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Skoda Enyaq iV im Test

Ihr nächstes Auto soll ein Skoda Enyaq iV werden? Erfahren Sie alles Wichtige zu diesem Modell in unserem ausführlichen Testbericht!

Der Skoda Enyaq iV ist die tschechische Antwort auf das Geschwistermodell von Volkswagen, den ID.4. Die Plattform ist gleich, die Außenmaße sind es nicht und auch innen verfolgt der Skoda einen etwas anderen Ansatz als das Wolfsburger Elektroauto. Wie schlägt sich also der Enyaq gegenüber anderen Elektro-SUVs und ist er besser als der VW?

  • Gutes Platzangebot, geringe Einbußen durch den Akku
  • Starke Reichweite in der Topversion
  • Derzeit geringes Kontingent
  • Typische Skoda-Alltagslösungen

Noch vor dem Volkswagen ID.4 durfte Skoda sein Elektro-SUV enthüllen, das vielleicht etwas weniger prestigeträchtig und doch mindestens genauso interessant daher kommt wie das Modell aus der ID.-Reihe. Dabei ist der Enyaq iV nach dem Kleinwagen CITIGOe iV erst das zweite Elektroauto, das die Reihe der "innovative Vehicle" (kurz: iV), zu der auch die Plug-in Hybride zählen, bei Skoda erweitert.

Der Skoda ist großzügiger

Dabei setzt Skoda dem modularen Baukasten für E-Autos, das die VW AG zur Verfügung stellt, ein größeres Chassis auf, als es die Kolleg:innen aus Wolfsburg tun. Mit 4,65 Metern bietet der Skoda sieben Zentimeter mehr bei gleichem Radstand. Dass der Skoda eine Nummer größer ist, bekommt man beim Öffnen der Heckklappe zu spüren, wo der Enyaq iV mit bis zu 585 Litern reichlich Platz bietet und nahtlos dem gewohnten Fokus von Skoda auf Praxisnutzen folgt.

Mit großem Raumangebot geht es auch auf allen fünf Sitzplätzen weiter, wo beinahe jeder einzelne dank hoher Schulter- und Kopffreiheit zum Lieblingsplatz taugt.

Im Interieur überzeugt der Skoda Enyaq iV mit hochwertigen Materialien und einem aufgeräumten Look. Zudem wird auch bei den gewählten Materialien auf Umweltbewusstsein gesetzt und Skoda verwendet vegane Lederalternativen oder Kunststoffe aus wiederverwerteten PET-Flaschen.

Die Batterieposition zahlt sich aus

Wer sich fragt, warum so ein großer Hehl daraus gemacht wird, ob ein Fahrzeug schon im Voraus für Elektroantriebe konzipiert wurde oder nicht, der findet sowohl im Enyaq iV als auch im ID.4 die Antwort. Beide kommen trotz großen Batteriekapazitäten mit geringen Einbußen des Kofferraumvolumens zurecht. Denn anders als bei vielen Elektroautos mit Verbrenner-Vergangenheit wurde der Akku hier nicht im Heck unter dem Ladeboden des Kofferraums, sondern im Fahrzeugboden verstaut.

Praxisorientiertes E-Auto

Ein altbekanntes Detail findet man außerdem an der Heckklappe wieder. Hier versteckt sich der Eiskratzer, den man bei vielen anderen Skoda-Modellen im Tankdeckel findet. Leider musste dieser den Platz für den größeren Stromanschluss freigeben und sich in den Kofferraum verziehen. Dadurch wird jedes Mal ein Öffnen der Heckklappe nötig, bevor die Scheiben von Eis und Frost befreit werden können und trotzdem wird man im Winter Skoda dafür danken, dass dieses nette Detail nicht einfach wegrationalisiert wurde.

Dabei macht Skoda nicht beim Eiskratzer halt. Mit an Bord ist auch der schon bekannte Regenschirm in der Seitentür sowie ein Profiltiefenmesser. In Sachen Elektroauto denkt man ebenfalls alltagsorientiert und liefert für das Kabel, das praktischerweise in einem Fach unter dem Kofferraumboden verstaut werden kann, gleich noch einen Kabelreiniger mit.

Tiefer Schwerpunkt fährt sich leicht

Und noch einen Vorteil zieht der Enyaq iV aus dem Akku im Fahrzeugboden. Denn mit seiner bis zu 82 kWh großen Batterie wird aus dem Skoda ein echtes Schwergewicht mit über zwei Tonnen. Nochmal eine halbe Tonne kann in Form von Mitfahrenden und Gepäck als Zuladung aufgeschlagen werden.

Anmerken lässt sich der Elektro-SUV das allerdings weder in Kurven noch auf der Gerade. Nahezu leichtfüßig schwingt sich der Enyaq mit hohem Drehmoment, das von Beginn an zur Verfügung steht, beim Ampelstart nach vorn. Das gilt sowohl für die 180 PS starke Variante des Enyaq iV 60 als auch für die Topversion Enyaq iV 80 mit 204 PS. Beide Varianten beschleunigen in weniger als neun Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h.

Etwas abgeschlagen und weniger dynamisch präsentiert sich diesbezüglich nur die Einstiegsversion Enyaq iV 50 mit dem 148 PS starken Elektromotor, die ab 2021 bestellbar sein soll und braucht dafür schon vergleichsweise träge 11,4 Sekunden.

Reisetauglichkeit will erkauft werden

Mit einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 160 km/h bietet der Skoda Enyaq iV auch auf der Autobahn ein angenehm schnelles Reisetempo. Will man das allerdings über eine lange Distanz halten, muss zur Topausstattung gegriffen werden. Hier bietet Skoda keinerlei Kombinationsmöglichkeiten zwischen Leistungsvarianten und verschiedenen Akkugrößen.

Dabei muss die gute Reichweite von maximal 510 Kilometer mit dem stärksten Triebwerk, höherer Ausstattung und dem entsprechenden Preis erkauft werden. Weniger beeindruckende 390 und 340 Kilometer Reichweite bieten der 180 und der 148 PS Enyaq.

Angesichts des hohen Gewichts gehen allerdings auch diese Werte in Ordnung. Selbst ein Elektro-Kleinwagen wie der Renault ZOE kann nur rund 55 Kilometer länger von seiner ähnlich dimensionierten Batterie (52 kWh) zehren als der Enyaq iV 50 und kommt auf beinahe die gleiche Reichweite (395 km) wie der Enyaq iV 60.

Das liegt auch daran, dass der geringe Stromverbrauch von 14,4 - 15,5 kWh pro 100 Kilometer beim Enyaq stimmt. Lange Ladezeiten gibt es selbst mit großem Akku nicht zu befürchten. Ist der Schnelllader für 500 Euro extra dabei und eine entsprechend starke Ladesäule gefunden, lädt der Enyaq seine Batterie schon in 36 Minuten von 5 auf 80 Prozent. Zu Hause kann man sich ein Schläfchen von gut acht Stunden gönnen, während der Skoda an der 11 kW Wallbox hängt.

Von großen und kleinen Displays

Futuristisches Elektroauto-Design sucht man hier vergeblich. Skoda verzichtet beispielsweise auf den markanten Kippschalter zum Auswählen der Gänge, den der ID.4 direkt am Display des Digitalcockpits trägt und so greift man wie gewohnt in Richtung Mittelkonsole, um den kleinen Gangwahlhebel des Enyaqs zu betätigen.

Blickfang im Skoda Enyaq iV ist das große 13-Zoll-Display, das ab der Variante 60 aufrecht auf dem Armaturenbrett steht. In der Basisversion beträgt die Bildschirmdiagonale 10 Zoll.

Geradezu unscheinbar wirkt dagegen das kleine, digitale Kombiinstrument, welches mit 5,3 Zoll getrost als Winzling bezeichnet werden kann. Skoda lagert viele der Informationen, die in anderen Fahrzeugen vom Digitalinstrument angezeigt werden, auf das Head-up Display mit Augmented Reality aus. Der große Nachteil dabei: Das Head-up Display ist nicht serienmäßig.

Wer sich also nicht mit dem kleinen Multifunktions-Monitor anfreunden möchte, sollte den Aufpreis für das Head-up Display direkt einkalkulieren.

Mit der Smartphone-App liefert Skodas Elektro-SUV ein echtes Oberklasse-Feature. Denn damit kann der Enyaq auch ohne Personen im Fahrzeuginneren in enge Parklücken manövriert werden.

Extrovertiertes Design

Ganz untypisch für einen Skoda zeigt sich der Enyaq iV in der Frontansicht. Zuletzt hatte Skoda im Rahmen der Modellpflege schon Octavia und Superb einen grimmigen und sportlichen Blick verpasst, doch der Enyaq toppt sie alle.

Dabei springt vor allem der große Kühlergrill ins Auge, den der Elektro-SUV ohne echte Notwendigkeit wie eine prunkvolle Rolex als angeberisches Accessoire trägt. Regelrecht übertrieben - und das ist an dieser Stelle als Kompliment zu sehen - kann dieser komplett mit LEDs beleuchtet und in Szene gesetzt werden, wenn man die entsprechende Option dazu konfiguriert.

Unterstrichen wird die aggressive Optik von den ausgedehnten und scharfkantigen seitlichen Lufteinlässen. Zum Heck hin präsentiert sich der Skoda dagegen geradezu gediegen gutbürgerlich mit einem leichten Dachkantenspoiler und schmalen Rückleuchten zwischen denen der Marken-Schriftzug prangt.

Harte Schale, weicher Kern

Ist der Skoda Enyaq iV also der bessere ID.4? In jedem Fall verfolgt er einen anderen Ansatz - einen, den man sich von Skoda gar nicht anders wünschen würde. Hinter der schnittigen und überraschend spitzen Optik des Enyaqs verbirgt sich noch immer ein praxisorientiertes Fahrzeug.

Beim Skoda Enyaq verkommt Elektromobilität nicht zu einer futuristischen Designphilosophie. Stattdessen kombiniert er moderne Technologie mit hohem Praxisnutzen und führt so zu einem Fahrzeug mit echtem Mehrwert zum attraktiven Preis, das zum Alltags- und Familienauto taugt.

Der Enyaq ist eben kein Träumer, der in zukunftsweisenden Visionen schwelgt, sondern bedient ganz bodenständige und familienfreundliche Ansprüche, die die Gegenwart der Elektromobilität so bitter nötig hat.

8/10 Wow-Wertung

Unsere Fachleute vergeben diese Bewertung nach ausführlicher Prüfung des Fahrzeugs.

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