Porsche Panamera im Test

Ihr nächstes Auto soll ein Porsche Panamera werden? Erfahren Sie alles Wichtige zu diesem Modell in unserem ausführlichen Testbericht!

Porsche und vier Sitzplätze? Mit dem Panamera erfüllte sich diese Wunschvorstellung der Fans. Der erste Panamera war ein Erfolg, den die zweite Generation von Porsches großer Limousine mit raffinierter Technik und starken Plug-in-Hybrid-Motoren fortsetzt.

  • Eine Limousine wie ein Sportwagen
  • Ein Motorenangebot zum Schwärmen
  • Ein Platzangebot in familientauglich

Der erste Panamera war ein Erfolg, weil Porsche mehr von ihm verkaufte, als anfänglich geplant war. Das Konzept des viersitzigen Porsche, das mit dem Typ 530 auf Porsche 356-Basis in den 1950ern seinen Anfang nahm und es auch in den 1980ern mit den viersitzigen Porsche 928 und 989 nicht in die Serie schaffte, fuhr sich schnell in die Herzen der Fans.

Der im Jahr 2009 präsentierten ersten Generation des Panamera folgte im Sommer 2016 die zweite, die Ende 2020 ihr reguläres Facelift erfuhr, das einige Neuheiten mit sich brachte, die hauptsächlich mit dem Antrieb zu tun haben.

Panamera mit sanftem Facelift

Optisch änderte sich wenig. Die Panamera Generation „G2“ gibt sich nach dem Facelift an der (zuvor optionalen) Sport-Design-Front, an neuen Felgen und der charaktervollen durchgehenden LED-Lichtleiste am Heck zu erkennen.

Im Cockpit registriert man das vom 911 bekannte Lenkrad mit Fahrmodusdrehrad und Bedienwalzen. Das Digitalcockpit wirkt wie der Zentralbildschirm brillanter dank gesteigerter Auflösung. Die Dekors im Innenraum wurden ebenso aufgefrischt wie der Sprachassistent des PCM (Porsche Communication Management), der Befehle verständiger als zuvor umsetzt.

Auf der Höhe der Zeit fährt man multimedial mit der Online-Navigation, den Handy-Schnittstellen, dem LTE-Telefonmodul, dem WLAN-Hotspot, den USB-Anschlüssen, dem Digitalradioempfang und Optionen wie dem Bose Surround-Soundsystem.

Nach vier Jahren Produktionszeit tat sich mit dem 2020er Facelift aber vor allem etwas im Motorraum. In dem kommen neben den bekannten V6- und V8-Biturbobenzinern gleich drei Plug-in-Hybrid-Antriebe mit einem im 8-Gang-Doppelkupplungsgetriebe integrierten Elektromotor zum Einsatz.

Bei dem so reichen Plug-in-Hybrid-Angebot hält keiner der direkten Konkurrenten mit. Weder der Mercedes-AMG GT 4-Türer mit fünf Motorangeboten und lediglich sanfter Hybridunterstützung, noch das ebenfalls mit fünf Motoren angebotene BMW 8er Gran Coupé, in dem der sparsamste Motor weiterhin ein Dieselmotor ist.

Starke Plug-in-Hybride

Den Unterschied zwischen den E-Hybrid-Motoren, die immer auf den gleichen E-Motor mit 136 PS setzen, machen Hubraum und Zylinderzahl aus. Der Panamera 4 E-Hybrid und Panamera 4S E-Hybrid bauen auf den bekannten 2,9-Liter-Biturbomotor mit sechs Zylindern vom Einstiegsmodell Panamera und das Topmodell Turbo S E-Hybrid auf den starken 4,0-Liter-Biturbo mit acht Zylindern.

Bereits der 280 km/h schnelle Einstiegshybrid 4 E-Hybrid, der in 4,4 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 beschleunigt, ist von den Fahrleistungen erhaben. Der Sechszylinder, der auch das Basismodell voran treibt, mobilisiert 330 PS und 450 Nm Drehmoment. Die zusätzliche Kraft des 400 Nm beisteuernden Elektromotors sorgt für mehr Temperament und Durchzugskraft und 462 PS Systemleistung und 700 Nm Systemdrehmoment.

Wird das volle Temperament abgerufen, liegt der Verbrauch garantiert nicht bei den vom Werk angegebenen 17,0 bis 17,5 kWh/100 km oder 2,1 bis 2,2 Liter/100 km. Man sollte mit 10 Liter Super/100 km im Alltag rechnen.

Mit ähnlichen Verbrauchswerten kommt auch der 4S E-Hybrid aus, in dem das Antriebsensemble aus Sechszylinder und E-Motor 560 PS produziert. Der Schub aus der Tiefe ist in dieser Leistungsstufe mit 750 Nm noch massiver und die Fahrleistungen sind eindrucksvoll.

Der 4S E-Hybrid sprintet trotz 2,3 Tonnen Übergewicht in 3,8 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 und in 13,6 Sekunden auf Tempo 200. Erst bei 298 km/h erreicht das Beschleunigen das Finale.

Fährt man nicht schneller als 140 km/h, bis wohin der E-Hybrid rein elektrisch fahren kann, hört man nur die Abrollgeräusche der Reifen und die Windgeräusche im E-Hybrid. Der Übergang vom elektrischen Fahren zum Kraftstoff verbrennenden ist klar definiert. Bis zu einem Gaspedalwinkel von 50 Prozent arbeitet, ausreichend Akkuladung vorausgesetzt, ausschließlich der E-Motor. Ab einem Winkel von 60 Prozent schaltet sich der Benziner zu.

In 3,2 Sekunden auf Tempo 100

Das passiert auch im Turbo S E-Hybrid, dessen Dynamikpotential dem 80 Liter großen Tank noch gefährlicher werden kann. 2,7 Liter/100 km Verbrauch verblassen zur bloßen Theorie, wenn die 2,4 Tonnen des Plug-in-Hybrid in 3,2 Sekunden auf 100 katapultiert werden und er mit ausgefahrenem Heckspoiler mit 315 km/h über die Autobahn fliegt.

Nutzt man die gespeicherte elektrische Kraft des von 14,1 auf 17,9 kWh Kapazität gewachsenen Akku häufig, spart man allerhand Treibstoff.

Benziner oder Plug-in-Hybrid?

Rund 60 Prozent aller Panamera-Käufer:innen entscheiden sich für einen Plug-in-Hybrid, jedoch auch die Benziner fahrenden 40 Prozent haben eine gute Entscheidung getroffen.

Bereits der Einstiegsmotor im Panamera und Panamera 4, der seine 330 PS mit Heck- oder Allradantrieb auf die Straße überträgt, macht die Porsche Limousine zur flotten Partie. Alle anderen Benziner, die 440, 480 oder 630 PS leisten, setzen auf die sichere Traktion des Allradantriebs.

Dieser Aufwand bei den Motoren und der Technik hat seinen Preis. Der Porsche Panamera startet bei 93.700 Euro in der Preisliste und erreicht ein sehr hohes Preisniveau mit den 190.300 Euro für den Turbo S E-Hybrid.

Panamericana-Talent

Das Niveau an Fahrfreude liegt ähnlich hoch. Nicht umsonst trägt der Porsche Panamera den Namen des legendären Langstreckenrennens „Carrera Panamericana“ im Namen. Er zählt seit seiner ersten Generation G1 zu den dynamischsten Limousinen. Diese Talente wurden in der zweiten Generation G2 noch ausgebaut und mit dem 2020er Facelift verfeinert.

Bei der Überarbeitung leisteten die Porsche Ingenieure und die der Zulieferer Feinarbeit an Dämpfern, den Motor- und Achslagern, der Regelelektronik, den Reifen und an der Lenkung, was auch den Komfort der Porsche Limousine nochmals verbesserte.

Zahlreiche Fahrdynamik- und Fahrassistenzsysteme hat die Limousine, abhängig vom Modell und Motor, serienmäßig oder optional mit an Bord: den Allradantrieb für optimale Traktion, die den Wendekreis verkleinernde Hinterachslenkung, die nach Fahrlaune einstellbaren Adaptivdämpfer, die elektromechanische Wankstabilisierung, die Dreikammer-Luftfederung und Bremsen mit Keramikscheiben in den Topmodellen Turbo S und Turbo S E-Hybrid.

Panamera ist Wunscherfüllung 

Nach dem 2020er-Update lenkt der Porsche Panamera am Kurveneingang noch direkter und präziser ein. Das Fahrverhalten ist dank der traktionssicheren Kraftübertragung des Allradantriebs und der wohl austarierten Gewichtsverteilung weitgehend neutral. In den sportlichen Fahrmodi Sport und Sport Plus lässt sich die Direktheit des Einlenkens und die Härte der Dämpfer noch schärfen. Selbst im Plug-in-Hybrid.

Im PHEV (Plug in Hybrid Vehicle) lässt das Ansprechen von Motor und Bremse sonst oft zu Wünschen übrig. Nicht im Panamera E-Hybrid. Im in Leipzig gefertigten Porsche lässt der starke Antrieb und der genau definierte Druckpunkt des Bremspedals sportliche Gefühle aufkommen.

Die erzielbaren Kurvengeschwindigkeiten liegen in Porsches Limousine enorm hoch. Nach einer schnellen Tour über eine kurvige Landstraße erstaunt es nicht mehr, dass ein Porsche Werksfahrer im Panamera Turbo in rasanten 7:38 Minuten über die 20,8 Kilometer lange Nürburgring Nordschleife fuhr.

Sportlimousine par excellence

Die kleinen Schwächen des Viersitzerkonzepts (hohe Ladekante) und des Plug-in-Hybrids (kompakter Kofferraum, kein Fach für die Ladekabel, durchschnittliche elektrische Reichweite) akzeptiert man gerne. Im hochwertig verarbeiteten Panamera, in dem man gerne schnell fährt und bequem zu viert reist, ist man dem Ideal der Sportlimousine schon sehr nahe.

9/10 Wow-Wertung

Unsere Fachleute vergeben diese Bewertung nach ausführlicher Prüfung des Fahrzeugs.

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