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Cupra Formentor im Test

Ihr nächstes Auto soll ein Cupra Formentor werden? Erfahren Sie alles Wichtige zu diesem Modell in unserem ausführlichen Testbericht!

Bislang hatte Cupra wenig Eigenes zu bieten. Eine ausgegliederte Marke - schön und gut, aber wo war die selbstständige Identität? Abseits des anderen Markenlogos und dem Mehr an Performance, konnten Modelle wie Leon und Ateca wenig überraschen. Das ändert sich mit dem Cupra Formentor als erstes eigenes Modell ganz ohne SEAT-Bezug.

So ein Einstieg für eine noch junge Marke gelingt dieser Tage am besten mit einem SUV oder, um noch präziser zu sein, mit der modernen "Symbiose aus Sportwagen und CUV". So bezeichnet Cupra selbst den Formentor im Marketing-Wortlaut. Das klingt zunächst hochgestochen, dabei wird es dem Formentor noch nicht einmal gerecht.

  • Aufregendes Design
  • Sehr gute Platzverhältnisse innen
  • Eingeschränktes Kofferraumvolumen
  • Auf Wunsch leistungsstarke Motoren

Als Crossover Utility Vehicle, also ein SUV mit Coupé-Silhouette dank schräg abfallender Dachlinie, ist er in jedem Fall schon auf den ersten Blick zu erkennen. Gleichzeitig ist die Bezeichnung als Sportwagen viel zu mager für den Formentor. Denn erstens taugt nicht jede Motorisierung zum Sportwagen und zweitens hat Cupras SUV noch viel mehr auf Lager, wie unser Test zeigt.

Power an der Front

Wer an Cupra denkt, denkt meist vorrangig an leistungsstarke Antriebe, weshalb wir genau dort starten und vom Formentor direkt überrascht werden. Fast schon irrsinnig vernünftig und schwachbrüstig für einen Cupra wirkt der 1.5 Vierzylinder mit Turboaufladung mit seinen 150 PS. In der Praxis erweist sich der brave Einstiegsbenziner aber als gute Option für alle, die sich vor allem Alltagstauglichkeit vom Formentor wünschen.

Der Durchzug ist auch mit 150 PS bei maximal 250 Newtonmetern Drehmoment und Frontantrieb gesichert, sodass der Sprint von 0 auf 100 km/h in 8,9 Sekunden ausreichend zügig gelingt. Mit maximalen 204 bzw. 203 km/h beim Handschalter ermöglicht der Formentor außerdem Reisegeschwindigkeiten, die auch Ungeduldige zufrieden stellen.

Interessanter für Sportwagen-Fans ist dann aber doch der Zweiliter, bei dem es sich ebenfalls um ein Aggregat mit vier Zylindern handelt. Die Turboaufladung lässt die Topmotorisierung bis zu 310 PS produzieren. Allradantrieb und serienmäßiges 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe tun ihr Übriges, um den dann 1,6 Tonnen schweren Cupra in bloß 4,9 Sekunden auf 100 km/h zu beschleunigen. Bleibt man weiter auf dem Gaspedal stehen, zieht der Formentor auf elektronisch abgeriegelte 250 km/h hoch.

Kein Problem bei freier Fahrt - und auch in Kurven darf man getrost aufs Pedal drücken. Denn mit dem Fahrwerk des Cupra Formentors lässt sich der Grenzbereich mit kontrollierbarem Risiko austesten, wobei man feststellt, dass Cupras SUV selbst im Komfort-Modus sportlich und doch kompromissbereit für den Alltag ausgelegt ist. Dieses Plus an Komfort und Sicherheit bringt beim Rasen durch Kurven einen leichten Hang zum Untersteuern mit sich.

So richtig unvernünftig, wie man es von Cupra vielleicht erwartet hätte, wird es dabei nie. Böse Überraschungen an der Tankstelle bleiben daher ebenfalls aus. Zwischen sechs und sieben Liter je 100 Kilometer verlangt der 1.5 TSI. Rund zwei Liter mehr sind es beim Zweiliter und in der Praxis kann es dann zweistellig werden, was angesichts der Leistung wenig verwundert.

Mit Ausblick auf Motorenvielfalt

Mit diesen zwei genannten Motorisierungen liest sich das Datenblatt noch etwas dünn. In Zukunft sollen an dieser Stelle weitere Antriebe Abhilfe verschaffen. Damit kommen Rasende genauso auf ihre Kosten wie Umweltbewusste.

Für Erstere ist ein kerniger Fünfzylinder mit 2.5 Litern Hubraum in Planung. Die Basis dafür kommt aus Ingolstadt und wird aktuell bereits in den Modellen Audi RS3 und Audi RS Q3 verbaut. Die 400 PS dürften somit auch Einzug in den Formentor halten.

Letztere werden mit einem Plug-in Hybridantrieb bedient. Wer die Marke Cupra verfolgt, kennt dieses System bereits aus dem Leon e-HYBRID. Der 1.4 Liter Turbobenziner wird von einem Elektromotor mit einer 13 kWh Batterie unterstützt, wodurch bis zu 245 PS zustande kommen. Der e-HYBRID kombiniert Leistungsfähigkeit mit einem modernen und sparsamen Antriebskonzept, was auch dem Formentor hervorragend zu Gesicht stünde.

Liebe zum Detail außen

Gut zu Gesicht steht dem Formentor allem voran seine Optik, die wohl eines der größten Kaufargumente überhaupt ist. Der Cupra ist eine wuchtige Erscheinung, ohne plump zu wirken. Spitz und gleichzeitig elegant formt sich das sportliche Design.

Vorn zeichnet die LED-Signatur dem Formentor einen scharfen Blick ins Gesicht. Mit großem, trapezförmigem Kühlergrill schnauft der SUV, wobei die Front von zahlreichen Lufteinlässen, den weit innen liegenden Nebelscheinwerfern und dem hervorstehenden Frontspoiler unterbrochen wird.

Im Profil machen prägnante Sicken und Kanten auf sich aufmerksam, die besonders in Verbindung mit den optionalen Matt-Lackierungen hervorstechen. Zum Heck hin, wo sich Dach- und Fensterlinie verjüngen, bekommt der Formentor breit ausgestellte Schultern.

Steht man hinter dem Fahrzeug, bleibt der Blick zwangsläufig an den horizontalen Linien hängen - zuerst an der hervorstehenden Lichtlinie, dann rauf zum Dachspoiler und wieder runter zu den Kanten ober- sowie unterhalb des Nummernschildes. Sozusagen im Tal dazwischen prangen Logo und Schriftzug der Marke.

Schlussendlich wird die sportliche Optik von den mächtigen, beidseitigen Doppel-Endrohren untermauert, zwischen denen der Diffusor mit unübersehbaren Finnen nach Aufmerksamkeit schreit. Und wer noch weiter blickt, entdeckt im Vorbeigehen - zum Markenlogo passend -bronzefarbene Details wie die Bremssättel.

Reichlich Komfort innen

Innen angekommen beweist der Formentor, dass er neben Sportwagen auch Alltag kann. Das geht bei den Platzverhältnissen los, die vorne und hinten Großzügigkeit bieten. Das drückt sich in einer exzellenten Kopf- und Beinfreiheit aus. Standesgemäß sitzt man hoch im SUV, wobei die Erwartungen an den Sportwagen vielleicht auch eine tiefe Sitzposition gerechtfertigt hätten.

So schnittig wie außen ist auch das Interieur gestaltet. Zahlreiche Applikationen zeugen vom Bronze der Markenfarbe, das Armaturenbrett schneidet kantig und mit hochwertigen Materialien in Richtung Mitfahrende. Bei den Sitzen zeigt sich wiederum die Alltagsauslegung, wo man sich, obwohl es sich formal um Sportschalensitze handeln soll, bei flotter Fahrt etwas mehr Seitenhalt wünschen würde. Aber der Formentor lädt eben auch zum entspannten Cruisen ein.

Dann fällt der Blick auf die Mittelkonsole vom kleinen Gangwahlknuppel hoch zu den Luftdüsen und zum Display, beide leicht in Richtung Fahrer:in ausgerichtet. Zwölf Zoll misst der Touchscreen des Infotainment- und Navigationssystem, dessen Bedienung anfangs Gewöhnung erfordert.

Von den darunter liegenden Touchslidern zur Kontrolle der Klimaanlage, die sich Cupra offenbar bei VW abgeguckt hat, werden wir keine Fans mehr. Zu lästig und ablenkend ist das Herumwischen darauf während der Fahrt. Das Multifunktionslenkrad weist neben den üblichen Tasten zwei zusätzliche Knöpfe unterhalb der horizontalen Speichen auf. Einer trägt die Aufschrift "Start Engine Stop" und sorgt für das schlüssellose Starten und wieder Ausschalten des Motors. Den anderen ziert das Cupra-Logo und er führt dorthin, wo der Spaß beginnt: in die Auswahl der Fahrmodi. Die werden anschließend wie alle wichtigen Fahrinformationen auf dem 10,25 Zoll großen Digitalkombiinstrument angezeigt.

Etwas knapp hinten

Ganz hinten, wo sich die Karosserie des Formentors zuspitzt, wird es dann etwas enger. Damit ist nicht der Fond gemeint, wo man auch mit 1,85 Meter Körpergröße noch hervorragend unterkommt, sondern das Ausmaß des Kofferraums. Mit nur 450 Litern geht nicht so viel in den Formentor hinein, wie man bei einem 4,45 Meter langen SUV denken könnte. Noch 30 Liter weniger werden es, wenn gemeinsam mit dem 310 PS Motor zwangsläufig auch der Allradantrieb Platz einfordert.

Schon besser wird es da mit 1.505 Litern bzw. im Allrad mit 1.475 Litern bei umgeklappter Rückbank. Dann bietet sich zwar keine richtig ebene Fläche, aber immerhin eine ohne lästige Stufe zwischen Ladeboden und Rücksitzlehnen. Etwas eingeschränkt wird das Beladen seitlich von den dicken Kotflügeln, wodurch sich die Luke verkleinert. Dazu gibt es eine spürbare Ladekante, über die man das Gepäck hinweg heben muss.

Positiv fällt bei der Rückbank, die sich im Verhältnis 60 zu 40 teilt, die Durchlademöglichkeit in der Mitte auf. Damit ist der Formentor auch zum Einpacken der Ski gerüstet, ohne dass die Rückbank umgelegt werden muss.

Attraktives Gesamtpaket

Der Cupra Formentor funktioniert als erste eigene Identität der jungen und sportlichen Marke. Er hält auch im Gesamtpaket die Attraktivität, die sein Äußeres verspricht. Mehr noch, er zeigt, dass Cupra nicht nur leistungsstarke Motoren in ansonsten fertige SEAT-Modelle schraubt, sondern selbst ein stimmiges Fahrzeug abliefern kann, das ebenso alltagstauglich und komfortabel ist wie die Fahrzeuge mit dem "S" auf dem Kühlergrill.

Ganz ohne Kompromisse geht es beim Formentor dann aber nicht, denn zumindest in Sachen Kofferraumvolumen fordert die dynamische CUV-Form Abstriche und auch bei einigen Bedienelementen des VW-Konzerns hätte Cupra gern eigene Wege beschreiten dürfen. Ansonsten gilt für den Cupra Formentor: zugreifen und Spaß haben!

8/10 Wow-Wertung

Unsere Fachleute vergeben diese Bewertung nach ausführlicher Prüfung des Fahrzeugs.

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