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Toyota Aygo X im Test

Ihr nächstes Auto soll ein Toyota Aygo X werden? Erfahren Sie alles Wichtige zu diesem Modell in unserem ausführlichen Testbericht!

4,7/5 aus 13.366 Bewertungen

Ohne SUV-Anleihen geht es auch bei Kleinwagen nicht mehr. Toyota legt den Aygo als Mini-Geländewagen neu auf. Das bringt viele Vorteile: mehr Platz, bessere Rundumsicht und neue Sicherheitssysteme. Teurer ist der Toyota Aygo X allerdings auch.

  • Frisches, gefälliges Design
  • Viele Assistenzsysteme erhältlich
  • Nur eine Motorisierung erhältlich
  • Zu kleine Türen zur zweiten Reihe

Darf’s ein bisschen mehr SUV sein? Dürfte wohl die Frage sein, die sich Autokäufer:innen beim Anblick des neuen Toyota Aygo X stellen dürften. Aus dem Kleinwagen ist ein Mini-SUV geworden. Sieben Jahre liegt das letzte Modell zurück, der neue fährt elf Millimeter höher über die Straße. Was nicht wirklich viel ist und im Gelände kaum Vorteile bringen dürfte, aber darum geht es bei SUVs ja auch nicht. Der Aygo ist jetzt ein Crossover und trägt zur Bestätigung dessen das X gleich im Namen.

Größer ist er ebenfalls geworden - mit einer Länge von 3,70 Meter ist er fast um 24 Zentimeter gewachsen. Auch in der Breite hat er 13 Zentimeter zugelegt, das Dach liegt fünf Zentimeter höher. Das dürfte daran liegen, dass er auf der Plattform des Toyota Yaris entwickelt wurde. Der Aygo X bleibt trotzdem das kleinste Auto im Portfolio des japanischen Herstellers. Mit dem Aufstieg in neue Größendimensionen kommt aber auch ein neuer Preis. Der Toyota Aygo ist mit mindestens 15.390 Euro 2.000 Euro teurer als sein Vorgänger. Die SUV-Anleihen haben ihren Preis.

Der Toyota Aygo X will schick sein

Das Design bleibt Kleinwagen-typisch freundlich. Die Front bedient das in dieser Klasse übliche Kindchenschema. Große Scheinwerfer, die sich oben hin verjüngen, ein großer Kühlergrill, der wie ein lachender Mund wirkt, so strahlt der Toyota Aygo X die anderen Verkehrsteilnehmenden an. Passend dazu gibt es das Mini-SUV gegen Aufpreis mit Faltdach. Das bietet sonst nur noch der Fiat 500. Die Konkurrenz ist also klar: schicke Kleinwagen, die Spaß machen. Passend dazu gibt es den Toyota Aygo X mit zweifarbiger Lackierung, die mit den schwarzen Elementen wie Dach, Radkästen und Teile des Hecks kontrastiert. Planken an den Seiten sollen SUV-Charakter verstärken.

Als Elektroauto wie den Fiat 500e gibt es den Toyota Aygo X bisher aber noch nicht. Der japanische Hybrid-Pionier hat den E-Trend verschlafen und wird im Lauf der nächsten Monate die ersten Stromer vorstellen. Gleichzeitig ist es aber auch eine bewusste Entscheidung. Kleine Elektroautos sind deutlich teurer und besitzen nur eine geringe Reichweite. Den Aufpreis wollen nicht alle zahlen.

Einziger verfügbarer Motor beim Toyota Aygo X ist ein 1,0 Liter Dreizylinder mit 72 PS. Wahlweise mit Fünf-Gang-Schalter oder stufenlosem Getriebe. Beide sind mit Durchschnittswerten unter fünf Liter Benzin besonders sparsam. Eine nachträgliche Elektrifizierung ist aber durchaus möglich. Den Yaris, auf dessen Plattform der Aygo aufbaut, ist als Hybrid erhältlich. Bisher gibt es aber keine Pläne in diese Richtung. Für die meisten Kleinstwagen lohnt sich der Aufpreis nicht.

Alle Varianten mit Display

Ungewöhnlich ist der Innenraum des Aygo X, der von der aktuellen Toyota-Optik abweicht. In der Mittelkonsole thront ein oranges Ei - ein Zierring, der sich bis zum Nebensitz erstreckt. In seiner Mitte: Das sieben oder neun Zoll große Display, mit dem sich die wichtigsten Funktionen des Aygo X bedienen lassen. Die Software ist aus dem Toyota Yaris Cross bekannt und überzeugt durch Schnelligkeit. Mittlerweile obligatorisch: Das Smartphone kann per Apple CarPlay und Android Auto gekoppelt werden, in den höheren Versionen auch kabellos. Updates erfolgen Over-the-Air, Verkehrsinfos können in Echtzeit empfangen werden.

Unter dem Bildschirm sitzt ganz klassisch die Bedieneinheit für die Klimaanlage. Dankenswerterweise mit zwei vertrauten Drehreglern. An den Türen überrascht Toyota ein weiteres Mal: Hier ist lackiertes Blech zu sehen. Eine weitere Anlehnung an den Fiat 500. Sonst gibt es den üblichen Kunststoff-Materialmix. Die Hartplastik-Landschaft ist aber nichts Ungewöhnliches für diese Klasse.

Hinten wird es ziemlich eng

Im Gegensatz zum Vorgänger bietet Toyota den neuen Aygo X nur noch als Fünftürer an. Wobei die hinteren Einstiegsluken doch sehr klein geraten sind. Hinzu kommt: Statt absenkbaren Fenstern gibt es nur einen Klappmechanismus. Vorne sitzt es sich für diese Klasse noch angenehm, aber natürlich beengter als in der Kompaktklasse. Die Sitzposition liegt 55 Millimeter höher als im Vorgänger. Das spendet zumindest ein bisschen SUV-Feeling.

Nehmen auf den Vordersitzen große Menschen Platz, heißt es dahinter Knie anziehen und den Kopf dazwischen verstauen. Lange ist das nicht auszuhalten. Die zweite Sitzreihe geht wirklich nur für Kinder oder die absolute Kurzstrecke. Da der Aygo X aber die meiste Zeit in der Stadt unterwegs sein dürfte, geht auch das in Ordnung. Der Kofferraum ist für ein Auto dieser Größe durchaus beachtlich. 269 Liter sind es, wenn der Toyota Aygo X dachhoch beladen wird, das sind 60 Liter mehr als im Vorgänger. Nach dem Umklappen der Rückbank sind es 829 Liter. Zum Vergleich: Ein aktueller VW Polo kommt auf 351 bis 1.125 Liter. Einziger Nachteil: Die Ladekante des Kofferraums ist relativ hoch und im Laderaumboden gibt es eine Stufe.

Nur eine Motorisierung

Der Dreizylinder macht seine Sache gut, 72 PS sind mehr als genug für einen Kleinwagen knapp über einer Tonne Gewicht. Der Motor ist drehfreudig, klingt mitunter aber sehr angestrengt. Dafür stimmt der Verbrauch: 4,7 Liter auf 100 Kilometer sind es laut Hersteller, das macht umweltfreundliche 104 Gramm CO₂ pro 100 Kilometer. Da der Aygo X nur mäßig gedämmt ist, ist das im Innenraum deutlich zu hören. In der Stadt fällt das aber kaum auf, hier dürfte der Haupteinsatzort des Toyota Aygo X liegen.

Der kleine Flitzer ist mit einem Wendekreis von 9,4 Meter ein echter Einparkkünstler, die Lenkung ist exakt, die Federung akzeptabel. Gegen deutlichen Aufpreis spendiert Toyota eine stufenlose CVT-Schaltung (ab 19.090 Euro), die aber nicht wirklich nötig ist. Die Gänge sind gut abgestimmt und lassen sich leicht einlegen. Der Überblick ist besser als im Vorgänger, was sich im Konkurrenzkampf mit all den SUVs auf deutschen Straßen als Vorteil erweist.

Viele Sicherheitssysteme erhältlich

Ungewöhnlich für einen Kleinwagen bietet der Aygo X in der Topversion nahezu eine Vollausstattung mit Features, die es sonst nur in höheren Klassen gibt. Dazu gehören unter anderem eine Schlüsselerkennung, Klimaautomatik, Lederlenkrad, eine kabellose Smartphone-Schale und die Cloud-basierte Navigation. Besonderes Schmankerl für Musikfans ist das Soundsystem von JBL mit 300 Watt.

Erhältlich für den Toyota Aygo X ist auch eine Kombination aus vier Sicherheitssystemen, genannt „Safety Sense“. Eines von Ihnen erkennt drohende Kollisionen und verhindert sie. Das „Pre-Collision System“ kombiniert einen Laser als Entfernungsmesser mit einer Kamera, die die Fahrbahn überwachen. Droht eine Kollision, warnt der Aygo X akustisch und optisch. Erfolgt keine Reaktion, greift das System mit einer Notbremsung ein. Ebenfalls zum Sicherheitspaket gehören ein Spurhalteassistent, der warnt, sobald die Fahrbahnmarkierung ohne Setzen des Blinkers verlassen wird. Das Paket runden ein Verkehrsschildererkennung und der Fernlichtassistent ab, der sich bei freier Fahrbahn automatisch aktiviert und bei einem entgegenkommenden Auto wieder ausschaltet. Nebelscheinwerfer und Parksensoren vorne und hinten runden das Paket ab.

Fazit: besser, aber teurer

Gelungen, kann man da nur sagen! Die Wiedergeburt des Toyota Aygo X als SUVchen gefällt. Noch immer ist er wendig und praktisch, jetzt aber mit mehr Platz und einer besseren Sicht auf die Straße. Die Verarbeitung stimmt, das Design ist frisch, nur der Preis dürfte einigen schwer im Magen liegen. Die Verwandlung in ein SUV lässt sich Toyota mit 2.000 Euro mehr bezahlen als beim Vorgänger. 15.390 Euro kostet der Aygo X nun mindestens. Dafür bekommt die Kundschaft aber einiges. Und für knapp unter 20.000 Euro sogar einen Kleinwagen in Vollausstattung.

7/10 Wow-Wertung

Unsere Fachleute vergeben diese Bewertung nach ausführlicher Prüfung des Fahrzeugs.

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