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Toyota Prius Test

Der Hybrid-Pionier

8/10
Wow-Wertung
Das ist die mittlere Bewertung der führenden Autozeitungen.
  • Harmonischer Hybridantrieb
  • Sehr sparsam
  • Drei Jahre Garantie
  • Schlechte Übersicht
  • Laut bei Last
  • Kopffreiheit im Fond

28.450 € - 32.450 € Preisklasse

5 Sitze

3,4 - 3,6 l/100km

Test

Sparsamkeit war immer oberstes Gebot. Jede Generation des seit 1997 gebauten Toyota Prius verbesserte sich bei Verbrauch und CO2-Ausstoss gegenüber dem Vorgänger, aber nie war der Sprung so groß wie im Prius 4.

0,5 Liter – In einer Zahl bemisst sich der Fortschritt im Prius 4, der sich Konkurrenten wie einem Hyundai Ioniq Hybrid und Honda Insight, aber auch einem Kia Niro oder Lexus CT 200h gegenüber sieht. Der Prius 3 begnügte sich mit 3,9 Litern Super und emittierte 89 g/km CO2.

Die vierte Generation gelingt auf dem Rollprüfstand ein Verbrauch von 3,4 Litern und eine Emission von 70 g/km.

Äußerlich ist der Prius der Prius geblieben. Das Grundlayout des 4,54 Meter langen Viertürers mit dem runden Rücken und der doppelt verglasten großen Heckklappe hat Bestand. Die Front schaut aggressiver drein. Das Heck endet barock.

Neu ist, dass der Toyota Prius jetzt über einen ansehnlichen Innenraum verfügt und sich mit seinem Hybridantrieb und dem stark verbesserten Komfort harmonisch fährt.

Wie er das schafft? Der Prius Nummer 4 ist der erste Toyota, den der japanische Hersteller auf die neue TNGA-Plattform stellte. Dadurch sank die Karosseriehöhe auf 1,47 Meter und damit auch der Fahrzeugschwerpunkt. Damit verbesserte sich die Straßenlage und die Aerodynamik (cW-Wert 0,24).

Die Motorleistung wurde von 136 auf 122 PS reduziert, trotzdem fällt der Hybridantrieb überzeugender aus.

Die Frage ist, ob das 3-Liter-Auto mit dem Toyota Prius 4 endlich auch im Alltag angekommen und der von Toyota angegebene Verbrauch auch in der Realität zu erzielen ist?

Das erste Mal seit 1997 bietet der Toyota Prius so etwas wie Wohlfühl-Atmosphäre im Cockpit und zudem mehr Platz im Innen- und Kofferraum.

Das Interieur

Das Cockpit ist nicht nur ansprechend verarbeitet, sondern es sieht besser aus. Die Kunststoffe wirken hochwertiger. Die graue Tristesse der Vorgänger gehört der Vergangenheit an. Man fühlt sich schnell wohl.

Und man kommt im 4,54 Meter langen und 1,76 Meter breiten Fünfsitzer bequem unter. Besonders auf den Vordersitzen sorgt der um 17 Zentimeter weiter nach vorne gerückte höchste Punkt des Daches für mehr Kopffreiheit. Die schwarz bezogenen Sitze mit neuen Federn und verstärkter Polsterung sorgen für einen bekömmlicheren Langstreckenkomfort.

Und auch die breiteren Sitzflächen und sattere Aufpolsterungen im Fond fühlen sich für hinten Platz nehmende Passagiere gut an. Die sitzen relativ tief und sehen durch die schmalen Seitenscheiben eher wenig von draußen. Bis 1,90 Meter Körpergröße sitzt man gut. Die Kids dürfen also eine ganze Weile hinten im Prius mitfahren.

Im.familientauglichen Prius geht die Bedienung leicht von der Hand auf dem großen Touchscreen, obwohl einige Schalter etwas versteckt sind (die von der Sitzheizung). Auf dem Display laufen diverse Verbrauchsangaben und -statistiken auf. Der Fahrer bekommt zudem den Bereich angezeigt, in dem er besonders sparsam unterwegs ist.

Der Kofferraum

An Gepäck muss nicht gespart werden. Von Vorteil ist, dass sich die 12-Volt-Batterie nicht mehr im Kofferraum befindet, sondern im Motorraum, und der Nickel-Metallhydrid-Hybrid-Akku, der sich jetzt unter den Rücksitzen befindet, kompakter ausfällt.

Der Kofferraum dankt es mit 501 Liter Volumen. Wird die asymmetrisch geteilte Rückbank umgeklappt, bleibt eine Stufe am Ladeboden, aber 1.633 Liter passen hinein.

Die maximale Zuladung ist mit 340 kg nicht hoch. Wer viel zu transportieren hat, kann den Hybrid erstmals als Zugfahrzeug nutzen. Der Prius darf eine ungebremste Anhängelast von 725 kg an den Haken nehmen. Das entspricht in etwa dem Gewicht eines kleinen Anhängers.

Der Prius fährt sich so komfortabel und agil wie nie zuvor. Dank um 60 Prozent erhöhter Karosseriesteifigkeit, gepflegterem Federungskomfort und weniger Abrollgeräuschen.

Der um 2,5 Zentimeter tiefere Fahrzeugschwerpunkt sorgt für erhöhte Fahrstabilität, einen ruhigen Geradeauslauf und für agileres Fahrverhalten. Die Tendenz zum frühen Untersteuern, also dem Schieben über die Vorderräder in Richtung Kurvenrand, haben die Toyota-Ingenieure dem Prius abgewöhnt. Damit steht sein Fahrwerk auch höhere Kurvengeschwindigkeiten.

Dem Fahrwerk spendierte man eine neue Doppelquerlenker-Hinterachse und ein modifiziertes Fahrprogrammsystem mit vier Fahrmodi (ECO, Power, Normal, EV). Im elektrischen Modus (EV), der allerdings nur bei gut gefülltem Akku abrufbar ist, fährt man nachts, ohne die Nachbarn zu wecken, flüsternd leise durchs Wohngebiet.

Im „Power“-Modus packt der Prius kräftig an. Das bereitet Fahr- und nicht nur Sparfreude. Ein neues Gefühl im Prius.

Mit seiner Lenkung lenkt Toyotas Sparmobil präzise ein und das Gefühl auf der Bremse wirkt vom Pedaldruck erstmals ganz normal und alltäglich. Auch deshalb fährt sich der Prius, und das ist wohl der größte Unterschied zwischen der vierten und dritten Generation, wie ein ganz normales Auto.

Dass der Prius wie ein ganz normales Auto fährt, hat auch etwas mit dem 122 PS leistenden Hybridantrieb zu tun, bei dem der 98 PS starke Benziner und der 72 PS starke Elektromotor harmonisch und ruckfrei zusammenarbeiten.

Die Benziner

Der E-Motor baut seine volle Schubkraft sofort auf. Dadurch beschleunigt der Prius auf den ersten Metern ungewöhnlich stark. Bei viel Gas schaltet sich der Benziner hinzu und der Hybrid spurtet in 10,6 Sekunden von 0 auf 100 km/h und weiter zur Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h.

Wer es langsamer angehen lässt, verbraucht weniger, denn niedriger Verbrauch hat immer auch etwas mit dem Fahrer zu tun. Der kann etwas mehr Gas geben als im Prius 3 und fährt dann immer noch rein elektrisch.

Nur wenn viel Gas gegeben wird, tönt der 1,8-Liter-Vierzylinder-Benziner laut. Im Power-Modus geht es dann im 1,450 kg leichten Prius lebhaft voran. Nun hängt der E-Motor auf den Sprung am Gasfuß und die Kraft wallt noch druckvoller.

Im Eco-Modus ist der Pedalweg weit länger. Soll es extra sparsam voran gehen, erhält der Fahrer unzählige Anzeigen auf dem Bordcomputerdisplay zur Unterstützung: Infos zur Kraftverteilung, zum EV-Verhältnis, den Kosten, dem Tagesverbrauch und den Eco-Score nach jedem Abstellen des Motorduos.

Der 1,8-Liter-Vierzylinder arbeitet extrem effizient – so effizient wie ein Diesel, sagt Toyota. Das spürt man im Verbrauch. 5,0 Liter flossen im Test alle 100 km aus dem 43-Liter-Tank. Bei bewusst sparsamer Fahrweise war es ein halber Liter Super weniger.

Besonders empfehlenswert ist und bleibt der Prius für Fahrer, die sich tagtäglich durch den Stadtverkehr quälen. Hier verbraucht der Hybrid wegen der häufigen elektrischen Fahrphasen deutlich weniger als ein reiner Benziner.

Die Fußgängererkennung des Pre-Crash-Systems und das Einparksystem sind neu im Prius. Und auch sonst ist für reichlich Sicherheit beim Sparen gesorgt.

Serienmäßig wird der Prius mit Voll-LED-Scheinwerfern, dem Spurhalteassistenten mit Lenkunterstützung, dem automatischen Abstandshalte-Tempomat, der Verkehrsschilderkennung und der Notbremsfunktion mit Fußgängererkennung ausgeliefert.

Empfehlenswert sind wegen der am Heck unübersichtlichen Karosserie die hinteren Einparksensoren, der Toter-Winkel-Warner und die Rückfahrkamera.

Mit dem Head-up-Display werden Fahrdaten wie Tempo oder Navibefehle direkt auf die Windschutzscheibe projiziert. Dort landen sie genau im Blick.

Das Bremsgefühl, das sich nicht mehr so „glasig“ anfühlt wie bisher, geht in Ordnung, aber die Bremsleistung überzeugt nicht ganz. Im ADAC-Bremstest kam der Toyota Prius nach einer Vollbremsung aus 100 km/h nach unterdurchschnittlichen 38,9 Metern zum Stehen.

Das Crashverhalten der Karosserie und die Sicherung durch die elektronischen Helfer wurden im Euro NCAP-Crashtest mit der maximalen Wertung von fünf Sternen bewertet.

Die Ausstattung des Prius ist seit der Präsentation der vierten Generation im Jahr 2016 wieder auf der Höhe der Zeit.

Die Ladeschale für das induktive Aufladen des Smartphone befindet sich ganz nah am Fahrer unter dem Automatikwahlhebel. Neu gemacht wurden der 4,2 Zoll große Bildschirm und das Head-up-Display.

Das Navigationssystem ist flott von der Autobahn auf die Landstraße umgeroutet und denkt fein mit, denn beim Grenzübertritt in ein anderes Land liefert es wichtige Infos gleich mit: die nationale Geschwindigkeitsbegrenzung, die Promillegrenze, die Warnwestenpflicht … Auch die Verkehrszeichenerkennung ist hilfreich, allerdings macht sie keinen hundertprozentig überzeugenden Job.

Das Raffinierteste ist die Klimaautomatik des Toyota Prius. Das System erkennt, welche Sitze gerade belegt sind und regelt die Ventilation und Heizungsintensität dem entsprechend ein. Schon im Basistrim hat der Toyota die Zweizonen-Klimaanlage und die Rückfahrkamera mit an Bord.

Ab dem mittleren Ausstattungsgrad Comfort ist der Prius mit dem Head-up-Display, der Sitzheizung und von der Assistenzseite her sehr umfangreich ausgestattet und im Topmodell Executive mit der Einparkhilfe, WLAN und dem JBL Soundsystem annähernd komplett. Und auch bei den Aufpreisen, etwa für Ledersitze, bleibt das Hybridangebot fair.

Zusammenfassung

Die von Toyota angegebenen 3,4 Liter Verbrauch gelingen nur, wenn man schleicht. Mit einem Verbrauch von fünf Litern Super ist der Prius für ein Benziner trotzdem sehr sparsam.

Nicht nur Prius-Fans überzeugt das gewachsene Raumangebot, die hohe Fahrsicherheit und die drei und fünf Jahre lange Garantie, die Toyota auf Fahrzeug und Hybridantrieb gibt. Dass der Toyota Prius mit dem verbesserten Komfort und harmonischen Hybridantrieb so normal fährt wie jedes andere Auto, aber noch sparsamer, dürfte sogar überzeugte Dieselfahrer überzeugen.

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