Hyundai Tucson Plug-in Hybrid im Test

Ihr nächstes Auto soll ein Hyundai Tucson Plug-in Hybrid werden? Erfahren Sie alles Wichtige zu diesem Modell in unserem ausführlichen Testbericht!

Hyundai entwickelt sich in Europa immer mehr zu einem ernstzunehmenden Konkurrenten für die deutschen Hersteller. Warum, zeigt der Tucson Plug-in Hybrid im Test: Das SUV ist groß, komfortabel, günstiger als ein VW Tiguan - und traut sich auch beim Design endlich etwas.

  • Hohe Ausstattung bereits im Basismodell
  • Hochwertiger Innenraum
  • Großer Kofferraum trotz zusätzlichen Batterien
  • Hinterm Lenkrad versteckter Start-Knopf

Wer den ersten Hyundai Tucson aus dem Jahr 2004 noch vor Augen hat, wird kaum glauben, dass das hier immer noch ein SUV aus der gleichen Modellreihe sein soll. Der Tiguan-Gegner hat deutlich an Profil gewonnen. Scharfkantig ist er auf einmal, mit einem einzigartigen Kühlergrill, der ihn aus der Masse der kompakten SUVs herausragen lässt. Das wabenartige Design geht direkt in die langgezogenen Scheinwerfer über, die sich weit über die Kotflügel des Hyundai Tucson Plug-in Hybrid ziehen. Der Clou: Diese bestehen aus fünf LED-Tagfahrlichtern, die ausgeschaltet unsichtbarer Teil des Grills sind. Das Heck ziert ein durchgehendes Leuchtenband.

Serienmäßig mit 10,25-Zoll-Bildschirm

Der Innenraum des Hyundai Tucson Plug-in Hybrid wirkt nüchtern, zwei silberne Zierlinien werten ihn auf. Zum Einsatz kommt vor allem Kunststoff, der im oberen Bereich aufgeschäumt ist und sich gut anfasst, weiter unten dominiert Hartplastik. Die Verarbeitung ist gut, hier knarzt nichts, so perfekt wie beim VW Tiguan wirkt das aber nicht. Am meisten getan hat sich im Vergleich zum Vorgänger des Hyundai Tucson bei den Armaturen und im Cockpit. Das zentrale, im Hyundai Tucson Plug-in Hybrid serienmäßige 10,25 Zoll große Display, ist nun Teil der Mittelkonsole, die Lüftungsdüsen wurden ebenso in das Design integriert. Das ist wirklich schick und wirkt nicht so deplatziert wie die Lösung vieler Konkurrenten, die den Digitalbildschirm wie ein Tablet auf der Mittelkonsole platzieren.

Bei der Bedienung geht der Hyundai Tucson Plug-in Hybrid mit der Zeit. Analoge Knöpfe und Bedienflächen sind zum großen Teil verschwunden. Einen Großteil der Funktionen steuert das zentrale Display in der Mittelkonsole. Das ist gut strukturiert, aber die Menüs und Untermenüs sind umfangreich - ein Manko, das der Hyundai Tucson Plug-in Hybrid mit vielen modernen Autos teilt. Dafür ist der Bildschirm gestochen scharf. Weniger Freude machen die vielen Touchflächen in der Mittelkonsole, die die Standard-Knöpfe ersetzen, bei weitem aber nicht so direkt reagieren. Daran muss sich die Hyundai-Kundschaft erst gewöhnen. Volkswagen ist mit seinen aktuellen Baureihen einen ähnlichen Weg gegangen.

Ausreichend Ablagen im Hyundai Tucson

Was die Konkurrenten allerdings nicht bieten: Gegen 500 Euro Aufpreis zeigt der Hyundai Tucson Plug-in Hybrid beim Abbiegen im Tachodisplay jeweils ein Kamerabild seitlich nach hinten an, um den toten Winkel abzudecken. So ist es eigentlich unmöglich, andere Fahrzeuge oder Radfahrende zu übersehen. Ein Sicherheitsfeature, das gerade in Großstädten Unfälle reduzieren dürfte.

Ablagen gibt es im Hyundai Tucson Plug-in Hybrid vorne genug - Handy, Flaschen und Becher lassen sich hier verstauen. Da ist es zu verschmerzen, dass das Handschuhfach mit der dicken Bedienungsanleitung weitgehend ausgefüllt ist. Eine optionale Kühlfunktion gibt es nicht. Hinten fallen die Ablagen dürftiger aus. Zumindest in der Mittelarmlehne gibt es zwei Becherhalter, Netze an den Rückseiten der Vordersitze bieten die Möglichkeit noch andere Dinge zu verstauen.

Über dem Scheitel ist reichlich Platz

Das Raumangebot in der ersten Reihe ist hervorragend. Wer hier Platz nimmt, weiß sofort, warum SUVs so beliebt sind. Über dem Scheitel ist reichlich Luft, außer die Person hinter dem Steuer ist 2,15 Meter groß - darüber wird es knapp. Für die Beine ist allerdings etwas weniger Platz. Wer das Panorama-Glasdach bestellt, verbessert noch einmal das Raumgefühl - rein subjektiv selbstverständlich. Das gilt vor allem für hinten, wo das schmale Fenster an der C-Säule den gefühlten Platz etwas schmälert.

Dabei handelt es sich aber tatsächlich nur um ein Gefühl. Zwei Passagiere bis zwei Meter können bequem reisen. Der Fußraum ist sogar noch größer. Zu dritt wird es auf Dauer aber arg eng.

Üppiger Kofferraum trotz Batterien

Der Kofferraum des Hyundai Tucson Plug-in Hybrid ist üppig, die Ladekante liegt mit 74 Zentimeter konstruktionsbedingt recht hoch. 558 Liter sind es bei aufgestellter dreiteiliger Rückbank, ist sie umgelegt, erweitert sich der Stauraum auf 1.721 Liter.

Das ist ausreichend Platz, sehr viel mehr schafft der aktuelle VW Passat auch nicht. Vor allem, wenn man bedenkt, dass der Hyundai Tucson Plug-in Hybrid im Vergleich zu den Modellen mit konventionellem Motor noch die Batterien des Elektromotors unterbringen muss. Aber selbst der Tucson mit Dieselmotor verstaut nur unwesentlich mehr: Hier sind es 598 bis 1.777 Liter.

265 PS Vierzylinder mit Allrad

Das erklärt sich dadurch, dass die Motorisierungen des koreanischen SUVs kaum noch ohne elektrische Unterstützung auskommen, die zusätzlichen Batterien wurden bei der Entwicklung mitbedacht. Den stärksten Diesel gibt es seit dem Modellwechsel nicht mehr, nur noch den Basis-Selbstzünder und den Einstiegsbenziner bietet Hyundai ohne 48-Volt-Unterstützung an, hinzu kommen zwei Vollhybride.

Am konsequentesten umgesetzt wird dieses Konzept im Hyundai Tucson Plug-in Hybrid mit 265 PS, der immer Allrad besitzt. Der 1,6 Liter starke Vierzylinder kommt in allen anderen Benzinern des SUV zum Einsatz, wird hier aber durch einen 91 PS starken Elektromotor ergänzt.

Beim Einsatz auf der Straße ergänzt sich das Duo im Hyundai Tucson Plug-in Hybrid optimal. Rein elektrisch sind laut Hersteller maximal 74 Kilometer möglich (in der Stadt, ansonsten: 62 Kilometer nach WLTP), der Test deutet aber eher auf 50 Kilometer im E-Modus hin, was für ein SUV dieser Größe immer noch ein guter Wert ist. Die Ladezeit an einer Ladesäule mit 7,2 kW liegt bei knapp unter zwei Stunden, an der Haushaltssteckdose sind es sechseinhalb Stunden. Sind die Batterien leer, übernimmt der Vierzylinder, der sich zwischen sechs und acht Liter Super einpendelt. Der kombinierte Verbrauch von 1,4 Liter laut Hyundai dürfte wohl nur mit ausgiebiger Nutzung des Elektromotors möglich sein.

Sanft abgestimmt, unauffällig auf der Straße

Mit insgesamt 265 PS ist der Hyundai Tucson Plug-in Hybrid mehr als ausreichend motorisiert, die Fahrstufen der Automatik werden per Tastendruck ausgewählt, einen Wahlhebel gibt es nicht mehr. Das wirkt auf den ersten Blick ungewöhnlich, nach einer gewissen Eingewöhnungszeit fragt man sich aber, warum das eigentlich andere Hersteller nicht auch so machen.

Der Tucson Plug-in Hybrid ist eher sanft abgestimmt, das Fahrwerk arbeitet unauffällig und steckt auch Kopfsteinpflaster gut weg. Im “Sport”-Modus wird es straffer, allerdings ohne es zu übertreiben. Im oberen Drehzahlbereich gibt der Motor die Vibrationen nach innen weiter, die gut abgestimmte Automatik verhindert das aber in den meisten Fällen. Die Lenkung ist direkt, besitzt in Mittelstellung auf der Autobahn aber etwas zu viel Spiel. Wen das stört, wechselt in den “Sport”-Fahrmodus, in dem das Problem nicht mehr auftritt.

Hohe Grundausstattung im Basismodell

Typisch für asiatische Autos ist die Grundausstattung hoch. Gerade wenn es um die Sicherheit geht, können sich viele deutsche Hersteller hier eine Scheibe abschneiden. Serienmäßig sind im Hyundai Tucson Plug-in Hybrid Bergan- und -abfahrassistent, ABS und ESC, eine Multikollisionsbremse und das Notrufsystem eCall.

Zusätzlich warnt oder greift das SUV ein, wenn die Aufmerksamkeit sinkt, die Spur verlassen wird oder eine Kollision mit Fahrrädern und Fußgängern droht. Ebenso bereits im Basismodell enthalten, ist eine Rückfahrkamera, die das rangieren in Parklücken erleichtert. Gegen Aufpreis lässt sich die Sicherheit unter anderem mit einem aktiven Totwinkelassistenten, einem Ausstiegswarner und einem Autobahnassistenten abrunden.

Fazit: schick, praktisch, günstig(er)

Viel Platz, eine umfangreiche Ausstattung, gute Verarbeitung, er fährt sich gut und schick ist er auch noch - es gibt wenig, was gegen den Hyundai Tucson Plug-in Hybrid spricht. Gerade die Kombination aus Elektromotor und Benziner dürfte das SUV für viele interessant machen, weil der Tucson sich so für das Förderprogramm der Bundesregierung qualifiziert. Das Basismodell des Plug-in Hybrids kostet laut Preisliste 42.350 Euro. Das ist günstiger als der vergleichbare VW Tiguan mit schlechterer Ausstattung. Dazu kommen fünf Jahre Garantie ohne Kilometerlimit. Da wird es bei der Konkurrenz schon überschaubar. Es muss eben nicht immer ein deutsches SUV sein.

9/10 Wow-Wertung

Unsere Fachleute vergeben diese Bewertung nach ausführlicher Prüfung des Fahrzeugs.

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