Mercedes-Benz EQS SUV Testbericht

Der neue Mercedes EQS SUV ist das größte Elektro-SUV, das Mercedes bisher gebaut hat. Über 600 Kilometer elektrische Reichweite und bis zu 400 kW Leistung sind eine klare Ansage an die Konkurrenz.

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Was gut ist

  • Hohe Reichweite
  • Luxuriöses Ambiente
  • Bis zu sieben Sitze

Was nicht so gut ist

  • Hohe Anschaffungskosten
  • Dritte Sitzreihe mit wenig Platz
  • Aerodynamisch geprägtes Design

Mercedes-Benz EQS SUV: Was würden Sie gerne als Nächstes lesen?

Bewertung des Mercedes-Benz EQS SUV

Nach der Luxus-Limousine EQS erweitert - wie sollte es anders sein - ein SUV die Elektro-Modellpalette von Mercedes. Bei der Nomenklatur haben die Stuttgarter kurzen Prozess gemacht: Das Modell hört auf den Namen "EQS SUV". Es geht also auch einfach.

Der simple Name kann aber nicht über den luxuriösen Charakter des neuen Flaggschiffs hinwegtäuschen - der seinen Preis hat. Den Einstieg bildet der EQS 450+ mit einem Preis ab rund 110.00 Euro. Für den EQS 450 4MATIC werden bereits ein paar Tausend Euro mehr fällig und wer den EQS 580 mit Allrad will, muss über 20.000 Euro Aufpreis gegenüber dem Einstiegsmodell einreichen.

Viel Reichweite und Platz

Der EQS SUV tritt gegen das Tesla Model X an und ist eine elektrische Alternative zum Mercedes GLS, BMW X7 und dem neuen Range Rover. Elektro-SUVs sind beliebt, denn sie haben viel Reichweite und Platz.

Optisch verspricht der EQS SUV sinnliche Klarheit dank der modellierten Flächen. Man hat Fugen reduziert und nahtlose Übergänge geschaffen. Die Front ist mit einer Black-Panel-Einheit und einem Leuchtband, dass die Scheinwerfer verbindet, ausgestattet. Beide Elemente bilden das Gesicht des EQS. Die Tagfahrlichter verbinden sich beim SUV als drei kleine Dreiecke, bei der Limousine sind es Punkte.

Außerdem werden beim SUV die Leuchtmodule von hinten beleuchtet. Ein dreidimensionales Hexagon-Muster sorgt in Kombination mit dem Tagfahrlicht für einen hohen Wiedererkennungswert.

Aerodynamisch muss es sein

Die Seitenansicht zeigt wie aerodynamisch der SUV gebaut wurde. Die Front ist rund geformt und zieht sich dynamisch über die A-Säule, die stark geneigt designed wurde. Egal ob Felgen, Spiegel oder auch die bündigen Türgriffe des EQS – alles ist auf Aerodynamik ausgelegt.

Chromleisten sind um die Seitenscheiben gezogen, und zusammen mit einer muskulös anmutenden Schulterpartie wirkt der EQS SUV sehr sportlich. Das Heck zeigt sich mit aufwendig gestalteten LED-Leuchten im 3D-Helix-Design. Die Kombination mit dem Leuchtband macht jedem sofort klar, dass man den EQS SUV vor sich hat.

Nichtsdestotrotz: Der Umstand, dass das Design von Elektroautos logischerweise sehr stark von der Aerodynamik (Stichwort: Reichweite) geprägt ist, kommt dem Look nicht immer zugute. Im Vergleich zu einem GLS wirkt der EQS SUV deutlich runder und weniger stattlich.

Doch mit seiner markanten Front kann man auch dem EQS SUV ein selbstbewusstes Auftreten nicht absprechen. Und da wäre ja auch noch mehr: die maximale Reichweite von 660 Kilometern, der 108,4-kWh-Akku und die vielen Technik-Features.

Wie viel kostet der Mercedes-Benz EQS SUV?

Für den Mercedes EQS SUV liegt noch keine Versicherungseinstufung vor.

Einen Vorgeschmack gibt die Limousine, der EQS. Mit der Typklasse 22 fällt die Haftpflichtversicherung noch recht niedrig aus. Teuer wird es In der Teilkasko mit der Typklasse 31 und in der Vollkasko mit der Typklasse 29. Premium hat eben seinen Preis.

Leistung und Fahrkomfort

Das Einstiegsmodell 450+ kommt mit Heckantrieb. Der EQS SUV wäre aber kein SUV, wenn es nicht auch Versionen mit Allradantrieb gäbe – die 4Matic-Versionen. Hier ist dann auch die Funktion Torque Shift für intelligente und stufenlose Verteilung der Antriebsmomente zwischen hinterem und vorderem Motor verbaut.

Wie es sich für ein SUV der Oberklasse gehört, ist keines der Modelle untermotorisiert. Los geht's im EQS 450+ mit 265 kW/360 PS und 568 Nm Drehmoment. Der allradgetriebene Bruder EQS 450 4Matic verfügt über die gleiche Leistung, kann beim Drehmoment (800 Nm) aber noch eine Schippe drauflegen.

Die Speerspitze bildet vorerst der EQS 580 4Matic mit stolzen 400 kW bzw. 544 PS. Das Drehmoment erhöht sich hier auf 858 Newtonmeter. Von 0 auf 100 km/h vergehen nur 4,6 Sekunden. Und das trotz 2,8 Tonnen Leergewicht.

Fahrkomfort dank Luftfederung

Serienmäßig ist der SUV mit einer Luftfederung ausgestattet. Sie kommt im Test zwar nicht ganz an die der Limousine Mercedes EQS heran - das ist wohl dem SUV-Aufbau geschuldet. Nichtsdestotrotz sind mit ihr Unebenheiten kaum spürbar - beeindruckend.

Neben der Luftfederung tragen serienmäßig auch die Vierlenker-Achse vorne und die Raumlenkerachse hinten zum Fahrkomfort bei. Die Allradlenkung, die sich sogar upgraden lässt, tut ihr Übriges. Im EQS SUV ist Relaxen angesagt.

Während der Fahrt haben Sie die Wahl zwischen den Programmen Eco, Comfort, Sport und Individual. Hat das Modell Allradantrieb, gibt es zusätzlich noch das Programm Offroad für Fahrten abseits der Straße - hier hebt sich der EQS SUV zusätzlich um 22 Millimeter für mehr Bodenfreiheit. Per Kameras haben Sie außerdem den Untergrund im Blick, was im Gelände durchaus hilfreich sein kann.

Paddle für Rekuperation

War ein Paddle am Lenkrad früher dafür da, die Gänge zu wechseln, hat es beim Elektro-SUV von Mercedes eine neue Funktion: Sie stellen damit die Rekuperation ein. Mit der Einstellung "Intelligente Rekuperation" beispielsweise können Sie weiter die Effizienz steigern und damit die Reichweite maximieren. Und das funktioniert in der Praxis wunderbar.

Als Aerodynamik-Weltmeister gilt aktuell die EQS Limousine – das wird der SUV nicht toppen, doch er hat ebenfalls gute Werte. Das liegt vor allem daran, dass der Unterboden glatt und mit einer geschlossenen Kühlerjalousie ausgestattet ist.

Platz und Praxistauglichkeit

Der Radstand des EQS SUV ist gleich mit der EQS Limousine – nämlich 3,21 Meter. Allerdings ist er aber über 20 Zentimeter höher als die Limousine. Im Detail beträgt die Länge 5,13, die Breite 1,96 und die Höhe 1,72 Meter. Das sind großzügige Dimensionen, die auch im Innenraum Platz schaffen.

Nur wenn Sie das SUV als Siebensitzer konfigurieren, kann es in der letzten und dann dritten Sitzreihe durchaus eng werden. Kinder werden kein Problem haben, Erwachsene schon eher.

Platz herrscht im Kofferraum. Der Fünfsitzer bietet 645 bis 2.100 Liter Stauvolumen, beim Siebensitzer sind es zwischen 195 und 2.020 Liter. Zusätzlichen Stauraum unter der Fronthaube sucht man vergebens - ein Frunk fehlt leider.

Innenraum, Infotainment und Ausstattung

Das Erste, was im Innenraum des Mercedes EQS SUV auffällt, ist der riesige Screen, von dem auch Beifahrer:innen etwas haben. Freuen Sie sich aber nicht zu sehr, denn der von Mercedes bezeichnete “Hyperscreen” ist eine Sonderausstattung. Standardmäßig wird das Flaggschiff mit einem kleineren Hochformat-Bildschirm ausgestattet sein, ähnlich wie der in der neuen Mercedes S-Klasse.

An der Verarbeitungsqualität gibt es im Mercedes nicht auszusetzen - aufgrund des Preises haben wir auch nichts anderes erwartet. Der Innenraum sorgt für ein Gefühl von Luxus, sei es wegen der hochwertigen Materialien, der riesigen Digital-Anzeigen oder der Ambiente-Beleuchtung.

In der zweiten Sitzreihe sitzt es sich ausgesprochen gut - viel Platz, eine geringe Geräuschkulisse und große Ablagemöglichkeiten überzeugen. Eine elektrische Sitzverstellung ist selbstverständlich. Auch lassen sich die Sitze elektrisch verschieben, um komfortabel in die (optionale) dritte Sitzreihe zu gelangen.

Die an den Rückenlehnen angebrachten Bildschirme unterhalten die Passagiere im Fond und sorgen für noch mehr Luxus. Unpraktisch: Sie lassen sich nicht einfach demontieren. Auch wer sie mal nicht braucht, muss mit ihnen leben.

Als Sonderausstattung ist der EQS SUV auch mit einer dritten Sitzreihe bestellbar. Er ist damit erst der zweite elektrische Siebensitzer von Mercedes nach dem (viel kleineren) EQB. Schade nur, dass man die zwei Einzelsitze manuell ein- und ausklappen muss, während das Ganze in der zweiten Sitzreihe per Knopfdruck elektrisch geschieht.

Wer es nach oben hin luftig möchte, kann sich optional für das Panorama-Schiebedach entscheiden. Hier hat man zwei Module, die zusammen eine große Glasfläche bilden.

Over-the-Air-Updates sind beim EQS SUV natürlich ebenfalls möglich. Man kann sich aber noch mehr Funktionen als bei der Limousine nachträglich freischalten lassen, wie beispielsweise den Anhängerrangier-Assistenten oder das Augmented Reality für die Navigation.

Reichweite und Ladedauer

Ein Oberklasse-SUV, der Luxus verspricht, muss auch bei der Reichweite punkten. Und das tut der EQS SUV. Er kommt mit einer Reichweite von bis zu 660 Kilometern und einer maximalen Leistung von 400 kW.

Mit dem EQS kann man verschiedene Versionen der Rekuperation verwenden. In drei Stufen – D+ (Segeln), D (Standard) und D- (Verstärkte Rekuperation) – kann über Schaltwippen am Lenkrad ausgewählt werden. Auch eine automatische Funktion steht bereit. Dieser Assistent passt die Rekuperation der jeweiligen Situation an.

Der Akku des EQS besteht aus zwölf Zellmodulen. Die Kapazität liegt bei 108,4 kWh, was hohe Reichweiten nach sich zieht.

Laden individuell konfigurieren

In Sachen Ladefunktionen ist der EQS SUV ebenfalls sehr modern aufgestellt. Hier werden drei Ladeprogramme angeboten: Standard, Home und Work. Wählt man eines davon, kann man die Parameter wie Abfahrtszeit, maximaler Ladezustand und Klimatisierung vorabeinstellen.

Home und Work kann man auch standortbasiert aktivieren lassen, damit sich die Ladefunktion dann automatisch einschaltet, sobald das Auto am hinterlegten Ladepunkt abgestellt wird.

Schnellladen ist natürlich auch möglich, bis zu 210 kW Ladeleistung sind über ein DC-Ladesystem möglich. Nach 15 Minuten ist dann wieder Strom für bis zu 300 Kilometer aufgefüllt. Von 10 auf 80 Prozent vergehen 31 Minuten.

Beim Thema Nachhaltigkeit hat man das Aktivmaterial optimiert. Das Verhältnis 8:1:1 aus Nickel, Kobalt und Mangan zeigt, dass man den Kobalt-Anteil auf unter zehn Prozent reduzieren konnte, was die Recyclingfähigkeit enorm erhöht.

Sicherheit und Schutz

Dem NCAP-Chrashtest hat sich das Mercedes EQS SUV noch nicht unterzogen. Die Limousine, der EQS ohne "SUV"-Kürzel, konnte sich 2021 fünf Sterne sichern.

Zuverlässigkeit und Probleme

Mercedes gibt auf die Hochvoltbatterie eine Garantie von 10 Jahren bzw. 250.000 Kilometer Laufleistung. Zu diesen Zeitpunkten soll der Akku noch mindestens 70 Prozent Kapazität haben.

Mercedes-Benz EQS SUV FAQs

Die Hochvoltbatterie fasst 108,4 kWh, was im heckangetriebenen Modell 450+ für bis zu 660 Kilometer elektrische Reichweite nach dem WLTP-Standard (kombiniert) reichen soll.

An einer Schnellladestation beträgt die Ladezeit (10 auf 80 Prozent) des EQS SUV 31 Minuten. An einer Wallbox oder öffentlichen Ladestation kann mit 11 kW geladen werden - hier vergehen von 0 auf 100 Prozent insgesamt 11,25 Stunden.

Der WLTP-Verbrauch (kombiniert) liegt modellabhängig zwischen 18,2 und 24,3 kWh/100 km. Das Modell 450+ bewegt sich zwischen 18,2 und 22,9 kWh/100 km, der 450 4Matic wie auch der 580 4Matic liegen zwischen 20,2 und 24,3 kWh/100 km.

Der EQS SUV läuft im Mercedes-Benz Werk Tuscaloosa im US-amerikanischen Alabama vom Band.

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