Skoda Superb Combi im Test

Ihr nächstes Auto soll ein Skoda Superb Combi werden? Erfahren Sie alles Wichtige zu diesem Modell in unserem ausführlichen Testbericht!

Die dritte Generation des seit 2001 gebauten Superb und die zweite Generation des Superb Combi stehen genau für das, was die tschechische Marke Škoda seit zwei Jahrzehnten ausmacht. So viel Platz und Durchdachtheit bietet in der Mittelklasse kaum ein anderer Kombi.

  • Viel Platz für den Menschen und seine Koffer
  • Fairer Aufpreis auf die Limousine
  • Durchdachter als andere Kombis
  • Nur das Pflichtprogramm an Garantie

Mittelklasse? Mittelklasse, die mehr zu bieten hat: Das Platzangebot im Superb Combi im Fond und im Kofferraum erreicht das Level der oberen Mittelklasse und überbietet es zumeist sogar. Und das zu einem Preis, der das tschechische Raumschiff noch vernünftiger und attraktiver erscheinen lässt – ohne mehr Platz zu haben, kann man für einen BMW 5er Touring oder Audi A6 Avant 15.000 Euro und mehr ausgeben.

Fairer Aufpreis auf die Limousine

Ebenso vernünftig am Superb Combi ist, dass sein Aufpreis gegenüber der Superb Limousine voll gerechtfertigt ist. Preislich trennen die Limousine und den Combi lediglich 1.000 Euro (nur bei dem Basismodell 1.5 TSI mit manuellem 6-Gang-Schaltgetriebe zahlt man für das Kombiheck 1.250 Euro zu), was angesichts des Zugewinns an Platz und Variabilität erklärt, warum die meisten Kund:innen beim Superb zur Kombiversion greifen.

Bei gleich guter Technik und Verarbeitung. Ist man über die großen und weit öffnenden Türen eingestiegen, findet sich flott eine passende Sitzposition. Im Cockpit fühlt man sich schnell zuhause. Die Schalter sind dort, wo man sie vermutet, und das Bedienen erklärt sich wie von selbst.

Die Armaturentafel mit den weich aufgeschäumten Oberflächen und den sauber eingepassten Kunststoffteilen wirkt hochwertig und erinnert in ihrem sachlichen Chic an die Cockpits von VW. Wen wundert es? Der Škoda ist schließlich ein Konzernprodukt von Volkswagen. 

Trotz zahlreicher Gleichteile schafft es der Superb Combi dennoch, sich mit vielen klugen Lösungen von einem Passat Variant abzugrenzen. Zu den “Simply-Clever”-Lösungen im Superb Combi zählen der Eiskratzer im Tankdeckel, der Tickethalter an der Windschutzscheibe, der in der Türverkleidung verstaute Regenschirme und noch einiges mehr.

Ein Raumschiff

Das „Mehr als üblich“ erlebt man vor allem auf der Rückbank vor den Knien und im Kofferraum mit den Koffern. Die Beinfreiheit verursacht auch bei langbeinigen Erwachsenen das Gefühl von Oberklasse. Die Bagage kann sehr großzügig ausfallen, da 660 Liter im Gepäckraum nun mal mehr als großzügig sind.

In den Kombis der oberen Mittelklasse kommen zumeist so um die 100 Liter weniger unter. Klasse hat auch das gepflegte Geräuschniveau im Superb Combi. Was man da kritisieren soll? Wenig: Eine verschiebbare Rückbank würde die Vielseitigkeit des Superb Combi, die sich auch aus der umklappbaren Beifahrersitzlehne ergibt, noch etwas steigern (als Option leider nur in der Ausstattungsvariante Ambition). Das war’s schon mit Kritik.

Ein Komfortformat

Der Komfort passt zum Format. Mit dem langen Radstand von 2,84 Meter segelt man entspannt über den Belag der Autobahn. Als Reisewagen ist der tschechische Kombi von VWs Gnaden eine angenehme Über-Land-Partie.

Das Adaptivfahrwerk von VW wurde bei Škoda erstmals im Superb eingesetzt. Investiert man hier, lässt sich das Fahrverhalten in Richtung komfortabel oder dynamisch trimmen. Der Unterschied zwischen den Einstellungen “Comfort” und “Sport” ist dabei gut zu spüren, aber ebenso, dass das Komfortable dem Superb besser liegt als das Sportliche.

Nicht jeder Fahrassi fürs Einstiegsmodell

Der Škoda Superb Combi stammt aus Mladá Boleslav, aber die Sicherheit kommt aus Wolfsburg. Wer im Superb Combi einsteigt, hat daher auch bei der Sicherheitsausstattung wenig Gründe, den Passat Variant zu vermissen, denn auch beim Thema Fahrzeugsicherheit gibt sich Škodas großer Kombi keine Blöße – allerdings manchmal nur gegen Zuzahlung.

Neben den kostspieligen Voll-LED-Matrix-Scheinwerfern (Kostenpunkt: rund 1.800 Euro) verfügt der Superb Combi nach dem 2019er Facelift über zahlreiche weitere Assistenzsysteme, die teilweise aus höheren Fahrzeugklassen den Weg in die Mittelklasse gefunden haben.

Der vorausschauende adaptive Abstandsassistent und der neue Emergency Assist kommen erstmals bei Škoda im Superb zum Einsatz. Der Emergency Assist steuert im Notfall das Fahrzeug automatisch unter Berücksichtigung des Verkehrs auf den anderen Fahrspuren an den Fahrbahnrand und hält es dort an.

Der Abstandsassistent passt die Geschwindigkeit bis 210 km/h automatisch an vorausfahrende Fahrzeuge an und bremst den mit dem DSG ausgerüsteten Superb Combi sogar bis zum Stillstand ab. Innerhalb von bis zu drei Sekunden lässt der Abstandsassistent das Fahrzeug dann selbsttätig wieder anfahren.

Serienmäßig ist im Superb Combi der Front Assist, zu dessen Funktionsumfang auch ein vorausschauender Fußgängerschutz gehört, der dafür sorgt, dass das Fahrzeug im Notfall automatisch abgebremst wird.

Der Abstandsassistent, der den serienmäßigen Tempomat ersetzt und nur in Verbindung mit dem beheizbaren Lenkrad zu ordern ist, kostet 820 Euro, ist aber leider wie das 1.250 Euro kostende Sicherheitspaket aus Spurwechselassistent, Spurhalteassistent, Ausparkassistent und Notfall- und Stauassistent (beide letzten nur in Verbindung mit DSG) nicht im Einstiegsmodell Active zu bestellen – nicht vorbildlich.

Und die Sicherheit im Test? Im ADAC-Bremstest kam der Škoda Superb Combi iV im Jahr 2021 nach einer Vollbremsung aus 100 km/h nach sehr ordentlichen 34,8 Metern zum Stehen. Das Crashverhalten der Karosserie und die Sicherung durch die elektronischen Helfer wurden beim Euro NCAP-Crashtest mit der maximalen Wertung von fünf Sternen bewertet.

Vernetzt und multimedial

Das Infotainment stammt ebenfalls aus Volkswagens reichem Teilebaukasten. Mit der eigenen SIM-Karte ist man in Škodas Topkombi bestens vernetzt. Über den WLAN-Hotspot geht es ins Internet oder zu den mobilen Online-Diensten von Škoda Connect.

Optional stehen das von VW bekannte Digitalcockpit (ab Ambition) und drei Infotainmentsysteme zur Wahl, von denen zwei über eine Navigationsfunktion verfügen. 

Die Basisversion Active ist mit dem Soundsystem Swing mit einem 5-Zoll-Touchdisplay samt USB- und SD-Karten-Anschlüssen ausgestattet. Im zweithöchsten Ausstattungslevel Ambition steuert man das Infotainment per Sprachbedienung, über das 8-Zoll-Touchdisplay oder mit dem Smartphone via MirrorLink, Apple CarPlay oder Android Auto. Der größte Touchscreen des Infotainmentsystems Columbus misst 9,2 Zoll.

Das Soundsystem von Canton mit 610 Watt Ausgangsleistung und elf Lautsprechern und Subwoofer im Kofferraum sorgt ebenfalls gegen Aufpreis für mehr Musik im Kombi und Komfortextras wie die hochwertige Lederausstattung und die elektrische Heckklappe für noch mehr Komfort.

Mit der Entscheidung für die höheren der vier Ausstattungslinien Active, Ambition, Style und Laurin & Klement („L&K“) und Optionen wie der Lenkradheizung, dem Panoramaglasdach oder der Standheizung kann der Preis – der Mutterkonzern Volkswagen macht es bei Audi und VW vor – auf für Škoda zuvor ungewohnte Höhen steigen. Der Škoda Superb kann ein günstiger Kombi sein, aber er ist kein billiger mehr.

Man kann in Škodas Kombitopmodell mit dem 150 PS leistenden 1,5-Liter-Turbobenziner zu einem Preis von etwas über 31.000 Euro einsteigen oder für 34.500 Euro in der Variante mit dem gleich starken 2,0-Liter-Diesel. Man kann jedoch auch über 50.000 Euro für den Superb Combi mit dem 280-PS-Benziner oder 200-PS-Diesel mit Allradantrieb ausgeben.

Ein Preis-Leistungs-Laster?

Gegenüber einem Passat Variant ist der Unterschied im Preis nicht dramatisch, im Vergleich zu den Premiumkombis aus Süddeutschland, die sich Audi, BMW und Mercedes gut bezahlen lassen, aber schon.

Damit ist der Superb Combi, auch wenn nicht so viel „premium“ verlautbart wird, im Feld von Audi A6 Variant, BMW 5er Touring und Mercedes E-Klasse T-Modell klar der Gewinner im Preis-Leistungs-Vergleich. Oder prägnanter und härter formuliert: Für die Summe, die sich bei dem Kauf eines Škoda Superb Combi gegenüber einem dieser Nobelkombis sparen lässt, parkt ein Zweitwagen in der Garage.

Benziner, Diesel oder Plug-in-Hybrid?

Und welcher Motor soll es sein? Schon mit dem von vielen Skoda, VW und Seat Modellen bekannten 150-PS-Vierzylinderbenziner fährt man im Superb Combi gut. Von den Fahrleistungen kann der 2.0-Liter-Turbo, der 250 Newtonmeter Drehmoment an der Vorderachse mobilisiert, schon gut reichen.

In der nächsten Leistungsstufe macht es von den Fahrleistungen kaum einen Unterschied, ob man sich für den Superb Combi mit dem 190 PS starken 2.0 TSI oder dem 218 PS starken 1.4 Plug-in-Hybrid entscheidet. Von der Drehmomentkraft, die bei der 190-PS-Maschine maximal 320 Nm erreicht, macht es aber schon einen. Mit der Unterstützung des 116 PS starken Elektromotors produziert der 1,4-Liter-Vierzylinder 400 Nm, und damit so viel wie der 2.0 TSI mit 280 PS.

Allerdings hat das mit dem Plug-in-Hybrid zwei Haken. Der erste ist, dass sich wirklich ganz niedrige Verbrauchswerte nur realisieren lassen, wenn permanent Strom geladen wird (Ladezeiten mit 2,3 kWh: 6 Stunden, mit 3,7 kWh: 3,5 Stunden). Der zweite ist, dass das Kofferraumvolumen durch die zusätzliche Technik an Bord kleiner als im Superb Combi mit konventionellem Benzin- oder Dieselantrieb ausfällt. 

Bei den 2,0-Liter-Dieselmotoren mit 122, 150 und 200 PS staffelt sich das schon bei niedrigen Drehzahlen ordentliche Drehmoment in den Schritten 250, 340 und 400 Nm, ohne dass das große Auswirkungen auf den Verbrauch hat.

Und wie gestaltet sich das vom Preis? 

Der Aufpreis von 2.300 Euro für den 190-PS-Benziner mit DSG auf den 150-PS-Motor mit DSG erscheint für zusätzliche 40 PS fair. Allerdings steht die 190-PS-Maschine erst ab dem zweiten und teureren Ausstattungslevel Ambition im Angebot. Der 280-PS-Benziner wird erst ab dem dritthöchsten Level Style angeboten und kostet in der gleichen Ausstattungslinie fast 6.000 Euro mehr als der 190-PS-Benziner.

Bei den Dieselmotoren, die alle über zwei Liter Hubraum verfügen, geht die Rechnung anders. Der schwächste mit 122 PS ist nicht der günstigste, weil er immer mit der 7-Gang-Doppelkupplungs-Automatik verbunden ist, wogegen die 150-PS-Maschine auch mit manuellem 6-Gang-Schaltgetriebe zu haben ist.

Der Aufpreis für den 200-PS-Diesel fällt im Vergleich zum 150-PS-TDI mit rund 1.800 Euro überraschend gemäßigt aus. Allerdings steht der Topdiesel erst im zweiten Ausstattungslevel Ambition und nicht als Einstiegsmodell Active im Angebot. Der Aufpreis von 2.100 Euro für den 4x4-Antrieb bei der 200-PS-Maschine geht in Ordnung.

Der Plug-in-Hybrid 1.4 TSI iV startet im zweiten Ausstattungsgrad Ambition und das bei knapp über 42.500 Euro. Damit kostet er knapp 4.000 Euro mehr als der ähnlich flotte 190-PS-Benziner, aber am Ende doch weniger nach Abzug der vom Staat und Hersteller spendierten Umweltprämie für Plug-in-Hybride von 6.750 Euro.

Nicht nur ein Traum an Raum

Vom Platzangebot und der Funktionalität, dem Infotainment und der Sicherheit macht der Škoda Superb Combi weit teureren Kombis echte Konkurrenz. Und das zum niedrigeren Preis, was ihn ohne Premiumattitüde und Premiumaufpreise für pragmatisch denkende Menschen genauso interessant macht wie für Menschen, die Familie haben oder häufig viel zu transportieren haben. Auf den Punkt gebracht: Mehr Platz und Überzeugungskraft besitzt kaum ein Kombi in dieser Klasse.

9/10 Wow-Wertung

Unsere Fachleute vergeben diese Bewertung nach ausführlicher Prüfung des Fahrzeugs.

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