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Hyundai Staria im Test

Ihr nächstes Auto soll ein Hyundai Staria werden? Erfahren Sie alles Wichtige zu diesem Modell in unserem ausführlichen Testbericht!

4,7/5 aus 13.357 Bewertungen

Mit einem frischen Look will der Hyundai Staria den Van-Markt aufmischen. Die Chancen dafür stehen gut: Der Bus bietet mehr Platz als ein VW Multivan, ist gut ausgestattet, aber ziemlich teuer. Doch das wird sich bald ändern.

  • Frisches und ungewöhnliches Design
  • Bis zu elf Sitzplätze, in Deutschland zum Start sieben
  • Riesiges Platzangebot im Inneren
  • Aktuell nur eine Motorisierung erhältlich

Wenn es um Transporter geht, hat sich in den vergangenen Jahrzehnten nur wenig getan. Das Maß aller Dinge bleibt die T-Reihe von Volkswagen, die 1950 mit dem Bulli startete. Noch immer ist der VW Multivan der meistverkaufte Bus seiner Klasse. Auch sein Design ist maßgebend. Egal ob Mercedes V-Klasse, Citroen SpaceTourer oder Opel Zafira Life, sie alle entfernen sich nicht allzu weit von den Vorgaben, die der Bulli einst setzte. Futurismus findet hier nur in Form des Antriebs statt - die ersten Vans gibt es nun mit Elektromotor, allerdings mit  begrenzter Reichweite.

Bis jetzt. Denn der Hyundai Staria ist etwas, was neudeutsch gerne als „Gamechanger“ bezeichnet wird. Mit dem bieder-klassischen Look des VW Multivan T6 hat der koreanische Van nichts zu tun. Vielmehr wirkt der Staria, als sei er direkt einem Science-Fiction-Film entsprungen. Die Silhouette ist schnörkellos, wie aus dem Windkanal. An der Front zieht sich ein Tagfahrlicht-LED-Leuchtband quer über das ganze Blech der Motorhaube. Darunter sitzt ein überdimensionaler Kühlergrill, an dessen Seiten die Scheinwerfer angebracht sind, die in Würfelform aufleuchten. Am Heck ein ähnliches Bild: Die schmalen Rücklichter ziehen sich über die Seiten der kompletten Heckklappe.

Platz ist kein Problem in Hyundai Staria

Ein mutiges Design, das viele begeistern wird - und sicher auch Kund:innen verschrecken dürfte. Werden Transporter schließlich immer beliebter als Familienautos. Und diese Käufer:innen sind nicht gerade für einen progressiven Geschmack bekannt. In dieser Klasse zählt nur eins: viel Platz.

Die gute Nachricht ist: Das dürfte das geringste Problem des Hyundai Staria sein. Hier gibt es sogar mehr Sitzplätze als bei allen Konkurrenten. Eine Konfiguration mit bis zu elf Plätzen ist bei dem Van möglich. Das reicht für eine komplette Fußballmannschaft. Bisher ist diese aber nicht für Deutschland zugelassen. Möglich sind bei uns zum Start drei Sitzreihen mit bis zu sieben Plätzen - später bis zu neun. Diese lassen sich, wie in dieser Klasse üblich, äußerst variabel konfigurieren.

Relax-Sessel in Reihe zwei

Standardmäßig gibt es vorne zwei Sessel, die durch die Mittelkonsole getrennt sind, in der sich ein riesiges Ablagefach befindet. Optional bietet Hyundai eine Zweierbank für den Beifahrer:innenplatz an. In Reihe zwei stehen Relax-Einzelsitze. Die Rückenlehnen, Sitzkissen und Rückenlehnen lassen sich elektrisch einstellen, per Knopfdruck gleiten sie in  eine bequeme Liegeposition. Zudem gibt es ausklappbare Fußstützen. Lounge-Feeling pur. Wer sich während der Fahrt unterhalten will, kann die Sitze entgegen der Fahrtrichtung drehen. Zudem lassen sie sich seitlich sowie längs verschieben, um das Platzangebot voll auszunutzen.

Etwas umständlicher ist der Zustieg in die dritte Sitzreihe. Hierzu müssen erst die Sessel davor umgelegt werden oder man muss sich zwischen ihnen durchschlängeln. Raum ist aber auch hier reichlich vorhanden. Für Campingfans gibt es zudem eine Konfiguration, bei der sich eine ebene Liegefläche ergibt. Ein Nachteil: Bei den Sitzen in Reihe drei gibt es keine Isofix-Verankerungen für Kindersitze.

Eine Freisprechanlage verstärkt alles

Weitere Details machen das Reisen angenehm. Damit der Kontakt zu Reihe zwei und drei nicht abreißt, verstärkt eine Freisprechanlage das Gesprochene aller Reisenden. Gut für Eltern: Eine Weitwinkelkamera an der Decke behält den Innenraum des Staria im Blick. Für die Smartphones befinden sich an allen Plätzen Lademöglichkeiten, Staufächer bietet der Hyundai Staria in jeder Sitzreihe. Die Schiebetüren auf beiden Seiten öffnen sich elektrisch.

Getränke können an der Rückseite der Mittelkonsole abgestellt, Jacken und Taschen an den Lehnen der Vordersitze aufgehängt werden. Das Kofferraumvolumen hängt davon ab, mit wie vielen Bänken oder Sesseln der Hyundai Staria besetzt ist. Je nach Position der letzten Sitzreihe sind es zwischen 117 Liter und 431 Liter. Entscheidend ist aber der maximale Stauraum: Der liegt bei satten 5.000 Liter. Der VW Multivan kommt nur auf 4.053 Liter.

Das Tacho-Display sitzt über dem Lenkrad

Der Innenraum des Hyundai Staria ist modern, aber nicht ganz so progressiv wie sein Äußeres. Wer schon einmal in einem Tesla oder einem aktuellen Volvo gesessen hat, kennt die überdimensionierten Hochkant-Displays in der Mittelkonsole. Wobei Hyundai hier ein wenig schummelt. Dem Infotainment dient nur der obere Bereich, der untere ist für die Bedienung der Klimaanlage vorgesehen. Das sieht schick aus, ehrlicherweise muss man aber sagen: Mit klassischen analogen Knöpfe würde sich die Belüftung leichter bedienen lassen.

Ein weiteres Display sitzt auf den Armaturen vor den Fahrenden. Eine ungewöhnliche Wahl für den Tacho, der so über dem Kranz des Lenkrads thront. Das hat einen Vorteil: Vor dem Bildschirm ist Platz für ein weiteres großes Staufach. Die Verarbeitung ist gut, aber nicht ganz auf dem Niveau eines VW T6.1 oder des neuen T7. Auffällig ist, dass es für den Staria nicht die bei Hyundai üblichen fünf Jahre Garantie gibt, sondern nur drei Jahre.

Fast Vollausstattung im Hyundai Staria

Die Ausstattung ist hoch - Freisprechanlage, Einzelsitze, 360 Grad Kamera zum Einparken, elektrische Türen, Navigationssystem, Sound von Bose, beheiz- und belüftbare Sitze in Nappaleder, Ambientebeleuchtung - das liegt aber vor allem daran, dass es den Hyundai Staria zunächst nur in der teuren Signature-Edition gibt, die mindestens 56.150 Euro kostet. Die stellt fast eine Vollausstattung dar. Aufpreis kosten nur noch einige Lackierungen und das Panorama-Glasdach für 1.200 Euro.

Der Hersteller hat aber bereits angekündigt, 2022 weitere Versionen auf den Markt zu bringen, die unter 40.000 Euro rangieren. Darunter auch einen Transporter ohne Sitzreihen, abgestimmt auf die Bedürfnisse als Nutzfahrzeug. Zum Vergleich: Der neue VW T7 Multivan startet bei rund 44.000 Euro.

Nur ein Motor zum Marktstart

Zum Start ist das Motorenangebot überschaubar. Es gibt nur einen 2,2-Liter-Diesel mit 177 PS und Achtgangautomatik. Wahlweise ist er für 2.000 Euro als Allrad-Antrieb erhältlich. Beide sind eine gute Wahl für den Van. Hinter der großen Scheibe bietet der Hyundai Staria einen weiten Blick auf die Straße, die Automatik beschleunigt ihn mühelos, trotz der bis zu 2,5 Tonnen Gewicht. Der Van ist erstaunlich straff abgestimmt, Unebenheiten auf der Straße gibt er an die Reisenden weiter. Ein Luftfahrwerk oder adaptive Dämpfer, die bei VW und Mercedes aufpreispflichtig sind, gibt es nicht. Trotzdem ist der Staria äußerst bequem, leise im Innenraum und bietet sich vor allem als Langstreckengleiter an.

Den Verbrauch gibt Hyundai mit 8,5 Liter, beziehungsweise 8,9 Liter (Allrad) Diesel an, im Test waren es um die zehn Liter. Was nicht schlecht ist für einen Van dieser Größe jenseits von zwei Tonnen Gewicht. Ungewöhnlich ist ein Detail: Die mittlerweile bei allen Modellen übliche Start-Stopp-Automatik zum Spritsparen gibt es im Hyundai Staria nicht. Eine Elektro-Version des Transporters ist nicht in Planung.

Stattdessen hat Hyundai für 2022 eine Variante mit Wasserstoff-Antrieb angekündigt. Das macht bei einem Bus aufgrund der höheren Reichweite sicher mehr Sinn, allerdings ist das Tankstellen-Netz für diese Technik in Deutschland und Europa ziemlich überschaubar.

Die Sicherheitsausstattung in der teuren Signature-Ausstattung ist hoch. Sechs Airbags und Drei-Punkte-Gurte auf allen Plätzen schützen die Reisenden. Hinzu kommen eine Rundumüberwachung, ein Assistent für den Toten Winkel und einer für den Ausstieg sowie für vergessene Insassen. Das kann bei einem Van in dieser Größe schon mal passieren.

Fazit: Erfrischendes Design, hoher Preis

Reicht das, um dem Platzhirsch von Volkswagen gefährlich zu werden? Die Koordinaten stimmen zumindest: Der Hyundai Staria stellt massig Platz für bis zu neun Personen zur Verfügung, ist bequem und luxuriös ausgestattet. Zudem ist sein Design wirklich erfrischend. Ernüchternd ist aktuell der hohe Preis und die mangelnde Auswahl an Motorisierungen. Das dürfte sich aber im nächsten Jahr ändern. Der Hyundai Staria wird dann noch öfter auf deutschen Straßen zu sehen sein.

7/10 Wow-Wertung

Unsere Fachleute vergeben diese Bewertung nach ausführlicher Prüfung des Fahrzeugs.

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