Opel Insignia Sports Tourer

Eleganter Kombi mit praktischem Laderaum

7,7
Wow-Wertung
Das ist die mittlere Bewertung der führenden Autozeitungen.
  • Sicheres Fahrverhalten
  • Ausgewogener Komfort
  • Sparsame Diesel
  • Durchschnittlicher Gepäckraum
  • Hohes Gewicht
  • Viele Extras nur im Paket

26.690 € - 45.490 € Preisklasse

5 Sitze

4,3 - 8,7 l/100km

Test

Die Limousine repräsentiert, der Kombi transportiert? Der Insignia Sports Tourer steht so elegant neben der Insignia Limousine, dass man sich unweigerlich fragt: Warum auf den praktischen Laderaum verzichten? So denken wohl viele und entscheiden sich für den Insignia Kombi, der so unbestreitbare Vorteile bietet, wenn man Familie oder zu transportieren hat.

Seit acht Jahren in Produktion ist der Insignia ein durch und durch ausgereifter Typ. Zum Facelift im Sommer 2013 wurde das Cockpit gründlich aufgeräumt, sodass die Bedienung heute überzeugt und das Multimedia-Infotainment ebenso.

Unter den neuen Motoren, die zwischen 120 und 325 PS mit Front- oder Allradantrieb auf die Straße bringen, entscheiden sich die meisten Käufer für einen Diesel. Damit fährt sich der Insignia souverän im Vergleich zu den Kontrahenten Ford Mondeo Turnier, VW Passat Variant, Peugeot 508 SW, Mazda 6 Kombi, Hyundai i40 cw oder Skoda Superb Combi. Das Fahrverhalten ist sicher, das Fahrwerk erstklassig.

Der Laderaum war im Insignia Sports Tourer mit 540 Litern Volumen noch nie der größte. In einem Passat Variant verstaut man zwar mehr, dafür steht man dann jedoch neben der Limousinenversion wie ein Transporter da. Der Insignia Sports Tourer, der Geschmack demonstriert und Koffer transportiert, nicht. Damit gehört er immer noch zu den attraktivsten Kombis auf dem Markt.

Mit erwachsenen 4,91 Metern ist der Insignia Sports Tourer rund acht Zentimeter länger als die Insignia Limousine. Im Innenraum steht mehr Platz zur Verfügung und im Kofferraum ebenso. Damit taugt der Sports Tourer gut als Familienkombi, aber genauso gehört er zur Gattung der Lifestyle-Kombis, in denen Kofferraum nicht alles bedeutet.

Das Interieur

Die Bedienung geht im Insignia gut von der Hand. Geschichte ist das Wirrwarr an Schaltern auf der Mittelkonsole. Die ist nun übersichtlich in fünf Bedieninseln gegliedert. Die Klimatisierung wird über Sensorflächen geregelt und das meiste andere, wie die 3D-Navigation, über den 8-Zoll-Touchscreen. Hinter dem attraktiven Multifunktionslenkrad herrscht im digitalen Cockpit Klarheit.

Trotzdem bemerkt man an den manchmal langsamen Reaktionen der Tachonadel auf dem 4,2-Zoll-TFT, dass die digitale Revolution noch nicht am Ende angekommen ist. Auf den Vordersitzen sitzt man in relativ hoher Position und dank der Sitzflächenverlängerung genauso gut wie auf der Rücksitzbank.

Der Kofferraum

Dank der tiefen Ladekante lässt sich der Kofferraum gut befüllen. In der fünfsitzigen Grundkonfiguration schluckt die Gepäckabteilung im Insignia Sports Tourer 540 Liter. Wenn die Kinder bei der Oma geparkt sind und die Rückbank flach liegt, ist die Ladefläche bis zu den Vordersitzen 1,91 Meter lang. Damit passen 1.530 Liter in den völlig ebenen Gepäckraum.

Die Details gefallen hier. Der Gepäckschutz ist flott deinstalliert, eine Steckdose vorhanden. Ein Unterbodenfach bietet weiteren Stauraum. Das „FlexOrganizer-System“ (Gepäckschienen, Gepäcknetze, Adapter) kostet nur wenig Aufpreis.

Die elektrische Heckklappe lässt sich in der Öffnungshöhe in den Positionen “3/4”, “MAX“ oder “OFF” programmieren. Die serienmäßige Niveauregulierung erleichtert das Beladen. Zusätzliche Rückleuchten am Ende der Ladefläche, die bei geöffneter Heckklappe zu sehen sind, sorgen dafür, dass Bepacken nachts nicht zum Risiko wird.

Wenige Dinge stören. Der Einklemmschutz der Heckklappe reagiert erst bei sehr viel Widerstand – aus Kindersicht. An der schnell verschmutzenden Heckklappe beschmutzt man sich leicht die Hände (normal), am ungewöhnlich tiefen Heckstoßfänger schnell die Hose (nicht normal).

Dass ein VW Passat Variant mehr im Laderaum transportiert (650 bis 1.780 l) und sogar ein Opel Astra Sports Tourer (540 bis 1.630 l) ist dem eleganten Karosserieabgang des Insignia Sports Tourer geschuldet – wer schön sein will, muss nicht leiden, aber er hat etwas weniger Platz für die Koffer.

Für das Fahrwerk lobte man den Opel Insignia schon 2008 bei der Präsentation. Von der 2013er Überarbeitung profitierte der Unterbau nochmals. Dank optimierter Dämpfer und Stabilisatoren sowie der neu abgestimmten Servolenkung. Das beschert dem Kombi aus Rüsselsheim einen überzeugenden Kompromiss aus Komfort und Sportivität.

Wird am Schalter des Adaptiv-Fahrwerks “SPORT” eingestellt, ist der Opel mit konzentrierter Lenkung näher dran an der Straße. Wird “TOUR” gedrückt, wird es deutlich bequemer. Die Lenkung arbeitet leichtgängiger. Überlegen bügelt das Fahrwerk lange Wellen auf. Souverän absorbiert es auch kurze Stöße.

Selbst 18 Zoll große Räder mit wenig Gummi unter der Felge scheinen dem Komfort nicht viel anhaben zu können. Auch im Grenzbereich gibt der Insignia einem ein gutes Gefühl – das offenbart die guten Sicherheitsreserven des Fahrwerks.

Das Leistungsspektrum reicht im Insignia Sports Tourer vom braven Einstiegsdiesel mit 120 PS bis zum 325 PS starken V6. Die Gangverwaltung geschieht mit dem Sechsgang-Schaltgetriebe oder der Sechsgang-Automatik. Alle Motoren kriegen es mit dem hohen Gewicht des Insignia zu tun – daher ist ein sparsamer Diesel für viele Kunden die erste Wahl.

Die Benziner

Schon mit dem schwächsten Benziner, dem 1,4-Liter-Turbo ist der Insignia Sports Tourer mit bis zu 205 km/h flott unterwegs. Kraftvoller beschleunigt der 1,6-Liter-Turbo-Vierzylinder mit 170 PS. Der 2,0-Liter-Turbo-Direkteinspritzer leistet 250 PS, arbeitet leise und kultiviert und lässt den Insignia Kombi in 7,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigen.

Die sportliche Rolle übernimmt der 2,8-Liter-V6-Motor mit 325 PS im Insignia Sports Tourer OPC, der in seiner ungedrosselten Variante 270 km/h läuft und in 6,0 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigt. Der Normverbrauch ist dann weniger zum Lachen: 11,0 l/100 km.

Gibt man im Insignia Sports Tourer 1.4 LPG Gas, spart man. Neben dem 41-Liter-Tank erhöht ein weiterer Tank für Autogas, was weit weniger kostet als Benzin, die Reichweite. Das macht die 140 PS starke Sparvariante hauptsächlich für Langstreckenfahrer interessant – die setzen aber zumeist auf einen Dieselmotor.

Die Diesel

Der 70 Liter große Tank eines Insignia Sports Tourer ist mit einem Dieselmotor ergiebiger. Drei Dieselmotoren stehen im Angebot. Der 1,6-Liter-Turbodiesel steht in zwei Leistungsvarianten bereit. Der Diesel mit 120 PS bildet den Einstieg. Der 1.6 CDTI mit 136 PS und Start-Stopp-Automatik ist mit seinem Normverbrauch von 3,9 bis 4,3 Liter der Sparsamste.

Der kraftvollste Diesel heißt weiterhin 2.0 CDTI. Der Vierzylinder leistet 170 PS und schickt bärige 400 Newtonmeter Drehmoment schon bei wenig Drehzahl an die zwei oder vier Antriebsräder. Damit läuft der Insignia Kombi 220 km/h. Bei einem Verbrauch, der nie bei 4,5 bis 4,7 Litern liegt, aber mit rund 5,5 l/100km immer noch sehr sparsam ausfällt.

Fünf-Sterne-Sicherheit bucht man beim Insignia seit dem Jahr 2008 mit. Von Anfang an sicherten in Opels Mittelklasse der Spurhalte-, Fernlicht- und Abstandsassistent und die Verkehrsschilderkennung.

Heute gehören im Sports Tourer immer die Reifendruckkontrolle, sechs Airbags und ESP mit zur Sicherheitsausstattung und optional lassen sich moderne Sicherheitssysteme wie der ACC-Tempomat, Toter-Winkel-Warner und Parkassistent hinzubuchen. Zumeist versteckt sich das Zubehör aber in Ausstattungspaketen.

Ganz überzeugt die Verkehrsschilderkennung nicht. Manchmal entgeht ihr etwas, was offenbart: Die Witterung setzt dem System Grenzen und das Ende der Entwicklung scheint noch nicht erreicht zu sein.

In der Praxis fühlt sich so ein Insignia Sports Tourer sehr sicher an. Das ESP schützt vorm Schleudern. Das Antischlupf-System (ASR) regelt bei Nässe restriktiv. Die Kombis mit Allradantrieb bieten auf winterlichen Straßen mehr Fahrsicherheit. Im Insignia Sports Tourer ist der 4×4-Antrieb in den V6-Modellen und im 2.0 CDTI mit 170 PS verbaut.

Im ADAC-Bremstest kam der Opel Insignia nach einer Vollbremsung aus 100 km/h nach guten 35,4 Metern zum Stillstand. Das Crashverhalten und die Sicherung durch die elektronischen Helfer wurden im Euro NCAP-Crashtest mit der maximalen Wertung von fünf Sternen bewertet.

Schon das Basismodell des Insignia Sports Tourer ist gut ausgestattet. Klimaanlage, Multifunktions-Lederlenkrad, Mittelarmlehne, Tempomat, Zentralverriegelung und das MP3-Radio inklusive 4,2-Zoll-Farbdisplay sowie Bluetooth- und USB-Schnittstellen gehören im Selection zur Grundausstattung. Allerdings muss man in dieser Ausstattungslinie auf viele Extras und Ausstattungspakete verzichten.

Der Edition rollt mit der Klimaautomatik, den 17-Zoll-Leichtmetallfelgen und dem OnStar Online-Service-Assistenten zum Kunden. In der Linie Sport gehören Dinge wie Sportsitze, Alusportpedale, sportlicher Schaltknauf, Nebelscheinwerfer und die Ladekante aus Edelstahl mit zum Package.

Im Topmodell Innovation kommen das Sicht-Paket, das adaptive Fahrlicht und Schwellerleisten aus Aluminium hinzu. Dagegen ist der Sports Tourer Business auf professionelle Vielfahrer zugeschnitten. Hier sind die AGR-Gesundheitssitze, die Sitzheizung vorne und das direkt hinter den Vordersitzen installierbare Kofferraum-Sicherheitsnetz inklusive.

Zu den grundsätzlich ratsamen Extras zählen im Insignia Sports Tourer die elektrische Heckklappe (weil diese sehr schwer und daher mühsam zu öffnen ist), die Rückfahrkamera (weil der Kombi mäßig übersichtlich ist) und die bequemen Gesundheitssitze.

Das Studium der Preisliste mit ihren vielen Sonderausstattungen erfordert viel Zeit, da viele Extras auch in Ausstattungspaketen versteckt sind. Es wird also richtig komplex, denn einzelne Extras können an die Bestellung einer der fünf Ausstattungslinien gebunden sein.

Dagegen läuft beim Infotainment mit IntelliLink alles einfacher, da die Inhalte des Smartphones über Bluetooth oder den USB-Port auf den acht Zoll großen Fahrzeugmonitor gelangen. Ab der Ausstattungslinie Sport gehört das Navigationssystem 900 IntelliLink zur Serienausstattung. Mit dem sind Bluetooth, die Sprachsteuerung und eine SMS-Vorlesefunktion mit an Bord. Audiostreaming ist ebenfalls möglich und noch einiges mehr.

Zusammenfassung

Sie könnten jetzt noch warten. Bis der Insignia II auf den Markt kommt. Dann würden Sie in einem ganz neuen Auto sitzen. Mit den unvermeidlichen Kinderkrankheiten. Der aktuelle Insignia Sports Tourer präsentiert sich dagegen heute als ausgereifter Kombi. Das Bedienkonzept geht auf. Das Infotainment passt in die Zeit.

Die Diesel sind kräftig und sparsam. Auch Alternativen wie Allradantrieb und Autogasantrieb stehen im Angebot. Und das erstklassige Fahrwerk macht die Sache rund. Außerdem sieht ein Insignia Sports Tourer auch im reifen Alter von acht Jahren Bauzeit immer noch attraktiv aus – attraktiver als manches jüngere Kombiangebot.

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