Ford C-MAX Test

Kompakt-Van mit ausgewogenem Fahrwerk

8/10
Wow-Wertung
Das ist die mittlere Bewertung der führenden Autozeitungen.
  • Viel Platz
  • Gelungenes Fahrwerk
  • Fairer Einstiegspreis
  • Sitze mit wenig Seitenhalt
  • Kurze Sitzkissen
  • Durchschnittliche Bremsleistung

17.900 € - 31.750 € Preisklasse

5 Sitze

4,7 - 7,6 l/100km

Test

Der C-MAX, der im Jahr 2003 von Ford in seiner ersten Generation präsentiert wurde, ist Teil einer großen Familie. Neben dem mittleren Vanformat stehen der kompakte B-MAX, der gediegene S-MAX und der geräumige Galaxy im Lieferprogramm des Kölner Herstellers.

Der C-MAX konkurriert innerhalb der Kaste der 4,40-Meter-Kompaktvans mit Vans wie dem BMW 2er Active Tourer oder VW Golf Sportsvan.

Das Konzept des Ford C-MAX ist vielseitig und alltagsgerecht. Mit einer Länge von 4,38 Metern und einer Breite von 1,61 Meter taugt der Van noch für enge Innenstädte und mit seinem Platzangebot und Kofferraumvolumen von 471 Liter ist er voll familien- und reisetauglich.

2015 erhielt die aktuelle Generation ein Facelift. Ford überarbeitete die Front, gestaltete das Cockpit übersichtlicher und spendierte dem Van neue Motoren. Sechs mit bis zu 182 PS Leistung stehen im Angebot. Die Leistung setzt der C-MAX, typisch Ford, mit einem straffen Fahrwerk um, das auch auf kurvigen Landstraßen Fahrfreude bereiten kann.

Dieses Handling ist ein weiterer Beleg für die Universalität des Kölner Kompaktvan-Angebots. Ford ist es mit dem C-MAX gelungen, einen geräumigen Innenraum mit einem erfrischenden Handling zu vereinen. Und das zu einem fairen Einstiegspreis.

Die Variabilität des mittelgroßen MAX taugt für den Familienalltag, das hohe Dach und das Platzangebot für den Einsatz im Kleingewerbebereich und der bequeme Einstieg für ältere Jahrgänge. Auch weil die Bedienung im Jahr 2015 stark verbessert wurde.

Das Interieur

Das 2015er Facelift brachte was, insbesondere bei der Bedienung. Die vielen Schalter und Tasten, die damals auch Focus- und Fiesta-Fahrern zu viel Konzentration abverlangten, verschwanden. Die Fahrzeugfunktionen und das Infotainment werden nun über einen großen Touchscreen oder Sprachbefehle gesteuert.

Die Tastenverteilung auf dem Bildschirm ist allerdings immer noch nicht ganz optimal. Wer neu einsteigt, braucht etwas Zeit, um sich daran zu gewöhnen. Wer sich daran gewöhnt hat, kommt gut zu recht.

Als reiferer Mensch kommt man gut klar, weil der Einstieg in den Ford C-MAX wegen der erhöhten Sitzposition und der niedrigen Seitenwulste am Sitz bequem gelingt. Dadurch bieten die Sessel jedoch auch weniger Seitenhalt. Der fehlt auf allen Plätzen ein wenig. Für Passagiere mit langen Beinen könnten auch die Oberschenkelauflagen am Sitzkissen etwas länger ausfallen. All das wird von der bequemen Polsterung der Sitze wieder aufgewogen.

Als Familienpapa freut man sich, weil Lösungen wie die zwischen den Vordersitzen befindlichen Haltestege, mit denen sich die Breite der Becherhalter variabel gestalten lässt, gut zu dem passen, was woanders oft nicht mehr reinpasst: eine 1,0-Liter-Flasche in den Cupholder zum Beispiel.

Als transportierender Unternehmer weiß man, dass mit dem hohen Dachaufbau und der variablen Bestuhlung einiges leichter vonstattengeht als in einem Kombi. Die drei hinteren Einzelsitze lassen sich nicht nur verschieben und herunterklappen, sondern auch komplett ausbauen. Ist der mittlere Sitz entfernt worden (das erfordert etwas Kraft), verbessert sich die Schulterfreiheit auf den äußeren Plätzen merklich. Sind alle hinteren Sitze ausgebaut, tut sich unter dem 1,61 Meter hohen Dach ein großer Laderaum auf.

Der Kofferraum

471 bis 1.723 Liter passen hinter die optionale, elektrische Heckklappe. Reicht das nicht, können bis zu 1,5 Tonnen an den Haken genommen werden oder man bestellt sich den C-MAX in seiner XL-Variante: Als Grand C-MAX ist Fords Kompaktvan 14 Zentimeter länger (4,52 Meter), verfügt hinten über Schiebe- statt Klapptüren und mehr Platz im Kofferraum (600 bis 1.867 Liter). Zudem besteht hier die Möglichkeit, den C-MAX mit einer dritten Sitzbank als Siebensitzer zu bestellen, in dem allerdings nur kleine Kinder ganz hinten sitzen können.

Ein straff abgestimmtes Fahrwerk hat zumeist einen Vorteil: Das Fahrzeug liegt besser auf der Straße. Dadurch lässt sich der C-MAX ohne große Seitenneigung, verbindlicher und schneller durch Kurven bewegen als ein Fahrzeug mit vornehmlich auf Komfort getrimmtem Fahrwerk. Im C-MAX kommt beides gut zusammen.

Der Komfort geht in Ordnung und die Straffheit und die angenehm direkte und präzise Lenkung sorgen dafür, dass Papa nicht nur Freude am Koffer einladen hat. Das Fahrverhalten bleibt dabei friedvoll. Von den Fahrgeräuschen dringt, weil beim 2015er Facelift eine effektivere Dämmung und dickere Scheiben eingebaut wurden, wenig ans Ohr. Das spürt man besonders auf der Autobahn.

Drei Benzinmotoren, zwei Diesel und ein mit Autogas betriebenes Aggregat, die mit einem Fünfgang- oder Sechsgang-Schaltgetriebe, mit einem Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe oder einer Sechsgang-Automatik gesteuert werden, stehen im Angebot. Damit deckt der C-MAX ein Leistungsspektrum von 85 bis 182 PS ab.

Die Benziner

Der 1,6-Liter-Benziner mit 85 PS gehört zu den betagteren Ford Triebwerken und wird nur mit einem Fünfgang-Schaltgetriebe bei Laune gehalten. Die quirligen und laufruhigen EcoBoost-Dreizylinder-Turbobenziner mit 100 und 125 PS, die beide an das Sechsgang-Schaltgetriebe gekoppelt sind, machen schon deutlich mehr Laune, müssen im C-MAX aber mehr arbeiten als etwa im leichten Fiesta.

Der EcoBoost-Benziner mit 1,5 Liter Hubraum und 150 PS passt daher noch besser. Das Aggregat arbeitet angenehm leise und packt im Durchzug schön an. Bei einem Normverbrauch von 6,1 l/100 km. Noch flotter geht es mit dem 213 km/h laufenden 182-PS-Benziner voran und noch sparsamer mit dem 1.6 LPG, der Flüssiggas (LPG) tankt.

Die Diesel

Die Dieselmotoren kommen mit dem 55-Liter-Tank weit. Der sparsamste Motor, der 1.5 TDCi mit 105 PS, begnügt sich mit 3,8 Litern Treibstoff. Wie der laufen auch die zwei weiteren Leistungsstufen mit 95 und 120 PS kultiviert und sparsam. Jeweils mit 4,1 l/100 km Diesel im Normverbrauch.

Die Zweiliter-TDCi-Motoren mit 150 und 170 PS liefern noch mehr Kraft an die Vorderräder und nehmen sich in der Papierform auch nur 4,4 bis 4,8 l/100 km aus dem Tank.

Bei der 2015er Überarbeitung wurde die Sicherheitsausstattung des Ford C-MAX aufgewertet. Ab Werk verfügt der Van immer über ABS, ESP mit Traktionskontrolle, Front- und Seitenairbags für Fahrer und Beifahrer, Kopf-Schulterairbags vorn und hinten und den Berganfahrassistenten.

Das automatische Notbremssystem arbeitet nun bis 50 statt nur bis 30 km/h und der Parkassistent hilft auch, quer zur Fahrbahn liegende Parklücken anzusteuern und auch aus diesen wieder, unter Beachtung des Querverkehrs, herauszusteuern.

Zu den weiteren Sicherheitssystemen im C-MAX gehören, abhängig von der Ausstattungslinie und dem eigenen Budget, der adaptive Tempomat, die Xenonscheinwerfer inklusive Kurvenlicht, der Müdigkeitswarner, die Verkehrsschilderkennung, die Rückfahrkamera sowie der Fahrspur- und Totwinkel-Assistent.

Im ADAC-Bremstest kam der Ford C-MAX 1.5 EcoBoost nach einer Vollbremsung aus 100 km/h nach durchschnittlichen 36,4 Metern zum Stehen. Das Crashverhalten der Karosserie und die Sicherung durch die elektronischen Helfer wurden im Euro NCAP-Crashtest mit drei von fünf Sternen bewertet.

Vier Ausstattungslinien stehen zur Wahl: Ambiente, Trend, Cool & Connect und Titanium.

Im C-MAX Ambiente gehören ein CD-Audiosystem, der Berganfahrassistent, ein Bordcomputer, der höhenverstellbare Fahrersitz, elektrische Fensterheber vorn, die Gepäckraumabdeckung, die Zentralverriegelung mit Fernbedienung, das MyKey-Schlüsselsystem und 16-Zoll-Stahlräder mit zum Ausstattungsumfang, aber keine Klimaanlage.

Die findet sich in ihrer manuellen Variante im Trend wie auch die beheizbaren Außenspiegel, der Fahrersitz mit einstellbarer Lendenwirbelstütze, die elektrischen Fensterheber hinten, die Kartentaschen an der Fahrer- und Beifahrersitzrückenlehne, das 3-Speichen-Lederlenkrad und der Lederschaltknauf.

Im Cool & Connect finden sich Fords Navigationssystem inklusive SYNC 3 mit AppLink und Touchscreen (20,3 cm Bildschirmdiagonale), ein Tempomat, ein Geschwindigkeitsbegrenzer, LED-Leselampen vorn und hinten sowie eine Mittelkonsole mit einer Armauflage, zwei Getränkehaltern und Ablagefächern. Ein 12-Volt-Anschluss im Ablagefach ist ebenso inklusive wie die Nebelscheinwerfer und die hinteren Parksensoren.

Der Titanium ist der Bestseller unter den Ausstattungslinien. Der Komfort ist hier am höchsten, denn zum Lieferumfang zählen die 2-Zonen-Klimaautomatik, der schlüssellose Fahrzeugzugang, die LED-Ambientebeleuchtung, der automatisch abblendende Innenspiegel, der beleuchtete Make-Up-Spiegel, der Regensensor, der Scheinwerferassistent mit Tag/Nacht-Sensor, das LED-Tagfahrlicht, die elektrische Tür-Kindersicherung und 16-Zoll-Leichtmetallräder.

Der Einstieg im Einstiegsmodell ist günstig. Der Einstiegspreis beim Titanium liegt allerdings 5.700 Euro darüber auf einem weit höheren Niveau.

Zusammenfassung

Der Ford C-MAX ist mit seinem praktischen Format und seinem Platzangebot ein passender Van für viele Zwecke, egal ob für die Familie mit zwei Kindern oder Gewerbetreibende mit erhöhtem Platzbedarf. Das Fahrwerk überzeugt. Mal wieder in einem Ford. Die sonst viel gelobten Dreizylinder aber weniger als sonst. Das liegt an den 1,4 bis 1,5 Tonnen Gewicht.

Als Antriebe sind die stärkeren Benziner und die Dieselmotoren von der Kraftentfaltung die bessere C-MAX-Besetzung. Das treibt allerdings wie eine üppigere Ausstattung den Preis oben, der nur beim Einstiegsmodell, in dem die Klimaanlage fehlt, lockend niedrig ausfällt.

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