Omoda 9 Testbericht
Der Omada 9 performt mit vier Motoren und 537 PS, fährt 145 km elektrisch und lädt mit 65 kW. Bei Ausstattung, Platzangebot und Preis-Leistungs-Verhältnis punktet das chinesische SUV ebenso.
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Unser Fazit zum Omoda 9
Der 4-motorige Plug-in Hybrid Omada 9 wird vom Hersteller als „Super PHEV“ angepriesen. Mit 537 PS (395 kW) Systemleistung performt das familientaugliche 4,80-Meter-SUV wie ein Sportwagen. Mit der für ein Plug-in Hybrid großen 34,5-kW-Batterie sind 145 km elektrische Reichweite möglich. In Kombination mit dem 70-Liter-Tank stecken 1.100 km Reichweite im Konzept. Laden lässt sich der Omoda 9 flotter als die meisten PHEVs. Mit bis zu 65 kW Ladeleistung. Die Batterie ist am Gleichstromlader in 25 Minuten von 30 auf 80 % geladen.
Unmittelbar an den vier Antriebsrädern greifende 650 Newtonmeter Drehmoment sorgen für vehementen Schub. In 4,9 Sekunden beschleunigt der 2.270 kg schwere Omoda 9 aus dem Stand auf Tempo 100. Bei 182 km/h wird der Schub elektronisch abgeregelt und häufig fährt der PHEV rein elektrisch. Das spart Kraftstoff.
Im Innenraum des Omoda 9 zeigt sich, was an Komfort, Infotainment und Luxus zu diesem Preis möglich ist. Im Interieur glänzt das SUV von Omoda, dem SUV-Label von Chery, mit geräumigen Platzverhältnissen und nahezu Vollausstattung.
Das Fahrverhalten überzeugt weitgehend, auch wenn die Lenkung rückmeldearm rotiert. Der Fahrkomfort ist mit dem Adaptivfahrwerk so hoch wie der Geräuschkomfort mit der serienmäßigen Akustikverglasung. Die ganzjährig sichere Traktion des Allradantriebs und die vielen Assistenzsysteme, die den Schutzfaktor auf ein 5-Sterne-Niveau heben, sorgen für sicheres Vorankommen.
Ein Audi Q5 Sportback, Mercedes GLC Coupé oder BMW X4 mag in einigen Bewertungskriterien noch mehr überzeugen und mehr Markenprestige bieten, aber zum höheren Preis, wenn die Performance ähnlich ausfallen soll. Bei den Prestigemarken nerven die Aufpreise und die kurze Garantie. Im Omoda 9 erhält man fast Vollausstattung und sieben Jahre. Omodas Super PHEV kann, auch wenn noch nicht alles perfekt ist, die erste Wahl sein, wenn ein geräumiger und leistungsstarker SUV zum fairen Preis gesucht wird.
Wie viel kostet der Omoda 9?
Das Omoda 9 Modell hat einen Listenpreis von 52.900 € bis 52.900 €. Mit Carwow können Sie jedoch im Durchschnitt 500 € sparen. Die Preise beginnen bei 53.790 € für Barzahlung.
Vergleiche verschiedene Ausstattungslinien des Omoda 9
| Ausstattungslinien & Preise des Omoda 9 | |
|---|---|
| 1.5 TGDI PHEV Exclusive DHT 5dr - Preis ab 52.900 € |
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Der Preis und das Preis-Leistungs-Verhältnis sind sehr attraktiv. Der Preis des Omoda 9 liegt um einige tausend Euro unter dem Preis eines BMW X3 und etwa zwischen dem eines Škoda Kodiaq Plug-in Hybrid und VW Tayron eHybrid. Bei besserer Performance. Die Treibstoffkosten können niedrig ausfallen, wenn man die lange elektrische Reichweite häufig nutzt. Die höheren Versicherungskosten resultieren aus der Einstufung 22 in der Haftpflicht, 26 in der Teilkasko und 31 in der Vollkasko.
Leistung und Fahrkomfort
Wenn eine exzellente Preis-Leistung irgendwo im Omoda 9 anfängt, dann ganz vorne. Beim Antrieb. Ein Motor genügt nicht mehr. Hier arbeiten gleich vier.
Super-Hybrid-Antrieb
Zwei Elektromotoren mit 102 PS (75 kW) und 122 PS (90 kW) Leistung treiben die Vorderräder an und ein weiterer mit 238 PS (175 kW) Leistung die Hinterräder. Und dann ist da noch der 143 PS (105 kW) leistende 1,5-Liter-Vierzylinder, der in diesem Plug-in Hybrid zum Nebendarsteller wird. Die Hauptrolle spielt hier der Elektroantrieb. Die große Batterie des Omoda 9 PHEV und der potente E-Antrieb erlauben, dass ich über längere Strecken rein elektrisch fahren kann. Und wie.
Schwer nach vorne
2.270 kg sind schwer, aber der Omoda geht schwer nach vorne. Die 650 Newtonmeter Drehmoment greifen fast sofort. Der Allradantrieb verkrallt sich mit den 20-Zoll-Breitreifen im Asphalt. Die Beschleunigung ist massiv. In nur 4,9 Sekunden beschleunigt der Omoda 9 seine Pfunde auf 100 km/h.
Warum überholt ein Polo?
Und bei 182 km/h zieht an mir ein 95 PS schwacher VW Polo vorbei. Warum das? Bei dieser Geschwindigkeit wird der Schub im Omoda elektronisch abgeregelt. Das spart Kraftstoff.
Fahrverhalten
Der Omoda 9 rollt mit dem Fahrwerk mit adaptiver Dämpfung zumeist entspannt ab. Die Fahrmodi „Eco“, „Normal“ und „Sport“ entscheiden, wie es sich anfühlt. Die „DHT3"-3-Gang-Automatik kanalisiert die Kräfte so unauffällig wie gefällig. Die abrufbare hohe Kraft lässt sich gut dosieren. Die Geräuschdämmung überzeugt, gleichwohl die Abroll- und Windgeräusche im elektrischen Betrieb präsenter erscheinen. Das Fahrverhalten ist SUV-gemäß. Die Lenkung überzeugt nicht so wie in einem BMW oder Audi. Sie arbeitet in „Eco“ und „Normal“ leichtgängig, liefert aber wenig Rückmeldung vom Belag. Der variable Allradantrieb kämpft bei vollem Leistungseinsatz gelegentlich mit der Traktion – zu erwarten bei der hohen Leistung.
Kofferraum, Platz und Praxistauglichkeit
Erfüllt das chinesische SUV, das sich in Cherys Marken- und Modellpalette oberhalb des Omoda 5 und Jaecoo 7 einordnet, auch im Innen- und Kofferraum die Erwartungen, die an ein SUV der gehobenen SUV-Mittelklasse gestellt werden?
Klassengemäß Platz
Der Omada 9 misst 4,78 Meter in der Länge, bullige 1,92 Meter in der Breite und mit 20 Zentimeter Bodenfreiheit 1,67 Meter in der Höhe. All das erweist sich im Innenraum als gut für die Platzverhältnisse, die auf den Vordersitzen wie auf der Sitzbank klassengemäß ausfallen.
Luftig vorne und im Fond
Der Fahrer- und Beifahrersitz, die durch die breite Mittelkonsole mit reichlich Ablagefläche strikt voneinander getrennt sind, lassen sich beide gleichberechtigt 6-fach elektrisch verstellen und verfügen beide über eine Massagefunktion. Den Unterschied zwischen dem Beifahrersitz und dem Sitzplatz hinter dem elektrisch höhen- und tiefenverstellbaren Lenkrad erkenne ich nur in der verstellbaren Lendenwirbelstütze und der ausfahrbaren Beinstütze.
Der Luxus reicht bis hinter die dunkel getönten Seitenscheiben im Fond. Nicht nur die Vordersitze sind beheiz- und belüftbar und elektrisch einstellbar, auch die Außenplätze der Sitzbank. Hier sind ISOFIX-Befestigungen für zwei Kindersitze zu finden. Das Sitzgefühl ist luftig, die Beinfreiheit ebenso. Dass ich auf der Sitzbank weniger Seitenhalt als vorne und als Dritter in der Mitte der Sitzbank weniger Platz bekomme, ist in anderen SUVs nicht anders.
Große Gepäckabteilung
Der Gepäckraum bietet ein großes Volumen. Unterhalb der elektrischen Heckklappe werden auf der breiten, SUV-bedingt erhöhten Ladefläche 660 Liter Kofferraumkapazität geboten. Wird die im Verhältnis 60:40 geteilte Sitzbanklehne umgeklappt, erwächst daraus ein 1.781 Liter großes Ladeabteil. Reicht auch das noch nicht, kann ich mit dem Omoda 9 bis zu 1,5 Tonnen schwere Anhänger an die Anhängerkupplung nehmen.
Für wen ist der Omoda 9 geeignet?
Die Erwartungen erfüllen sich. Der Omoda 9 kann genau der richtige sein, wenn ein SUV gesucht wird, in dem sich Geräumigkeit mit einem leistungsstarken Antrieb verbindet. Richtig starke Motoren stehen in einem Škoda Kodiaq und VW Tayron nicht zur Wahl und kosten in einem Audi Q5 Sportback und BMW X4 deutlich mehr.
Innenraum, Infotainment und Ausstattung
Der Omoda 9 offenbart im Cockpit und Interieur, was alles an Komfort, Infotainment und Luxus zu diesem Preis machbar ist. Der Markenprestige eines Mercedes fährt nicht mit, aber ein bisschen Schwaben doch. Die Lenkradschaltung und die Schalter der Sitzverstellung in der Türverkleidung lassen bei mir sofort Erinnerungen an Daimler aufkommen. Unterschied bei der Ausstattung: Was bei süddeutschen Autoherstellern Extra ist, ist hier Serie.
Serie statt Extra
Das fängt vorne mit den Matrix-Voll-LED-Scheinwerfern, den 20-Zoll-Alurädern und den mit Nappaleder bezogenen Vordersitzen an und setzt sich bei der weiteren Ausstattung im Innenraum fort. Die Lenkradheizung, die vordere und hintere Sitzheizung und die Ambientebeleuchtung zählen genauso zur Serienausstattung wie die Akustikverglasung und das Panorama-Schiebedach. Mit der Vorbereitung für V2L („Vehicle to Load“) avanciert der Omoda 9 zur mobilen Powerbank für E-Bike- oder Laptop-Akkus.
12,3 + 12,3 = 24,6
Der Innenraum wirkt aufgeräumt, die Innenausstattung edel. Hochwertiger, als der Preis erwarten lässt. Das Cockpit setzt voll auf die Digitalisierung, belässt es aber weise bei einzelnen physischen Drehreglern. Vor der Nase blicke ich auf eine 24-Zoll-Anzeigefläche, die sich aus einem 12,3 Zoll großen Instrumentendisplay und einem 12,3 Zoll großen Touchscreen zusammensetzt.
Reflexion und HUD Serie
Die schwarz glänzenden Tasten am Lenkrad widersetzen sich mit Reflexion und Uneindeutigkeit einwandfreier Bedienung. Die Bedienung auf dem Touchscreen fordert Eingewöhnung. Die Schriftarten auf den Displays sind mir als Kurzsichtiger etwas zu winzig geraten. Das Head-up-Display (HUD) mit Augmented Reality und 50-Zoll-Projektion auf die Frontscheibe bildet dagegen echten Mehrwert, weil mein Blick beim Tempo schauen auf die Straße gerichtet bleibt.
Gut beschallt
Das Soundsystem von Sony beschallt den Innenraum nicht allein mit 14 Lautsprechern, sondern auch die Kopfstütze des Fahrersitzes mit zweien. Die Online-Navi, das DAB-Radio und der USB-C- und A-Anschluss vorne und hinten sowie WLAN und Bluetooth sind ebenso mit von der Partie. Mein Smartphone lade ich kabellos mit flotten 50 Watt und binde es über Apple CarPlay oder Android Auto kabelfrei ins Infotainment ein. Die OTA-Updates fliegen ohne Händlerbesuch im Omoda 9 ein.
Wie hoch ist der Verbrauch des Omoda 9?
Frage: Was verbraucht ein 537 PS starkes SUV mit vier Motoren, das 2,3 Tonnen bewegt und sich mit einer 1,67 Meter hohen Stirnfläche gegen den Wind stemmt?
1,7 Liter
Lediglich 1,7 Liter Super sollen aus dem 70 Liter großen Tank fließen, entsprechend einem CO2-Ausstoß von 38 g/km. Die Kapazität der Batterie von 34,5 kW reicht für 145 km elektrische Reichweite. In Kombination mit dem Benziner sollen 1.100 km möglich sein. So viel zur Theorie. In der Praxis ist der Kraftstoff- und Stromverbrauch höher und der Besuch der nächsten Ladesäule früher angesagt.
65 kW
Der Omoda 9 darf an den schnellen Gleichstromlader. An der Wallbox nuckelt er noch langsam Strom. Mit nur maximal 6,6 kW statt möglichen 11 oder 22 kW, aber mit Gleichstrom geschieht das Aufladen für ein Plug-in Hybrid erfreulich flott. Innerhalb von 25 Minuten ist die Batterie mit 65 kW von 30 auf 80 % geladen.
7,0 Liter
Lade ich nicht, steigt der Kraftstoffverbrauch auf 7,0 l/100 km. Ungefähr 20 % der Ladung werden aber auch jetzt zurückgehalten, damit die Elektromotoren in jedem Moment zum Zuge kommen und immer die volle Leistung zur Verfügung steht.
Sicherheit und Assistenzsysteme
Der Preis-Leistungs-Star aus China hat auch fast alle Assistenzsysteme mit dabei, die zurzeit angeboten werden.
Volles Programm Sicherheit
Der Spurhalte-Assistent, Spurverlassenswarner und Toter-Winkel-Assistent, der intelligente Ausweichassistent, der Frontkollisionswarner und das autonome Notbremssystem sichern die Fahrt. Der ACC-Tempomat mit automatischer Temporegulierung in Kurven macht das Fahren komfortabler. Eine Müdigkeits- und Kindererkennung sind inklusive.
Die Parksensoren und die scharf anzeigende „540“-HD-Kamera mit transparenter Fahrzeugsimulation erleichtert das Rangieren im hinten unübersichtlichen SUV.
5 Sterne
Die sehr gute Sicherheitsausstattung zeigt Wirkung im Test, auch wenn manche Assistenzsysteme nerven. Im Euro NCAP Crashtest erhielt der Omoda 9 gute 80 % im Assistenzschutz, 81 % im Fußgängerschutz und 90 und 85 % im Insassenschutz von Erwachsenen und Kindern. Endergebnis: fünf Sterne.
Bekannte Probleme und Rückrufe
Im TÜV-Report und der ADAC-Pannenstatistik, die die auftretenden Probleme und die Zuverlässigkeit eines Fahrzeugs statistisch dokumentieren, wird der Omoda 9 noch nicht gelistet und Rückrufe sind ebenfalls noch keine bekannt, weil das chinesische SUV noch zu frisch auf dem deutschen Markt ist.
Premium bei der Garantie
Die gewährte Garantie ist mehr „premium“ als bei der Premiumfraktion von Audi, BMW und Mercedes. Omoda gewährt sieben Jahre Garantie bis zu einer Fahrleistung von 150.000 km. Auf die Hochspannungsbatterie erhält man wie bei den süddeutschen Herstellern acht Jahre Garantie.
Omoda 9 FAQs
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