BYD baut Werk in der Türkei – Reaktion auf EU-Zölle?

09. Juli 2024 von

Dein Weg zum neuen Auto

Der kostenlose und einfache Weg, Ihr Auto online zu wechseln.
4,6/5 aus 19.149 Bewertungen

Der chinesische Hersteller BYD hat sich dazu entschlossen ein neues Werk in der Türkei zu bauen. Damit soll neben dem bereits im Bau befindlichen Werk in Ungarn ein zweites Standbein für den europäischen Markt aufgebaut werden.

Der chinesische Hersteller BYD ist weiter auf seinem globalen Expansionskurs. Am 8. Juli 2024 unterzeichnete BYD einen Vertrag mit der Türkei zum Aufbau eines E-Auto-Werks nahe Izmir.

  • Zweites Werk für den europäischen Markt
  • Investitionen von ca. 1 Milliarde US-Dollar
  • Jährliche Kapazität von 150.000 Autos

BYD legt den Grundstein für sein weiteres Engagement im europäischen Markt. Mit dem Aufbau eines zweiten Werks für den europäischen Markt plant der chinesische Hersteller langfristig.

BYD-Modelle konfigurieren

BYD Seal U

Weltgrößter E-Autohersteller baut Werk in Türkei

BYD startet mit dem Bau einer Produktionsstätte für E-Autos und Plug-in-Hybride in der Türkei. Knapp eine Milliarde US-Dollar investiert der chinesische Hersteller, um bis 2026 ein Werk mit einer jährlichen Kapazität von 150.000 Fahrzeugen aufzubauen. Auch ein Forschungs- und Entwicklungszentrum soll nahe Izmir gebaut werden. Insgesamt sollen rund 5.000 Arbeitsplätze geschaffen werden.

Damit baut BYD ein weiteres auf den europäischen Markt ausgerichtetes Werk auf, nachdem der ungarische Standort sich bereits im Bau befindet.

Maßnahme gegen Strafzölle der EU?

Vor allem vor dem Hintergrund des schwelenden Handelskonflikts zwischen China und der EU wirkt der Bau der neuen Fabrik wie ein Mittel gegen die Strafzölle der EU. Schließlich ist die Türkei seit 1995 in einer Zollunion mit der EU verbunden und bietet dementsprechend Zugang zum europäischen Markt. Ein Standortvorteil, den auch andere Hersteller wie Renault, Ford, Hyundai oder Toyota nutzen.

BYD Lenkrad

BYD wäre nach momentanen Stand betroffen von einem Zoll in Höhe von 27,4 % (10 % regulärer Zoll und 17,4 % Strafzoll) und ist dementsprechend natürlich darauf bedacht Kosten zu vermeiden. Sollte das neue Werk planmäßig 2026 eröffnen, hätte BYD zusammen mit seinem Werk in Ungarn, das 2025 fertig werden soll, eine beachtliche Kapazität innerhalb der Zollgrenzen der EU.

Ob die Zölle nun tatsächlich in Effekt treten ist noch nicht gesichert, aber BYD plant auf jeden Fall mit einer langfristigen Präsenz im europäischen Markt.

BYD-Modelle konfigurieren