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Fiat 500L Test

Die Langversion des 500 mit großzügigem Platzangebot

7/10
Wow-Wertung
Unsere Auto-Experten vergeben diese Wertung nach ausführlicher Prüfung des Fahrzeugs.
  • Luftiger Innenraum
  • Gute Ausstattung
  • Verschiebbare Rückbank
  • Wenig Assistenzsysteme
  • Geringe Motorauswahl
  • Angestrengter Zweizylinder

16.890 € - 24.040 € Preisklasse

5 Sitze

5 - 7,2 l/100km

Test

In Fiats großer 500er Familie fällt dem 500L die Rolle des Familien-Cinquecento mit reichlich Platz und Vielseitigkeit zu. Er wirkt vom Design her unkonventioneller als die Konkurrenten Ford B-Max oder Opel Mokka X und überragt den kleinen Fiat 500 um fast 70 Zentimeter. Wird der kastig-knuffige 500L dieser Rollenerwartung in jeder Hinsicht gerecht?

Ja, und seit 2017 noch besser. Im Sommer 2017 verpasste Fiat dem seit 2012 produzierten 500L ein gründliches Facelift mit Änderungen an der Karosserie, einen aufgewerteten Innenraum, ein verbessertes Infotainment und mehr Ausstattungsoptionen. Die Überarbeitung verschaffte dem 500L einige Zentimeter mehr Länge und mehr Platz. Der alles andere als alltägliche Italo Look blieb weitgehend unangetastet.

Hoher Aufbau, viel Glas, gute Übersicht – Die Aussicht nach vorne ist dank der breiten Panoramascheibe und der Fensterchen in den geteilten A-Säulen phänomenal. Wer zu den Sitzriesen zählt, bekommt ebenso riesig Platz geboten.

Insassen mit langen Beinen lernen die Vorteile der verschiebbaren Rückbank schnell kennen. Und wer große Koffer hat, freut sich darüber, dass sie sich im minimal 412 Liter großen und noch stark erweiterbaren Kofferraum bei der Familienreise so bequem verstauen lassen. Gerade wenn man mit Kindern reist, weiß man was Klapptische an den Rücksitzen, ein USB-Anschluss hinten und ein separater Kinderspiegel auf Reisen für Vorteile bringen.

Die Familie freut sich über die gute Ausstattung schon im Basismodell und das unkomplizierte Infotainment. Obwohl auch nach dem 2017er Facelift nicht viel Unterstützung durch Assistenzsysteme gegeben ist, wurde der 500L als sicherster 500er getestet.

Im 500L, der mit seiner Breite satt, aber nicht unkomfortabel auf der Straße liegt, eignen sich die Turbodiesel und die umweltfreundliche Erdgasvariante wegen Verbrauch und Reichweite bestens fürs Reisen.

Das kastige Konzept des Fiat 500L vereint damit Vernunft und Emotion in einem ungewöhnlichen, typisch italienisch designten Familienvan.

3,57 / 4,24 – Diese beiden Angaben verdeutlichen am ehesten, was den Unterschied zwischen dem Fiat 500 und dem Fiat 500L Urban ausmacht. Die Länge, in der sich beide um 67 Zentimeter unterscheiden. Das schafft im 500L ganz neue Möglichkeiten bei der Raumnutzung.

Der 500L steht in drei Karosserievarianten zur Verfügung, die sich die gleiche Plattform mit einem Radstand von 2,61 Metern teilen: als Urban, Cross oder Wagon.

Der 500L Urban nimmt es mit seinen 4,24 Meter und die anderen Versionen mit 4,28 Meter Länge sowohl mit dem Stadtverkehr als auch mit einer vierköpfigen Familie auf. Das Kofferraumvolumen liegt bei 412 Liter bei vorne stehender Rückbank und kann sich auf maximal 1.480 Liter erweitern.

Gut sitzen kann man überall, außer ganz hinten im Siebensitzer. Die verschiebbare Rückbank, die im Verhältnis 1/3 zu 2/3 verrückbar ist, sorgt für erhöhte Vielseitigkeit. Entweder für mehr Platz vor den Knien oder für mehr Platz im Kofferraum. Wer zu den Sitzriesen zählt, bemerkt den etwas kurzen Verstellweg der Vordersitze, schätzt aber den 1,66 bis 1,68 Meter hohen Karosserieaufbau des 500L.

Die Zuladung liegt im 500L knapp über 400 Kilogramm. Und wenn das noch nicht genügt, zieht der Fiat Anhänger mit einem Gewicht von maximal 1.000 Kilogramm Gewicht.

Hier haben wir nochmal die technischen Daten des Fiat 500L zusammengefasst:

Länge 4,24 bis 4,28 Meter
Breite 1,78 bis 1,80 Meter
Höhe 1,66 bis 1,68 Meter
Kofferraumvolumen 412 bis 1.480 Liter
Türen 5
Leergewicht 1.395 bis 1.560 Kilogramm
Zuladung 405 bis 410 Kilogramm
Zulässiges Gesamtgewicht 1.800 bis 1.970 Kilogramm
Zulässige Anhängelast ungebremst / gebremst 400 Kilogramm / 1.000 Kilogramm

Ein Benziner, zwei Turbodiesel und eine Erdgasvariante stehen im 500L in Verbindung mit manuellem Schaltgetriebe oder Automatik zur Wahl. Mehr nicht.

Das Fahrwerk passt zum 500L. Der breite XL-500 liegt straff, aber nicht unkommod auf der Straße. Früh kündigt sich der Grenzbereich an und wird er überschritten, schiebt der Fiat gut beherrschbar über die Vorderräder in Richtung Kurvenrand. Vom Gas gehen reicht und alles stabilisiert sich wieder. So werden Familienautos abgestimmt. Sportlich ist das nicht, aber ehrlich, wer erwartet das hier? Die Motoren motivieren eher zum gemütlichen Gleiten.

Die Benziner

95 PS Leistung sind im 500L das Maximum. Der 85 PS leistende 0,9-Liter-Zweizylinder mit Benzin und Erdgas (Daten in der Tabelle: in Klammern) in den Tanks, der ein drehzahlbedürftiger und kerniger Motor ist, hat es im 500L ziemlich schwer. Dafür wird aber mit dem alternativen Kraftstoff Geld gespart.

Der 1,4-Liter-Vierzylinder mit 95 PS ist ein bemühter Vorarbeiter, der aber etwas unter seinem wenigen Drehmoment von 127 Nm leidet. Dieses steht auch erst bei 4.500 Touren zur Verfügung, was den 500L 1.4 16V auf den ersten Metern beim Anfahren nicht zur Rakete macht.

Die Diesel

Hier wird kraftvollerer Durchzug geboten. Der 1,6-Liter-Diesel mit 120 PS produziert im dann 1.560 Kilogramm schweren 500L mehr Schub bei niedrigem Verbrauch. Noch länger hält der 50 Liter große Tank des 500L mit dem 1,3-Liter-Diesel mit 95 PS, der sich allerdings mit der Duallogic-Automatik bei dem Gewicht gar nicht mehr stark anfühlt.

Die eindeutige Empfehlung im 500L ist deshalb der 1.6 16V MultiJet Diesel mit 120 PS, der schon früh kräftigen Durchzug an die Vorderräder liefert, lässig durchzieht und mit einem gut zu bedienenden Sechsgang-Schaltgetriebe kombiniert wird.

1.4 16V 1.3 16V MultiJet 1.6 16V MultiJet 0.9 TwinAir LPG
Hubraum [ccm] 1.368 1.248 1.598 875
Leistung [PS] 95 95 120 85 (80)
Getriebe 6-Gang-Schaltgetriebe 5-Gang-Automatik 6-Gang-Schaltgetriebe 6-Gang-Schaltgetriebe
0-100 km/h [s] | Höchstgeschwindigkeit [km/h]  13,4 – 13,9 | 162 – 176 k. A. 10,7 – 11,5 |  183 – 189 14,8 (15,7) |  167 (163)
Kraftstoff Benzin Diesel Diesel Benzin/Erdgas

An Ausstattungslinien und den für Fiat typischen Ausstattungspaketen mangelt es im Fiat 500L nicht.

Urban

Eine Familie freut sich immer über reichlich Ausstattung. Schon im Basismodell Urban gehören der Tempomat, die manuelle Klimaanlage, das Multifunktions-Lederlenkrad und das 5-Zoll-Touchscreen-Radio mit integrierter Bluetooth-Freisprechanlage mit zur Serienausstattung. Ebenfalls mit dabei sind der höhenverstellbare Fahrersitz, die zum Tisch umklappbare Beifahrerlehne und die praktische, verschiebbare Rücksitzbank.

Vom Sicherheitspaket bietet der günstigste 500L mit den Frontairbags, Seitenairbags, durchgehenden Kopfairbags, dem ESP und der Berganfahrhilfe nur die wichtigsten Fahrassistenten, was klar macht, dass das Modell schon länger gebaut wird und nicht mehr ganz auf dem neuesten Stand ist.

City Cross

Im City Cross, den man von außen leicht am Cross Design-Kit und 25 Millimeter mehr Bodenfreiheit erkennt, sorgen das 7-Zoll-Touchscreen-Radio mit digitalem Empfang DAB+ und zweitem USB-Anschluss sowie die in Schwarz lackierten 16-Zoll-Leichtmetallfelgen für den Unterschied.

S-Design

Zusätzlich zum Umfang des City Cross sind eine elektrische Lordosenstütze für Fahrer- und Beifahrer, der höhenverstellbare Beifahrersitz, die dritte Kopfstütze hinten und Nebelscheinwerfer mit Abbiegelicht und das LINK-System mit an Bord. Mit dem lässt sich die Bedienoberfläche des per Apple CarPlay oder Android Auto eingebundenen Smartphone auf den Bildschirm spiegeln.

Vor dem Auto stehend, enttarnt man diese Variante an den Außenspiegelkappen, Seitenzierleisten und dem Kühlergrill in Lackschwarz, den 17-Zoll-Leichtmetallfelgen und den hinten dunkel getönten Scheiben.

Cross

Bei der in Deutschland beliebtesten Ausstattungslinie machen die 17-Zoll-Leichtmetallfelgen mit M+S Bereifung, der Drive Mode Selector mit den drei Fahrprogrammen „Normal“, „Traction+“ und „Gravity“ samt elektronischer Traktionskontrolle den Unterschied. Dies sichert das Vorankommen auf losem oder glattem Untergrund. Zwischen 7 und 25 km/h lässt sich zudem eine bei steilen Abfahrten hilfreiche Bergabfahrhilfe aktivieren.

Die um 2,5 Zentimeter erhöhte Bodenfreiheit, der vordere und hintere Unterfahrschutz und der Flankenschutz sorgen auch für ein Plus an Abenteuerlichkeit im Look.

Rockstar

Der nobelste Fiat 500L verfügt über ein Navigationssystem, Parksensoren hinten, eine Rückfahrkamera, eine Zwei-Zonen Klimaautomatik mit Pollenfilter, einen Licht- und Regensensor, elektrisch anklappbare Außenspiegel, Mittelarmlehnen vorne und hinten sowie die von Kindern geliebten Klapptische an den Vordersitzlehnen.

Und die Pakete? Der schon erwähnte Kinderrückspiegel ist Teil des Family Pakets. Das Mirror Paket hübscht den 500L mit edel schimmernden Zierteilen auf und das Style und das Leder Paket schaffen das Gleiche im Innenraum mit der LED Ambiente Beleuchtung und der Lederpelle.

Aus Sicherheitsaspekten ist jedoch vor allem das Smart Paket mit der Rückfahrkamera und den hinteren Parksensoren und das Safety Paket mit dem autonomen City-Notbremsassistenten und dem automatisch abblendenden Innenspiegel zu empfehlen.

Im Test der Crashsicherheit erzielte der 500L im Euro NCAP-Crashtest trotz langer Bauzeit mit einer Maximalwertung von fünf Sternen das beste Ergebnis aller Fiat 500 Modelle.

Zusammenfassung

Quadratisch, praktisch, gut – irgendwie trifft dieser Slogan auch auf den Fiat 500L zu. Mit seinem kastigen Raumangebot, seinem großzügigen Raumgefühl und der Variabilität von Rückbank und Gepäckraum erfüllt der Big 500 im Familienalltag die Rollenerwartungen.

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