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DS 4 im Test

Ihr nächstes Auto soll ein DS 4 werden? Erfahren Sie alles Wichtige zu diesem Modell in unserem ausführlichen Testbericht!

4,7/5 aus 13.784 Bewertungen

Citroën stand schon immer für Abwechslung im tristen Automarkt. Der DS 4 macht keine Ausnahme. Das Crossover des Edel-Ablegers der Marke will Golf-Kundschaft ebenso überzeugen wie SUV-Fahrende. Das gelingt im Test mit viel Charme.

  • Außergewöhnlich ansprechendes Design
  • Viele innovative Sicherheits- und Komfortsysteme
  • Neigt sich zu stark in Kurven

Die Automobile von Citroën waren immer irgendwie anders. Keine andere Marke verkörpert so sehr etwas, was in der Branche selten ist: Mut. Designs, die polarisieren, Technik, die ihrer Zeit weit voraus ist. Nicht immer war das erfolgreich. Viele Modelle verschwanden schnell in der automobilen Versenkung, manche Innovation blieb eine teure Spielerei, die sich nie durchsetzte. Doch das hinderte die französische Marke nicht, einige zeitlose Klassiker zu entwickeln, die noch heute begeistern.

Da wäre zum einen der 2CV, liebevoll "Ente" genannt. Und "die Göttin", die DS. Für viele noch heute eines der schönsten Automobile aller Zeiten. Das zwischen 1955 und 1975 gebaute Modell ist auch der Namenspate einer neuen Marke unter dem Mantel von Citroën. Zunächst verwendete der Hersteller das Label "DS" nur für die Premium-Versionen seiner Modelle, seit 2015 ist DS eine eigenständige Marke in der Stellantis-Gruppe, zu der neben Citroën auch Opel und Peugeot gehören. Aus Kostengründen teilen sich viele der Autos die technische Basis.

Irgendwie anders als der Rest der Autowelt

Das ist auch beim DS 4 so, der zu 70 Prozent baugleich ist mit Opel Astra, Citroën C4 und Peugeot 308 - was ihm aber kaum anzusehen ist. Vielmehr bleibt der DS 4 dem Mutterkonzern Citroën treu, irgendwie anders zu sein als der Rest der Autowelt. Das fängt bei der Klassifizierung an. Ist das jetzt ein Kompaktwagen? Ein Coupé? Eine Limousine? Irgendwie egal, der DS 4 spielt mit Elementen von allen. Wobei er mit seinen von 4,40 Meter Länge und 1,83 Meter Breite am ehesten in die Golf-Klasse fällt, dem Konkurrenten aber zwölf Zentimeter voraus ist.

Das Design des Crossovers ist im Vergleich zum Kompaktklassiker von VW mutig. Die Front dominieren schmale LED-Scheinwerfer und ein überdimensionierter Kühlergrill, die gemeinsam an das Gesicht eines Raubtieres erinnern. Das Heck wirkt mit seinem schmalen Fenster und dem aufgesetzten Spoiler fast wie bei einem Sportwagen. Keine Frage, schick ist der Franzose.

Viel weiches Leder, Carbon und Alcantara

Das setzt sich im Innenraum fort. So stellen wir uns die französische Premiumklasse vor. Es gibt viel weiches Leder, Carbon im Lenkrad und in höheren Ausstattungslinien großzügig eingesetztes Alcantara auf dem Armaturenbrett. Das ist sonst sehr clean gehalten und zieht sich ohne große Spielereien bis zu den Türen, wo es optisch nahtlos in die Verkleidung übergeht. Ein nettes Detail: Überall im Innenraum taucht die Raute auf, so etwas wie das Markenzeichen von DS. Man muss es dem französischen Hersteller lassen: Niemand schafft es, seine Modelle so komplett durch zu designen wie die Edelmarke von Citroën.

Die Bedienung des DS 4 erfolgt über drei Displays. Ein sieben Zoll großer Bildschirm dient als Tacho und stellt die üblichen Fahrdaten zur Verfügung. Für Entertainment und tiefergehende Funktionen sorgt das zehn Zoll große Display in der Mittelkonsole. Es lässt sich wie ein Tablet bedienen. Optional gibt es ein Head-up-Display, das alle Informationen großformatig nicht nur auf die Frontscheibe, sondern durch einen optischen Trick direkt auf die Straße projiziert. Die Navigationsangaben sind so direkt auf der Fahrbahn zu sehen – aber auch Songs aus dem Radio, die Geschwindigkeit oder aktuelle Warnmeldungen.

Touchen, Sprechen, Schreiben

Das alles ist Teil einer neuen Infotainmentarchitektur, das "DS Iris System". Das besteht außerdem aus einer Sprachfunktion, die zur besseren Verständlichkeit von schallisolierten Scheiben unterstützt wird. Ein besonderes Feature des DS 4 ist ein weiteres fünf Zoll großes Display am Ende des Mitteltunnels, das sich mit den Fingerspitzen bedienen lässt. Es reagiert auf Gesten wie Zoomen und erkennt Handschriften. Der Bildschirm ermöglicht ein Bedienen der Funktionen, ohne den Blick von der Straße zu nehmen.

Was den DS 4 von der Konkurrenz abhebt, ist die konsequente Ausrichtung auf Komfort. In der Kompaktklasse wollen sonst alle anderen Hersteller möglichst sportlich und straff wirken. Nicht so der DS 4. Handschaltung gibt es in keinem der verfügbaren Modelle, zum Serienumfang des DS 4 gehört eine Achtgangautomatik. Alle DS 4 werden an der Vorderachse angetrieben. Als Alternative zum Allradantrieb bietet der Hersteller im DS 4 Cross die "Advanced Traction Control" mit Fahrmodi für Sand, Schnee und Schlamm. Aber wer würde sich mit so einem schicken Automobil schon dahin verirren?

Kameraüberwachung für mehr Komfort

Um den DS 4 besonders komfortabel zu machen, hat sich der Hersteller noch etwas Besonderes einfallen lassen. Das Feature nennt sich "Active Scan Suspension" und ist eine Kamera oben in der Windschutzscheibe. Sie erkennt Fahrbahnunebenheiten und überträgt sie an einen Computer. In Kombination mit Lagesensoren und Beschleunigungsmessern analysiert das System die Erkenntnisse und passt an jedem Rad unabhängig die Federung an.

Nicht wirklich zu diesem hohen Komfort-Anspruch passt allerdings der enge Einstieg und die tiefe Sitzposition. Auch könnten die Sessel mehr Seitenhalt und eine längere Beinauflage bieten. Das ändert aber nichts daran, dass die neu entwickelten Sitze äußerst bequem sind.

Viel Platz, hinten ist es enger

Während der Platz vorne wie in der Kompaktklasse mittlerweile üblich üppig ist, geht es hinten etwas enger zu. Für ein Auto dieser Größe sitzt es sich auf der Rückbank aber immer noch gut. Im Peugeot 308, der auf derselben technischen Plattform basiert, ist aber mehr Luft nach oben. Die USB-C-Ladebuchsen und die Becherhalter am Ende der Mittelarmlehne gibt es in beiden. Der Kofferraum des DS 4 fasst 470 Liter (im Plug-in Hybrid 390 Liter) und ist für diese Klasse großzügig. Zum Vergleich: Im aktuellen VW Golf sind es 381 Liter.

Die einzelnen Linien des DS 4 sind ein wenig verwirrend. Grundsätzlich gibt es das Crossover als DS 4, als DS 4 Performance Line und als DS 4 Cross mit mehr Anleihen an den SUV-Trend. Diese Modelle wiederum bietet der Hersteller in verschiedenen Ausführungen an. Der DS 4 ist als "Bastille", "Bastille+", "Trocadero", "Rivoli" und "La Premiere" zu bestellen.

Drei Benziner, ein Diesel, ein Plug-in Hybrid

Das Basismodell ist ein Benziner mit 130 PS (ab 28.900 Euro), weitere Varianten leisten 180 PS und 225 PS. Hinzu kommt ein Diesel mit 130 PS und ein Plug-in Hybrid mit einer Systemleistung von 225 PS. Der Verbrauch reicht von 5,1 bis 5,4 Liter für die Benziner und 3,8 Liter beim Diesel. Der Plug-in Hybrid schluckt nur 1,4 Liter Benzin auf 100 Kilometer, eine entsprechende Nutzung des Elektromotors vorausgesetzt.

Die Ausführung des DS 4 dürfte in Deutschland besonders beliebt werden, zumindest solange diese Art Fahrzeuge noch von der Bundesregierung gefördert wird. 37.900 Euro kostet der E-Tense genannte Plug-in Hybrid, davon gehen aktuell noch einmal 6.750 Euro Förderung ab. Dadurch ist der Teilzeitstromer nur unwesentlich teurer als die Modelle mit Benziner oder Diesel. Das Zusammenspiel von Elektro- und Benzinmotor funktioniert auf jeden Fall reibungslos. Die elektrische Reichweite liegt bei 55 Kilometer, was in Ordnung ist für ein Auto dieser Größe.

Komfortabel, mit wenig Seitenhalt

Das Fahrgefühl ist typisch französisch und vor allem typisch Citroën. Der DS 4 ist sehr komfortabel abgestimmt und bügelt jede Bodenwelle weg. Die Geräuschdämmung ist so gut, dass fast keine Geräusche nach innen vordringen. Die weiche Federung sorgt aber auch für Wankbewegungen in den Kurven. Heftige Tritte auf das Gaspedal kommentieren die Motoren mit einem knurrenden Aufheulen. Hinzu kommt, dass die Sitze des DS 4 kaum Seitenhalt bieten. Zu sportlich sollte der DS 4 nicht bewegt werden.

Besonders hervorzuheben ist die Ausstattung des DS 4. Das Crossover besitzt ein optionales Nachtsichtsystem, das bei Dunkelheit Gefahren erkennt. Eine Infrarotkamera im Kühlergrill zeichnet Fußgänger und Tiere bis zu einer Entfernung von 200 Meter auf. Die Warnungen erscheinen im Head-up-Display, sodass Fahrende Zeit haben auszuweichen. Weitere Unterstützung bieten vier Kameras, die eine 360-Grad-Sicht auf den DS 4 beim Manövrieren bieten. Serienmäßig ist in allen Modellen Notbremssystem, Aufmerksamkeitswarner, Spurhalter und automatische Schildererkennung enthalten.

Fazit: kein Auto für die Masse

Der DS 4 ist ein Auto für Genießer. Wer sich für den Kompaktwagen entscheidet, liebt Design und will sich von der Masse abheben. Dafür bekommt ein durchgestyltes Auto, wie es kaum ein zweites auf dem Markt gibt. Komfort steht im Vordergrund. Der DS 4 ist konsequent aufs bequeme Reisen abgestimmt, sportlich Fahrende sollten sich an anderer Stelle umsehen. Alle anderen bekommen ein schickes Fahrzeug irgendwo zwischen Golfklasse und SUV, mit hervorragender Verarbeitung und dem gewissen Etwas.

7/10 Wow-Wertung

Unsere Fachleute vergeben diese Bewertung nach ausführlicher Prüfung des Fahrzeugs.

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