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Renault Kadjar Test

Solider Kompakt-SUV steht für Abenteuerlust

0/10
Wow-Wertung
Das ist die mittlere Bewertung der führenden Autozeitungen.
  • Großzügiger Innenraum
  • Bequeme Sitze
  • Optionaler Allradantrieb
  • Wankneigung
  • Keine verschiebbare Rückbank
  • Abrollkomfort mit 19 Zoll

22.490 € - 32.390 € Preisklasse

5 Sitze

4,4 - 6,1 l/100km

Test

Die Kategorie SUV boomt. Besonderes Interesse von der Kundschaft erfahren die kompakten SUVs, ein VW Tiguan, Seat Ateca oder Nissan Qashqai. Mit dem japanischen Bestseller teilt sich der im Sommer 2015 präsentierte Renault Kadjar die Plattform und Motoren. Das steht dem französischen SUV gut zu Gesicht.

Mit 4,45 Meter Länge ist der Renault Kadjar fünfeinhalb Zentimeter länger als der Qashqai. Das verschafft ihm mehr Platz für Insassen und Gepäck im Innen- und Kofferraum (472 l). Das Interieur strahlt zudem mehr Wärme und Wohnlichkeit aus als der Innenraum des Nissan.

Mit dem 1,4 bis 1,6 Tonnen schweren Mittelklasse-SUV haben die bis zu 163 PS starken Motoren nicht zu viel zu tun. Die Kraft gelangt im Kadjar zumeist mit dem Frontantrieb auf die Straße.

Auf der gehört der Kadjar zu den nicht sonderlich sportlichen, aber komfortablen Partien. Diesen Vorteil sollte man nicht durch zu große und sportive Räder verspielen.

Gelände sieht der Renault Kadjar mit 20 cm Bodenfreiheit wohl eher selten. Trotzdem steht er auch mit Allradantrieb im Angebot, was ihn für Kunden attraktiv macht, die oft auf winterlichen Straßen unterwegs sind.

Was der Renault Kadjar an Platz, Motoren, Sicherheit und Ausstattung zu bieten hat und ob er eine gute Alternative zum guten alten Familienkombi darstellt, das zeigt sich, wenn man sich mit seinen Stärken und Schwächen genauer auseinandersetzt.

SUVs sind heute, was früher der praktische Familienkombi war. Ihr höheres Format macht sie im Innen- und Kofferraum noch praktischer.

Das Interieur

Platz genommen: Die dick gepolsterten Sitze im Renault Kadjar sind bequem. Dass sich Renaults SUV im Cockpit fast gänzlich vom Qashqai unterscheidet, schätzt man, weil das Cockpit nicht so grau, sondern wohnlicher wirkt. Nicht so luxuriös und hochwertig wie in SUVs mit Premiumanspruch zwar, aber robust, geräumig und alltagstauglich.

Das fesche digitale Cockpit mit knackiger Auflösung, das sich in vier Darstellungsweisen einstellen lässt, gehört schon im Einstiegsmodell zur Serienausstattung. Die Bedienung gelingt gut, wenn man sich ein wenig daran gewöhnt hat.

Die Übersicht nach vorne ist wegen der etwas höheren Sitzposition gut und wegen dem nicht einsehbaren vorderen Fahrzeugende dann doch nicht optimal. Dem Blick in Richtung Heck stehen die hinteren Kopfstützen vor dem schmalen Heckfenster im Weg.

Der Kofferraum

Das Gepäckabteil bietet 472 Liter Volumen. Das sind 42 Liter mehr als im Qashqai, in dem man 430 Liter einladen darf. Anders herum verhält es sich bei den beiden SUVs, wenn die asymmetrisch klappbare Rücksitzlehne flach gelegt wird.

Dann dürfen 1.478 Liter über die knapp über 70 Zentimeter hohe Ladekante im Renault eingepackt werden, aber in den Nissan geht mit 1.585 Liter noch mehr hinein. Positiv fällt in der Gepäckabteilung des Kadjar einiges auf.

Etwa der ebene Ladeboden, der beidseitig nutzbar ist. Die eine Seite ist mit Teppichboden bezogen und die andere besteht aus strapazierfähigem, abwaschbarem Kunststoff. Ebenso gefällt, dass sich die Kofferraumabdeckung bei hoch bepackter Ladefläche unterhalb dieser verstauen lässt.

Zusätzlich kann die Beifahrersitzlehne umgelegt werden, so dass Gegenstände bis zu 2,56 Meter Länge unterkommen. Reicht das nicht aus, kann weitere Ladung im 1,35 bis 1,8 Tonnen schweren Anhänger transportiert werden.

Negativ fällt auf, dass die Rückbank nicht verschiebbar ist, wie in einigen SUVs der Konkurrenz, und die Zuladung (bis zu 508 kg) gerade beim starken Diesel mit 4×4-Antrieb am geringsten ausfällt (448 kg).

Sportliche Fahrweise ist nicht sein Ding. Die Servolenkung im Kadjar liefert zwar ein angenehmes Lenkgefühl, aber nicht sonderlich viel Rückmeldung von der Straße, und etwas diffus bleibt sie beim Ansteuern des Kurvenscheitels auch.

Das Wippen im Aufbau, nichts Untypisches im höherbeinigen SUV, offenbart dann, dass man im Kadjar mit gemütlicherem Tempo eindeutig passender unterwegs ist als mit zu hohem, denn das Fahrwerk ist eher komfortabel als sportiv abgestimmt.

Die großen, sportlicher wirkenden 19-Zoll-Räder sehen zwar schick aus, aber mit stuckrigem und poltrigem Abrollen sind sie dem Komfortbild nicht zuträglich. Im Gegenteil. Weil Sport im Kadjar nicht passt, gibt man sich kluger Weise mit der sanfter abrollenden 17-Zoll-Bereifung zufrieden.

Vier Motoren stehen im Renault Kadjar zur Wahl. Zwei Benziner und zwei Diesel, die entweder mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe, Siebenstufen-Doppelkupplungsgetriebe oder Siebengang-CVT-Getriebe liiert sind.

Die Benziner

Der 1,2-Liter-Turbo-Dreizylinder mit 130 PS bekommt im Kadjar mit 1,4 Tonnen Gewicht zwar gut etwas zu schaffen, aber er macht einen guten Job. In 10,1 Sekunden beschleunigt der kleine Motor den Renault SUV aus dem Stand auf 100 und im Finale ist man im Kadjar mit 192 km/h schnell genug unterwegs.

Nur ganz niedrige Drehzahlen sollte man schnell verlassen und an Ausfahrten vorsorglich gleich etwas mehr Gas geben, denn seine 205 Nm Durchzugskraft hat der Kadjar 1.2 Turbo erst bei 2.000 Touren zusammen.

Der 1,6-Liter-Vierzylinder-Turbo hat dank seinem Hubraumplus mit 240 Nm und 163 PS mehr Mumm und verbraucht mit 6,0 statt 5,7 Liter Super alle 100 km (Werksangabe) auch nicht mehr, weil er in den gleichen Fahrsituationen ganz einfach mit weniger Drehzahl arbeiten kann.

Die Diesel

Bei den Dieselmotoren muss es nicht die stärkere Motorisierung sein. Schon der 1,5-Liter-Selbstzünder mit 110 PS schaufelt mit 250 Nm ordentlich Drehmoment hin zu den Vorderreifen und das relativ vibrationsarm und laufruhig. Bei einem von Renault versprochenen Verbrauch von 3,8 Litern.

Der 130 PS starke 1,6-Liter-Diesel verbraucht mit 4,3 l/100 km nicht entscheidend mehr, bietet auf der Autobahn mit 320 Nm aber mehr Kraft, die nur hier mit Front- oder Allradantrieb auf die Straße gelangt.

Das hat allerdings seinen Preis, denn der 4×4-Antrieb ist nur mit den höheren Ausstattungslinien Bose Edition und Crossborder zu bestellen. Das kostet dann gegenüber dem kleineren Diesel mindestens 8.700 Euro zusätzlich.

Ganz früher stand der französische Autohersteller Renault nicht für große Sicherheit. Das hat sich geändert.

Im Renault Kadjar bilden nicht nur das ESP und sechs Airbags das Sicherheitsversprechen, sondern auch der Spurhaltewarner, der Fernlichtassistent, die Verkehrszeichenerkennung, die Rückfahrkamera, der Toter-Winkel-Warner und der Notbremsassistent zählen zum Angebot.

Wer den französischen SUV mit den LED-Hauptscheinwerfern für Abblend- und Fernlicht bestellt (Serie ab Bose Edition), fährt ebenfalls sicherer. Die Lichtausbeute der LED-Leuchten liegt 20 Prozent über der von konventionellen Halogenleuchten.

Dass die vielen Assistenten beim Warnen auch mal nerven können, liegt vielleicht an der japanisch-französischen Sicherheitspolitik: In Japan gehört das häufige Piepsen und Summen der Sicherheitssysteme im Pkw zum Standard. Streng nach dem Motto: Besser einmal zu viel gepiepst als einmal zu wenig gewarnt.

Im ADAC-Bremstest kam der Renault Kadjar Energy TCe 165 nach einer Vollbremsung aus 100 km/h nach durchschnittlichen 36,6 Metern zum Stehen. Das Crashverhalten der Karosserie und die Sicherung durch die elektronischen Helfer wurden im Euro NCAP-Crashtest mit der maximalen Wertung von fünf Sternen bewertet.

Die Entscheidung für die Ausstattung fällt zwischen den Ausstattungsniveaus und Sondermodellen Life, Experience, Collection, Bose Edition und Crossborder.

Das Einstiegsmodell Life verfügt über einen Tempomat, eine manuelle Klimaanlage und ein 4×15-Watt-CD-Radio mit MP3-Wiedergabe. Noch befriedigender wird das Bedürfnis nach Onboard-Infotainment, HiFi-Klang und Komfort vom Topmodell Bose Edition erfüllt.

Den größten Luxus und die größte Sicherheit bietet im Kadjar aber das auf der Bose Edition aufbauende Sondermodell Crossborder, Es verfügt ab Werk über das komplette Spektrum der verfügbaren Fahrerassistenzsysteme: den Spurhaltewarner, den Fernlichtassistenten, die Verkehrszeichenerkennung, die Rückfahrkamera, den Einparkassistenten und das Notbremssystem.

Zum serienmäßigen Lieferumfang zählen im bestausgestatteten Renault Kadjar außerdem die Voll-LED-Scheinwerfer, die 19-Zoll-Leichtmetallfelgen, die Zwei-Zonen-Klimaanlage, das Bose Soundsystem mit acht Lautsprechern, das Online-Multimediasystem R-Link 2 mit integriertem Navigationssystem und das Easy-Break-System (optional für Experience), das es möglich macht, die Rücksitzbank vom Kofferraum aus per Knopfdruck umzuklappen.

Die Smartphone-Integration erfolgt im Renault Kadjar über Apple Carplay oder Android Auto. Durch die integrierte Sprachsteuerung lassen sich viele Funktionen aktivieren, ohne die Hände vom Steuer zu nehmen.

Zusammenfassung

Der Renault Kadjar bietet die Qualitäten des Bestsellers Nissan Qashqai, erinnert aber kaum ans Schwestermodell. Er bietet drinnen mehr Charakter als der japanische SUV und etwas mehr Platz im Innen- und Kofferraum.

Der die Traktion ganzjährig sichernde Allradantrieb steht wie beim Nissan im Angebot. Nur vom Fahrwerk sollte man sich nicht viel mehr als gelassenen Komfort und gute Sicherheit erwarten. Das steht einem robust auftretendem Familien-SUV, der kein sportliches Handling liefern muss, gut zu Gesicht.

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