Gibt an, wie viele Kilometer ein Elektroauto oder Hybrid rein elektrisch mit einer voll aufgeladenen Batterie im genormten WLTP-Zyklus zurücklegen kann.
458 - 607 km
Beschleunigung (0-100 km/h)
5,2 - 8,4 s
Anzahl der Sitze
5
Kofferraumvolumen, Rücksitzbank aufrecht
416 Liter - 3 Koffer
Außenabmessungen (Länge/Breite/Höhe)
4.520 mm x 1.870 mm x 1.595 mm
CO₂-Ausstoß (WLTP, kombiniert)
Gibt an, wie viel Kohlendioxid (CO2) das Fahrzeug pro gefahrenem Kilometer im WLTP-Zyklus (kombiniert) ausstößt. Je niedriger der Wert, desto umweltfreundlicher ist das Auto.
0 g/km
Verbrauch
Gibt an, wie viel Energie ein Elektroauto im genormten WLTP-Zyklus (kombiniert) pro 100 Kilometer verbraucht. Je niedriger der Wert, desto sparsamer ist das Auto.
Mit der Umstellung auf E-Autos hat sich Toyota lange schwer getan. Zwar setzte die Marke mit dem Prius früh auf Umwelttechnologie, konnte sich aber nur schwer vom Verbrenner lösen. Nachdem das erste E-Modell, der bZ4X, die Erwartungen nicht erfüllte, soll nun der Toyota C-HR+ den Umschwung bringen. Anders als der bekannte C-HR Hybrid, der ein Kleinwagen ist, hat die elektrische Plus-Variante 30 cm zugelegt und tritt im Kompaktsegment gegen den VW ID.4 an.
Die Chancen für einen Erfolg stehen gut. Im Test überzeugte der C-HR+ mit einer beachtlichen Reichweite von bis zu 609 km. Die maximale Ladeleistung von 150 kW ermöglicht es, das SUV in etwa 28 Minuten auf 80 % zu laden. Was auf dem Papier moderat klingt, macht der Japaner durch eine konstante Ladekurve wett. Erhältlich sind drei Motorisierungen zwischen 167 und 343 PS. Bei den Batterien stehen 57,7 kWh brutto (54 kWh netto) sowie ein großes Paket mit 77,7 kWh (72 kWh netto) zur Auswahl.
Das Fahrverhalten ist sportlicher und agiler als beim bZ4X. Im Innenraum setzt Toyota auf eine gelungene Mischung aus klassischer Bedienung durch physische Tasten und modernen Displays. Das Platzangebot ist vorne großzügig, im Fond jedoch durch die markante Coupé-Form und kleine Fenster eingeschränkt. Der Kofferraum ist mit rund 416 Litern akzeptabel, wird aber von den meisten Konkurrenten übertroffen. Der größte Trumpf sind die umfassenden Garantien: bis zu 15 Jahre sind bei regelmäßiger Wartung möglich – das ist derzeit konkurrenzlos, Alternativen wie das Tesla Model Y, VW ID.4 oder Skoda Elroq bleiben hier weit zurück.
Toyota CH-R+: Reichweite und Ladedauer
Der Toyota C-HR+ kommt in zwei Batteriekonfigurationen: Im Basismodell sind es 57,7 kWh brutto für etwa 456 km Reichweite. Alternativ lässt sich die größere Batterie mit 77,7 kWh auswählen, die bis zu 609 km Reichweite ermöglicht. Wie weit das SUV kommt, ist aber abhängig von Faktoren wie Fahrstil und Außentemperatur.
Die maximale Ladegeschwindigkeit liegt bei bis zu 150 kW. Unter optimalen Bedingungen beträgt sie von zehn auf 80 % etwa 28 bis 30 Minuten. Durch die aktivierbare Batterievorkonditionierung kann dies auch bei niedrigen Temperaturen erreicht werden. Serienmäßig verbaut ist ein 11-kW-Bordlader, mit dem das Aufladen zu Hause an der Wallbox etwa fünf Stunden dauert.
Bei einem Strompreis von 35 Cent kostet das Aufladen zu Hause etwa 31 Euro mit der kleinen Batterie und ca. 39 Euro mit der größeren. Dies ergibt Kosten von 4,70 Euro pro 100 km. Zusätzlich können Käufer von staatlichen Boni und Prämien profitieren, wie der Kfz-Steuerbefreiung oder regionalen Förderungen für die Ladeinfrastruktur, was die Gesamtkosten weiter reduziert.
Leistung und Fahrkomfort
Die Motoren des Toyota C-HR+ stammen vom bZ4X, bieten aber mehrere Kombinationsmöglichkeiten. Das Basismodell ist ein Frontantriebler mit 167 PS, der ab 140 km/h elektronisch abgeregelt wird. Das nächstgrößere Modell leistet 225 PS und schafft eine maximale Geschwindigkeit von 160 km/h. Topmodell ist der Allradantrieb mit 343 PS, der 180 km/h erreicht und eine Beschleunigung von 5,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h bietet.
Überzeugen konnte uns im Test vor allem das Modell in der Mitte mit der großen 77,7-kWh-Batterie. Dieses stellt mit 224 PS ausreichend Kraftreserven zur Verfügung ohne den Energiemehrverbrauch des Allradantriebs. Das Ergebnis: die größte Reichweite von 609 km in der Modellreihe. Das ist in der Kompaktklasse eine Ansage.
Sportlicher abgestimmt als der Toyota bZ4X
Alle Modelle verfügen über ein Eingang-Automatikgetriebe, das in unserem Test anstandslos seinen Dienst absolvierte. Über Schaltwippen am Lenkrad konnten wir die Bremsenergie-Rückgewinnung in vier Stufen regeln, was One-Pedal-Driving ermöglichte. Das heißt, wir konnten den Toyota C-HR+ nur mit dem Gaspedal zum Stillstand bringen. Im Vergleich zum bZ4X ist das Kompakt-SUV sportlicher abgestimmt, was sich positiv auf das Fahrverhalten auswirkt. Die Karosserie ist sehr steif, es gab in unserem Testzeitraum kein Klappern oder Rattern im Innenraum.
Außergewöhnlich ruhig im Innenraum
Die elektrische Servolenkung arbeitet sehr präzise und agil. Trotz der straffen Federn, die bei niedrigen Temperaturen etwas zu fest wirken können, ist das Auto gut gedämpft und liegt stabil auf der Fahrbahn. Besonders fiel uns auf: An Bord des Toyota C-HR+ ist es außergewöhnlich ruhig. Das liegt an einem sehr niedrigen cW-Wert von 0,26, der laut Toyota der beste im Segment ist und die überdurchschnittlich hohen Reichweiten erklärt.
Überzeugt in der Stadt wie auch auf der Autobahn
Mit einer Länge von 4,52 m ist der C-HR+ deutlich handlicher als der größere bZ4X. Das gefiel uns in der Stadt gut, wo die Parkplatzsuche so leichter ausfiel. Aufgrund der guten Straßenlage und der hohen Reichweite ist der Toyota C-HR+ aber auch als Langstreckenfahrzeug einsetzbar. Das SUV meistert für uns den Kompromiss aus kompakten Fahrzeugmaßen, hoher Reichweite und Fahrstabilität. Für Regionen mit viel Schnee gibt es zusätzlich das Allradmodell für zusätzliche Traktion mit speziellem Schneemodudus.
Kofferraum, Platz und Praxistauglichkeit
Weit mehr als den Namen hat der Toyota C-HR+ nicht mit dem Hybridmodell CH-R zu tun. Er ist fast 30 cm länger und besitzt einen deutlich größeren Radstand (plus elf Zentimeter). Das SUV ist jetzt 4,52 Meter lang, seine Breite beträgt 1,87 m, die Höhe 1,60 m. Der Radstand kommt auf 2,75 m. Diese Maße kommen dem Platzangebot im Innenraum zu Gute. Vorne konnten wir bequem Platz nehmen und die Fahrt im Toyota CH-R+ genießen.
Im Fond saßen wir halbwegs ordentlich. Die Beinfreiheit ist für ein Auto dieser Länge okay. Ein Raumweltmeister ist das SUV von Toyota trotzdem nicht. Die Kopffreiheit ist passabel, wir hatten noch eine Handbreit Platz über dem Kopf. Wir fanden allerdings das Raumgefühl ohne das optionale Panoramaglasdach im Fond durch die kleinen Fensterflächen eingeengt.
Spoileralarm: Schlechte Sicht nach hinten
Der Toyota CH-R+ besitzt fünf Sitzplätze, wobei die Rücksitze im Verhältnis 60 zu 40 umklappbar sind, um das Ladevolumen des Kofferraums zu vergrößern. Die Sitze sind sehr bequem und erinnerten uns an ein schickes Sofa. Isofix-Verankerungen gibt es auf den beiden Außenpositionen im Fond. Die Sicht nach hinten war für uns aber ist durch die abfallende Dachlinie eingeschränkt. Außerdem hat Toyota hier einen markanten Heckspoiler integriert, der das Heckfenster noch weiter verengt. Um das auszugleichen, bietet der Hersteller je nach Ausstattung eine 360-Grad-Kamera, Einparkassistenten und Totwinkelwarner an. Negativ aufgefallen ist uns, dass ein Heckscheibenwischer fehlt.
Gibt es einen Frunk?
Die Coupéform sorgt auch dafür, dass die Kofferraumkapazität eingeschränkt ist. Mit 416 Litern kommt der Toyota nur auf einen durchschnittlichen Wert im Kompaktsegment, das maximale Ladevolumen gibt der Hersteller bisher nicht an. Praktisch ist, dass sich unter dem Boden des Kofferraums eine weitere Ebene befindet, in der das Ladekabel verstaut werden kann. Weniger erfreut waren wir davon, dass es Toyota nicht geschafft hat, in seinem Elektroauto einen Frunk unter der Motorhaube einzubauen.
Innenraum, Infotainment und Ausstattung
Angesichts der kargen Innenräume von Tesla und chinesischen Elektroautoherstellern wirkte die Innenausstattung des Toyota C-HR+ auf uns fast schon ein wenig retro. Es gibt viele Knöpfe und Tasten, die das SUV von minimalistischen Konkurrenten abheben. Wer also bisher einen klassischen Verbrenner gefahren ist, muss sich beim Toyota C-HR+ nicht umstellen. Wichtige Funktionen wie Parkassistent, Klimatisierung, Scheinwerfer und Fensterheber konnten wir über physische Tasten steuern.
Technisch basiert das Interieur des SUVs auf dem Toyota bZ4X, wurde für dieses Modell aber angepasst, sodass es durchaus eigenständig auf uns wirkte. Typisch für Toyota ist die Innenausstattung zwar wertig, aber eher schlicht. Die Sitze bestehen in höheren Ausstattungslinien aus einer Kombination von Kunstleder und Velours, bei der Wert auf Nachhaltigkeit gelegt wurde. Durch das Design wirkt der Innenraum hell und freundlich. Die moderne Technologie sorgt zudem für ein angenehmes Ambiente, wobei die Ambientebeleuchtung erst in höheren Ausstattungsvarianten verfügbar ist.
Das digitale Herzstück im Cockpit des Toyota C-HR+ ist ein zentraler Touchscreen mit einem 14 Zoll großen Bildschirm, der serienmäßig verbaut ist. Dieses Infotainment-System beinhaltet eine integrierte Navigationslösung mit automatischer Ladeplanung, die notwendige Ladestopps direkt an der Route anzeigt. Das funktionierte in unserem Test ohne jegliche Probleme. Hinter dem Lenkrad befand sich bei unserem Testwagen ein 7-Zoll-Display für die fahrrelevanten Instrumente.
Das Smartphone konnten wir über zwei kabellose Ladeschalen in der Mittelkonsole integrieren, die so positioniert sind, dass man das Handy während des Ladens im Blick behalten kann. Die Anbindung erfolgt über Apple CarPlay oder Android Auto. Zusätzlich gibt es eine App für den C-HR+, über die sich der Ladestand, die Reichweite und die Vorkonditionierung des Innenraums steuern lassen. Im Winter kann das SUV bereits mollig warm vorgewärmt werden.
Optional für den Toyota C-HR+ sind ein großes Panoramaglasdach, das sich allerdings nicht öffnen lässt, eine beheizbare Frontscheibe, ein hochwertiges JBL-Soundsystem sowie ein 22-kW-Bordlader erhältlich. Standard sind eine Wärmepumpe, beheizbare Sitze und Lenkrad sowie die Ladeschalen für Smartphones.
Sicherheit und Assistenzsysteme
Die Sicherheit des Toyota C-HR+ beruht auf den Systemen Safety Sense und T-Mate. Diese umfassen eine Reihe von Assistenzsystemen, die durch Erkennung von Gefahrenquellen Unfälle verhindern oder deren Folgen mildern sollen. Dazu gehören Systeme zur Kollisionsvermeidung, ein Spurhalteassistent und Verkehrszeichenerkennung. Toyota Safety Sense ist Teil von T-Mate, das weitere Funktionen bietet, um beispielsweise einen höheren Fußgängerschutz zu leisten. Es enthält eine 360-Grad-Kamera oder ferngesteuertes Parken.
Vorgänger mit Bestnoten im Crashtest
Einen aktuellen Crashtest für den neuen Toyota C-HR+ gibt es bisher noch nicht. Allerdings überzeugten die beiden vorhergehenden Versionen des C-HR bei den Sicherheitstests der Euro NCAP jeweils mit der Bestnote von fünf Sternen. Auch der Toyota bZ4X, auf dem die Technik basiert, schnitt dort hervorragend ab.
Bekannte Probleme und Rückrufe
Um im Elektroautomarkt Fuß zu fassen, bietet Toyota außergewöhnliche Konditionen bezüglich der Zuverlässigkeit an. Der C-HR+ erhält eine Garantie von bis zu zehn Jahren auf die Batterie. Bedingung ist die Wartung nach Herstellervorgaben inklusive Akku-Check. Zudem gilt die Toyota Relax-Garantie, die sich nach jeder Inspektion um zwölf Monate verlängert – bis zu 15 Jahre oder 250.000 km. Optional gibt es Pakete, die Wartung und Wallbox abdecken. Da die Auslieferung erst 2026 begann, gibt es noch keine bekannten Probleme bezüglich der Zuverlässigkeit.
Toyota C-HR+ FAQs
Wie groß ist die Reichweite des Toyota C-HR+?
Je nach Batteriekonfiguration und Antrieb liegt die offizielle Reichweite des Toyota C-HR+ zwischen 456 km und 609 km. Im Alltag variiert dieser Wert nach Fahrstil, Außentemperatur und Nutzung der Klimatisierung.
Wie lange dauert das Laden beim Toyota C-HR+?
An einer Schnellladesäule lädt der C-HR+ unter optimalen Bedingungen in etwa 28 bis 30 Minuten von zehn auf 80 %. Zu Hause an einer 11-kW-Wallbox dauert eine vollständige Ladung ungefähr fünf Stunden.
Verfügt der Toyota C-HR+ über ein One-Pedal-Driving-System?
Über Schaltwippen am Lenkrad lässt sich die Rekuperation des Toyota C-HR+ in vier Stufen regeln. In der höchsten Stufe kann das Fahrzeug fast ausschließlich über das Gaspedal bis zum Stillstand gebracht werden.
Welche Garantie bietet Toyota für die Batterie des C-HR+ an?
Toyota gewährt eine Garantie auf die Batterie von bis zu zehn Jahren oder 250.000 Kilometer. Voraussetzung ist die regelmäßige Wartung inklusive eines jährlichen Akku-Checks in einer Vertragswerkstatt.
Ist der Toyota C-HR+ mit Allradantrieb verfügbar?
Das Topmodell des Toyota C-HR+ ist mit einem Allradantrieb ausgestattet, der eine Systemleistung von 343 PS bietet. Diese Version verfügt über einen speziellen Schneemodus für bessere Traktion auf rutschigem Untergrund.
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