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Hyundai Bayon im Test

Ihr nächstes Auto soll ein Hyundai Bayon werden? Erfahren Sie alles Wichtige zu diesem Modell in unserem ausführlichen Testbericht!

Das Segment der Kompakt-SUVs boomt. Deshalb stellt Hyundai dem kompakten SUV Kona den noch etwas kompakteren Bayon zur Seite. Hyundais attraktiver Einstiegs-SUV Bayon weiß vom Platzangebot, dem Preis-Leistungs-Verhältnis und in einigem anderen mehr zu überzeugen. Ist der Bayon also ein verkanntes Crossover, besser als ein VW T-Cross?

  • Kompakte Dimension mit guter Platzausbeute
  • Fairer Preis fürs Format
  • Großzügige fünf Jahre Garantie

SUV ist Trend. Der Kona, Tucson und Santa Fe demonstrieren es in Hyundais Modellprogramm. In kompakt ist das Format noch beliebter. Zahlreiche Kompakt-SUVs wie der Ford Puma, Kia Stonic, Mazda CX-3, Seat Arona oder VW T-Cross buhlen um die Gunst der Kundschaft.

Hyundai hat mit dem Kona und dem neuen Bayon nun gleich zwei Kompaktformate im Angebot. Der eine überragt den anderen gerade mal um drei Zentimeter. Den größten Unterschied zwischen Kona und Bayon machen das Design, die Motorisierungen und die Kraftübertragung.

Das Design des in Europa entwickelten Bayon, dem die südwestfranzösische Stadt Bayonne den Modellnamen verlieh, wirkt im Vergleich zum SUV-Bruder markanter und mutiger. An der Front beginnt der Bayon mit dem für die koreanische Marke typischen Markengesicht. Am Heck tritt das SUV charakterstark ab.

Nur mit Frontantrieb

Die Plattform teilt sich der neue Hyundai Bayon mit der dritten, erst 2020 präsentierten Generation des Hyundai i20. Damit zieht viel moderne Technik und Infotainment ein. Auf den Allradantrieb, der im Kona zum SUV-Repertoire zählt, verzichtet der Bayon allerdings. Er geht ausschließlich mit Frontantrieb an den Start.

An den Vorderrädern kommen schwächere Motoren als im Kona zum Zuge, der bis zu 198 PS auf die Straße schickt. Auf einen reinen Elektroantrieb und echten Hybridantrieb, den der Kona mit einem 141 PS starken Ensemble aus Benzin- und Elektromotor zu bieten hat, verzichtet der neue Bayon ebenso.

Auch mit 48-Volt-Technik

Im Bayon kommen zudem nur Benzinmotoren zum Zuge. Die Wahl fällt zwischen dem 84 PS starken Vierzylindersaugmotor und dem Dreizylinderturbomotor mit 100 oder 120 PS.

Die beiden 1,0-Liter-Triebwerke erhält man optional (100-PS-Variante) oder immer mit 48-Volt-Technik (120-PS-Variante), die dem Turbomotor als Unterstützung einen Generator zur Seite stellt.

Diese Unterstützung spürt man besonders beim Beschleunigen. Beim Beschleunigen oder in Fahrt unterstützt der sofort voll unter Strom stehende Elektromotor den Benziner, wenn der noch nicht auf Drehzahl gekommen ist.

Beim vom Gas gehen kann der Bayon 1.0 T-GDI 48V-Hybrid im Ecomodus durch so genanntes „Segeln“ Sprit sparen, indem er beim vom Gas gehen auskuppelt. Auch deshalb empfiehlt sich ein Dreizylinder unter der Haube des Hyundai Bayon. Aber die modernen Turbomotoren bereiten auch mehr Fahrfreude als der betagte Vierzylindersauger.

Ein Vierer zum hinterher Fahren

Der 1,2-Liter-Vierzylinder ist ein Schlaffi vom alten Schlag, dem spürbar der Turbolader fehlt. Sein niedriges maximales Drehmoment von 118 Newtonmeter hat er erst bei 4.200 Umdrehungen beisammen und seine 84 PS erst bei 6.000 Umdrehungen. Von seinen Fahrleistungen ist er einer zum hinterher Fahren. Beim Beschleunigen von 0 auf 100 km/h lässt sich der Bayon 1.2 13,5 Sekunden Zeit. Die Höchstgeschwindigkeit ist mit 165 km/h erreicht.

Im direkten Vergleich zum immer mit einem manuellen 5-Gang-Schaltgetriebe verkuppelten Einstiegsmotor wirken die Dreizylindermotoren, die man mit einem 6-Gang-Schaltgetriebe, einem 6-Gang-Schaltgetriebe mit elektronischer Kupplung oder einer 7-Gang-Doppelkupplungs-Automatik (DCT) bestellen kann, erfrischend quirlig und lebendig.

Die sonor scharrenden Dreier drehen locker und leichtfüßig hoch. Der Turbolader sorgt dafür, dass schon bei 1.500 und bis 4.000 Touren 172 Newtonmeter an den Vorderrädern bereit stehen. Die 100 PS stehen zwischen 4.500 und 6.000 Touren zur Verfügung.

Der stärkere 1,0-Liter liefert seine 120 PS dagegen erst bei 6.000 Touren ab. Er produziert zwischen 2.000 und 3.500 Umdrehungen jedoch mit 200 Newtonmeter noch ein wenig mehr Drehmomentkraft.

Die turboaufgeladenen drei Zylinder im Motorraum sorgen für bessere Fahrleistungen. Bereits der 1.0 T-GDI mit 100 PS Leistung nimmt dem Vierzylinder im Spurt von 0 auf 100 km/h fast drei Sekunden ab, wenn er in 10,7 Sekunden auf Tempo 100 beschleunigt. Final läuft er 183 km/h, was völlig ausreicht.

3-Zylinder-Einkauftipps

Ob man sich bei dem 100-PS-Motor für die pure Variante ohne 48-Volt-System und elektronischer Kupplung entscheidet oder die mit, macht vom Preis einen Unterschied von 1.000 Euro. Dafür ist der Verbrauch ein wenig niedriger. 5,5 statt 5,7 Liter fließen alle 100 Kilometer aus dem 40 Liter großen Tank des Bayon (gemessen im WLTP-Verbrauchszyklus).

Und der 120-PS-Motor? Damit läuft der Bayon noch etwas flotter. Mit maximal 185 km/h geht es voran. Beim Spurt von 0 auf 100 km/h nimmt der 120 PS starke Bayon dem 100-PS-Pendant 0,3 Sekunden ab. Macht das diesen Bayon-Motor zum Einkaufstipp? Nicht, wenn die Vernunft entscheidet, denn der Preisunterschied zwischen dem 100 PS starken Motor ohne 48-Volt-Technik und dem 120-PS-Motor mit beträgt 1.800 Euro.

Möchte man allerdings den Bayon mit dem 48-Volt-System und der elektronischen Kupplung bestellen, liegen der 100- und 120-PS-Motor im Preis nicht mehr weit auseinander. Um nur 800 Euro, was die stärkere Maschine zur Empfehlung macht. Allerdings steht die 120-PS-Version ausschließlich in umfangreicher ausstaffierten, aber auch teureren Ausstattungslinien Trend und Prime im Angebot.

Vom Komfort und der Handlichkeit macht der Hyundai Bayon ein gefälliges Angebot. In der Stadt fährt er sich mit der gefühlsarmen, aber leichtgängigen Lenkung handlich und über Land geht es mit dem weich abgestimmten Fahrwerk komfortabel. Nur für Fahrten abseits der Straße taugt der Bayon nicht wie sein SUV-Bruder Kona, der auch mit Allradantrieb antritt. Im Bayon treibt der Motor immer die Vorderräder an.

Eine gute Portion Raum 

Der Hyundai Bayon ist mit 1,50 Meter um fünf Zentimeter höher als der Kleinwagen Hyundai i20, mit dem er sich die Teile und die Technik teilt. Das erleichtert den Ein- und Ausstieg. Das Längenplus von 14 Zentimetern gegenüber dem i20 sorgt für ein ordentliches Platzangebot im Innenraum. Auf den großen Sitzen findet man auch als großer Mensch eine bequeme Sitzposition.

Auf der Sitzbank dahinter kommen durchschnittlich hoch gewachsene Erwachsene auf den bequemen Polstern gut unter. Auch im Fond lassen sich die äußeren der drei Sitzplätze beheizen – wenn man in die Sitzheizung investiert hat (enthalten im Komfort-Paket: 650 Euro Aufpreis im Trend, Serie im Prime).

Im Kofferraum hat der Bayon mehr zu bieten als der längere Kona. Plus 37 Liter Gepäckraumvolumen. 411 Liter passen ins Gepäckabteil. Fährt man im Bayon 1.0 T-GDI mit 48V-Technik sind es nur 334 Liter, weil die zusätzliche Batterie im Unterboden Gepäckraum kostet. Klappt man die hinteren Sitzlehnen herunter, passen 1.205 oder 1.128 Liter auf die Ladefläche.

Einwandfreie Instrumente, einfache Bedienung

Hinter dem Lenkrad fallen die Unterschiede zum i20-Cockpit gering aus. Mit den digital anzeigenden Instrumenten zählt der Bayon genauso zu den klaren Typen wie bei der Bedienung. Die Direktwahlschalter unterhalb des Touchscreens und der Drehschalter der Heizung geben keine Bedienrätsel auf.

Bei dem Rundumblick zählt der Bayon wegen der breiten C-Säulen allerdings nicht zu den übersichtlichen Fahrzeugen. Der Toter-Winkel-Assistent, die Rückfahrkamera und die hinteren Parksensoren leisten daher gute Dienste beim Fahren und Einparken.

Von der Materialqualität erinnert manches Hartplastikteil im Bayon daran, dass in dieser Klasse bei der Konstruktion und Entwicklung scharf auf den Preis geguckt wird. Das ist unter den Konkurrenten in dieser Preisklasse allerdings ähnlich.

Vom Infotainment fährt der Bayon in seinem Konkurrenzumfeld vorne mit. Das digitale Cockpit mit dem 10,25-Zoll-Display wird je nach Ausstattungslinie von einem zentralen 8-Zoll-Touchscreen oder dem 10,25-Zoll-Bildschirm des Navigationssystems flankiert.

Die Navi ist mit der Cloud vernetzt und verfügt über so hilfreiche Funktionen wie die Last-Mile-Navigation, mit der sich nach dem Parken und Aussteigen die Zielführung auf dem Smartphone bis zum Ziel fortsetzen lässt.

Eine eigene SIM-Karte hat der Bayon nicht an Bord. Die Nachrichten und Infos über das Wetter oder die Tankstellenliterpreise laufen über die des Handys ein. Die Integration des Smartphone im System über Apple CarPlay und Android Auto oder das kabellose Laden gehören ebenso zum Repertoire des koreanischen SUVs.

Einstiegsmodell zum Lockpreis

Und der Preis? Das Einstiegsmodell des Bayon ist mit 16.790 Euro ausgepreist und steht nur in den Ausstattungslinien Pure und Select im Angebot. Es ist wegen seines lethargischen Motors aber wenig attraktiv.

Der 100-PS-Dreizylinder ohne 48-Volt-Technik kommt mit 19.990 Euro schon deutlich teurer. Der 120-PS-Motor ist ausschließlich in den höheren Ausstattungslinien Trend und Prime zu bestellen, wofür mindestens 23.290 Euro aufgerufen werden – weit mehr als der Einstiegs- und Lockpreis.

Ein guter Kauf

Der zweite Kompakt-SUV aus dem Hause Hyundai hat seine Qualitäten. Ein gutes Platzangebot liefert der Bayon in kompakt. Mit seiner einfachen Bedienung und seinem modernen Infotainment weiß er zu gefallen. Dass kein Dieselmotor, kein Elektroantrieb und kein Allradantrieb wie im Kona angeboten wird, dürfte die wenigsten stören.

So richtig gefallen tut der Bayon nämlich vor allem Minimalisten. Wer sich mit wenig zufrieden gibt, entfaltet das volle Sparpotenzial des Bayon. Mit Mehrausstattung und größerem Motor gerät das Preis-Leistungs-Verhältnis leider schnell in Schieflage.

7/10 Wow-Wertung

Unsere Fachleute vergeben diese Bewertung nach ausführlicher Prüfung des Fahrzeugs.

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