Cupra Formentor e-HYBRID im Test

Ihr nächstes Auto soll ein Cupra Formentor e-HYBRID werden? Erfahren Sie alles Wichtige zu diesem Modell in unserem ausführlichen Testbericht!

Schick sieht das erste Auto der neuen alten Marke Cupra definitiv aus. Im Test zeigt der Formentor e-Hybrid, dass das nicht nur schöner Schein ist. Der Plug-in Hybrid ist derzeit das interessanteste SUV des spanischen Herstellers.

  • Extravagantes Design außen und innen
  • Gutes Platzangebot auf allen Sitzen
  • Träges Automatikgetriebe
  • Fummelige Bedienung von Klima und Lautstärke

Aggressiv und zerklüftet, so ließe sich das Design des Cupra Formentor e-Hybrid wahrscheinlich am besten beschreiben. Schon das Konzeptfahrzeug sah 2019 so aus, die Serienversion hat das konsequent umgesetzt. Die neue Marke soll sich schließlich von dem Mutterkonzern Seat absetzen. Wobei der Cupra Formentor e-Hybrid natürlich immer noch die typischen Merkmale der aktuellen Seat-Modelle trägt. Der Kühlergrill, die schmalen Scheinwerfer an der Front, die an Raubtieraugen erinnern, das durchgehende Leuchtband am Heck, das ist alles bereits bekannt. Der auffälligste Unterschied zu Seat sind die kupferfarbenen Details, die die Autos von Cupra besitzen. Beim Cupra Formentor zum Beispiel die Felgen oder das große Markenlogo an der Front.

Das setzt sich im Innenraum fort. Das Logo auf dem Lenkrad: kupferfarben. Die Umrandungen der Bedieneinheiten: kupferfarben. Die Ziernähte der Armaturen: kupferfarben. Selbst der ansonsten rote Bereich des Drehzahlmessers ist: selbstverständlich kupferfarben. Die Wahl dieses Tons ist natürlich Geschmackssache, hat aber den Vorteil, dass die Cupras sofort zu erkennen sind.

Der Innenraum erinnert an den Seat Leon

Denn der Innenraum des Cupra Formentor e-Hybrid kann die Verwandtschaft zu Seat nicht verbergen. Im Seat Leon sieht es ziemlich ähnlich aus. Das liegt natürlich daran, dass sich beide Marken aus dem Portfolio von Volkswagen bedienen. Das kompakte SUV ist eine Eigenentwicklung, wenngleich die Basis aus Kostengründen dieselbe ist wie beim aktuellen Seat Leon oder dem VW Golf.

Dass sich der Innenraum dementsprechend ähnelt, ist kein Nachteil. In vielen Tests hat bei der aktuellen Modelllinie Seat Volkswagen und Skoda abgehängt. Die Verarbeitung ist sehr gut, die verwendeten Materialien lassen nichts zu wünschen übrig, besonders gefallenen die gebürsteten Alu-Elemente. Wie von Seat bekannt, richten sich die Armaturen im Cupra Formentor e-Hybrid Richtung Fahrende aus. Die Sportsitze mit integrierten Kopfstützen sind äußerst bequem, gerade auf Langstrecken, allerdings fehlt eine Sitzflächenverlängerung.

Langsames Display, umständliche Bedienung

Das alles sieht ziemlich schick aus, zeigt sich in der Bedienung aber als gewöhnungsbedürftig. Die erfolgt hauptsächlich über das große zentrale Display des Cupra Formentor e-Hybrid - wenn sie den eigenen Wünschen entsprechend konfiguriert wurde. Es besteht zum Beispiel die Möglichkeit, den Bildschirm zu dritteln, um gleichzeitig Navigation, Musik und Klimaanlage anzuzeigen.

Aufgrund der Vielzahl der Möglichkeiten und den Tiefen der Untermenüs wirkt das mitunter überladen, zudem sind die Ladezeiten der Funktionen immer wieder ungewöhnlich hoch. Ein Update kann das in Zukunft sicher beheben. Ein Vorteil gegenüber vielen anderen Herstellern bietet der Cupra Formentor e-Hybrid: Auf dem Home-Bildschirm gibt es frei konfigurierbare Kacheln, um auf oft genutzte Funktionen direkt zugreifen zu können.

Nachts ist nichts zu sehen

Nervig ist hingegen die von VW und Skoda bekannte Bedienung der Klimaanlage und der Lautstärke des Radios. Diese werden durch Touchslider bedient, die kaum eine haptische Rückmeldung besitzen. Doppelt nervig: Sie sind unbeleuchtet, so dass sie nachts noch schwerer einzustellen sind. Das gleiche gilt beim Cupra Formentor e-Hybrid für die Bedienflächen des optionalen Panorama-Glas-Schiebedachs (Aufpreis: 1.360 Euro).

Analoge Tachoeinheiten gibt es im Cupra Formentor e-Hybrid nicht mehr, hier sitzt ein weiteres Display, das auf Wunsch den Drehzahlmesser in der Mitte anzeigen kann. Ganz so sportlich ist der Plug-in Hybrid mit seinen maximal 245 PS dann aber doch nicht, so dass das Sinn ergeben würde.

Gutes Platzangebot vorne und hinten

Das Raumangebot vorne ist opulent, hier zahlt sich das hohe Dach von SUVs aus. Auch hinten sieht es trotz der abfallenden Coupé-Dachlinie gut aus, der Cupra Formentor e-Hybrid ist erstaunlich geräumig. Selbst großgewachsenen Menschen stellt er ausreichend Knie- und Kopffreiheit bereit. Das Kofferraumvolumen ist mit 345 Liter auf dem Niveau anderer kompakter SUVs, mit umgelegter Rückbank sind es 1.415 Liter.

Abstriche sind im Vergleich zu den Modellen mit Benziner oder Diesel zu machen, da die zusätzlichen Batterien des Cupra Formentor e-Hybrid Platz beanspruchen. Die schaffen mit 450 bis 1.505 Liter (Allrad: 420 bis 1.475 Liter) noch mehr Ladevolumen. Das dürfte angesichts der Vorteile, die die Kombination aus Elektro- und Benzinmotor verspricht, aber zu verschmerzen sein.

Zwei Plug-in Hybride mit 204 oder 245 PS

Innerhalb des Cupra-Portfolios heißen diese Modelle “e-Hybrid”, für das SUV bietet der Hersteller zwei Varianten an. Der Motor ist in beiden Formentor der gleiche und ein alter Bekannter aus dem Cupra Leon. Seat kombiniert hier einen 1.4 Liter TSI mit einem E-Motor. Der einzige Unterschied zwischen beiden Modellen ist die Leistung, die elektrische Reichweite und natürlich der Preis.

Der 1.4 e-Hybrid mit 204 PS kostet 39.890 Euro, der 1.4 e-Hybrid mit 245 PS 43.230 Euro. Da es sich um einen Plug-in Hybrid handelt, gehen noch einmal 6.750 Euro Förderung von Bund und Hersteller ab. Die kleinere Variante schafft bis zu 67 Kilometer rein elektrisch, der leistungsstärkere Formentor 54 Kilometer.

Eher straff, aber kein Sportwagen

Als ehemalige Sportmarke von Seat ist der Cupra Formentor e-Hybrid eher straff ausgelegt. Die Lenkung spricht sehr direkt an, ist die Straße holprig, gibt das SUV dies an die Reisenden direkt weiter, allerdings ohne zu unkomfortabel zu werden. Das sechsstufige Doppelkupplungsgetriebe ist allerdings nicht das schnellste, es ist keine Eigenentwicklung und kommt auch im restlichen VW-Konzern zum Einsatz kommt.

Dafür spüren Fahrende die Unterstützung des Elektromotors. Sind dessen Batterien leer, nimmt der Vortrieb deutlich ab. Kein Wunder, dann müssen 150 PS 1,7 Tonnen SUV alleine vorwärts bewegen. Das zeigt sich auch beim Verbrauch, Werksangaben wie 1,2 Liter, beziehungsweise 1,5 Liter Benzin im Schnitt sind im reinen Benziner-Modus nicht zu erreichen. Auf der Autobahn genehmigt sich der Formentor e-Hybrid dann schnell zweistellige Kraftstoffverbräuche.

Realistische Reichweite eher bei 40 Kilometer

Wie alle Plug-in Hybride lässt sich der Cupra Formentor extern laden, im Test lag die elektrische Reichweite deutlich unter den angegebenen maximalen 67 Kilometern. Strecken zwischen 40 und 50 Kilometern dürften mit dem SUV aber zu realisieren sein. Wer nur elektrisch fahren will, muss längere Ladezeiten mit einberechnen. Der Cupra Formentor e-Hybrid lädt maximal mit 3,6 kW AC und benötigt dreieinhalb Stunden, um seine Batterien ganz zu füllen. Es gibt allerdings auch die Möglichkeit, sich einen Ladestand für eine etwaige spätere Stadtfahrt aufzuheben oder die Batterie durch den Motor laden zu lassen. Allerdings ist das in den Menütiefen des Zentraldisplays so versteckt, dass das auf die Schnelle während der Fahrt nur schwer zu finden ist.

Standardmäßig startet der Cupra Formentor elektrisch (solange die Temperatur über -10 Grad liegt), er besitzt aber ein intelligentes Navigationssystem, das je nach Streckenabschnitt Elektro- oder Benzinmotor nutzt. In der Praxis funktioniert das gut. Auf Autobahnen setzt das SUV den Verbrenner ein, in der Stadt wird das SUV zum Stromer. So pendelt sich der Formentor auf längeren Strecken bei einem Verbrauch von fünf bis sieben Liter ein. Sind die Fahrabschnitte kürzer, sind niedrigere Werte möglich.

Sicherheit mit Auszeichnung

Erfreulich ist, dass der Cupra Formentor e-Hybrid besonders sicher ist. 2020 wurde er dem Euro NCAP Crashtest unterzogen und erhielt in allen vier Kategorien (Insassenschutz, Kindersicherheit, Fußgängerschutz/ungeschützte Verkehrsteilnehmer und aktive Sicherheit) die höchste Wertung mit fünf Sternen. Hinzu kommt eine gute Ausstattung an Sicherheitssystemen schon in der Basisvariante des Cupra Formentor e-Hybrid.

Dazu gehören der Front Assist, der im Falle einer möglichen Kollision bremst, Verkehrs- und Müdigkeitserkennung, eine Rückfahrkamera, die das Einparken erleichtert, und eine automatische Distanzregelung für Geschwindigkeiten bis 210 km/h.

Fazit: frischer Wind im SUV-Segment

Das liegt natürlich auch daran, dass der Cupra Formentor e-Hybrid mit 39.860 Euro preislich Richtung Mittelklasse schielt. Durch bis zu 6.750 Euro Förderung für Plug-in Hybride relativiert sich das aber. Cupra geht davon aus, dass die Hälfte aller Formentor-Modelle mit dem kombinierten Antrieb verkauft werden. Kein Wunder, der Motor bietet schließlich das Beste aus beiden Welten.

Insgesamt lässt sich sagen, dass der Formentor mit seinem schnittigen Auftritt frischen Wind in den SUV-Markt bringt. Sowohl das Außendesign als auch der Innenraum heben sich wohltuend von der Masse ab. Der Cupra Formentor ist zudem sportlich, allerdings ohne es zu übertreiben. Kombiniert mit dem attraktiven Preis dürfte das SUV für viele interessant machen - auch wenn ihnen der Name Cupra bisher noch nichts gesagt hat.

8/10 Wow-Wertung

Unsere Fachleute vergeben diese Bewertung nach ausführlicher Prüfung des Fahrzeugs.

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