Skoda Kamiq im Test

Ihr nächstes Auto soll ein Skoda Kamiq werden? Erfahren Sie alles Wichtige zu diesem Modell in unserem ausführlichen Testbericht!

Kleine SUVs wie der Kamiq sind voll im Trend. Das liegt daran, dass sie genau das bieten, was man bei einem Kompaktwagen vermisst und trotzdem kompakt bleiben. Skodas Kleinster macht seine Sache gut und kann sich durchaus mit der hauseigenen Konkurrenz des VW-Konzerns messen.

  • Überraschend viel Platz
  • Drei Benziner, ein Diesel - und Erdgas
  • Sehr positiv: Wenig Schadstoffausstoß
  • Bremsleistung leider nicht überzeugend

Der Kamiq ist der dritte SUV des Herstellers und zugleich der Kleinste der SUV-Familie von Skoda. Die Plattform teilt sich der Kamiq mit seinen beiden Konzerngeschwistern Seat Arona und VW T-Cross, kann aber gerade in Sachen Platzangebot mehr überzeugen. Außerdem ist der Kamiq ein Skoda und dementsprechend clever ausgestattet. Man kann sich über einen Regenschirm in der Türtasche, einen Eiskratzer in der Tankklappe und über einen Trichter für das Scheibenwischwasser freuen. Das sind zwar Kleinigkeiten, doch für den Alltag äußerst nützliche.

Ausreichend starke Motoren mit gutem Verbrauch

Der 1,0-Liter-Einstiegsmotor des Kamiq leistet entweder 95 oder 115 PS. Wir empfehlen die etwas stärkere Version, denn damit lässt es sich ganz angenehm fahren, Sportlichkeit kommt aber nicht auf, dafür hat er nicht genug Leistung. Die Mehrkosten für die etwas stärkere Variante lohnen sich nicht nur aufgrund des Fahrkomforts, sondern auch, weil der Verbrauch des 115 PS-Benziners der gleiche ist wie beim schwächeren Modell.

Der Kamiq wiegt nur 1,2 Tonnen, für einen SUV seiner Größe ist er damit ein wahres Leichtgewicht, was auch die eher geringen Motorisierungen verschmerzen lässt. Der Top-Benziner liefert 150 PS und eignet sich vor allem dann, wenn der Kamiq oft viel beladen oder öfter mal die Autobahn befahren wird.

Wenn man auf den Verbrauch schaut, dann lässt sich sagen, dass der Kamiq gute Werte liefert. Glaubt man der Herstellerangabe, dann würde er mit gerade einmal 5,1 Liter Sprit alle 100 Kilometer durchschnittlich zu Recht kommen. Einen guten Liter kann man in der Praxis aber sicher draufrechnen und dann kann man sich über den Verbrauch des Kamiq immer noch nicht beschweren.

Wie gesagt, der 115 PS Motor ist ausreichend stark, um im Verkehr nicht unterzugehen. Auch auf der Autobahn kommt er mit, bei hohen Geschwindigkeiten schluckt der Kamiq dann aber doch recht ordentlich Sprit.

Vielfahrer*innen sollten deshalb zum Diesel greifen. Der 1,6-Liter-Diesel leistet 115 PS und hat Diesel-typisch einen etwas besseren Durchzug. Der Verbrauch liegt im Schnitt nach 100 Kilometern bei etwa 5 Litern, der Hersteller gibt sogar nur 4,2 Liter an.

Umweltfreundlich ist er auch

Der Kamiq ist nicht nur sparsam, er hat auch einen geringen Schadstoffausstoß - oder vielleicht stößt er auch wenig aus, weil er sparsam ist. Eigentlich ist es egal, denn die Umwelt freut sich so oder so. Der serienmäßige Partikelfilter im 1,0-Liter-Modell trägt erheblich zur Reduzierung von Emissionen bei.

Wem das noch nicht umweltfreundlich genug ist, der kann zum Kamiq mit Erdgasantrieb greifen. Weil Fahrzeuge mit Erdgasantrieb deutlich weniger CO2 ausstoßen als konventionelle Autos, sind Erdgasmodelle noch bis 2026 steuerbegünstigt. Der 1,0-Liter TGI mit 90 PS Leistung ist also durchaus eine Überlegung wert.

Außen klein, innen geräumig

Sehr positiv überrascht hat uns der wirklich sehr geräumige Innenraum des Skoda Kamiq. Er wurde auf der gleichen Plattform wie der Seat Arona und der VW T-Cross gebaut, die aber innen weitaus weniger Platz haben. Vor allem auf der Rückbank macht sich das bemerkbar, denn im Kamiq können problemlos Menschen über 1,85 Meter sitzen und haben dabei noch ausreichend Kopffreiheit. Das können der T-Cross und der Arona nicht in dieser Form bieten.

Aber warum? Der Grund ist der Radstand, dieser ist im Kamiq rund 8 Zentimeter länger als bei seinen Konzerngeschwistern, was allerdings ausreicht, um den Mitfahrenden ein gutes Stück mehr Komfort zu ermöglichen.

Der Kofferraum zeigt sich ebenfalls von seiner größten Seite und beschert dem Kamiq wieder einen Pluspunkt. Der Ladeboden ist variabel und kann bei Bedarf in die unterste Position geschoben werden. Dann stehen 400 Liter zur Verfügung. Bei umgeklappter Rücksitzbank sind es satte 1.395 Liter, was für einen SUV auf Kleinwagenbasis ein wirklich guter Wert ist.

Warum der Skoda Kamiq, obwohl er optional eine umklappbare Beifahrersitzlehne im Programm hat, keine praktische, verschiebbare Rückbank wie der VW T-Cross bietet, leuchtet allerdings nicht ein. Dass sich aus dem Umklappen der asymmetrisch geteilten Rückbanklehne keine völlig ebene Ladefläche ergibt, ist ebenso wenig von Vorteil.

Innenraum: Alles was man braucht

Der Innenraum des Kamiq ist schlicht, doch nur weil Schnickschnack fehlt, heißt es nicht, dass man ihn nicht modern gestaltet hätte. Das Cockpit ist einfach zu bedienen und sehr übersichtlich. Die Positionierung des Bildschirms an der Mittelkonsole ist recht weit oben, doch das ist gut, denn dann hat der Fahrende das Display schnell im Blickfeld.

Die meisten Funktionen lassen sich über das Touch-Display bedienen, die Klimaanlage wird aber noch über Tasten und klassische Drehregler eingestellt, was durchaus Sinn macht.

In Sachen Assistenzsystemen und Sicherheit gibt es unter anderem eine Müdigkeitserkennung, Voll-LED-Scheinwerfer mit Kurven- und Abbiegelicht, einen Regensensor und einen Tempomaten, doch diese Features sind erst ab der Ausstattungslinie Ambition wählbar. Die Einstiegsversion Active verfügt auch serienmäßig über nur wenige Assistenten und Sicherheitsausstattungen, weshalb wir mindestens zur Ambition-Version raten würden.

Ansonsten zeigt sich der Innenraum des Kamiq sehr clever. Es gibt genügend Ablageflächen, Details wie den Regenschirm, den Eiskratzer und den Trichter hatten wir ja bereits erwähnt. Im Kamiq ist alles was man braucht, nichts was unnötig ist und zusätzlich noch alltagstaugliche Extras, die einem sicher in mancher Situation aus der Patsche helfen werden.

Der Wermutstropfen ist die Bremsleistung

Nachdem der Kamiq in allen Punkten gelobt wurde, folgt nun noch der bittere Beigeschmack am Ende. Obwohl der Kamiq ein sehr gutes Fahrwerk besitzt und auch über Unebenheiten problemlos hinüber gleitet - wenn es ans Bremsen geht, dann muss er Federn lassen.

Die Bremsleistung ist wirklich nicht gut. In schwachen 38,9 Metern kam der Kamiq laut des Tests des ADAC aus 100 km/h zum Stehen. Der T-Cross schaffte das schon nach 36,2 Metern und der Seat Arona sogar schon nach 35,8 Metern.

Alles in Allem ein gutes Auto

Warum die Gattung der Kompakt-SUVs boomt, ist nicht schwer nachzuvollziehen im Skoda Kamiq. Dass auch das dritte SUV der Marke ein Erfolg wird, kann man angesichts der guten Platzverhältnisse, der hohen Praxisorientiertheit, der Fahreigenschaften und der modernen Infotainment- und Fahrassistenzsysteme erwarten.

Und auch die Umweltbilanz dieses SUV geht in Ordnung. Der Skoda Kamiq ist nicht viel schwerer als ein gleich langer Kombi oder Van, blockiert genauso viel Verkehrsraum und ist mit den kleinvolumigen Motoren sparsam.

8/10 Wow-Wertung

Unsere Fachleute vergeben diese Bewertung nach ausführlicher Prüfung des Fahrzeugs.

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