Skoda Rapid Spaceback

Praktischer Golf-Konkurrent mit stylishem Look

8,0
Wow-Wertung
Das ist die mittlere Bewertung der führenden Autozeitungen.
  • Sparsame Motoren
  • Viel Platz
  • Sicheres Fahrverhalten
  • Schlichter Innenraumlook
  • Basismodell ohne Klimaanlage
  • Nur 2 Jahre Garantie

15.790 € - 24.990 € Preisklasse

5 Sitze

3,9 - 4,8 l/100km

Test

Ein Hatchback ist ein Schrägheck mit Heckklappe. Mit der Wortkomposition Spaceback verspricht Skoda mehr Platz. Deshalb der Name. Doch der Rapid Spaceback hält sich auch daran. Die Kombiform bietet zwar einen kleineren Kofferraum als die weit längere Rapid Limousine, aber für das Format ausgesprochen viel Platz.

Die Variabilität und Geräumigkeit des Gepäckraums ist ein Grund, warum sich die meisten Kunden in Deutschland den Rapid als Spaceback und nicht als Limousine bestellen. Ein weiterer Grund ist der Anschaffungspreis.

Zwar kann der Rapid Spaceback im Hinblick auf das Kofferraumvolumen mit einem VW Golf konkurrieren (380 Liter), aber vom Preis tritt er eher gegen scharf kalkulierte Kombiangebote wie einen Hyundai i30 Kombi, Kia Cee’d SW und Fiat Tipo Kombi an. Jedoch kommt der stärkste Konkurrent wohl aus dem eigenen Haus: der Fabia Combi. Der steht auf der neueren Plattform, baut etwas kürzer, bietet aber im Gepäckraum trotzdem mehr Platz. Zudem ist das Einstiegsmodell der Marke noch günstiger als der Rapid.

Viel Alltagstauglichkeit fährt der 4,30 Meter lange Rapid Spaceback nicht nur hinter der großen Heckklappe, sondern auch im Innenraum auf, wo er ähnlich viel Platz wie die Limousine bietet. Das Interieur ist zweckorientiert gestrickt und die Bedienung selbsterklärend. Kaum Mühe haben auch die bis zu 125 PS starken Motoren, denn der Rapid Spaceback ist leicht. Das spielt wiederum dem Handling zu und sorgt für niedrige Verbrauchswerte.

Niedrig ist der Preis allerdings auch, weil er durch den weitgehenden Verzicht auf Sicherheitsassistenten niedrig gehalten wurde. Seit Juni 2017 präsentiert sich der Rapid Spaceback immerhin etwas sportiver als bisher. Die Karosserie erhielt zum Facelift-Termin neue Stoßfänger, neue Bi-Xenon-Leuchten, neue Felgen und am Heck schwarzes Deckglas für die Rücklichter.

Auch im Innenraum wurde der Tscheche mit einem modernen Infotainmentsystem aufgefrischt und im Motorraum um einen 1.0-TSI-Dreizylinder erweitert. Der Preis veränderte sich dadurch nur unwesentlich. Das gute Preis-Leistungs-Verhältnis hat damit Bestand.

Der Rapid Spaceback bietet das, was viele Kleinfamilien schätzen. Viel Platz für vier Insassen und dazu einen für das Kompaktformat großen Kofferraum.

Das Interieur

Der Rapid Spaceback offeriert dank des im Verhältnis zur Gesamtlänge langen Radstands von 2,60 Metern reichlich Platz im Innenraum. Die Knie- und Kopffreiheit liegen auf dem Niveau der Rapid Limousine, obwohl diese mit 4,48 Meter um 18 Zentimeter länger ausfällt als der 4,30 Meter messende Spaceback.

Selbst als sehr groß gewachsener Passagier sitzt man vorne sehr gut und hinten sogar noch etwas besser als in der Limousine, in der sich die Dachlinie früher als im Kombi absenkt. Zudem bietet der Kombi noch einen weiteren Vorteil gegenüber der Limousine: Die Übersicht nach hinten ist wegen der dünneren C-Säulen und des steiler verlaufenden Heckfensters besser.

Zwei weitere Vorteile, die das 2017er Facelift mit sich bringt, betreffen beide Karosserievarianten: Das neue Navigationssystem arbeitet schneller und lässt sich auf dem scharfen 6,5-Zoll-Bildschirm einfach bedienen. Die zwei USB-Ports am hinteren Ende der Mittelkonsole machen es den hinten sitzenden Insassen ab sofort leichter, das Tablet oder Smartphone während der Fahrt aufzuladen. Auch positiv: der Regenschirm unter dem Beifahrersitz und der Eiskratzer im Tankdeckel. Negativ: Die Becherhalter genügen für Becher, aber nicht für größere Flaschen.

Der Kofferraum

Groß einpacken darf man im Rapid Spaceback wieder am Ende. Unter der weit nach oben aufschwingenden Heckklappe kann ein Volumen von üppigen 415 Liter auf der Ladefläche stationiert werden (Limousine: 550 Liter). Das reicht für den Familienurlaub. Werden die hinteren Sitzlehnen in die Ebene geklappt (ab Werk im Verhältnis 60:40 teilbar), sind es sogar 1.381 Liter.

Das reicht dann sogar für einen exzessiven Baumarktbesuch. Damit erfüllt der Rapid Spaceback, der sich zudem dank der niedrigen Ladekante, der hoch bepackbaren Ladefläche und der breiten Öffnung leicht beladen lässt, alle Anforderungen an einen Familienkombi der Kompaktklasse.

Wäre da nicht einer aus dem eigenen Verein, der ein noch überzeugenderes Länge-Laderaum-Verhältnis bietet: Obwohl der Fabia Combi knapp fünf Zentimeter kürzer ausfällt als der Rapid Spaceback, bietet er mit 530 bis 1.395 Litern Kofferraumvolumen drinnen nochmals mehr Platz.

Wenig Gewicht bringt Vorteile beim Handling. Der Rapid Spaceback steht, abhängig vom Motor und der Ausstattung, mit rund 1,2 Tonnen auf der Waage. Diese Leichtigkeit des Seins merkt man dem tschechischen Kombi an.

Die elektro-mechanische Servolenkung arbeitet im Spaceback präzise und leichtgängig, was in der Stadt genauso Vorteile mit sich bringt wie die mit 1,71 Meter geringe Fahrzeugbreite. Gegen ein paar flotte Kurven auf der Landstraße spricht dank des straff abgestimmten Fahrwerks nichts. Wer die Strecke mit der 15-Zoll-Basisbereifung mit hoher Gummiauflage unter die Räder nimmt, genießt im Spaceback den meisten Komfort.

Wer es sportiver schätzt, muss mit der sportlich flachen 17-Zoll-Bereifung Abstriche beim Abrollkomfort hinnehmen. Übertreibt man es mal in der Kurve, kündigt das Fahrzeug den Grenzbereich dadurch an, dass es beginnt mit den Vorderrädern in Richtung Kurvenäußeres zu schieben. Geht man vom Gas, stabilisiert sich alles – safety first – wieder. Das Fahrwerk des Spaceback hat man bei Skoda friedvoll und sicher abgestimmt.

Mehr ist im Kompaktkombi nicht immer mehr. Schließlich ist hier ein niedriger Verbrauch gern gesehen. Der lässt sich mit Motoren mit wenig Hubraum und nicht zu viel Leistung am besten realisieren.

Die Benziner

Die Entscheidung fällt im Rapid Spaceback auf der Benzinerseite zwischen zwei Motoren. Der 1.0-TSI-Dreizylinder ist in zwei Leistungsstärken, entweder in Kombination mit dem Fünfgang-Schaltgetriebe oder der Siebengang-Doppelkupplungsautomatik (DSG), erhältlich. Den Dreizylinder-Turbo kann man mit 95 PS oder 110 PS bestellen.

Was man dafür vorne unter die Haube erhält, ist ein drehfreudiger und antrittswilliger Antrieb, der wegen seiner ungeraden Zylinderzahl auch mal leichte Vibrationen erzeugen kann und bei hohen Drehzahlen nicht gerade leise arbeitet. Wer sich daran stört, für den gibt es den 1.4-Benziner, der immer mit dem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe verkuppelt und nicht als Einstiegsmodell Active bestellbar ist.

Der Vierzylinder-Turbo lässt den leichten Spaceback in flotten 8,9 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h spurten und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 205 km/h (95-PS-Variante: 11,0 s, 184 km/h). Der kombinierte Verbrauch liegt bei 4,8 l/100 km und damit kaum höher als beim 1.0 TSI, der von Skoda in der 95-PS-Variante mit 4,4 bis 4,5 l (DSG) und in der 110-PS-Version mit 4,5 Liter angegeben wird.

Die Diesel

Dieselmotoren gehören bei den privaten Käufern aktuell nicht zu den Favoriten, das gilt auch für den Rapid Spaceback. Den 1,4-Liter-Vierzylinder-Turbodiesel erhält man mit einem Fünfgang-Schaltgetriebe oder einem Siebengang-Doppelkuppler. Der 1.4 TDI mit 90 PS erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 183 km/h und beschleunigt in beschaulichen 11,6 Sekunden von 0 auf 100 km/h.

Die 116 PS des 1.6 TDI bewegen den Spaceback da schon flotter. So spurtet er in 9,9 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h und läuft maximal 198 km/h. Der Verbrauch für beide Varianten wird mit 3,9 l/100 km und 4,1 l/100 km angegeben.

Ein sicheres Fahrwerk und eine steife Karosseriestruktur sind die Basis von guter Fahrsicherheit. Mit dieser Sicherheitsphilosophie muss man sich im Rapid Spaceback allerdings auch begnügen, denn eine große Zahl von Assistenzsystemen ist weder serienmäßig mit an Bord noch nachträglich bestellbar. Dafür fehlen dem Tschechen schlicht die notwendigen Sensoren und Kameras.

Ein paar Features zur Selbstsicherung zusätzlich zum ESP, den sechs Airbags und dem heute obligatorischen Reifendruckkontrollsystem finden sich aber auch hier. Die von VW bekannte Multikollisionsbremse reduziert im Falle eines Unfalls den Schaden durch automatisiertes Abbremsen.

Andere Features wie die Müdigkeitserkennung, der Frontradarassistent inklusive City-Notbremsfunktion, die Nebelscheinwerfer mit integriertem Abbiegelicht oder der Berganfahrassistent kosten beim knapp kalkulierten Rapid schon Aufpreis. Das Gleiche gilt für die praktischen Parksensoren vorne und hinten.

Immerhin leuchtet das Rapid Spaceback Topmodell Monte Carlo nach dem 2017er Facelift serienmäßig mit Bi-Xenonleuchten (optional beim Ambition und Style, nicht bestellbar im Basismodell Active) und dem Tagfahrlicht inklusive LED-Leuchten ab dem zweiten Ausstattungslevel Ambition. Der Fahrlichtassistent, der entgegenkommende und vorausfahrende Fahrzeuge erkennt, schaltet das Fahrlicht automatisch an und aus und blendet bei Bedarf ab.

Im ADAC-Bremstest kam der Rapid Spaceback 1.4 TDI nach einer Vollbremsung aus 100 km/h nach guten 35,9 Metern zum Stehen. Das Crashverhalten der Karosserie und die Sicherung durch die elektronischen Helfer wurden im Euro NCAP-Crashtest mit der maximalen Wertung von fünf Sternen bewertet.

Zwischen den vier Ausstattungslinien Active, Ambition, Style und Monte Carlo fällt beim Rapid Spaceback die Entscheidung.

Viele praktische Dinge wie der Eiskratzer im Tankdeckel gehören schon im Einstiegsmodell Active mit zur Serienausstattung. Die umfasst ein einfaches CD-Soundsystem mit vier Lautsprechern, aber nicht Dinge, die man sich im Kombi sicherlich wünscht: eine Klimaanlage oder einen Tempomat. Der ist hier nicht einmal bestellbar, was das nächsthöhere Ausstattungslevel Ambition eindeutig interessanter macht.

Die zweite Ausstattungslinie Ambition verfügt serienmäßig über eine Klimaanlage, Parksensoren hinten, ein beleuchtetes Handschuhfach, den Tempomat, eine Funkfernbedienung für die Zentralverriegelung und ein Brillenfach am Dachhimmel.

Den Style markieren die schwarz lackierten Außenspiegel, die vordere Mittelarmlehne inklusive Ablagefach, die Nebelscheinwerfer und im Interieur die Anthrazit-Brushed-Dekorleisten.

Der Monte Carlo setzt dagegen auf einen sportiven Look. Schwarz dominiert den Kühlergrill, die 16-Zoll-Leichtmetallräder, die Seitenschweller, die Außenspiegelgehäuse und die Umgebung der Nebelscheinwerfer. Die Heckscheibe und die hinteren Seitenscheiben sind dunkel abgetönt.

Im Innenraum sind die Sportsitze in Schwarz-Grau-Rot bezogen. Rote Ziernähte finden sich am Dreispeichen-Ledersportlenkrad, dem Lederschaltgriff, der Mittelarmlehne und der Türarmlehne. Ebenfalls zur Serienausstattung gehören das große Panoramaglasdach, die Bi-Xenonscheinwerfer, die Klimaanlage, die Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung, das beleuchtete Handschuhfach sowie elektrisch einstell- und beheizbare Außenspiegel.

Zusammenfassung

Wenn Rapid, dann Spaceback. Der Spaceback ist praktischer, vielseitiger einsetzbar und übersichtlicher als die Limousine. Mit ihm lässt sich viel und einfach einpacken und trotzdem gut einparken. An Sicherheitsassistenten und am Chic im Interieur mangelt es.

Die leichte Bedienung überzeugt dagegen genauso wie das gute Preis-Leistungs-Verhältnis. Das ist beim Skoda Fabia Combi, der bei etwa gleicher Motorleistung (90 PS) rund tausend Euro günstiger in der Preisliste startet, aber noch ein wenig besser.

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