Toyota RAV4

Ein SUV auch für raues Gelände

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Wow-Wertung
Das ist die mittlere Bewertung der führenden Autozeitungen.
  • Viel Platz
  • Gute Verarbeitung
  • Umfangreiche Serienausstattung
  • Träges Handling
  • Stufe im Ladeboden (Hybrid)
  • Keine verschiebbare Rückbank

27.990 € - 42.790 € Preisklasse

5 Sitze

4,9 - 6,7 l/100km

Test

Der Toyota RAV4 ist ein Klassiker. Seit dem Jahr 1994 ist der SUV aus Japan auf dem Markt. Damals hatte mancher Hersteller noch gar kein SUV im Modellprogramm. Das hat sich geändert. Bestseller wie der Nissan Qashqai, Ford Kuga, Renault Kadjar oder VW Tiguan buhlen um die Gunst der Kundschaft.

Die vierte Generation des RAV4 bleibt ihren Wurzeln treu, obwohl sie in den Dimensionen zugelegt hat. Der erste RAV4 war als Dreitürer 3,72 Meter kurz. Das immer fünftürige aktuelle Modell misst 4,61 Meter vom Bug bis zum Heck.

Das Längenplus von 90 Zentimetern sorgt für üppig Platz auf den Vorder- und Hintersitzen und satt Stauraum im Gepäckabteil (547 Liter).

Die gehobene Qualität und Verarbeitung des RAV4 versprechen Langlebigkeit und die in Toyotas Safety Sense integrierten Assistenzsysteme große Sicherheit. Die steigt noch, wenn statt des Frontantriebs der Allradantrieb bestellt wird.

Das Motorenprogramm ist kompakt. Der Dieselmotor wurde gestrichen. Der neue Sparmotor, im 197 PS starken Hybrid spielt seine Vorteile vor allem dort aus, wo schwere und sperrige Geländewagen mit 2,12 Meter Breite (über Außenspiegel) eigentlich nichts verloren haben: in der Stadt.

RAV steht für „Recreational Activity Vehicle“, also für ein geländetaugliches Allroundauto, für Geräumigkeit, Langlebigkeit, Sicherheit und das zum fairen Preis.

Was sich davon auch in der vierten Auflage des Toyota, der 2016 eine umfangreiche Überarbeitung erhielt, erfüllt, zeigt sich, wenn man sich ausführlicher mit dem RAV4 und seinen Stärken und Schwächen, Motoren und Ausstattungsvarianten auseinandersetzt.

4,61 Meter Länge x 1,85 Meter Breite x 1,68 Meter Höhe sorgen für ein großzügiges Platzangebot und die Verarbeitung hinterlässt einen Eindruck von großer Qualität.

Das Interieur

Im RAV4 sitzen sie in der ersten Reihe: bequem auf großen Sitzen mit üppig Schulter- und Kopffreiheit. Hinter dem Fahrer- und Beifahrersitz setzt sich die Geräumigkeit fort, sodass sich auch im Fond als großer Erwachsener mit langen Beinen gut unterkommen lässt.

Die einwandfreien Passungen und die Kunststoffe hinterlassen einen guten Eindruck. Der Fahrer blickt auf klassische Zeigerinstrumente und das 4,2 Zoll große Display direkt im Blickfeld. Das Infotainment dirigiert er über den mittigen Touchscreen.

Der Kofferraum

Mit dem RAV4 kann man bequem auf lange Reise gehen. Auch zu fünft, denn der Gepäckraum gehört mit 547 Liter Volumen zu den großen seiner Klasse.

Auch wenn im VW Tiguan mit fünf Insassen an Bord mit 615 Litern noch mehr Gepäck unterkommt, hat der RAV4 wieder die Nase vorne, wenn die 60:40 geteilte Rückbanklehne in die Ebene geklappt wird und auf der stufenfreien Ladefläche bis zu 1.835 Liter abgelegt werden können (Tiguan: 1.655 Liter).

Um die Variabilität ist es im Toyota RAV4 auch gut gestellt. Die Rückbank lässt sich zwar nicht verschieben, jedoch in der Neigung verstellen. Damit genießt man entweder mehr Sitzkomfort oder hinter der Sitzbank passt etwas mehr ins Gepäckabteil.

Fährt man den Toyota RAV4 in seiner beliebtesten Version, als Hybrid, muss man im Kofferraum kaum Einbußen in Kauf nehmen. Statt 547 bis 1.835 Liter in den Versionen mit dem 2,0-Liter-Benziner passen dann 501 bis 1.733 Liter hinter die ab dem zweithöchsten Ausstattungslevel (Edition) elektrisch angetriebene Heckklappe. Nur die Stufe im Ladeboden ist nicht von Vorteil.

Im Anhängerbetrieb dürfen mit dem Benziner mit Front- und Allradantrieb 1,5 bis 2,0 Tonnen an den Haken genommen werden. Im frontgetriebenen RAV4 Hybrid können Anhänger mit nur bis zu 800 Kilogramm und mit Allradantrieb mit bis zu 1.650 Kilogramm Gewicht gezogen werden.

Ein Gewicht von 1.565 bis 1.860 Kilogramm, abhängig von Motor, Getriebe und Ausstattung, und eine Bauhöhe von 1,68 Meter führen schnell zur Einsicht, es auf kurvigen Strecken eher gemütlich angehen zu lassen. Schnelle Kurvenwechsel entsprechen nicht dem Naturell des RAV4.

Viel eher die geraden Abschnitte dazwischen. Auf Langstrecke zählt der Toyota zu den angenehmen Reisewagen.

In der Stadt hat ein vom Fahrverhalten träger SUV eigentlich nichts verloren. Eigentlich. Tatsächlich stehen SUVs heute häufig in zu engen Parkhäusern und im tagtäglichen Innenstadtstau. Das kostet nicht nur Zeit, sondern mit einem Benzinmotor unter der Haube wegen dem häufigen Halten, Beschleunigen und Abbremsen auch viel Kraftstoff.

Wer häufig in der Innenstadt unterwegs ist und beim Bremsen sogar noch sparen möchte, für den gibt es im Motorenprogramm nur eine Alternative.

Der RAV4 Hybrid ist die richtige Wahl bei häufigen Stadtfahrten und die Automatikversion macht das Fahren bequemer. Nur ein Diesel befindet sich nicht mehr im Motorenprogramm.

Die Benziner

Fährt man Toyotas SUV häufiger in der Stadt, fährt man am besten mit dem RAV4 Hybrid. Auch wegen dem harmonischen Zusammenspiel von Benzin- und Elektroantrieb entscheiden sich die meisten RAV-Fahrer für die Hybridversion.

Der immer mit der stufenlosen Automatik verbundene Hybridantrieb lässt den RAV4, da der Elektromotor ab der ersten Umdrehung mit voller Leistung greift, eindrucksvoll von der Ampel weg ziehen.

Der 143 PS starke Elektromotor der Frontantriebsversion und die 143 und 68 PS starken E-Motoren der Allradvariante sorgen dafür, dass der Hybrid auch mal ein paar Kilometer rein elektrisch, also ohne Benzinverbrauch, emissionsfrei und leise in der Innenstadt fahren kann. Während des Bremsens rekuperiert er, indem er elektrische Energie wieder in den Akku einspeist.

In Arbeitsunion mit dem 2,5-Liter-Vierzylinder-Benziner kommen so 197 PS auf die Straße. Das wirkt im Datenblatt dynamischer (Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 8,3 s), als es sich mit dem bei Vollgas laut werdenden Benziner anfühlt. Aber es spart. Zumindest in der Stadt im Vergleich mit dem 152 PS starken 2,0-Liter-Benziner.

Dessen Durchschnittsverbrauch wird von Toyota mit 6,7 bis 7,0 Liter angegeben, wogegen sich die Hybridversion mit 4,9 bis 5,2 l/100 km zufrieden geben soll. Im Realbetrieb fließen alle 100 km rund 7,5 Liter Super aus dem 56-Liter-Tank. Wer jedoch mit hohem Tempo unterwegs ist (der Hybrid läuft 180 km/h) verbraucht mit beiden Motorvarianten ähnlich viel.

Die Diesel

Der 143-PS-Diesel des RAV4 würde auf Langstrecke mehr sparen als der Hybridantrieb, er wurde jedoch 2018 aus dem Programm gestrichen.

Die Investition in den Allradantrieb kann in heiklen Fahrsituationen, auf Schnee oder bei Glätte, wenn die Traktion eines Frontantriebs nicht mehr ausreicht, eine gute sein.

Zur serienmäßigen Sicherheitsausstattung des RAV4 zählen sieben Airbags, das ESP, die Anhängerstabilisierung, der Berganfahrassistent und das LED-Tagfahrlicht. Optional bestellt man sich, was in einem großen SUV Sinn macht, das Sieben-Zoll-Infotainment mit Rückfahrkamera hinzu.

Das ist im zweiten Ausstattungslevel genauso serienmäßig wie die Nebelscheinwerfer, der Regensensor und die Voll-LED Scheinwerfer in der Hybridversion. Die LED-Leuchten sind in Verbindung mit dem Sicherheitspaket Toyota Safety Sense auch für den Benziner orderbar.

Die empfehlenswerte Option Safety Sense umfasst das Pre-Collision-System mit Fußgängererkennung, den Spurhalteassistenten, eine Verkehrszeichenerkennung, den Fernlichtassistenten und den adaptiven Tempomat. Genauso empfehlen sich als Extras die Parksensoren und der Toter-Winkel-Assistent mit Rückfahrassistent.

Im vierten und höchsten Level, dem Executive, sichern die Fahrt zudem die Parksensoren und die Voll-LED-Scheinwerfer. Der als Extra bestellbare Rückfahrassistent verfügt hier über eine 360-Grad-Kamera.

Im ADAC-Bremstest kam der Toyota RAV4 Hybrid nach einer Vollbremsung aus 100 km/h nach ziemlich durchschnittlichen 37,8 Metern zum Stehen. Das Crashverhalten der Karosserie und die Sicherung durch die elektronischen Helfer wurden im Euro NCAP-Crashtest mit der maximalen Wertung von fünf Sternen bewertet.

Vier Ausstattungsgrade stehen im RAV4 zur Wahl: Das Basismodell und die drei Ausstattungslinien Comfort, Edition und Executive.

Mit dem Basismodell kann man gut leben, da hier unter anderem die manuelle Klimaanlage, die elektrischen Fensterheber rundum, das Bluetooth-Audiosystem mit 4,2-Zoll-TFT-Farbdisplay, die Start-Stop-Automatik sowie die elektrisch einstell- und beheizbaren Außenspiegel mit zum Lieferumfang gehören.

Der zweite Ausstattungsgrad, Comfort, empfiehlt sich jedoch wegen des Zugangs zu Toyotas Safety Sense, das hier als Extra bestellbar ist. Zudem rollt der RAV4 Comfort nicht auf 17-Zoll-Stahlfelgen, sondern auf Leichtmetallfelgen im gleichen Format und die Klimaautomatik, der Tempomat, die Lichtautomatik, die elektrisch anklappbaren Außenspiegel, das Lederlenkrad und der Unterfahrschutz sind inklusive.

Im Hybrid gehört zusätzlich das Smart-Key-System zum Ausstattungspaket.

Im dritten Ausstattungslevel, Edition, kommen 18-Zoll-Leichtmetallfelgen, das Privacy Glas, die elektrische Heckklappe und das Smart-Key-System hinzu und im vierten Level, Executive, die Lederausstattung mit elektrischer Sitzverstellung, die Sitzheizung vorn und der Digitalradioempfang (DAB+).

Zusammenfassung

Toyotas RAV4 präsentiert sich geräumig, langlebig, sicher und das zum fairen Preis. Daran hat sich grundlegend nichts geändert. Der RAV4 ist ausgereift und vom Platzangebot und der Durchdachtheit ein familienfreundliches SUV.

Die weiteren Qualitäten von Toyotas SUV liegen im umweltfreundlichen Hybridantrieb, der sich bei einigen anderen Herstellern im SUV immer noch nicht im Angebot befindet.

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