher nichts.

Welche Motorisierung ist die beste?

Unsere Wahl fällt auf den Vollhybrid mit Allrad, der das beste Preis-Leistungs-Verhältnis für die meisten Autofahrenden bietet. Der Plug-in-Hybrid ist die Alternative für diejenigen, die maximale Performance und elektrische Reichweite suchen.

Platz und Praxistauglichkeit

Das Raumkonzept des Toyota RAV4 gehört zu den großen Stärken des Mittelklasse-SUVs. Mit einer Länge von 4,62 Metern, einer Breite von 1,87 Metern und einer Höhe von 1,69 Metern bewegt sich das japanische Automobil am oberen Ende der Kompakt-SUV-Klasse und wagt sich somit schon fast in das Mittelklasse-Segment vor. Der hohe Aufbau erleichtert den Ein- und Ausstieg erheblich, was insbesondere für Familien und Menschen mit eingeschränkter Mobilität von Vorteil ist. Die vorderen Sitze sind ergonomisch gestaltet und in höheren Ausstattungslinien bis zu zehnfach elektrisch verstellbar, was auch auf langen Strecken für angenehmen Komfort sorgte.

Sehr gute Platzverhältnisse im Innenraum

Auch im Fond ist das Platzangebot sehr gut. Erwachsene mit einer Körpergröße von bis zu 1,95 Metern können hier entspannt Platz nehmen. Bei drei Personen, das zeigte sich in unserem Test, wird es aber ziemlich eng. Isofix-Halterungen gibt es an den beiden äußeren Rücksitzen, die dank der großen Türausschnitte leicht zugänglich sind. Der Innenraum bietet weitere Ablagemöglichkeiten in der geräumigen Mittelkonsole, in den Türen und im Handschuhfach. Ebenfalls vorhanden ist eine kabellose Ladeschale für das Smartphone, in der das Handy in unserem Test allerdings immer wieder verrutschte.

Großer Kofferraum für dieses Segment

Bekannt ist bisher nur die Kofferraumkapazität des Vollhybridmodells des Toyota RAV4. Diese liegt zwischen 542 und 580 Litern, je nach Position der Rücksitze und des doppelten Ladebodens. Für dieses Segment ist das ein hervorragender Wert. Es ermöglichte uns, ohne Probleme große Einkäufe, Reisekoffer oder sperrige Sportgeräte zu verstauen. Die Nutzbarkeit ist dank der großen Maße des Laderaums mit seinem flachen Ladeboden hoch. Was uns positiv auffiel: Im Gegensatz zur Konkurrenz kann unter dem Ladeboden ein Notrad untergebracht werden. Nervig ist die elektrische Heckklappe, die sehr langsam öffnet und dabei unaufhörlich piept.

Wie ist die Sicht im Toyota RAV4?

Besonders hervorheben möchten wir, dass der Toyota RAV4 eine hervorragende Rundumsicht bot. Durch die relativ schmale A-Säule und die großen Fensterflächen konnten wir nach vorne und zu den Seiten alles bestens erkennen. Auch nach hinten ist die Sicht gut. In höheren Ausstattungslinien hilft eine 360-Grad-Kamera beim Rangieren in engen Parklücken.

Innenraum, Infotainment und Ausstattung

Als Erstes fiel uns im Innenraum des Toyota RAV4 auf: Das sieht ganz schön rustikal aus. So etwas ist mittlerweile selten geworden in einem SUV-Segment, das sich mit zunehmendem Erfolg immer mehr in Richtung Lifestyle entwickelt hat. Entsprechend ungewohnt fühlte es sich für uns erst einmal an. Die Qualität der Innenausstattung empfanden wir als gemischt. Kontaktflächen wie Armlehnen oder die oberen Armaturen fühlen sich weich an und sind ansprechend gestaltet. Die Qualität der Haptik ist hier durchaus angenehm. Weiter unten dominieren härtere Kunststoffe, die nicht ganz so schick wirken. In den Topmodellen gibt es Akzente wie orangefarbene Nähte zur optischen Differenzierung. Hier gibt es auf den Sitzen Kunstleder statt Stoff.

Neues Infotainment behebt alte Schwächen

Das Infotainment war in der letzten Generation des SUV-Klassikers der große Schwachpunkt. Jetzt wächst es bereits in der Basisversion auf 10,5 Zoll und erreicht in den Top-Modellen bis zu 12,9 Zoll. Unterstützt wird es durch ein 12,3 Zoll großes Fahrerdisplay. Die neue Technologie funktionierte für uns schnell, flüssig und reagierte prompt auf Eingaben. Wir fanden uns schnell in dem Entertainment-System zurecht.

Gewohnte Drehregler für Klima und Lautstärke

Ganz aufgeben will Toyota physische Elemente zur Bedienung des RAV4 allerdings nicht – gut so. Sie sind eine einfache und sichere Lösung während der Fahrt. Also gibt es immer noch große, gummierte Drehregler für die Steuerung von Temperatur und Lautstärke. Apple CarPlay und Android Auto sind immer mit dabei, egal in welcher Ausstattungslinie.

Wie ist der Toyota RAV4 ausgestattet?

In unserem Testwagen waren bereits zahlreiche Accessoires integriert. In den gehobenen Ausstattungen des Toyota RAV4 sind die Vordersitze beheizt und belüftet. Eine weitere Besonderheit, an die wir uns erst wohl gewöhnen mussten, war der digitale Rückspiegel. Das heißt, eine Kamera zeichnet das Bild hinter dem Toyota RAV4 auf. Das hat den Vorteil, dass auch noch etwas zu erkennen ist, wenn der Laderaum bis unter das Dach beladen ist.

Kraftstoffverbrauch, Ausstoß und Abgasnorm

Der Toyota RAV4 überzeugte uns im Test mit seiner konsequenten Ausrichtung auf Elektrifizierung. Zur Auswahl stehen ein Vollhybrid und ein Plug-in-Hybrid, die beide darauf ausgelegt sind, im Alltag den Kraftstoffverbrauch zu senken. Der Vollhybrid ist bei Toyota bekannt und eine bewährte Technik, wenn man sich mit dem hochdrehenden Motor anfreunden kann. Nach dem WLTP-Testzyklus erzielte er einen durchschnittlichen Verbrauch von 4,8 Litern auf 100 Kilometer. Das entspricht einem CO₂-Ausstoß von 109 Gramm pro Kilometer. Ein Spitzenwert für ein SUV dieser Größe. In unseren Tests konnten wir das bestätigen. Besonders im städtischen Stop-and-Go-Verkehr verbrauchte der Toyota RAV4 dank häufiger elektrischer Phasen sogar noch weniger.

Den Plug-in-Hybrid empfehlen wir vor allem für Pendler. Die rein elektrische Reichweite liegt bei bis zu 100 km. Solange der Akku geladen ist, tendiert der Benzinverbrauch gegen null. Offizielle Werte hat Toyota für den RAV4 noch nicht kommuniziert. Sie dürften aber bei etwa einem Liter pro 100 Kilometer liegen. Auch die genaue Abgasnorm und die Energieeffizienz sind noch nicht bekannt, dürften aber Euro 6e entsprechen.

Sicherheit und Schutz

Im Toyota RAV4 ist serienmäßig der konzerneigene Safety Sense 4.0 an Bord, das für eine hohe Sicherheit bereits in der Basisversion des SUVs sorgt. Es beinhaltet Assistenzsysteme wie adaptiver Tempomat, einen Spurhalteassistent sowie ein Notbremssystem mit spezieller Erkennung für Radfahrer und Fußgänger. Im Stadtverkehr sorgt das für einen hohen Fußgängerschutz. Für die aktuelle sechste Generation des Toyota RAV4, die 2026 startet, liegt aktuell noch kein Euro-NCAP-Crashtest vor. Der Vorgänger des SUVs konnte hier aber die Höchstwertung von fünf Sternen erzielen. Neu in der sechsten Generation sind unter anderem Assistenten für den automatischen Spurwechsel.

Zuverlässigkeit und Probleme

Wenn es um die Zuverlässigkeit seiner Automobile geht, landet Toyota immer wieder auf den Spitzenplätzen. Das zeigt sich auch in der Garantie für die Autos des Herstellers. Grundsätzlich gilt ab Kauf ein Schutz für drei Jahre oder 150.000 Kilometer. Dieser lässt sich nach einer jährlichen Prüfung bei einem Vertragspartner auf bis zu 15 Jahre und maximal 250.000 Kilometer verlängern.

Für den neuen Toyota RAV4 sind bisher keine spezifischen technischen Probleme bekannt. 

Da das SUV noch nicht ausgeliefert wurde, gibt es auch keine Rückrufe. Probleme sind in ersten Tests dokumentiert. Dazu zählen die lauten Motorengeräusche und die langsam öffnende und sich schließende Kofferraumklappe.

Toyota RAV4 FAQs

Der Marktstart für die sechste Generation des Toyota RAV4 ist in Deutschland für das Frühjahr 2026 angekündigt.

Nein, Toyota bietet den neuen RAV4 in Deutschland und Europa ausschließlich elektrifiziert an, als Vollhybrid oder als Plug-in-Hybrid.

Der neue Plug-in-Hybrid verfügt über eine verbesserte Batterie, die eine rein elektrische Reichweite von bis zu 100 Kilometern ermöglicht.

Offizielle Preise hat Toyota noch nicht bekannt gegeben. Der Einstiegspreis wird leicht über dem des Vorgängers erwartet. Der kostete als Vollhybrid etwa 40.990 Euro.

Beim Vollhybrid liegt das Kofferraumvolumen je nach Sitzkonfiguration zwischen 542 und 580 Litern. Genaue Daten für den Plug-in-Hybrid stehen noch aus.

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