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Opel Rocks-e im Test

Ihr nächstes Auto soll ein Opel Rocks-e werden? Erfahren Sie alles Wichtige zu diesem Modell in unserem ausführlichen Testbericht!

4,7/5 aus 14.544 Bewertungen

Mit dem Rocks-e möchte Opel eine neue Nische besetzen. Als Leichtkraftfahrzeug richtet sich das kleinste Opel-Elektroauto in erster Linie an eine Zielgruppe zwischen 15 und 18 Jahren. Dort lauern vor allem Motor- und Elektroroller als Konkurrenz. Gleichzeitig soll die Lücke zwischen genau diesen Zweirädern und PKW-Modellen geschlossen werden. Aber wie groß ist diese Lücke überhaupt und passt der Rocks-e hinein oder ragt er sogar darüber hinaus?

  • Klein von außen, groß von innen
  • Agil beim Wenden, stark beim Antritt
  • Polarisierend im Design
  • Lichtdurchflutet, aber mit Sichtbarrieren

Der Opel Rocks-e nimmt sich dem Thema "Sustainable Urban Mobility" (SUM) an und ist damit nicht nur eine Option für Jugendliche und Senioren, sondern auch für alle, die sich rein elektrisch im Umfeld der Stadt fortbewegen wollen.

Die Stadt-Gondel

Selbst in der grau-schwarzen Zweifarblackierung und ohne die gelben Akzente der Tekno-Ausstattung trotz kleiner Außenmaße fällt der Rocks-e im Straßenbild ebenso grauer Städte sofort auf und kommt meist gut an. Wer Rocks-e fährt, erntet zwangsläufig faszinierte Blicke.

Von einem Opel zeugt abseits des Logos mit dem Vizor an der Front wenig und auch zu PKW-Modellen gibt es kaum Gemeinsamkeiten. Eckige Form und Größe erinnern an Seilbahn-Gondeln in Skigebieten. Die runden LED-Scheinwerfer, -Rückleuchten und -Blinker in den Schürzen wecken Assoziationen mit Straßenbahnen. Beides entspricht beim Thema Pendeln und Elektromobilität auch der Natur des Rocks-e.

Form follows function

Der Einstieg durch die links und rechts gegenläufig öffnenden Türen gelingt leicht, auch wenn diese nicht ganz so weit aufschwingen, wie man von außen erwarten könnte. Der Innenraum hält wie das Exterieur viel rustikales Hartplastik bereit, das aber in Optik und Haptik gefällt. Vieles am Rocks-e dient Preis- und Gewichtsersparnissen, komplettiert jedoch gleichzeitig die Design-Philosophie.

Zum Beispiel die mittigen Schlaufen an den Türen zum Zuziehen. Weitere Schlaufen dienen als Öffnungsmechanismus und sind gewöhnungsbedürftig für Fahrende vorn links und für Mitfahrende hinten rechts angebracht.

Alles etwas anders

Dieser Ansatz erklärt auch das Fehlen einiger Dinge, die man sonst als selbstverständlich erachtet. Ein Einrasten der Türen, die beim Rocks-e einen notorischen Hang zum Zuschwingen haben, gehört genauso dazu wie Blinkerschalter mit Rückstellfunktion. Der Lüfter umfasst die Funktionen an und aus. Die Heizung macht das gleiche, binäre Angebot.

Das Soundsystem im Rocks-e ist eine tragbare JBL-Bluetooth-Box aus dem Zubehör-Shop mit zugehöriger Halteschale. Das eigene Smartphone dient als Infotainmentsystem. Bedeutet das Verzicht? Vielleicht, aber es ist auch praxisnah.

Nur die untere Hälfte der Seitenfenster lässt sich nach außen hochklappen. Das Ellenbogen-Heraushängen gelingt damit trotzdem prima, das Zuklappen weniger: Der Mechanismus leistet hohen Widerstand, sodass man die Hand lieber an der Scheibe selbst statt am vorgesehenen Griff ansetzt.

Wer schert sich schon um die paar Fingerabdrücke? Allesamt Kompromisse, die man bereitwillig eingehen kann.

Nachhaltigkeit durch Minimalismus

Schließlich darf der Opel Rocks-e für seine Zulassung als Leichtkraftfahrzeug der Klasse L6e nicht mehr als 425 Kilogramm (ohne Batterie) wiegen. Genau die ist nötig, damit der Stromer schon mit Führerscheinklasse AM ab 15 Jahren bewegt werden kann.

Das macht an vielen Stellen Plastik zum Material der Wahl. "Sustainable" im Sinne der Rohstoffe ist der Rocks-e erst am Ende, nicht am Anfang. Auf Recycling-Materialien greift Opel nämlich nicht zurück. Immerhin sind 100% der verbauten Kunststoffe sowie die Batterie wiederverwertbar.

Die Produktion setzt vielmehr auf Minimalismus. Bloß 270 Teile werden verbaut. Bei PKW-Modellen bewegt sich die Anzahl der Einzelteile oft im fünfstelligen Bereich. Zahlreiche Komponenten werden mehrfach verwendet: Front- und Heckschürze, die Türen rechts und links - jeweils identische Teile. Das Lenkgestänge kommt auch in anderen Opel-Modellen zum Einsatz. Gleichzeitig bedeutet das auch weniger benötigte Halbleiter und mindert, ganz aktuell, die Gefahr von Lieferengpässen für den Rocks-e.

Stau- statt Kofferraum

Mit dem Ablagesystem bestehend aus Türnetzen, Smartphone-Halterung und Einsätzen für das Armaturenbrett, die beim Klub in Schwarz und beim Tekno in Gelb kommen, bietet der Rocks-e mehr Verstaumöglichkeiten als so mancher PKW. Zur Reinigung lassen sich die Ablageschalen samt Becherhalter und Klappfach einfach entnehmen.

Einen klassischen Kofferraum benötigt der Rocks-e daher nicht. Stattdessen gibt es weiteren Stauraum - für Klub und Tekno inklusive Haken - für Taschen und Rucksäcke im Fußraum vor dem Beifahrersitz sowie hinter dem Fahrsitz.

Ampel-Akrobatik

Die versetzte Position der beiden Sitze sorgt dafür, dass man auch zu zweit genügend Platz genießt. Bein- und Kopffreiheit sind großzügig und lassen auch Körpergrößen jenseits der 1,90 Meter zu. Dabei sitzt es sich überraschend gemütlich. Nur in flotten Kurven würde man sich etwas mehr Seitenhalt wünschen. Auf Verstellmöglichkeiten kann man daher getrost verzichten. Einzig der Fahrsitz lässt sich vor und zurück bewegen - das reicht.

Die Sitzposition weit hinten im Fahrzeug erweist sich allerdings als problematisch. Man sitzt mehr hinter dem Panoramadach, das ansonsten viel Licht in den Innenraum bringt, als darunter. Im Stadtverkehr werden so häufig Verrenkungen erforderlich, weil A-Säule und Dachholm den Blick auf die Ampel versperren.

Intuitiv zu fahren

Gestartet wird der Rocks-e noch ganz analog per Schlüsselumdrehung. Die Gangwahl aus D, N und R geschieht so unkonventionell wie unproblematisch über Tasten an der linken Seite des Sitzes, dort wo man sonst die Sitzverstellung erwarten würde. Der Parkmodus wird vom Anziehen der mechanischen Handbremse in Neutralstellung ersetzt.

Erst mit Tritt aufs Pedal surrt der Opel deutlich hörbar los und weiß direkt zu überraschen. Auf den ersten Metern und bis knapp 30 km/h lässt der Rocks-e manches Auto an der Ampel hinter sich. Denn in der Spitze kann der Motor bis zu 12 PS statt der Dauerleistung von 8 PS abrufen. Darüber geht es etwas gemächlicher in insgesamt zehn Sekunden gen Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h. Zum Mitfließen im Stadtverkehr reicht das allemal, auf Schotter kann man die Vorderreifen auch mal zum Durchdrehen bringen.

Elektromotor und Abrollgeräusche bleiben beim Fahren stets präsent, doch mangelnde Geräuschdämmung verzeiht man dem E-Auto bei innerstädtischen Geschwindigkeiten. Über gröbere Bodenwellen fährt der Rocks-e teils hör- und spürbar, meistert ansonsten mit tiefem Schwerpunkt, ausgewogener Gewichtsverteilung und dem straffen Fahrwerk aber jede Agilitätsprüfung. Vom Umkippen keine Spur - nicht selbstverständlich für Leichtkraftfahrzeuge.

One-Pedal-Driving... fast!

Nach kurzer Eingewöhnung gelingt auch das Fahren allein mit dem Gaspedal spielend leicht. Nimmt man den Fuß weg, rekuperiert der Rocks-e erst leicht, dann mit abnehmender Geschwindigkeit stärker bis zum Stillstand. Erst nach einigen Sekunden im Stand fordert er per Piepton nach dem Fuß auf dem Bremspedal.

Vom U-Turn ist man auf zweispurigen Straßen nur einen flotten Lenkeinschlag entfernt und für den kleinsten Opel sind die Park-Qualitäten eines smarts längst kein Maßstab mehr. Ob längs oder quer, der Rocks-e passt wirklich überall hinein. Bis zu drei dieser Fahrzeuge kriegt man quer zwischen die Linien eines herkömmlichen Parkplatzes. Das oft beschworene Go-Kart-Feeling kommt daher im Rocks-e schnell auf.

Für bis zu 75 Kilometer Fahrspaß reicht die 5,5 kWh Batterie. In der Praxis bestätigt der Rocks-e die WLTP-Messung selbst bei kalten Temperaturen. Geladen wird er anschließend in 3,5 Stunden an der normalen Steckdose. Dazu bietet Opel einen Adapter für öffentliche Ladesäulen. Schneller geht es dadurch aber nicht.

Praktisch: Das drei Meter lange Ladekabel kann einfach aus der Seite an der Beifahrertür gezogen werden. Schade nur, dass es nicht von allein dorthin zurückrollt, sondern mühsam wieder in die Öffnung hinein gefummelt werden muss.

Wer zahlt?

Für seine Zielgruppe muss der Rocks-e in erster Instanz skeptischen Blicken auf dem Schulparkplatz standhalten. In zweiter Instanz müssen auch die Eltern überzeugt werden. Schließlich werden sich mangels Förderung nur wenige Jugendliche einen Rocks-e ab 7.990 Euro aus eigener Tasche leisten können, selbst wenn günstige Leasing- und Finanzierungsmodelle im zweistelligen Bereich Abhilfe schaffen. Da steht dann plötzlich auch der Sicherheitsaspekt im Fokus.

Hierbei kann der Rocks-e keine PKW-Standards mitgehen, die über Dreipunkt-Sicherheitsgurte hinausgehen: Assistenzsysteme oder bloß Airbags braucht man nicht zu suchen. Stattdessen grenzt man sich bei diesem Thema von den Mobilitäts-Alternativen aus E-Bikes, Motor- oder Elektrorollern ab. Einem Helm gegenüber bietet der Opel natürlich mehr Schutz vor Wetter und Unfällen. Bessere Sichtbarkeit und eine Fahrgastzelle mit Stahlgitterrohrrahmen sind ebenso Argumente.

Laufende Kosten gibt es kaum. Auch den öffentlichen Nahverkehr knöpft man sich als Konkurrenz vor: Rund zwei Euro kostet eine Batterieladung, dank E-Motor und Trommelbremsen hinten gibt es wenig Verschleißteile am Rocks-e und als Leichtkraftfahrzeug ist er zudem günstig in der Versicherung. Mit Taschengeld oder Zeitung austragen ist das schnell finanziert.

Stimmiges Gesamtpaket

Das ist nicht nur auf dem Papier interessant, sondern geht in der Praxis erstaunlich gut auf für den Rocks-e. Die Nische für elektrische Leichtkraftfahrzeuge mag klein sein, aber das Angebot ist es auch. Und der Rocks-e passt nicht nur aufgrund seiner Abmessungen hinein, sondern auch weil er den gesetzlichen Beschränkungen der Fahrzeugklasse clevere Lösungen entgegen setzt.

Ob das für die jugendliche Zielgruppe und ihre Geldgebenden attraktiv genug ist, muss sich noch zeigen. Es könnte aber auch eine andere Kundschaft locken: Carsharing-Firmen, mobilen Pflegediensten oder Pendelnden mit ein wenig Kompromissbereitschaft und viel Preisbewusstsein hat der Rocks-e einiges zu bieten.

7/10 Wow-Wertung

Unsere Fachleute vergeben diese Bewertung nach ausführlicher Prüfung des Fahrzeugs.

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