Mit dem Kia PV5 stellt Kia dem VW ID. Buzz einen kantigen Elektro-Van entgegen, der günstiger startet und im Test vor allem mit Platz, Übersicht und Alltagstalent überzeugt. Ganz perfekt ist er aber nicht – besonders bei Ladeplanung und Assistenz gibt es Schwächen.
Mit dem Kia PV5 stellt Kia dem VW ID. Buzz einen kantigen Elektro-Van entgegen, der günstiger startet und im Test vor allem mit Platz, Übersicht und Alltagstalent überzeugt. Ganz perfekt ist er aber nicht – besonders bei Ladeplanung und Assistenz gibt es Schwächen.
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Gibt an, wie viel Kohlendioxid (CO2) das Fahrzeug pro gefahrenem Kilometer im WLTP-Zyklus (kombiniert) ausstößt. Je niedriger der Wert, desto umweltfreundlicher ist das Auto.
0 g/km (A)
Stromverbrauch (WLTP, kombiniert)
Gibt an, wie viel Energie ein Elektroauto im genormten WLTP-Zyklus (kombiniert) pro 100 Kilometer verbraucht. Je niedriger der Wert, desto sparsamer ist das Auto.
19,2 - 19,6 kWh / 100km
Reichweite (WLTP, kombiniert)
Gibt an, wie viele Kilometer ein Elektroauto oder Hybrid rein elektrisch mit einer voll aufgeladenen Batterie im genormten WLTP-Zyklus zurücklegen kann.
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Der Kia PV5 Passenger ist kein Elektroauto, das sich über Sportlichkeit oder Lifestyle definiert. Er ist ein sehr pragmatischer, kantiger und geräumiger Elektro-Van – und genau darin liegt sein Reiz. Im Test hat mich vor allem überzeugt, wie leicht sich der PV5 fahren lässt und wie viel Bulli-Gefühl er vermittelt: kurze Front, hohe Sitzposition, große Fensterflächen und eine Übersicht, die sogar ohne Kamerasystem schon richtig gut ist.
Beim Preis-Leistungs-Verhältnis steht der PV5 ebenfalls ordentlich da. Laut Preisliste startet der 5-Sitzer mit 51,5-kWh-Batterie bei 38.390 Euro, mit großer 71,2-kWh-Batterie sind es mindestens 42.390 Euro. Schon die Essential-Version bringt unter anderem Navigation, Rückfahrkamera, Parksensoren vorn und hinten, adaptiven Tempomaten, Autobahnassistent, LED-Scheinwerfer und kabelloses Apple CarPlay/Android Auto mit. Die Plus-Version wirkt für mich trotzdem wie der bessere Deal, weil hier Sitzheizung, 230-Volt-Steckdose und V2L dazukommen.
Beim Kofferraum liefert der PV5 viel Nutzwert: Der 5-Sitzer bietet laut Kia bis zu 1.330 Liter in Normalposition und bis zu 3.615 Liter bei umgeklappter zweiter Reihe. Beim 6- und 7-Sitzer sind es 350 Liter beziehungsweise maximal 3.430 Liter. Die Sitze lassen sich allerdings nicht ausbauen, was die Variabilität etwas einschränkt.
Bei den Motoren gibt es 122 PS mit 51,5-kWh-Akku oder 163 PS mit 71,2-kWh-Akku. Das reicht im Alltag völlig, auch wenn der PV5 mit 135 km/h Spitze und rund 10,6 Sekunden auf 100 km/h kein Schnellfahrerauto ist. Die große Batterie schafft bis zu 412 km WLTP im 5-Sitzer, in den 6- und 7-Sitzern bis zu 397 km. Im Test kam ich realistisch auf etwa 350 km – für einen Van mit großer Stirnfläche absolut ordentlich. Schwächen bleiben die umständliche Ladeplanung, der schwache Fernlichtassistent und die kleinen Ablagen. Trotzdem ist der PV5 für mich ein sehr überzeugender Elektro-Familienvan.
Wie viel kostet der Kia PV5 Passenger?
Das Kia PV5 Passenger Modell hat einen Listenpreis von 38.390 € bis 47.240 €.
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Vergleiche verschiedene Ausstattungslinien des Kia PV5 Passenger
Den Kia PV5 Passenger gibt es mit zwei Akkugrößen: 51,5 kWh oder 71,2 kWh. Die kleinere Batterie kommt laut Preisliste auf bis zu 295 km WLTP im 5-Sitzer, beim 6- und 7-Sitzer sind es 290 km. Mit der großen 71,2-kWh-Batterie sind bis zu 412 km im 5-Sitzer möglich, die 6- und 7-Sitzer schaffen bis zu 397 km.
Solide im Praxistest
In meinem Test lag die realistische Reichweite mit der großen Batterie bei rund 350 km. Das ist für einen kantigen Elektro-Van mit großer Stirnfläche ordentlich, zumal ich über den Brenner nach Italien und zurück gefahren bin, bei bis zu 38 Grad und dauerhaft laufender Klimaanlage. Der Verbrauch lag dabei bei 20,2 kWh/100 km – deutlich unter Kias Autobahnwert von 26,7 bis 27,9 kWh/100 km.
Ausbaufähige Ladeleistung
Beim Laden nennt Kia für beide Akkus rund 30 Minuten von 10 auf 80 Prozent an einer Schnellladesäule. An der 11-kW-Wallbox dauert 10 bis 100 Prozent 4:45 Stunden mit kleinem Akku und 6:30 Stunden mit großem Akku. Im Test sah ich bis zu 126 kW DC, bis etwa 77 Prozent blieb die Ladeleistung stark, danach fiel sie deutlich ab. Deshalb lohnt es sich auf Langstrecke kaum, über 80 Prozent hinauszuladen.
Leistung und Fahrkomfort
Zur Wahl stehen zwei Leistungsstufen: 122 PS mit 51,5-kWh-Batterie oder 163 PS mit 71,2-kWh-Batterie. Beide Versionen haben Frontantrieb und ein einstufiges Reduktionsgetriebe, also die für Elektroautos typische Automatik ohne Schaltvorgänge. Das passt gut zum Charakter des PV5, denn hektisch oder sportlich will dieses Auto ohnehin nicht sein.
Das Gewicht liegt je nach Sitzkonfiguration und Batterie laut Kia zwischen 2.065 und 2.295 kg. Damit ist der PV5 kein Leichtgewicht, fährt sich aber erstaunlich unkompliziert. Die stärkere Version beschleunigt in rund 10,6 Sekunden auf 100 km/h, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 135 km/h. Auf dem Papier klingt das gemächlich, im Alltag reicht die Leistung aber völlig aus. Überholen und Autobahnfahren sind problemlos möglich – nur wer dauernd mit 160 km/h unterwegs sein will, sitzt im falschen Auto.
Beim Verbrauch nennt Kia kombiniert 19,2 bis 19,6 kWh/100 km, je nach Akku und Sitzvariante. In meinem Test lag ich mit der großen Batterie bei 20,1 kWh/100 km – trotz Brennerpass, deutlichen Höhenmetern, Temperaturen bis 38 Grad und dauerhaft laufender Klimaanlage. Für einen kantigen Elektro-Van mit großer Stirnfläche ist das ein guter Wert.
Der wahre Erbe des Bulli
Am meisten überzeugt hat mich aber, wie leicht sich der PV5 fährt. Die hohe Sitzposition, die kurze Front, die großen Fensterflächen und die großen Außenspiegel sorgen für hervorragende Übersicht. Das Bulli-Gefühl ist sogar stärker als im VW ID. Buzz. Der PV5 wirkt nicht sportlich, sondern entspannt, berechenbar und sehr familienfreundlich. Auch die Rekuperation ist gut gelöst: Über Schaltwippen lassen sich drei feste und drei adaptive Stufen wählen. Nervig ist nur, dass die gewählte Stufe nach jedem Neustart wieder neu eingestellt werden muss.
Platz und Praxistauglichkeit
Für einen Van ist der Kia PV5 Passenger angenehm handlich geblieben. Laut Preisliste ist er 4,70 Meter lang, 1,90 Meter breit und 1,90 Meter hoch, dazu kommt ein langer Radstand von knapp drei Metern. Damit wirkt er im Innenraum deutlich großzügiger, als man es von der Grundfläche erwarten würde, bleibt aber noch in einem Format, mit dem man nicht vor jedem Parkhaus nervös werden muss.
Beim Kofferraum hängt viel davon ab, welche Sitzkonfiguration man wählt. Der 5-Sitzer bietet laut Kia bis zu 1.330 Liter Gepäckraumvolumen in Normalposition und maximal 3.615 Liter bei umgeklappter zweiter Reihe. Beim 6- und 7-Sitzer bleiben mit allen Sitzen in Normalposition 350 Liter übrig, maximal sind es 3.430 Liter. Das ist weniger flexibel als bei manchen klassischen Vans mit ausbaubaren Sitzen, aber immer noch deutlich praktischer als bei den meisten elektrischen Familien-SUVs.
Im Alltag überzeugt der PV5 vor allem durch sein Raumgefühl. Die großen Fensterflächen, die hohe Sitzposition und die sehr kurze Front sorgen für ein ausgeprägtes Bulli-Gefühl – für mich sogar stärker als im VW ID. Buzz. Dazu kommt eine hervorragende Rundumsicht, unterstützt durch große Außenspiegel und die kantige Karosserie, die das Einschätzen der Abmessungen leicht macht.
Bei den Ablagen ist der PV5 clever, aber nicht perfekt. Es gibt viele Staufächer, unter anderem vor dem Fahrer, in der Mittelkonsole und in den Türen. Viele davon sind allerdings eher klein. Richtig praktisch finde ich die große, ebene Ablagefläche vor der Mittelkonsole, auf der auch Taschen oder größere Gegenstände Platz finden. Weniger überzeugend: Die Hutablage lässt sich nicht platzsparend im Auto verstauen.
Für wen ist der Kia PV5 geeignet?
Der Kia PV5 passt vor allem zu Familien, die mehr Nutzwert wollen als in einem SUV. Als 5-Sitzer ist er ein sehr geräumiger Reisebegleiter, als 6- oder 7-Sitzer passt er aber noch besser zu seinem eigenen Konzept. Wer Kinder, Gepäck, Sportausrüstung oder Urlaubschaos elektrisch transportieren will, bekommt hier ein sehr praktisches Auto. Wer maximale Sitzvariabilität mit komplett ausbaubaren Sitzen erwartet, wird dagegen etwas enttäuscht.
Innenraum, Infotainment und Ausstattung
Der Innenraum des Kia PV5 wirkt modern, funktional und bewusst robust. Das ist kein Lounge-SUV mit Klavierlack-Falle, sondern eher ein clever eingerichteter Elektro-Van mit Nutzfahrzeug-Genen. Die Materialien fühlen sich alltagstauglich an, die Verarbeitung passt, und durch die hohe Sitzposition, die großen Fenster und die kurze Front entsteht dieses ausgeprägte Bulli-Gefühl, das mir im PV5 sogar stärker vorkommt als im VW ID. Buzz.
Beim Infotainment setzt Kia auf zwei getrennte Bildschirme. Vor dem Fahrer sitzt ein digitales 7,5-Zoll-Display, in der Mitte ein 12,9-Zoll-Touchscreen mit Navigation, Kia Connected Services, DAB+, kabellosem Apple CarPlay und Android Auto. Das ist bereits serienmäßig. Die Bedienung ist insgesamt angenehm einfach und intuitiv, was zu diesem Auto passt: einsteigen, losfahren, nicht erst ein Software-Seminar besuchen. Etwas schade ist nur, dass die Anzeige für die Totenwinkelkamera im kleinen Fahrerdisplay ziemlich winzig ausfällt. Die Funktion ist nützlich gedacht, aber Details lassen sich dort schwer erkennen.
Bei den Sitzen gibt es serienmäßig Stoff in Kombination mit hochwertiger Ledernachbildung in Navyblau. Fahrer- und Beifahrersitz sind beim 5- und 7-Sitzer höhenverstellbar, der Fahrersitz bekommt immer eine klappbare Armlehne rechts. Genau die fand ich im Test sehr bequem. Dem Nebensitz fehlt allerdings eine vergleichbare Armablage – auf langen Strecken nicht ideal.
Die Ausstattung ist Kia-typisch schon in Essential umfangreich. Serienmäßig sind unter anderem Klimaautomatik, Smart Key, Rückfahrkamera, Parksensoren vorn und hinten, adaptiver Tempomat, Autobahnassistent, LED-Scheinwerfer, Regensensor und 100-Watt-USB-C-Anschluss dabei. Plus ergänzt unter anderem Sitzheizung vorn und hinten, beheizbares Lenkrad, induktives Laden, 230-Volt-Steckdose und V2L mit bis zu 3,6 kW. Elite bringt zusätzlich Rundumsichtkamera, seitliche Parksensoren, Totenwinkelkamera, elektrisch anklappbare Außenspiegel sowie elektrisch einstellbare Sitze. Für mich ist Plus die beste Wahl, weil dort die wichtigsten Komfort- und Reiseextras an Bord sind, ohne gleich alles nehmen zu müssen.
Sicherheit und Schutz
Beim Euro-NCAP-Crashtest kommt der Kia PV5 Passenger auf 4 Sterne. Die Detailwerte fallen solide aus: 83 Prozent beim Erwachsenenschutz, 85 Prozent beim Kinderschutz, 64 Prozent für ungeschützte Verkehrsteilnehmer:innen und 65 Prozent bei den Assistenzsystemen. Positiv: Die Fahrgastzelle blieb im Frontalcrash stabil, beim Seitenaufprall schnitt der PV5 stark ab. Schwächer bewertet wurden unter anderem der Brustschutz hinten beim Frontalaufprall und der Schutz von Fußgänger:innen im Beckenbereich.
Serienmäßig sind unter anderem Spurhalteassistent, Autobahnassistent, adaptiver Tempomat, Frontkollisionswarner, Aufmerksamkeitsassistent und eCall an Bord. Im Test haben mich Spurführung und Tempomat überzeugt, die Verkehrszeichenerkennung und der Fernlichtassistent wirkten dagegen weniger ausgereift. Gegenüber klassischen Familien-SUVs punktet der PV5 vor allem mit Übersicht – große Fenster, kurze Front, große Spiegel.
Bekannte Probleme und Rückrufe
Kia ist für seine herausragende Garantie bekannt. Auch der PV5 ist für sieben Jahre oder 150.000 Kilometer Laufleistung durch den Hersteller abgesichert. Diese Garantie gilt auch für die Hochvoltbatterie des elektrischen Vans. Sie deckt alle Schäden ab, die auf Material- oder Produktionsfehler zurückzuführen sind und während der normalen Nutzung auftreten. Sie kann nach dem Verkauf auf den nächsten Fahrzeughalter übertragen werden, was den Wiederverkaufswert des Fahrzeugs erhöht. Voraussetzung ist die Einhaltung der Wartungsintervalle des Herstellers in einem von Kia autorisierten Betrieb. Fällt die Batteriekapazität im Garantiezeitraum unter 70 Prozent, wird sie vom Hersteller repariert oder ersetzt.
Da der Kia PV5 erst im vierten Quartal 2025 in Europa ausgeliefert wird, gibt es noch keine Berichte über Probleme oder Zuverlässigkeit des neuen Transporters. Schwierigkeiten hatten in der Vergangenheit die elektrischen Modelle des Herstellers mit der integrierten Ladesteuerungseinheit, die dazu führen kann, dass die Batterie nicht mehr geladen werden kann.
Kia PV5 Passenger FAQs
Welche elektrische Reichweite hat ein Kia PV5 Passenger?
Die offizielle elektrische Reichweite (WLTP kombiniert) des Kia PV5 Passenger reicht von 290 bis zu 412 Kilometern.
Welche Batteriekapazität hat ein Kia PV5 Passenger?
Abhängig von der Ausstattung und Motorisierung bewegt sich die Batteriekapazität des Kia PV5 Passenger zwischen 51,5 und 71,2 kWh.
Wie viel Kofferraumvolumen bietet ein Kia PV5 Passenger?
Ein Kia PV5 Passenger verfügt abhängig von Antrieb und Ausstattung über ein Kofferraumvolumen zwischen 350 und 1.330 Litern bei aufrechter Rücksitzbank.
Wie viel PS bietet ein Kia PV5 Passenger?
Je nach gewähltem Antrieb bewegt sich die maximale Leistung des Kia PV5 Passenger zwischen 122 und 163 PS.
Mit welchen Kraftstoffarten ist ein Kia PV5 Passenger verfügbar?
Ein Kia PV5 Passenger ist ausschließlich mit der Kraftstoffart Elektro erhältlich.
Wie viele Sitze hat ein Kia PV5 Passenger?
Je nach Konfiguration verfügt ein Kia PV5 Passenger über 5 bis 7 Sitze.
Wann erscheint der Kia PV5 in Deutschland?
Der Kia PV5 wird seit Ende 2025 in Deutschland ausgeliefert.
Was kostet ein Kia PV5?
Der Kia PV5 startet bei rund 38.000 €.
Wie hoch ist die Höchstgeschwindigkeit des Kia PV5?
Die Höchstgeschwindigkeit des Kia PV5 liegt bei 135 km/h.
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