Renault Kangoo im Test

Ihr nächstes Auto soll ein Renault Kangoo werden? Erfahren Sie alles Wichtige zu diesem Modell in unserem ausführlichen Testbericht!

Ein Hochdachkombi wie der Renault Kangoo ist die erste Wahl, wenn ein Fahrzeug mit viel Platz, hohem Laderaum, praktischen Schiebetüren und viel Variabilität gesucht wird. Dies war so bei dem ersten und zweiten Kangoo und das bleibt so in der dritten Generation.

  • Quadratisch
  • Praktisch
  • Kangoo

Der Kangoo ist ein Erfolgstyp mit Tradition. Im Jahr 1997 kam der erste Kangoo auf die Welt. 2007 wurde die zweite Generation präsentiert und nach über vier Millionen produzierten Einheiten 2021 die dritte Generation von Renaults Hochdachkombi.

Weniger Nutzfahrzeugcharakter

Was sich mit dem Generationswechsel des Renault Kangoo, der mit einem Citroën Berlingo, Fiat Doblò und Ford Tourneo Connect konkurriert, änderte, offenbart sich im Design auf den ersten Blick.

Das Design des Kangoo wirkt nicht mehr so verspielt und das Cockpit hochwertiger. Den Innenraum durchweht, auch wenn weiterhin Hartplastik zu sehen ist, nicht mehr der rationale Charme eines Nutzfahrzeugs.

Die weich aufgeschäumten Kunststoffflächen fühlen sich angenehm an. Die Schalter umspannt Chrom. Holzimitat macht Stimmung am Armaturenbrett. In dessen Mitte sitzt ein farbig anzeigender 8-Zoll-Touchscreen, der mit der Navigation, Online-Anbindung, Over-the-Air-Updates und induktiver Smartphone-Ladestation kaum Wünsche offen lässt.

Das Kangoo Cockpit, das mit einwandfrei ablesbaren Instrumenten und einfacher Bedienung punktet, wirkt im Vergleich zum Vormodell erheblich hochwertiger. Und in Fahrt spürt man dann, was der Kangoo nun auch kann: Laufruhe und Fahrkomfort.

Komfort und Ruhe

Das Fahrwerk des neuen Kangoo ist, das spürt man schon nach wenigen Kilometern, komfortabler und souveräner abgestimmt als das des Vorgängers. Und das schon unbeladen. Nur schlechte Straßenbeläge trampeln mal hinein.

Die Lenkung arbeitet leichtgängig, aber nicht sehr direkt, was in einem Hochdachkombi zu verkraften ist. Für flotte Kurven ist der Kangoo nicht der richtige Partner. Dafür baut der Franzose mit 1,84 Meter Höhe zu hoch, was im Kurvenscheitel zu reichlich Seitenneigung führt.

Auf der Autobahn hört man dann, was sich noch vom Fahrkomfort im Kangoo getan hat. Denn man hört weniger. Im alten Kangoo schwollen die Windgeräusche bei höherem Tempo stark an mangels Dämmmaterial. Nun ist die Geräuschdämmung auch bei höherem Tempo so gut, dass man im Renault Kangoo auch eine lange Strecke ungestresst zurücklegen kann.

Auch vom Motor hört man wenig. Selbst vom Dieselmotor mit seinen rustikaleren Verbrennungsgeräuschen. Drei Diesel, zwei Benziner und ein Elektroantrieb kommen im Motorraum des Kangoo zum Einsatz. Zum Marktstart die beiden Benziner TCe 100 und TCe 130 mit 100 und 130 PS Leistung sowie der Diesel Blue dCi 95, der seine 95 PS an den Vorderrädern auf die Straße bringt.

Der schwächste Dieselmotor wird im Kangoo dCi 75, wie aus dem Modellnamen ablesbar, 75 PS leisten und der stärkste im Kangoo dCi 110 110 PS. Letzterer findet aber nicht zum Marktstart, sondern ab 2022 Einzug in den Kangoo.

Warten muss man auch noch auf den Elektromotor im Kangoo, der mit seiner 44-kWh-Batterie eine Reichweite von etwa 250 Kilometern erreichen soll und 102 PS produziert.

Benziner oder Diesel?

Viele entscheiden sich im Renault Kangoo für einen Dieselmotor. Wegen dem guten Verhältnis von Kraft zu Verbrauch. Der liegt bei den Benzinern immer etwas höher. Der von Renault angegebene Verbrauch der beiden Benzinvarianten liegt bei 6,7 bis 6,8 Liter Superbenzin. In der Praxis sind es ein, zwei Liter mehr, die alle 100 Kilometer aus dem 54 Liter großen Tank des Kangoo fließen.

Von den Fahrleistungen geht es mit dem schwächeren Benziner beschaulicher voran, was im Hochdachkombi, wo Platz mehr zählt als Temperament, in Ordnung geht. Der Kangoo TCe 100 beschleunigt mit seinem Turbomotor in 14,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 168 km/h.

Der Kangoo TCe 130, der 240 statt 200 Newtonmeter maximales Drehmoment mobilisiert, läuft etwas flotter. In der Spitze mit 183 km/h und im Sprint geht es in 12,9 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100.

Am meisten Zeit lässt sich der Einstiegsdiesel Blue dCi 75 beim Beschleunigen. Der schwächste Diesel benötigt für den Standardsprint 16,4 Sekunden und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 151 km/h. Da hat der Kangoo Blue dCi 95, der ebenso wie der schwächere Turbodiesel auf das gut zu schaltende 6-Gang-Schaltgetriebe setzt, mehr zu bieten.

Die 260 statt 230 Nm Drehmoment des Blue dCi 95, die schon ab 1.750 Umdrehungen bereit stehen, reichen für die Fahrt in der Stadt und auf der Landstraße dicke aus. Dass dem 95-PS-Diesel, der sich am entspanntesten mit niedrigen Drehzahlen fahren lässt, auf der Autobahn bei höherem Tempo langsam die Puste ausgeht, damit kann man leben. Bei 164 km/h liefern sich Motorleistung und Gegenwind den Patt.

Der größte Vorteil des Diesels wird aber genau hier, auf der Autobahn im Langstreckenbetrieb, überdeutlich. Der 1,5-Liter-Vierzylinder begnügt sich im Kangoo mit 5,4 bis 5,5 Liter Kraftstoff alle 100 Kilometer. Dieser Verbrauch gelingt bei entspannter Fahrweise auch im richtigen Leben. Geht es flotter voran, kann man mit einem Liter mehr rechnen.

Raumschiff in kompakt

Mit Raum und Platz kann man im Hochdachkombi immer rechnen. Mit einer Höhe von 1,84 Meter und einer Breite von 1,96 Meter besitzt der 4,49 Meter lange Renault Kangoo die besten Voraussetzungen für ein kompaktes Raumwunder.

Der Innenraum des Kangoo fällt breiter als der eines SUVs oder Kombis der 4,50-Meter-Klasse aus. Die Kopffreiheit ähnelt der in einem Van. Die Vordersitze sind bequem. Genauso bequem steigt man dank der im 90-Grad-Winkel öffnenden Vordertüren und der leichtgängig öffnenden hinteren Schiebetüren ein und aus.

Schiebetüren ohne Blechschaden

Die beiden hinteren Schiebetüren besitzen zudem den Vorteil, dass sie in engen Parklücken keinen seitlichen Raum zum Öffnen benötigen. Damit ist das Blech Nebenparkender bei plötzlich aussteigenden Kindern bestens geschützt.

Auf der Sitzbank sitzt man auch zu dritt gut, da der Fahrzeugboden unterhalb des mittleren Sitzbankplatzes eben verläuft, die drei Sitzpolster gut konturiert sind und reichlich Kniefreiheit zur Verfügung steht. Das Kindersitz befestigen mit der Isofix-Befestigung gelingt allerdings nur auf den beiden äußeren Plätzen der Sitzbank.

Hohe Ladung kein Problem

Unterhalb der weit, aber nicht zu weit nach oben aufschwingenden Heckklappe stehen durchschnittlich gewachsene Erwachsene mit etwa 1,80 Meter Körpergröße ohne Gefahr, sich den Kopf zu stoßen.

Unterhalb der Heckklappe tut sich nach dem Umklappen der Beifahrersitzlehne eine bis zu 2,63 Meter lange Ladefläche auf, auf der bis zu 3.500 Liter Ladung transportiert werden können. In 5-sitziger und 2-sitziger Sitzkonfiguration beträgt das Gepäckraumvolumen 519 und 2.031 Liter.

Bei herunter geklappten hinteren Sitzbanklehnen entsteht eine fast völlig ebene Ladefläche, weil sich die zusammengeklappten Sitze automatisch absenken und eine Kunststoffblende die Kante überdeckt.

Über die niedrige Ladekante fällt das Einladen im Kangoo leicht. Dass auch hohe Gegenstände eingeladen werden können, die in keinen Kombi oder SUV passen würden, gehört zu den Generaltugenden eines Hochdachkombis.

Praktisch ist auch die Dachreling mit schnell installierten Querträgern und die anhängertaugliche Anhängelast – mehr dazu in den technischen Daten. Genauso alltagsgerecht sind die zahlreichen Ablagen, von der offenen Ablage oberhalb der Frontscheibe bis zum schubladenartigen Handschuhfach.

Und das in sicher

Familiengerecht präsentiert sich auch die Sicherheitsausstattung der dritten Generation. Serienmäßig verfügt der Kangoo über einen Spurhalteassistenten, einen Notbremsassistenten mit Fußgängererkennung und einen Müdigkeitswarner.

Hinzu kommen der Sicherheitsabstandswarner und als Neuheit bei Renault der Toter-Winkel-Assistent, der bei Fahrgeschwindigkeiten ab 70 km/h aktiv in die Lenkung eingreift. Das Sicherheitsniveau steigern zudem die serienmäßigen Voll-LED-Scheinwerfer mit breiterem und längerem Lichtkegel im Vergleich zu Halogenlicht.

Weitere Sicherheitsposten wie ein adaptiver Tempomat mit Stop & Go-Funktion, ein Fernlichtassistent, ein Geschwindigkeitswarner mit Verkehrszeichenerkennung und ein Autobahn- und Stauassistent stehen im neuen Kangoo ebenfalls im Angebot.

Nutzfahrzeug, es war einmal 

Der neue Renault Kangoo geht zu einem Einstiegspreis von 24.200 Euro überzeugender denn je an den Start. Von der Innenraumanmutung und in der Infotainment- und Sicherheitsausstattung präsentiert sich die dritte Kangoo Generation rundum verbessert. Das alles hat einen höheren Preis, aber auch ganz andere Qualitäten als zuvor. Das zeigt sich auch im Federungskomfort, bei der Geräuschdämmung und im gepflegten Auftritt – Nutzfahrzeug, es war einmal.

8/10 Wow-Wertung

Unsere Fachleute vergeben diese Bewertung nach ausführlicher Prüfung des Fahrzeugs.

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