Skoda Octavia Combi im Test

Ihr nächstes Auto soll ein Skoda Octavia Combi werden? Erfahren Sie alles Wichtige zu diesem Modell in unserem ausführlichen Testbericht!

Der neue Octavia Combi, der es in seiner Klasse wieder mit Ford Focus Turnier, Opel Astra Sports Tourer und VW Golf 8 Variant zu tun bekommt, basiert auf der Plattform des VW Golf 8. Mit der Golf-Plattform ziehen die Digitalisierung, frische Fahrassistenten und ein neues Infotainment aus dem Konzernbaukasten im Škoda Kombi ein. 

  • Neueste Technologien und Sicherheitsassistenten
  • Beheizbares Multifunktionslenkrad
  • Beim Antrieb haben Fahrer:innen die Qual der Wahl
  • Kleineres Kofferraumvolumen bei umgeklappten Sitzen als die Vorgängergeneration

Größerer Kofferraum bei umgeklappten sitzen

Das Plus an Länge gegenüber dem Golf bringt handfeste Vorteile mit sich. Der schon im Vorgänger üppige Innen- und Kofferraum legt im 4,69 Meter langen und 1,83 Meter breiten neuen Octavia Combi so stark zu, dass er vom großzügigen Raumangebot dem acht Zentimeter längeren VW Passat Variant (4,77 Meter) auf die Pelle rückt.

Die Beinfreiheit – schon im Vorgänger groß – wuchs in der Neuauflage nochmals und das Kofferraumvolumen legte um 30 Liter von 610 Liter auf 640 Liter zu. Damit ist das Auto zwar mit aufgestellten Rücksitzen ziemlich gut dabei, bei umgeklappten Sitzen jedoch verliert der neue Octavia gegenüber der 3.Generation 40 Liter. Einbußen, die auf Kappe der schrägen C-Säule gehen.

Dennoch ist der Kofferraum ziemlich praktisch ausgestattet: am Rand gibt es Haken, an denen Taschen aufgehängt werden können. Zudem verfügt das Auto über einen doppelten Boden. Normalerweise endet der Boden auf einer Höhe mit der Ladekante, zwischen Ersatzrad und Ladekante ist jedoch noch etwas Platz, den Fahrer:innen nutzen können, indem sie den „falschen Boden“ hochklappen. In diesem schmalen Fach lässt sich beispielsweise die Kofferraumabdeckung verstauen.

Wer dieses Manko nicht hinnehmen möchte, kann sich auch mit dem Škoda Superb Combi befassen. Dieser kommt mit 1.950 Litern Platz und ragt somit in die obere Mittelklasse.

Bequeme Rücksitzbank?

Wer möchte, kann das hintere Sitzabteil des neuen Škoda Octavia zu einem Schlafabteil umrüsten. Škoda bietet ein Sonnenschutzrollo und Schlafkopfstützen mit gepolsterten Hörnern an. Solange der Mittelsitz nicht in Benutzung ist, kann zudem eine Armlehne mit zwei Getränkehaltern ausgeklappt werden. Nicht ganz so gemütlich ist jedoch der recht geringe Kopfraum von 98,5 Zentimeter.

Stylische Einbußen: Im Auto lässt sich Hartplastik finden, zum Beispiel an den Fenstern im hinteren Abteil, wenn diese mit dem Sonnenschutzrollo ausgestattet wurden oder vorne am Rand der Innenkonsole und dem Türgriff innen.

Kleines Gimmick: In der Fahrertür ist ein kleiner Regenschirm verstaut.

Ganz neu bei Skoda - das Head-up-Display

Der frische Innenraum des Octavia Combi präsentiert sich hochwertiger mit neuem Armaturenbrett und neuen, weicheren Materialien. Auf der Instrumententafel sind verschiedene Ebenen zu finden, zwischen denen Fahrer:innen per Touch navigieren können, die Direktwahltasten für wichtige Fahrzeugfunktionen befinden sich unter dem zentralen Display. Auch der Bedienknopf für die elektrischen Außenspiegel wurde umplatziert und liegt nun neben den Fensterhebern auf der Armlehne des Steuersitzes.

Viel mehr geht, wenn man extra dafür bezahlt. Das fängt beim Infotainment an. Vier Infotainmentsysteme mit 8,25 bis zehn Zoll Bildschirmdiagonale, die teils per Gesten- oder Sprachsteuerung steuerbar sind, stehen im Angebot. Bis zu fünf USB-Anschlüsse, einer davon in der Dachkonsole, sollten fürs Laden der Mobilgeräte reichen. Geeignete Smartphones lassen sich auch induktiv über die auf Wunsch verfügbare Phonebox laden. 

Futuristisch: der neue Škoda Octavia kommt auf Wunsch mit Digitalcockpit und Head-up-Display. Das Digitalcockpit befindet sich direkt vor dem Fahrer und ist durch das Lenkrad sichtbar. Hier können sich Fahrer:innen zum Beispiel das Navigationssystem anzeigen lassen, um ihren Blick beim Fahren nicht mehr auf die Seite wenden zu müssen. Das Head-up-Display wird vor Fahrer:innen auf die Scheibe projiziert und beinhaltet Navigationshinweise sowie Informationen zur Geschwindigkeit. Mit diesen Technikfeatures und einer Vielzahl an Fahrassistenzsystemen schließt der Octavia Combi zum VW Passat Variant auf.

Hände ans Lenkrad: Beim Octavia gibt es nun keine Ausreden mehr. Mit Tasten auf dem Lenkrad lassen sich Infotainment, Assistenzsysteme, Telefon und das Direktschaltgetriebe bedienen.

Wichtig im Familienauto: die Sicherheit

Serienmäßig ist der Octavia mit einem Spurhalteassistenten ausgestattet. Gegen Aufpreis lässt er sich zusätzlich mit zahlreichen Sicherheitssystemen aufrüsten. Vom Parklenkassistenten über den Spurwechselassistenten bis hin zum Frontradarassistenten mit City-Notbremsfunktion, bietet der Octavia eine große Add-on-Palette. Während der Frontradarassistent den Abstand zu anderen Wagen einhält und Fußgänger:innen sowie Radfahrer:innen bemerkt, erkennt der Spurwechselassistent Fahrzeuge, die sich von hinten nähern auf bis zu 70 Meter Entfernung. Damit der ohnehin angenehm kleine Wendekreis von 11,1 Metern zu keinen Problemen führt, gibt es zudem einen optionalen Rangierassistenten, der Hindernisse erkennt und automatisch bremst.

Neu sind im Octavia Combi der Ausweichassistent, der eine Kollision mit Fußgänger:innen, Radfahrer:innen oder anderen Fahrzeugen verhindern hilft, oder der Abbiegeassistent, der beim Linksabbiegen frühzeitig Gegenverkehr erkennt und notfalls das Fahrzeug automatisch stoppt.

Ebenso hilfreich sind der lokale Gefahrenwarner, der vor Verkehrsstörungen in unmittelbarer Umgebung, etwa einem Stauende, warnt, oder der Ausstiegswarner, der nach dem Öffnen einer Tür warnt, wenn sich von hinten ein anderes Fahrzeug oder Radfahrer:innen nähern. Mit weiteren Fahrassistenten wie dem genialen 360-Grad-Rundumsichtsystem für sicheres Parken oder dem Abstandsregeltempomaten mit Stop-and-Go-Funktion wird Octavia Combi-Fahren noch sicherer und bequemer.

Das Fahrerlebnis

Beim Fahren hält der Octavia ausgewogen die Waage zwischen Komfort und Handling. So soll das Auto kaum Wankbewegungen der Karosserie zulassen, ziemlich leise fahren und eine zielgenaue Lenkung mit gutem Ansprechverhalten aufweisen. Genauso soll auch die Automatik-Schaltung sanft und angenehm erfolgen – sogar etwas agiler als bei den neuesten VW-Modellen. Mit dem adaptiven Fahrwerk lassen sich die Fahrmodi Eco, Comfort, Normal, Sport und Individual einstellen. Etwas sonderbar ist jedoch das klackende Geräusch beim Starten des Wagens.

Wer trotz Automatikgetriebe selbst schalten möchte, kann dies über eine kleine Wippe in der Mittelkonsole. Der Octavia ist mit der sogenannten „Shift by wire“-Technologie ausgestattet, diese soll das Schalten erleichtern, indem die Steuerung elektrisch ohne mechanische Verbindung von Schalthebel und Getriebe erfolgt. Ergebnis: der Fahrer:innen soll keine Kraft beim Schalten mehr aufwenden müssen.

Eine Fahrt im Škoda Octavia Combi IV mit 1,5 l TSI und 6-Gang-Handschaltung soll zeigen, der Hersteller hat zwar ein bisschen untertrieben, statt 4,7 Litern stehen 6 Liter auf dem Display, doch solche Schwankungen sind wir gewohnt, nicht zuletzt hängen sie ja von Fahrweise und Strecke ab.

Ein Schritt in die Nachhaltigkeit

Bei den Motoren gibt sich der Octavia so modern wie nie. Im Angebot stehen neben den konventionellen Aggregaten mit Benzin und Diesel im Tank ein Erdgasantrieb, zwei Mild-Hybrid-Motoren und ein Plug-in-Hybrid, mit dem sich über einige Kilometer rein elektrisch fahren lässt.

Revolutionär: Auch die Sportvariante ist als Plug-in-Hybrid erhältlich, das gab es bis jetzt noch nicht. Die 13 kWh-Batterie, die sich unter der Rückbank befindet, soll 60 Kilometer rein elektrische Reichweite bieten – das ist verhältnismäßig viel. Doch nicht nur mit der Elektrifizierung möchte Škoda den Octavia umweltschonender machen, genauso sollen auch der Diesel und die Erdgasvariante sehr sauber sein. So sollen die neuen Diesel rund 80 Prozent weniger Stickoxide (NOx) als die Vorgängergenerationen ausstoßen. Der umweltschonende Erdgasantrieb soll 25 Prozent weniger Emissionen wie der Benzinbetrieb erreichen und deutlich weniger Stickoxide (NOx) und Rußpartikel produzieren. Der Tank bietet Platz für 17,7 Kilogramm komprimiertes Erdgas und soll für eine Reichweite von 523 Kilometern genügen.

Der Preis ist heiß?

Obwohl es den durchaus komfortableren Golf 8 Variant bei uns bereits ab 25.542 Euro gibt, bleibt der 21.728 Euro leichte Octavia Combi der bessere Deal. Das Kombi-Heck ragt bereits bis in die Mittelklasse und auch sonst überzeugt hier das Verhältnis von Preis, Größe und Ausstattungsumfang.
Bei der Wahl des Antriebssystems müssen mehrere Fragen gestellt werden: Umweltfreundlichkeit und Fahrspaß sind hier wichtige Parameter. Wer ungern schaltet, wird wohl mit dem Automatik-Diesel glücklich, der Benziner fährt dafür etwas leiser und mit geringer Drehzahl.

Der Škoda Octavia Combi steht weiterhin für die Begriffe „Preis-Leistung“ und „Cleverness“ und viel Kombi fürs Geld. Mit dem neuen Fahrwerk, Cockpit und Infotainment präsentiert er sich hochwertiger und moderner mit reizvollen Optionen wie den Digitalinstrumenten und dem Head-up-Display. Bei der Motorwahl bietet der Kombi mit dem Plug-in-Hybrid- und Erdgasantrieb so viel Auswahl wie nie zuvor. 

Der Preis dafür ist erheblich niedriger als beim VW Passat Variant und die Preise der Kombi- und Limousinenvariante des Octavia liegen nur einige hundert Euro auseinander. Deshalb werden sich auch in Zukunft zwei Drittel aller Octavia-Käufer aus gutem Grund für den praktischeren Octavia Combi entscheiden

8/10 Wow-Wertung

Unsere Fachleute vergeben diese Bewertung nach ausführlicher Prüfung des Fahrzeugs.

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