MINI 3-Türer

MINI 3-Türer für maximale Fahrfreude

7,6
Wow-Wertung
Das ist die mittlere Bewertung der führenden Autozeitungen.
  • Klasse Handling
  • Cockpitlook
  • Gute Motoren
  • Enger Fond
  • Wenig Kofferraum
  • Großer Wendekreis

16.400 € - 32.050 € Preisklasse

4 Sitze

3,7 - 6,6 l/100km

Test

So kurz geht es heute nicht mehr – Der Ur-Mini von 1959 war mit 3,05 Metern sehr kurz geraten. Heute werden nicht nur die Menschen immer größer, sondern in der Konsequenz auch ihre Autos. Deshalb misst der Mini heute 3,82 Meter vom Bug bis zum Heck, was mehr Platz und Komfort verspricht. Ein Versprechen, dass der Mini teilweise hält.

Jedoch kauft man sich einen Mini nicht wegen seines Raumangebots, sondern wegen seiner Fahreigenschaften. In einem richtigen Mini zählen Kurven, als Unterbrechungen einer Geraden, nicht zu den notwendigen Übeln, sondern zu den schönen Dingen des Lebens. Das Handling ist direkt und der Komfort wurde verbessert. Die guten Motoren mit 75 bis 231 PS Leistung tragen ihren Teil zum Fahrspaß bei.

Ein Mini steht heute auch als Fünftürer, als Kombi Clubman, als Cabrio oder als Quasi-SUV Countryman im Angebot. Auf den Spuren des Ur-Modells sehen viele jedoch immer noch den Mini Dreitürer, der sich mit alten Kontrahenten wie dem Fiat 500 und VW Beetle sowie mit relativ neuen wie dem Audi A1, Alfa Romeo MiTo, Citroen DS3 oder Opel Adam zu messen hat.

Der Mini weckt immer noch das Kind im Mann, aber hinten bemerkt dieser Mann dann, was da mit den Jahren an Zentimetern hinzugekommen ist, denn Beinfreiheit ist auf der Rückbank immer noch ein knappes Gut. Und Kofferraum bei 3,82 Meter Länge natürlich auch.

Das Interieur

Außen hui, innen hui – Der Innenraum des Mini hält von der Anmutung, was die Form verspricht. Er ist ungewöhnlich. Der Tacho sitzt aber nicht mehr in der Mitte des Armaturenbretts, sondern direkt im Blick auf der Lenksäule. Das Fensterheber-Suchen entfällt auch, denn die Schalter befinden sich nun am Fenster. Man könnte beinahe sagen, der Mini ist vernünftig geworden.

Aber trotzdem will er spielen. Etwa mit dem LED-Farbband um den bis zu 8,8 Zoll großen Farbmonitor, auf dem die Anzeigen von Navi, Entertainment und Telefon zusammenlaufen. Auf dem Lichtkringel wechseln, je nach Fahrmodus oder Funktion, die Farben. Wer sich als Mini-Novize am Motor-Anmachen versucht, der sucht. Der Start-Stop-Button sitzt nicht nah am Lenkrad, sondern in der Mittelkonsole. Das ist originell, aber suboptimal.

Und das mit dem Platzwachstum? Die im Vergleich zum Vorgänger um 2,3 Zentimeter längere Rückbanksitzfläche sorgt dafür, dass Sitzen für Langbeiner nicht mehr so beklemmend ist. Nur noch verdammt eng.

Der Kofferraum

Die Geschichte vom Kofferraum ist schnell erzählt. 211 Liter kommen unter. Im 3,70 Meter kurzen Opel Adam passen 170 Liter ins Heckabteil und im Fiat 500 185 Liter, aber der Italiener ist mit 3,57 Metern Länge um ganze 25 Zentimeter kürzer als der Brite – so viel zur Raumnutzung des Mini.

Wer mehr Platz benötigt, legt die Lehnen der Rücksitze flach. Dann stehen 731 Liter Volumen zum Einpacken zur Verfügung. Oder man denkt doch mal über den Mini Clubman nach, in dem der Kofferraum mit 360 bis 1.250 Liter gar nicht mehr mini ist.

Sich einen Mini anzuschaffen, kann so viele gute Gründe haben. Das Fahrwerk ist vielleicht der beste. Die hohe Präzision, die erdverbundene Straßenlage und die ehrliche Rückmeldung bietet keiner in der Klasse. Die elektromechanische Servolenkung informiert genauso exakt über die Fahrsituation wie das leicht schwänzelnde Heck über seine Grenzen.

Der Mini, der auf 15- bis 18-Zoll-Rädern rollt, liegt etwas komfortabler dank des gewachsenen Radstands. Die dynamische Dämpferkontrolle steht zum ersten Mal in der vierten Mini-Generation im Angebot. Mit deren Driving Modes (MID, SPORT und GREEN) lässt sich das Ansprechen von Lenkung und Gaspedal verändern.

Ein paar Nachteile fallen beim Fahren jedoch auf. Der alte Mini ging noch knackiger, spritziger und rückmeldefreudiger um die Kurven und der Wendekreis des aktuellen Mini ist mit 10,8 Metern für das Format ganz objektiv zu groß.

 

Also mini ist das Motorenangebot im Mini nicht. Wenn man sich unter den 75 PS bis 231 PS starken Motoren für einen Dreizylinder entscheidet, macht man nichts falsch.

Wenn man sich für die Sechsstufen-Automatik statt des manuellen Sechsganggetriebes entscheidet, aber schon. Auf den kurzen Schaltwegen des Schaltgetriebes spürt man einfach mehr vom Motor und seinen Drehzahlbedürfnissen.

Die Benziner

Die kleinen Dreizylinder sind historisch korrekt, denn mehr als 1,3 Liter Hubraum hatte der Ur-Mini nie. Hier produzieren drei Töpfe und der Turbolader aus nur 1,2 Liter Hubraum 75 oder 102 PS. Der überwiegende Teil der Kunden entscheidet sich im Mini für den stärkeren Dreizylinderturbo im Mini One. Dessen Kraft reicht aus, um den Mini in 9,9 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h sprinten und 195 km/h laufen zu lassen.

Trotzdem ist der stärkste Dreier mit 136 PS und 1,5 Liter Hubraum im Mini Cooper der reizvollere Antrieb. Er arbeitet kultiviert, ohne störende Vibrationen und beißt schon bei 1.250 Umdrehungen mit 230 Newtonmetern an. In 7,9 Sekunden steht Tempo 100 an. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 210 km/h.

Noch temperamentvoller geht es mit den Vierzylinder-Turbomotoren im Topmodell John Cooper Works mit 231 PS und im Cooper S voran. Letzterer mobilisiert 192 PS und 300 Nm auf der Vorderachse und lässt die Tachonadel in 6,8 Sekunden auf die 100 und final auf die 235 km/h zeigen. Mit einem Verbrauch, der genauso wenig bei den angegebenen 5,7 bis 5,8 Litern liegen wird wie beim 102- oder 136-PS-Dreizylinder bei 4,5 bis 4,8 Litern, sondern eher zwei Liter darüber.

Die Diesel

Die Dieselmotoren sind deutlich genügsamer und der Unterschied zwischen Norm- und Realverbrauch fällt weniger dramatisch aus. Der 1,5-Liter-Dreizylinder-Diesel im Mini One D mit 95 PS und im Cooper D mit 116 PS begnügt sich durchschnittlich mit 3,4 bis 4,6 Litern. 11,0 und 9,2 Sekunden vergehen, beim Sprint bis Tempo 100. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 190 und 205 km/h.

Der stärkste Diesel heißt im Mini traditionell SD und leistet 170 PS. Dieser Motor realisiert das beste Kraft-Leistungs-Verbrauchs-Verhältnis mit 360 Newtonmetern Drehmoment, dem Tempo-100-Spurt in 7,2 Sekunden, 225 km/h Spitze und einem Verbrauch von 4,0 bis 4,1 l/100km.

Die serienmäßige Sicherheitsausstattung des Mini beinhaltet Front- und Seitenairbags sowie seitliche Curtain-Airbags für die vordere und die hintere Sitzreihe. Im Fond stehen ISOFIX-Kindersitzbefestigungen zur Verfügung. Ein besserer Fußgängerschutz ist mit der teilaktiven Fronthaube inklusive, die sich bei einer Kollision anhebt und mit zusätzlichem Deformationsraum die Gefahr von Verletzungen beim Aufprall auf besonders harte Teile des Motors reduziert.

Zu den optionalen Fahrerassistenzsystemen gehört der Driving Assistant, der den adaptiven Tempomat, die Auffahr- und Personenwarnung mit Anbremsfunktion, die Verkehrszeichenerkennung und den Fernlichtassistenten miteinschließt.

Darüber hinaus sichern die Rückfahrkamera, der Parkassistent und das Head-up-Display, das die Geschwindigkeit, Navigationsinfos und Tempolimits auf einem ausfahrbaren Display direkt im Blick anzeigt, die Mini-Fahrt.

Im ADAC-Bremstest kam der Mini nach einer Vollbremsung aus 100 km/h nach hervorragenden 33,0 Metern zum Stehen. Das Crashverhalten der Karosserie und die Sicherung durch die elektronischen Helfer wurden im Euro NCAP-Crashtest allerdings nur mit vier von fünf möglichen Sternen bewertet.

Die Länge der Preisliste sagt viel über den Mini aus. Einerseits darüber, was mit dem Mini heute alles möglich ist. Andererseits darüber, wie richtig teuer das werden kann.

Zur eher mageren Serienausstattung gehören das Radio einschließlich AUX-IN-Anschluss und USB-Schnittstelle, elektrisch verstellbare Außenspiegel und sechs Airbags. Ein so wichtiges Feature wie die Klimaanlage muss jedoch bei den günstigeren Minis extra bestellt und bezahlt werden.

Etliche Ausstattungspakete und Einzeloptionen treiben den Preis nach oben. Noch komfortabler und angenehmer wird Mini-Fahren mit Extras wie der Zwei-Zonen-Klimaautomatik, der Sitzheizung und dem Panorama-Glasdach. Noch etwas sicherer ist man mit der Frontscheibenheizung, dem Regensensor und der Lichtautomatik unterwegs. Die bequemen Sportsitze und der auf längerer Autobahnfahrt komfortable Tempomat sind empfehlenswerte Anschaffungen.

In Verbindung mit dem Radio Mini Visual Boost und dem Navigationssystem stehen auch Mini Connected und Connected XL zur Verfügung. Mit beiden geschieht die Integration des Smartphones ganz flott. Webradios und die sozialen Netzwerke von Facebook bis Twitter zählen zum Infotainment-Repertoire. Die fest im Fahrzeug verbaute SIM-Karte hilft im Notfall Unterstützung anzufordern und wichtige Unfalldaten an die Retter zu übermitteln.

Zusammenfassung

Der Mini macht einiges anders. Und vieles besser. Beim Platz, im Komfort, bei den Extras und beim Infotainment. More Mini hat aber seinen Preis, der mit vielen Extras sehr hoch ausfallen kann. Auch das ist heute typisch Mini wie eine 58 Seiten dicke Preisliste. Viele Seiten davon einfach zu ignorieren, spart. Nicht zwingend Fahrfreude, aber Geld.

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